Winterwanderung

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Karte:
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Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 16,50 km
Höhenunterschied:
ca. 575 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kleingießhübel - Parkplatz Forstmühle - grüner Punkt - Lange Fünf - Furtweg - Krippenbach - Hertelsgrundbach - Schifferweg - roter Punkt - Wildbretkeller - Großer Zschirnstein - Aussicht - Abstieg - Zschirnsteinweg - Kalkbude - gelber Strich - Die Hand - Kreusels Eiche - Schächers Kreuz - Gliedenbachweg - Murrestein - gelber Strich - Lange 5 - Teufelsbergweg - Cottaeiche - Oberer Buchweg

Winterwanderung

Nachdem ich in der Bad Schandauer Bücherstube Danes gewesen war und die Dame an der Kasse meinte, dass die schönste Stelle im Schnee der Große Zschirnstein wäre, musste das natürlich gleich ausprobiert werden. Damit es nicht nur ein langweiliges Hin- und Zurückwandern ist, startet die Wanderung östlich von Kleingießhübel auf dem großen Wanderparkplatz oberhalb der ehemaligen Forstmühle. Zuerst geht es ein paar Meter die Straße hinunter, hier kann man das erste Mal auf den Kleinen Zschirnstein blicken. Nach ca. 150 Metern biegt nach rechts ein Forstweg ab, der mit dem grünen Punkt grüner Punkt markiert ist. Damit die Wanderung nicht zu viele Meter auf der Fahrstraße unterwegs ist, geht es auf einen kleinen Schlenker hier entlang. Die Wanderung biegt auf dem markierten Wanderweg nach links im spitzen  Winkel in den Furtweg ab und führt damit runter in das Tal des Krippenbaches. Damit erreicht man die Straße wieder, aber die Wanderung geht nach rechts auf dem breiten Forstweg entlang. Auch hier ist der Wanderweg weiterhin mit dem grünen Punkt markiert. Nach ein paar Metern erreicht man den Furtborn_kleinauffälligen Furtborn, der mit einer Informationstafel vorgestellt wird. Der Inhalt der Tafel ist: “Furtborn; Eine der ergiebigsten Quellen der Sächsischen Schweiz mit einer Schüttung von 3 – 4 Liter pro Sekunde. Der Name deutet auf eine ehemalige Furt hin, welche etwa 70 m talwärts den Krippenbach querte.” Die Quelle sieht im Winter ziemlich lustig aus. Das Wasser wird von der Quelle durch eine kleine hölzerne Rinne geleitet und läuft dann in eine hölzerne Wanne. Wenn die Temperatur tief genug ist, dann friert natürlich das Wasser an allen möglichen Stellen und es bilden sich die witzigsten Eisskulpturen. Eisvorhang_im_Krippenbachtal_kleinAuf der rechten Wegseite scheint ein sehr feuchter Hang zu sein, da die Felsen im Winter an sehr vielen Stellen mit Eiszapfen geschmückt sind. Die Wanderung führt noch ein Stück (ca. 1 Kilometer) durch das Tal des Krippenbaches und dann geht es nach links den Hang hinauf, weiterhin der Wanderwegmarkierung hinterher. Durch das jetzt folgende Teilstück steigt man insgesamt 160 Höhenmeter hoch, Aussicht_Grosser_Zschirnstein_vom_Schifferweg_kleinaber zum Glück passiert das über eine Strecke von 2,3 Kilometern. Damit dieses Teilstück nicht zu langweilig wird, hat man mindestens an einer Stelle schon mal eine schöne Aussicht auf das östliche Ende des Großen Zschirnsteins. Genau auf diesen Felsen soll es jetzt hoch gehen und deshalb biegt man nach den besagten 2,3 Kilometern nach rechts auf die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt ab. Hier beginnt der eigentliche Aufstieg auf den Zschirnstein. Wildbretskeller_am_Zschirnstein_kleinBevor man aber die Stufen hoch wandert, bietet sich auf der linken Seite ein Abstecher an. Hier befindet sich eine kleine Höhle, der Wildbretskeller, die durch ein paar umgefallene Sandsteinfelsen entstanden ist. Der Name kommt daher, weil erbeutetes Wild der sächsischen Hofjagd bis zum Abtransport in der Höhle aufbewahrt wurde.
Jetzt geht es die Treppen zum Großen Zschirnstein hoch. Obwohl der Große Zschirnstein der höchste Felsen der gesamten Sächsischen Schweiz ist, ist der Aufstieg nicht besonders anstrengend. Insgesamt handelt es sich bei den Treppen um eine Höhendifferenz von 50 Metern und das ist für einen Aufstieg in der Sächsischen Schweiz wirklich nichts. An einer Stelle des Aufstiegs verläuft der Wanderweg auf einem schmalen Felsband. Irgendwie habe ich mich schon immer gefragt, wozu man hier am Felsen einen Haltegriff angebracht hat. Wenn das Felsband aber voller Schnee liegt, dann freut man sich über diese Möglichkeit, ein bisschen mehr Sicherheit zu erhalten. Nach diesem Aufstieg kann man den ersten Ausblick in die nördliche Richtung zum Kleinen Zschirnstein und der Felskette der Schrammsteine genießen. Jetzt geht die Wanderung über die Ebene des Großen Zschirnsteins. Aussicht_Grosser_Zschirnstein_im_Winter_kleinIch bin immer wieder verwundert, wie lang sich der Zschirnstein erstreckt. Insgesamt ist es ziemlich genau ein Kilometer vom nördlichen zum südlichen Ende. Der Weg ist leicht ansteigend und erreicht dann die große Aussicht. Als ich die Wanderung unternommen habe, habe ich ziemlich gestaunt, da unten im Tal kein Schnee mehr auf den Bäumen lag, aber hier oben noch eine dicke Schneeschicht die Bäume schmückte. Die paar Höhenmeter machten anscheinend doch noch ein paar Minusgrade aus. Super lustig war auch der Weg bis zur Aussicht. Blick_vom_Grossen_Schneeberg_zum_Rosenberg_Winter_kleinHier hatte es einige kräftige Blick_vom_Grossen_Schneeberg_zum_Schneeberg_Winter_kleinSchneeverwehungen gegeben und dadurch, dass ich der erste Wanderer hier oben war, war die Strecke zum Teil mächtig anstrengend. Von der Aussicht des Großen Zschirnsteins hat man einen erstklassigen Blick auf den Rosenberg und die Felsen um den Schneeberg. Außerdem blickt man von hier oben auf die sehr großen Waldgebiete der linken Elbeseite.
Genau in diese Waldgebiete geht es jetzt nach dieser schönen Aussicht hinunter. Dazu muss man wieder den größten Teil des Großen Zschirnsteins zurückwandern, nur dass man jetzt auf die Wanderwegmarkierung roter Punkt nach rechts abbiegt. Damit verlässt man den Felsen über einen Waldweg, der auch für Forstfahrzeuge geeignet ist. Es geht mit einem relativ angenehmen Gefälle hinunter, bis zur Kreuzung mit dem Wiesenweg. Hier befindet sich auf der linken Seite eine Schutzhütte mit der Bezeichnung Kalkbude. An der Kreuzung verlässt die Wanderung den markierten Wanderweg und man biegt rechts ab. Die Wanderung führt über den breit ausgebauten Forstweg in die Richtung der tschechischen Grenze. Nach einer Strecke von ungefähr 350 Metern erreicht man die Kreusels_Eiche_im_Winter_kleinKreusels Eiche und damit auch das Schechers_Kreuz_im_Winter_kleinSchechers Kreuz. Das Kreuz soll schon aus dem Jahre 1549 sein und daran erinnern, dass der Sohn des Försters Kreusel durch einen Wilddieb an dieser Stelle ermordet worden ist. Die jetzige Eiche soll aus dem Jahre 1875 sein und irgendwie kann man sich das bei dem knorrigen Baum gut vorstellen. Die Wanderung führt weiterhin auf dem gut ausgebauten Gliederbachweg entlang. Nach weiteren 700 Metern erreicht man eine Wegkreuzung zum Böhmischen Tor. An dieser Kreuzung versteckt sich unter einer Fichte ein Gedenkstein mit der Inschrift: “Den Antifaschisten der vereinigten Kletterabteilung, die hier wirkten, gewidmet.” Im Ursprung hat unter diesem Text mit einer weiteren Tafel, die sich aber im Lauf der Jahre verflüchtigt hat, noch mehr Text gestanden.
Die Wanderung führt weiterhin in einem Bogen um den Großen Zschirnstein, um nach einem ¾ Kilometer Aussicht_Grosser_Zschirnstein_von_unten_kleinauf einmal den Blick nach rechts auf den südlichen Zipfel des Felsen freizugeben. Damit sieht man jetzt den unteren Teil der Aussicht, von der man vor einer ¾ Stunde noch herunter geblickt hat. Die Wanderung führt von dieser Stelle noch weitere 1,5 Kilometer über den Gliederbachweg, bis es endgültig zu langweilig wird, auf diesem Forstweg entlang zu wandern. Ich weiß, dass es ziemlich schwierig ist, ohne technisches Hilfsmittel herauszufinden, wann 1,5 Kilometer vorbei sind und deshalb bietet sich folgende Orientierung an: Auf der linken Wegseite fließt ein Rinnsal an Bach (der Gliederbach) über den die erste breite Brücke für Forstfahrzeuge genau an der Stelle verläuft, über die die Wanderung nach links abbiegt. Der Weg steigt relativ steil an, aber immer noch mit einer Steigung, die auch Forstfahrzeuge überwinden können. Insgesamt geht es 60 Höhenmeter nach oben und erst wenige Meter, bevor man den sichtbaren höchsten Punkt erreicht hat, biegt nach rechts ein Waldweg ab, der auf ziemlich gleichbleibender Höhe am Hang verläuft. Auf der rechten Wegseite taucht bald eine Lichtung auf, die einmal Murrestein_im_Winter_kleinumrundet wird und nach wenigen Metern befindet sich auf der rechten Wegseite der Murrestein. Es ist beeindruckend, dass ein Kreuz aus dem Jahre 1653 es schafft, hier im Wald unbeschadet stehen zu bleiben. Die Inschrift auf dem Stein ist: J.M.F.Z.S; 1653; D.XIOCTOB. Laut der tollen Internetseite www.suehnekreuz.de sollen diese Buchstaben die Abkürzung für: “Jacub Murre; Förster zu Schöna; 1653, Den 11. Oktober” sein. Dieser Förster soll in der Nähe des Kreuzes tödlich verunglückt sein.
Die Wanderung steigt jetzt wieder den Berg herab und erreicht bald die Grenze. Hier geht es nach rechts den obersten Ausläufern des Krippenbachs hinterher. Der Bach bzw. die Wanderung verläuft durch ein überraschend schönes Tal mit richtig vielen Sandsteinfelsen. Je weiter man das Tal herunter wandert, desto besser ist der Weg ausgebaut. Insgesamt verläuft die Wanderung einen Kilometer an dem Bachlauf entlang, bis nach links der ausgeschilderte Grenzweg abbiegt. Damit noch ein paar Höhenmeter zu der Wanderung dazukommen, geht es jetzt mal wieder den Berg hoch. Ich bin diesen gut ausgebauten Forstweg schon mehrmals hoch und runter gewandert, aber bis zu dieser Wanderung ist mir nicht aufgefallen, dass sich links des Weges eine Rinne befindet, die über richtig viele Stufen ins Tal läuft. Aber vermutlich sieht man das nur, wenn es einen gewaltigen Regenschauer gegeben hat oder die Schneeschmelze im Gange ist. Quelle_mit_besonderer_Wasserfuehrung_kleinNachdem man den schnurgeraden Weg nach oben gewandert ist, trifft man auf eine auffällige Quelle auf der rechten Wegseite. Sehr interessant an dieser Quelle ist, wenn man versucht herauszufinden, wie das Wasser oben aus dem Röhrchen herauskommt. Das Quellwasser wird durch den Baumstamm von unten hoch gedrückt. Solche Konstruktionen sieht man in Süddeutschland häufiger, aber in der Sächsischen Schweiz ist mir so etwas noch nie begegnet.
An der Quelle verlässt die Wanderung den breit ausgebauten Forstweg und geht links von der Quelle leicht ansteigend weiter. Eigentlich ist es von der Richtung her nur die Verlängerung des Aufstiegs, den man gerade hochgekommen ist. Die ersten paar Meter verlaufen durch einen Laubwald und dann wird der Weg zu einem Pfad und verläuft am Rande eines Nadelwaldes. Erst am Ende des Pfades steht man an der Unterseite eines gut ausgebauten Forstweges. Irgendwie habe ich keinen passende Verbindung zwischen dem Pfad und dem Forstweg entdeckt, aber das ist auch gar kein Wunder gewesen, da die kleine Böschung (2 Höhenmeter) ordentlich zugeschneit war. Der Forstweg, der jetzt erreicht wird, heißt Lange Fünf und verläuft auf fast gleichbleibender Höhe durch einen typischen Nutzwald. Grundsätzlich verläuft der Forstweg in einem Bogen, der auch mit einem direkten Waldweg abgekürzt werden könnte, aber diese Abkürzung bewirkt wenige Längenmeter, aber dafür würden ein paar Höhenmeter hinzukommen. Deshalb empfiehlt sich der Weg über die Lange Fünf. Insgesamt sind es 1,7 Kilometer, bis auf der linken Wegseite ein Hinweisschild auf den Teufelsbergweg hinweist. Damit geht es die letzten paar Höhenmeter bergauf und man erreicht die Cotta_Eiche_im_Winter_kleinCotta-Eiche. An der Eiche befindet sich eine Hinweistafel mit folgendem Inhalt: Cotta Eiche; Cotta: 1. Bernhard v., 1808 – 1879, kartierender Geologe und Erzlagerstättenforscher. – Sohn von Heinrich Cotta 2. – 2. Heinrich, 1763 – 1844, der erste forstliche Lehrer und Forscher von internationaler Bedeutung, Begründer der Forstlehranstalt in Tharandt 1811. Von dieser Stelle geht es jetzt das letzte Stück bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Erst auf den letzten paar Metern vor dem Parkplatz fällt die Wanderung leicht ab und hier befindet sich besonders_hohes_Baumhaus-Hochsitz_klein(zumindest im Winter 2009) auf der rechten Seite ein riesig hohes Baumhaus/Hochsitz. Bei einer groben Schätzung müsste die Unterkante des Baumhauses in 12 Meter Höhe sein. Das Baumhaus ist zwischen einer Fichte und einer Birke befestigt und macht den Eindruck, als wenn die Baumeister ganz sicher keine Kinder waren. Mit dem Erreichen des Parkplatzes ist die Wanderung zu Ende gegangen und ich kann nur bestätigen, dass die Dame vom Bad Schandauer Buchladen vollkommen Recht hatte. Die Wanderung im Schnee zum Großen Zschirnstein ist wirklich sehr schön und ganz besonders war, dass  mir auf der ganzen Wanderung nur 4 andere Wanderer unterwegs begegneten und das bei perfektem Wetter und an einem Samstag.

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Caspar-David-Friedrich-Weg

Die Wanderung beginnt in Krippen an dem kleinen Parkplatz neben den Bahngleisen. Von dem Parkplatz geht es unter der Bahntrasse durch in die Richtung der kleinen Krippener Fähre. Am Kinderspielplatz steht die erste Informationstafel zum Caspar-David-Friedrich- Wanderweg, auf der die ersten allgemeinen Daten zum Maler und dem Wanderweg enthalten sind.

Caspar-David-Friedrich

Die Wanderung auf dem Elberadweg ist auf dieser Flussseite ziemlich angenehm, da die meisten Radfahrer entweder von Bad Schandau flussabwärts fahren oder die andere Elbeseite wählen. Blick_von_Krippen_ins_Elbetal_kleinDadurch kann man den schönen Blick auf die gegenüberliegende Seite weitestgehend ungefährdet genießen. Noch in Krippen kann man auf der gegenüberliegenden Flussseite die Siebenbrüderhäuser entdecken, im Anschluss daran fallen die gelb leuchtenden Sandsteinbrüche auf und natürlich ragen über allem die Felsen der Schrammsteine. Am östlichen Ende von Krippen passiert die Wanderung die Gaststätte Ziegelscheune (www.ziegelscheune-krippen.de), die im Sommer mit einem netten kleinen Biergarten aufwartet und passenderweise zu dieser Wanderung heißt eines der Übernachtungszimmer auch Caspar-David-Friedrich-Zimmer.
Hinter der Gaststätte geht es noch ein paar hundert Meter (ca. 900 Meter) weiter auf dem Elberadweg und dann erreicht man die Informationstafel Nr. 2. Ziemlich genau an der Stelle, wo heute die Tafel steht, hat vor 2 Jahrhunderten Caspar David Friedrich das Elbtal mit Blick in Richtung Lilienstein gemalt. Auf seinem Gemälde kann man sehr gut erkennen, wie das Elbtal zur Zeit der Steinbrüche ausgesehen hat. Nach weiteren 400 Metern auf dem Elberadweg erreicht man die Tafel Nr. 3, die ein Bild von einem Steinbruch erklärt. Von diesen Steinbrüchen befinden sich ganz viele auf beiden Elbtalseiten und werden auch auf dem nächsten Teilstück der Wanderung entdeckt. Gleich gegenüber der Informationstafel geht es dann unter der Bahnlinie drunter her und ein paar Stufen den Hang hinauf. Am Ende der Stufen weist ein Schild nach links. Sehr ulkig ist, dass auf den Pfosten des Wegweisers ein richtig ordentlicher Wanderschuh genagelt war. Der Hangweg ist in diesem Bereich nur ein Pfad, ehemalige_Steinbrueche_und_Torsteine_kleinder so einigermaßen angenehm zu wandern ist. In einem Bereich sind in den letzten Jahren die Bäume gefällt worden, sodass man einen freien Blick ins Elbtal hat. Nach einem Teilstück, dessen Ruhe höchstens von einem vorbeiratternden Zug unterbrochen wird, erreicht man die nächste Station. Auf der Tafel Nr. 4 wird eine Zeichnung von einem Felsen gezeigt, der beim Teufelsturm auf der gegenüberliegenden Talseite wiedererkannt wurde. Hier haben wir ordentlich gerätselt und man braucht schon viel Fantasie, um die Stelle der Vorlage zu erkennen. Das geht mit der Tafel Nr. 5 (die man nach ein paar weiteren Metern auf dem Hangweg erreicht) schon ein ganzes Stück einfacher. Hier ist aber auch sehr hilfreich die Skizze von Caspar David Friedrich auf ein aktuelles Foto gemalt worden. Weiter geht es also auf dem Hangweg, vorbei an der kleinen C.-D.-Friedrich-Quelle zum nächsten Schild Nr. 6. Hinter diesem Schild geht es ein paar Meter den Hang hinauf. Auf dem Mittelhangweg angekommen, gibt es etwas Interessantes zu sehen, nämlich einen gut erhaltenen Steinbruch, den heutzutage anscheinend einige Leute als Rast- oder Lagerplatz benutzen. Er bildet eine große Höhle und könnte wohl ohne Probleme auch als Boofe benutzt werden.
Der Caspar-David-Friedrich-Weg schwenkt in den Hirschgrund ein und wie auf Bestellung standen dort bei meiner Wanderung tatsächlich zwei Rehe am Hang. Rehe-im-HirschgrundWenn es nicht ein wenig schwierig wäre, diese Viecher abzurichten, so hätte ich gesagt, irgendjemand hat sie netterweise dort abgestellt. Vorbei geht es an der Tafel Nr. 7 und weiter auf dem asphaltieren Weg mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich den Berg hoch nach Schöna. Oben in Schöna ist der Caspar-David-Friedrich-Weg ein wenig irritierend ausgeschildert, aber eigentlich ist es ganz einfach. Es geht auf dem gelben Strich weiter, bis der rote Punkt  roter Punkt den Weg quert. Auf diesem geht es jetzt nach links weiter zur Kaiserkrone. Am Fuße der Kaiserkrone findet man die Tafel Nr. 8 mit den meiner Ansicht nach anschaulichsten Beispielen dafür, dass Herr Friedrich von der Sächsischen Schweiz inspiriert worden ist. Die Kaiserkrone mit ihren drei Gipfeln sollte man sich nicht entgehen lassen. Alle drei Spitzen lassen sich ohne großen Aufwand erklimmen.
Von der Kaiserkrone geht es jetzt wieder herunter und auf dem schon bekannten roten Punkt quer durch das ganze Dorf Schöna. Der Caspar-David-Friedrich-Weg ist die ganze Zeit wirklich perfekt ausgeschildert und so geht es durch den Zigeunergrund und den südlichen Teil der Ortschaft. Der Weg verläuft in diesem Bereich auf dem Malerweg, das liegt einfach daran, dass dies wirklich die schönste Streckenführung ist. Von Reinhardtsdorf geht es über ein Feld in Richtung Wolfsberg. Unterwegs lädt ein sehr schön angelegter Teich zum Verweilen ein. Vom Wolfsberg hat man einen wirklich schönen Panoramablick. Dieser ist auch auf der Internetseite des www.wolfsberghotel.de zu sehen. Der Wanderweg ist übrigens anders ausgeschildert, als auf den ganzen Schildern zu sehen ist. Auf den Tafeln ist der Weg durch Reinhardtsdorf/Schöna dargestellt, aber ausgeschildert ist er auf dem großen Bogen über die Zufahrt des Hotels. Ich empfinde diese Strecke auch viel schöner als den Weg an Reinhardtsdorf und Schöna entlang. Gut gemachte Wegänderung. Am Wolfsberg steht noch einmal die Übersichtstafel Nr. 1 und die Tafel Nr. 9.
Vom Wolfsberg geht es wieder hinunter nach Reinhardtsdorf. Der Weg ist sehr breit und wenn ich mich richtig erinnere, ist dieser Weg die alte Zufahrt zum Wolfsberghotel. In Reinhardtsdorf angekommen, geht es über die Hauptstraße und gleich auf der gegenüberliegenden Seite dem grünen Punkt grüner Punkt wieder hinterher. Eigentlich wäre es viel schöner, wenn man auf dem Weg parallel zum Ortsrand weiter wandern könnte. Auf diesem Weg hatte man einen tollen Blick auf die Schrammsteine und musste nicht durchs Dorf. Leider ist anscheinend ganz am Ende des Weges ein privates Grundstück, dessen Besitzer den Durchgang mit einem Tor verhindert. Steinbruch_bei_Reinhardtsdorf_1_kleinEs ist kein wirklich ernsthaftes Tor, auch nicht abgeschlossen, aber es ist ein Tor, mit dem der Besitzer irgendetwas bewirken möchte. Ich vermute, dass dort nur verhindert werden soll, dass irgendwelche Auto- oder Mofafahrer den Weg benutzen. Leider kann ich aber durch das Tor den Weg nicht mehr empfehlen. Es geht also auf dem grünen Punkt durchs Dorf. Der Weg geht bald darauf aus dem Dorf heraus und an einem Steinbruch vorbei, der auch heute noch in Betrieb ist. Der Wanderweg führt schnell den Hang hinunter und es geht noch an Tafel Nr. 10 und Tafel Nr. 11 vorbei. Kurz bevor man Krippen wieder erreicht, kommt man durch einen Bereich, an dem noch die alten Spuren von einigen Berghang-Gärten zu sehen sind. Terrassen-BerghaengeDie ökonomische Lage zwang die Einwohner, mit beträchtlichem Aufwand die Berghänge vom Wald zu roden und gartenbaulich zu nutzen. Die jahrhundertealten, überwachsenen und einfallenden Mauern sowie die verwilderten Terrassen bezeugen das noch heute. Vor allem wurden Obst und Gemüse angebaut und Ziegen gehalten. Ich schätze mal, dass es früher 15 bis 20 Gärten gewesen sind. Eine erhaltene Felsinschrift verdeutlicht nachhaltig den enormen Aufwand bei der Bearbeitung der Berghänge: “Das Urbarmachen der Parzelle von meiner alleinigen Hände ist begonnen im Jahr 1860. Vollendet 1876. Karl Eduard Salomon.” Der grüne Punkt führt noch die letzten paar Meter durchs Dorf Krippen bis zurück zum Ausgangspunkt am Krippener Parkplatz.

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Böhms Nikolsdorfer Wände

Auf diese Wanderung bin ich durch die Fernsehsendung Biwak (www.mdr.de/biwak) aufmerksam geworden. Die März-2007-Sendung hat mir von allen, die ich bis jetzt gesehen habe, am besten gefallen, was aber vermutlich daran lag, dass es in dieser Folge fast nur um die Sächsische Schweiz ging. In der Sendung wurden zwei ganz besondere Persönlichkeiten beachtet. Einerseits wurde über den bekanntesten Kletterer Bernd Arnold gesprochen und dann die neue Wanderkarte “Nikolsdorfer Wände” von Rolf Böhm vorgestellt. Herr Böhm ist mit dem Moderator der Sendung durch das Gebiet der Nikolsdorfer Wände gewandert. Netterweise befindet sich auf der Internetpräsenz des MDR eine vollständige Wegbeschreibung, so dass ich den Weg gleich mal nachgegangen bin. Hier ist meine eigene Wegbeschreibung dazu:
Der Start der Wanderung ist der kleinere Parkplatz mitten in der Ortschaft Leupoldishain. Von dem Parkplatz geht es ein paar Meter die gerade Dorfstraße hoch. Das erste Teilstück der Wanderung ist mit dem gelben Punkt gelber Punkt und dem “B” des Breiten Heide Wanderweges gekennzeichnet. Am neu angelegten Spielplatz dürfen die Kinder an der schönen Kletterwand ein bisschen herumkraxeln. Danach verlässt man die Ortschaft und wandert durch einen wunderbar ruhigen Wald. Der markierte Wanderweg schlägt einige Haken, aber trotzdem ist er ganz gut zu finden. Die gelbe Wanderwegmarkierung wird an dem Weg mit der Bezeichnung Schneise 39 verlassen. Falls man nicht die tolle neue Karte von Hr. Böhm besitzt, dann ist es genau 300 Meter, bevor der markierte Wanderweg auf die Straße zwischen Forsthaus und Labyrinth trifft. Ich weiß, das ist eine gemeine Beschreibung, da man schnell ein paar hundert Meter zu weit gewandert ist, aber irgendwie ist mir keine bessere Beschreibung eingefallen. Der Weg führt auf jeden Fall parallel zur Straße nach links, natürlich aus der original Wanderrichtung gesehen. Nach ungefähr  ½ Kilometer erreicht man mitten im Wald auf einmal ein Überbleibsel des Uranbergbaus. Hier steht ganz unauffällig der Schacht 398. Er ist einer der fünf Schächte des ehemaligen Bergwerks der Firma Wismut. Ich finde das faszinierend, dass man auf einmal irgendwelche Spuren von einem Bergwerk findet, weil eigentlich denke ich immer, dass unter mir nur Waldboden ist. Aber im Bereich der Nikolsdorfer Wände befinden sich auch noch riesige Mengen Stollen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, hier ein paar Eckdaten: Es gibt bzw. es gab 5 Schächte und 7 Wetterschächte, ein Streckennetz von 118 km, es wurde ein Gesteinsvolumen von fast 9 Mio. m³ abgebaut und das Ergebnis waren 18.000 Tonnen Uran. Die Stollen befinden sich in einer Tiefe von 25 m, 50m, 95 m und 135 m und werden jetzt nach und nach geflutet. Nur ganz besonders gefährdete Stollen werden verfüllt.
Die Wanderung geht an der Vorderseite des Grundstücks entlang. An der Ecke des länglichen Gebäudes geht man nicht am Gebäude weiter, sondern in der Verlängerung des Weges in den Wald. Nach ungefähr 250 Metern erreicht man dann die Straße. Zuerst kann man es durch einen kleinen Weg auf der linken Straßenseite noch verhindern, aber dann muss man tatsächlich 150 Meter auf der Straße bis zur Einfahrt zum Labyrinthparkplatz wandern. Zum Glück ist die Straße nicht ganz so befahren, so dass man dieses kleine Stück ertragen kann.
Als wir die Wanderung durchgeführt haben, war wunderbares Wetter und außerdem Ostersamstag. Der Parkplatz für das Labyrinth war so was von voll, dass sich selbst ein Eiswagen an dem Standort lohnte. Zum Glück ging die Wanderung aber noch vor dem Parkplatz auf der Rückseite des Bernhardsteins hoch. Der Weg verläuft auf einem Pfad zuerst an der rechten Seite an einem Felsen vorbei und dann auf der linken Seite auf den Bernhardstein hoch. Auf dem Felsplateau angekommen, ist der Weg sehr eindeutig zu finden, nur an einer Stelle kommt man an eine Wegkreuzung und hier biegt man nach links ab. Die Aussicht auf dem Bernhardstein ist wirklich lohnenswert, und wenn man überlegt, welche Menschenmengen unten beim Labyrinth herumturnen, und hier oben ist kein Mensch anzutreffen, dann kann man sich nur gratulieren.

Nikolsdorfer_Waende_Bernhardstein_klein

Bevor man vom Bernhardstein absteigt, sollte man noch einen kurzen Abstecher unterhalb der Aussicht unternehmen. Hier befindet sich links neben der Treppe von der Aussicht herunter ein Platz, der von einem überhängenden Felsen verdeckt wird. Gleich drei Tafel erklären mehrere unterschiedliche Gegebenheiten:
Bernhardstein_Taufstein_klein1. >> Taufstein <<
Als Kuriosum wurde überliefert: Unter dieser Felswand ließ im Jahre 1851 ein Engländer, welcher als Gast auf dem Hermsdorfer Rittergut weilte, ein Kind mit Jordanwasser taufen.
2. Gebirgsverein
Die Gründung der Sektion “Schweizermühle und Umg.” erfolgte am 1.Februar 1878. Deren Mitglieder wirkten intensiv bei der touristischen Erschließung verschiedener Aussichtpunkte in unserem Gebiet, so auch des “Bernhardsteines”, mit. 1884 wurde ein hölzernes Aussichtsgerüst auf dem “Bernhardstein” errichtet, 1909 in der “Ottomühle” im oberen Bielatal eine der ersten Unfallhilfestellen des GV eingerichtet. 1936 wurde der “Napoleonstein” bei Langenhennersdorf zugänglich gemacht und gesichert.
3. Dem Andenken ihres einstiegen Begründers und langjährigen 1. Vorsitzenden Herrn Mühlenbesitzer Johann Wilhelm Kopprasch in Hermsdorf aus Dankbarkeit gewidmet von der Sektion Schweizermühle und Umgebung, Gebirgsverein für die sächsische Schweiz. 1878 – 1899.
Von dem Bernhardstein geht es über ein paar Treppen herunter. Hier erreicht man den blau markierten Wanderweg blauer Strich, den man nach links, aber auch nur bis zum Fuße des Labyrinths, folgt. Das Labyrinth sollte man sich nicht entgehen lassen, einzig und alleine wenn die Hauptbesuchszeiten sind, dann kann man einen Bogen rechts um den Komplex unternehmen. Spätestens auf der Rückseite erreicht man die grüne Wanderwegmarkierung grüner Punkt mit dem “L” für die Labyrinth-Wanderung. Der Weg führt auf der gegenüberliegenden Hangseite auf die Nikolsdorfer Wände hoch. Wenn man einmal auf dem Felsen angekommen ist, dann geht es sehr angenehm auf einem breiter werdenden Weg entlang. Zwischendurch ist der Weg sogar so gut ausgebaut, dass man sich fragt, wozu hier oben auf dem Felsen ein perfekt angelegter Forstweg notwendig ist. Nach ¼ Kilometer auf diesem Forstweg steht auf der linken Wegseite ein Hinweisschild zum Wolfsgrundwächter. Auch wenn der Felsen heutzutage ein unscheinbares Dasein fristet, sollte man einen Kurzabstecher unternehmen. Eine Hinweistafel klärt über die Kuriosität dieses Felsen auf:
Wolfsgrundwächter
Wolfsgrundwaechter_kleinDer ehemalige Gipfel “Wolfsgrundwächter” war einer der schönsten Kletterfelsen im Gebiet Nikolsdorfer Wände. Er wurde im Sommer 1912 von den Bergfreunden des Kletterklubs “Wachsteiner 1910”, Paul Jacob und Paul Täubrich aus Leupoldishain, erstbestiegen (Alter Weg, IV).
Im Zuge der Arbeiten der SDAG Wismut zur Anlage einer Abraumhalde erfolgte im Jahr 1966 die Auffüllung des Wolfsgrundes am Wolfsgrundwächter mit taubem Gestein und damit verbunden die teilweise Verschüttung des Kletterfelsens.
Das Gipfelbuch wurde im November 1966 geschlossen und der Felsen aus dem Gipfelbestand der Nikolsdorfer Wände gestrichen.
Wismut GmbH; Sanierungsgebiet Königstein
Sächsischer Bergsteigerbund
IG Bergsteigergeschichte
Tja, jetzt weiß man auch, wo die eben erwähnten 9 Mio m³ Gestein gelandet sind. Normalerweise werden solche Gesteine in großen Abraumhalden neben den Förderschächten abgeladen. Das ging aber im Falle Königstein nicht, da sonst der Blick von und zur Festung übelste Sorte verschandelt worden wäre. So hat man sich möglichst unauffällige Schluchten gesucht und die dann verfüllt. Damit ist dann auch geklärt, warum manche der Forstwege mit Betonplatten ausgelegt sind oder in anderen Fällen ganz besonders stabil gestaltet sind.
Festung_Koenigstein_von_Aussicht_Panoramablick_kleinVom Wolfsgrundwächter geht es wieder zurück auf den markierten Forstweg. Dem Weg folgt man noch 450 Meter, bis dieser nach links abbiegt. Hier verlässt man den markierten Weg und es geht weiter, auf dem breiten Weg, geradeaus. Nach wenigen Metern erreicht man die Aussicht Panoramablick. Sie ist sehr einfach zu erreichen und ohne einen einzigen Höhenmeter zu überwinden kommt man zu einer sehr schönen Aussicht. Dadurch, dass die Aussicht abseits der markierten Wege und dazu noch in der ruhigen Wanderregion der Nikolsdorfer Wände liegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass man die Aussicht alleine genießen darf.
Von der Aussicht geht es den Hang hinunter bis auf die Straße. Hier erreicht man den blau markierten Wanderweg blauer Punkt mit dem “S” für die Stelzchen-Wanderung. Auf dieser Wanderwegmarkierung geht es jetzt das letzte Stück ins Tal abwärts. Genau gegenüber des Campingplatzes bietet sich noch mal die schöne Aussicht auf dem Stelzchenfelsen an. Der Aufstieg auf diese Aussicht erfolgt über ein paar Stufen und eine kleinere Leiter. Da man gerade an der Aussicht Panoramablick schon einen Blick in Richtung Königstein genossen hat, geht es bei der Aussicht Stelzchen eher um den Blick in Richtung Leupoldishain. Von hier oben kann man einen schönen Überblick über die Ortschaft erhalten. Die letzten Meter dieser Wanderung erfolgen an der Vorderseite der Nikolsdorfer Wände entlang. Man muss nicht an der Straße entlang gehen, sondern kann gleich am Zugang zum Stelzchen auf einem Pfad entlang wandern. Der Zugang zu diesem Pfad liegt ein bisschen versteckt, aber wenn man weiß, dass es zwischen dem Wald und der Pferdekoppel einen Weg gibt, dann findet man den auch. Außerdem ist der Weg weiterhin mit dem blauen Punkt markiert. Die Wanderung erreicht kurz vor dem Parkplatz die Straße wieder.
Damit ist eine ganz nette Runde beendet, die einen schönen Einblick in die Wanderregion der Nikolsdorfer Wände gibt. Ich denke, genau das war auch die Absicht von Hr. Böhm, als er mit den Biwak-Leuten diese Runde gewandert ist. Die Wanderung hat nichts besonders Spektakuläres, aber dafür ist sie eine sehr schöne ruhige Runde, mit Ausnahme des Labyrinthes.

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Barbarine

Nachdem ich im Nationalparkhaus durch Zufall das Buch von Dr. Rölke (www.bergverlag-roelke.de) über den Pfaffenstein entdeckt hatte und mir kaum vorstellen konnte, dass man über einen einzelnen Felsen ein ganzes Buch füllen kann, habe ich das Buch gekauft und erstmal gelesen. Nach der Lektüre musste natürlich die beschriebene Wanderstrecke ausprobiert werden und für solch eine kleinere Wanderung gibt es keine besseren Begleiter als meine große Tochter (2007: 5 Jahre alt) bzw. 2017 meine Frau.
Die Wanderung startet am großen Wanderparkplatz von Pfaffendorf. Hier lockte gleich mal der Brunnen zum ersten Wasserspiel. Da die Temperaturen im Frühjahr 2007 schon hochsommerlich waren, konnte ich meine Tochter nur schwer davon abbringen, schon vor der Wanderung in dem Brunnen herumzuplanschen. Die ersten Meter des Aufstiegs erfolgen vom Parkplatz direkt bergauf in Richtung Pfaffenstein, bis kurz hinter dem letzten Haus der erste Weg nach links abbiegt. Der Weg führt zwischen Pfaffenstein und Pfaffendorf auf einem Feldweg entlang. Kurz nach dem Erreichen des Waldes unterhalb des Pfaffensteins stehen mehrere ziemlich große Felsbrocken am Wegesrand, die anscheinend irgendwann mal vom Pfaffenstein abgebrochen sind. Steinerne_Scheune_am_Pfaffenstein-1_kleinSie sind so zueinander geklappt, dass eine Höhle entstanden ist, die den sinnigen Namen Steinerne Scheune hat. Sehr interessant ist, dass die Höhle auf der Rückseite ganz professionell mit sehr unterschiedlichen Sandsteinblöcken zugemauert wurde. Auf dem weiteren Weg entdeckt man dann auch nach 200 Metern, warum der Waldweg so ein bisschen ausgefahren aussieht. Hier befindet sich an der rechten Wegseite die Talstation der Lastenseilbahn. Über diese Seilbahn wird die Gaststätte auf dem Pfaffenstein versorgt. Neben der Talstation steht noch eine kleinere Hütte, in der, vermute ich, die Lieferungen zwischengelagert werden. Kurz nach dem Vatertag 2007 sah die Türe dieser Hütte schwer ramponiert aus. Anscheinend hatten ein paar Männer zu wenig Alkohol mitgenommen und dachten, sich hier billig eindecken zu können. Die Türe konnte sich aber des Angriffs erfolgreich erwehren.
Ab der Seilbahnstation geht es auf einem Pfad weiter. Nach wiederum 200 Metern teilt sich der Weg und man hält sich rechts. Der Weg führt an einer Wildwiese vorbei. Hier sollte man unbedingt einen Abstecher auf die andere Seite der Wiese unternehmen, suedlicher_Pfaffenstein_klein
da man von dort einen sehr schönen Ausblick auf die südliche Seite des Pfaffensteins und damit natürlich die Barbarine hat. Für alle, denen der Name Barbarine nichts sagt: Barbarine_von_unten_klein
Die Barbarine ist ein Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, eine sehr markante Felsnadel. Der Sage nach war die Barbarine ein Mädchen, das lieber in die Heidelbeeren ging als in die Kirche und das hat die Mutter so geärgert, dass diese sie verwünscht hat, sie solle zu Stein werden und ewig in den Heidelbeeren stehen. Tja, so kann’s gehen. Die Wanderung geht weiter im Uhrzeigersinn um den Pfaffenstein herum. Man erreicht bald den breiteren Wanderweg mit der Markierung roter Punkt  roter Punkt. Dieser folgt man nach rechts, bis man zum hinteren Zugang des Pfaffensteins kommt. Hier kreuzen sich gleich drei unterschiedliche Wanderwegmarkierungen: grüner Strich, grüner und roter Punkt. Es geht wieder mal nach rechts. Die ersten paar Meter bis zum Fuße des Felsens erfolgen mit einer leichten Steigung. Auffällig, wenn man es weiß, ist der bronzezeitliche Wall. Zum Glück steht kurz vor dieser uralten Wallanlage eine Informationstafel.
Sitznische_Dredner_Tannhaeuser_kleinAm Felsen angekommen, steht man in einem innenhofähnlichen Kessel mit gleich mehreren interessanten Punkten. Zuerst fällt einem die Bank auf, die in den Felsen gemeißelt ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist erinnert sie an das 25-jährige Bestehen des Alpenklubs Dresdener Tannhäuser. Dieses Jubiläum ist aber schon 9 Jahrzehnte her. Auf der Rückseite der Bank stehen die Jahreszahlen 1904 – 1929. Warum auch immer ein Trottel genau eine Zahl aus dieser Tafel herausgekratzt hat, entzieht sich leider meinem Verständnis. Gedenktafel_Karl_Gottlob_Jaeckel_klein
Das zweite Auffällige an der Felswand ist eine markante Gedenktafel mit der Inschrift “Dem Erschließer und Hüter des Pfaffenstein´s Herrn Karl Gottlob Jäckel gewidmet vom Vaterländ. Gebirgsv. Saxonia den 2. Oktober 1881”.
Felsschlucht_Pfaffenstein_mit_abgestuertem_Felsen_kleinUm auf den Pfaffenstein hoch zu kommen, gibt es von dieser Stelle zwei Möglichkeiten. Einerseits über den so genannten bequemen Weg oder durch eine Felsschlucht. Auch die Felsschlucht ist meiner Ansicht nach ein sehr bequemer Weg und deshalb empfehle ich diesen Aufstieg. Es geht über einige Stufen durch die Schlucht. Felsschlucht_Pfaffenstein_kleinSehr interessant finde ich die Felsbrocken, die in weit vergangenen Zeiten in den Felsspalt gefallen sind und jetzt oberhalb des Weges festhängen. Am Ende des Aufstiegs erreicht man die Gaststätte oben auf dem Felsen. Bevor man sich aber hier oben niederlässt, sollte man erstmal nach rechts in Richtung Barbarine wandern. Der Weg führt über den ganzen Pfaffenstein und an einer Stelle geht es durch eine recht enge Felsgasse bis kurz vor die Barbarine. Am südlichen Ende des Pfaffensteins befindet sich eine große Aussicht, die zum Verweilen einlädt. Die Aussicht zur Barbarine lässt sich durch eine weitere Felsgasse links von der großen Aussicht erreichen.Zugangsschlucht_Barbarine_klein Sie ist relativ klein und dadurch bei etwas größerem Besucherandrang schnell überfüllt. Trotzdem sollte man sich die Felsnadel ansehen, da es doch ganz faszinierend ist, wie so ein weiches Gestein in solch einer Form stehen bleiben kann. Pfaffenstein-Barbarine_kleinEine Tafel informiert über schon mehrere Aktionen zur Rettung des Felsens. Der Rückweg bis zur Gaststätte erfolgt über die gleiche Felsgasse. Zwischendurch sollte man an der Aussicht auf halber Strecke einen kurzen Halt einlegen. Wenn man von der Aussicht nach links an der Felswand entlang sieht, dann kann man ganz gut zwei Nester in der Mitte der Felswand entdecken. Hier brüten seit ein paar Jahren Falken, die sich schon ganz hervorragend an die Besucher oberhalb von ihrem Nest gewöhnt haben. Bei unserem Zwischenstopp an der Aussicht hatten wir das riesige Glück, dass einer dieser Raubvögel ganz knapp an uns vorbei flog.
Rittersitz_Pfaffenstein_kleinDie nächste Station auf der Pfaffensteinerkundung war wenige Meter hinter der Gaststätte auf der linken Seite des Weges. Hier geht es zum “Briefbeschwerer”, zum “Rittersitz” und zu mehreren Opferkessel_klein“Opferkesseln”. Auch wenn man sich zum Anfang kaum vorstellen kann, diese Punkte tatsächlich zu finden, so ist es, wenn man die Felsen sieht, sofort eindeutig. An den Opferkesseln hat man eine sehr schöne und seltsamerweise auch ziemlich ruhige Aussicht in Richtung Festung Königstein. Es geht wieder zurück auf den Hauptweg des Pfaffensteins und dann nach links die nächsten 50 Meter. Wer nochmal einen perfekten Rundblick genießen möchte, der sollte den Euro investieren und einmal auf den Aussichtsturm steigen. Für die weitere Wanderung biegt man nach rechts ab. Auch dieser Weg führt wieder zu einer Aussicht, aber natürlich in östliche Richtung. Viel interessanter ist aber, dass man kurz vor der Aussicht nach links in eine Felsschlucht absteigen kann. Der Weg führt über eine raffinierte Treppe hinunter. Man sollte ein bisschen aufpassen, da mindestens ein unscheinbares Loch ziemlich tief nach unten führt. Wenn man den Weg bis ans Ende wandert, dann erreicht man die Goldschmidthöhle. Hier hat sich vor langer Zeit ein Geldfälscher namens Goldschmidt versteckt, nachdem sein Handwerk aufgeflogen war. Der Wirt der Gaststätte auf dem Pfaffenstein hat ihn gedeckt und mit Lebensmitteln versorgt, nachts durfte er wohl auch im Gasthaus schlafen. Leider ist er doch gefunden worden, dem Wirt hat das 8 Jahre Gefängnis gebracht, dem Goldschmidt wohl mehr. Das ist übrigens eine wahre Geschichte. Auch wenn die Höhle schon zu den etwas größeren Höhlen der Sächsischen Schweiz zählt, so kann ich es mir nur schwer vorstellen, dass man sich hier über längere Zeit aufhalten kann. Der ganze Bereich der Zugang_Goldschmidthoehle_kleinGoldschmidthöhle ist umgeben von weiteren Höhlen, Grotten und Spalten. Es macht ziemlich viel Spaß, einfach mal in die dunklen Löcher zu blicken, die sich überall zeigen. An manchen Stellen erlebt man richtige Überraschungen in Bezug auf die Größe bzw. die Tiefe von Spalten. Nach dieser kleinen Erforschung geht es wieder zurück zur Aussicht und dann zum Hauptweg. Nur alleine oben auf dem Plateau des Pfaffensteins kann man schon so viele interessante Stellen finden, die alle im Buch von Dr. Rölke beschrieben sind, dass man die Wanderung locker um mehrere Stunden erweitern kann. So bietet sich der Aussichtsturm oder z.B. auch die Ruine an. Die Wanderung geht auf jeden Fall nach rechts auf dem Hauptwanderweg in nördliche Richtung. Der Abstieg erfolgt über den Weg mit dem aussagekräftigen Namen Nadelöhr. Die ersten paar Meter des Abstiegs erfolgen über eine Treppe und dann durch eine wirklich enge Stelle. Diese Engstelle passiert man über eine sehr robuste Leiter. Danach geht es über einige Treppenstufen bis runter vom Felsen. Am Fuße angekommen befindet sich einer dieser überdachten Rastplätze und eine weitere grundlegende Informationstafel zum Pfaffenstein und der Barbarine. Das letzte Stück der Wanderung führt dann geradewegs bis zum Parkplatz zurück.
Jetzt endlich durfte auch meine Tochter nach Herzenslust in dem kühlen Nass am Brunnen neben dem Parkplatz planschen. Sehr interessant an diesem Brunnen ist, dass das Wasser aus einem ziemlich langen Stollen (fast 100 Meter lang) oberhalb des Parkplatzes kommt. Dieser über 200 Jahre alte Stollen liefert heute nur noch das Wasser für diesen kleinen Brunnen. Ich würde vermuten, dass das Wasser eine erstklassige Quellenqualität hat. Auf jeden Fall es genauso kalt und damit erfrischend, wie man sich Quellwasser vorstellt.
Damit ist eine schöne Wanderung/Erkundung beendet und aus meiner Sicht hat sich die Investition in das Buch von Dr. Rölke gelohnt.

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Königstein-Lilienstein

Die Wanderung startet am Parkplatz vom Lilienstein. Eigentlich könnte die Wanderung auch so ziemlich an jedem anderen Parkplatz beginnen, aber dieser Parkplatz ist kostenlos und außerdem ist damit das anstrengende Teilstück der Runde am Ende.
Zuerst muss man ein paar Meter auf dem Parkplatz bzw. der Straße wieder zurück in die Richtung Walterdorf gehen. Am Waldrand verläuft ein sehr ordentlicher Weg nach rechts. Warum auch immer dieser Weg so toll gepflastert ist, es ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Nach ungefähr 500 Meter auf diesem Weg, kreuzt der Wanderweg mit der blauen Strichmarkierung blauer Strich. Auf diesem so genannten Kirchweg geht es nach links. Im Wald auf der rechten Wegseite befindet sich der Waldfriedhof am Sellnitzgrund. Hier befindet sich mal wieder ein Stück dunkle deutsche Geschichte. Es geht weiter auf dem markierten Wanderweg in die Richtung Kurort Rathen. Zuerst muss man die Fahrstraße überqueren, auf der man eben noch mit dem Auto gefahren ist, und dann geht es auch schon das erste Mal runter ins Elbetal. Das Elbetal erreicht man an einer kleinen Gaststätte/Pension mit dem passenden Namen Einsiedel. Was mich an der Stelle immer wieder verwundert ist, dass von einem durchgängigen Elberadweg gesprochen wird, aber an dieser Stelle richtige Stufen in den Radweg eingebaut sind. Als Wanderer behindern mich ein paar Stufen nicht, aber als Radfahrer würde mich das schon ziemlich stören. Ab dem Fahrradweg verläuft die weitere Strecke sehr angenehm bis zum Fähranlegesteg in Rathen. Nach welchem Prinzip die unterschiedlichen Fähren in Rathen eingesetzt werden, ist mir bis heute noch nicht klar. Es gibt die zwei unterschiedlichen Fähren, die eine kleine Motorfähre und die viel größere Gierseilfähre. Im Sommer 2005 war es so, das alle Fähren (Königstein und Wehlen) schon pro Überfahrt 80 Cent gekostet haben, nur die kleine Fähre in Rathen hat meiner Erinnerung nach noch 70 Cent gekostet. Vielleicht liegt es daran, dass bei der Gierseilfähre keine Energiekostensteigerungen für eine Preiserhöhung verantwortlich gemacht werden können. Aber auch genau dass könnte dann der Grund sein, warum auf einmal die kleine Motorfähre fuhr.
Auf der anderen Elbeseite, also Oberrathen, geht es auf der Straße nach rechts über den Bahnübergang und dann auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach rechts den Berg hoch. Der Weg gewinnt schnell an Höhenmeter und führt zuerst zu einem kleinen Klettergipfel namens Laasenstein. Der Felsen ist sehr gut als Übungsfelsen für die ersten Kletterversuche geeignet. Als ich gerade dran vorbeikam, war ein Opa mit seiner Enkelin dort am Üben. Sie hat einen riesigen Spaß und war nach der Gipfelbesteigung super stolz. Es machte auch mir viel Freude dieses Strahlen in ihren Augen zu sehen. Vom Laasenstein geht es weiterhin auf der roten Wanderwegmarkierung entlang. Bei der Streckenführung muss man ein kleines bisschen die Augen auf halten, Lilienstein_von_Weissig_kleinda der markierte Weg gleich am Laasenstein nach links von dem breiten Forstweg abbiegt. Dieser kleinere Weg führt zum Fuße des Rauensteins. Am Rauenstein geht es an dem östlichen Zugang und dem Lastenaufzug vorbei, bis nach links die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich abbiegt. Diese Wegmarkierung führt über ein paar Felder in die Ortschaft Weißig. In dieser Ortschaft sind irgendwie die Wanderwegkennzeichen verloren gekommen, oder ich war einfach nur blind. Aber insgesamt ist die Streckenführung sehr überschaubar. Es geht 50 Meter auf der Kreisstraße zwischen Rathen und Thürmsdorf nach links und dann auf der Dorfstraße nach rechts. Auf dieser Straße gibt es nur eine verfängliche Stelle, an der ein Schild auf einen Abstieg zum Ortteil Strand, Königstein und Rathen hinweißt. Da es aber auf der gleichen Höhe weiter in Richtung Thürmsdorf gehen soll, folgt man der Dorfstraße nach rechts. Eulensteine_kleinNach kurzer Strecke erreicht man die andere Seite der Ortschaft Weißig und wandert jetzt über ein paar größere Felder. Dabei hat man schon die ganze Zeit einen Ausblick auf die Festung Königstein. Zwischendurch stehen auf der rechten Wegseite ein paar einsame kleine Felsen in der Wiese. Sie werden Eulensteine genannt und der ganze Bereich ist ein Naturschutzgebiet. Genau an der Ortgrenze zu Thürmsdorf befindet sich noch ein lohnenswerter Abstecher nach links. Genau an der Waldgrenze verläuft ein sehr unscheinbarer Weg nach links. Mausoleum_von_vorne_kleinEr geht ca. 200 Meter bis an den Elbhang und schon einige Meter davor entdeckt man das Gebäude mit dem Namen Mausoleum. Was es mit dem Namen und dem Gebäude auf sich hat, konnte ich bis heute leider nicht in Erfahrung bringen. Mausoleum_von_links_kleinDas Einzige, das ich weiß ist, dass es immer in Verbindung mit Freiherrn von Biedermann vom Rittergut Thürmsdorf genannt wird und eine Jahreszahl 1924 herumschwirrt. Ob sich dieser Herr dort ein überdimensionales Grabmal gebaut hat? Wenn man durch die ganz kleinen Löcher in der Türe blinzelt, dann kann man auf jeden Fall sehen, dass unterhalb des Bodens eine große rechteckige Öffnung klafft und an der Stirnseite so etwas wie ein Altar zu sehen ist.
Die Wanderung geht wieder zurück auf den normalen Wanderweg, um dann nach Thürmsdorf rein zu kommen. Auch in Thürmsdorf bittet sich noch ein weiterer Abstecher an. Wenn man auf der ersten Fahrstraße nach links den Berg herunter geht, dann erreicht man nach ungefähr 300 Metern und 30 Höhenmetern den Behnefall_kleinhöchsten Wasserfall der Sächsischen Schweiz. Nicht das jetzt irgendjemand mit den Niagarafällen rechnet, der Wasserfall soll 20 Meter hoch sein (was mir ein wenig übertrieben vorkommt) und sieht bei Regenfällen schon ganz nett aus. Vom Wasserfall muss man leider die Straße wieder hoch wandern. An der ersten Kreuzung, die nach ungefähr 450 Meter kommt, geht die Wanderung nach links auf dem roten Punkt roter Punkt weiter durch die Ortschaft. Auch am Ende der Ortschaft muss man leider ein paar Meter weiter auf der Fahrstraße wandern. Der Wanderweg überquert die Fahrstraße zwischen Königstein und Struppen und geht gegenüber auf der Straßenseite in den Wald. Zuerst führt der Weg auf die Bundesstraße zwischen Königstein und Pirna zu und dann kann man toller Weise die Straße, in einem extra für Fußgänger gebauten Tunnel, unterqueren. Irgendwie hatte es mir schon vor dem Überqueren dieser Straße ein bisschen gegraut, aber dann hat doch tatsächlich irgendein netter Stadtplaner diesen tollen Tunnel gebaut. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet man sich gleich am großen Parkplatz der Festung Königstein. Über die Zufahrtsstraße zur Festung geht es auf den Berg hoch. Wer schon bis hier oben gekommen ist, sollte unbedingt die Festung besichtigen. Sie ist super interessant und sehenswert. Eingang_Aufzug_Koenigstein_kleinDa ich sie schon einmal auf einer Wanderrunde auf dem Königstein beschrieben habe, kommt hier keine weitere Beschreibung. Wer es noch detailliert haben möchte, der sollte sich unbedingt die tolle Seite www.festung-koenigstein.de ansehen. Falls man sich die Festung nicht nur im Internet ansieht, sondern auch in der Realität, dann verlängert sich die Wanderzeit um 1 – 2 Stunden, je nachdem wie ausführlich man seine Besichtung durchführt.
Nachdem man sich hoffentlich die Festung ausreichend angesehen hat, geht es auf dem Wanderweg neben dem großen Busparkplatz mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich wieder den Berg hinunter. Zum Anfang fällt der Weg bis zur ehemaligen Abstieg_nach_Koenigstein_Elbe_kleinPalmschänke mit nur einem leichten Gefälle bergabwärts, danach geht es bis in die Ortschaft Königstein über einige Treppe hinunter. Schon während des Abstieges kann man einige Male die kleine Fähre sehen, die das nächste Ziel der Wanderung ist. Nach Königstein herein kommt man an der großen Kirche. Ab hier bis zum Fähranleger ist mir die blaue Wegmarkierung irgendwie verloren gekommen. Aber Königstein ist auch nicht unüberschaubar, sodass man diese kleine Ortsdurchquerung nicht auch ohne Wanderwegmarkierung oder Navigationssystem schafft. Mit der kleinen Fähre geht es wieder auf die andere Seite der Elbe. Der Fahrpreis war im Sommer 2005 80 Cent für einen Erwachsenen. Auf der rechten Elbeseite angekommen, geht es ein paar Meter auf dem asphaltierten Weg nach recht, um dann der blauen Wegmarkierung weiter den Hang hoch zu folgen. Da es mal wieder aus dem Elbetal herausgeht, ist es glaube ich jedem klar, dass man mal wieder einige Höhenmeter absolvieren muss. Die Ebene zum Fuße des Liliensteins erreicht man am Panormahotel Lilienstein (www.hotel-lilienstein.de). Die Lage des Hotels ist wirklich fantastisch. Auf der einen Seite blickt man auf die Festung Königstein und in die andere Richtung kann man den Lilienstein hoch sehen. Von dem Hotel geht es quer über das Feld bis zum Fuße des Liliensteins. Der Weg ist weiterhin mit der Wanderwegmarkierung gekennzeichnet. Auch der letzte Aufstieg ist noch sehr lohnenswert. Wettinobelisk_Lilienstein_kleinVom Lilienstein hat man in alle vier Himmelsrichtungen einen unvorstellbaren Ausblick. Eigentlich ist der Berg gar nicht mal so hoch, aber da er vollkommen alleine aus der Ebene herausragt ist der Blick wirklich unbehindert. Oben angekommen gibt es zu den üblichen Zeiten sogar in der Gaststätte eine relativ billige Erfischungsmöglichkeit. Blick_vom_Lilienstein_nach_Bad_Schandau_kleinDer Abstieg erfolgt auf der gegenüber liegenden Seite. Der Weg zu dem Abstieg beginnt an der Terrasse der Gaststätte und geht über eine riesige Anzahl an Stufen nach unten. Nachdem man unten angekommen ist, verlässt man am Franzosenborn (der sich links vom Weg befindet, siehe extra Tafel neben dem Weg) den markierten Weg und geht nach links weiter. Der Weg verläuft parallel vom schon bekannten Waldrand  bis knapp vor den Parkplatz.
Damit ist die Wanderung erfolgreich beendet und man hat eine schöne Runde mit zwei Abstiegen zur Elbe und zwei Aufstiegen zu besonders interessanten Plätzen der Sächsischen Schweiz geschafft.

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Malerweg Teil 6

Die Wanderung Malerweg Teil 6 startet natürlich dort, wo Teil 5 aufgehört hat, in Schmilka. Damit diese Aussage denn auch wirklich stimmt, haben wir unseren Startpunkt extra auf die rechte Elbeseite gelegt und sind mit der kleinen Personenfähre über die Elbe zum Schmilkaer Bahnhof gefahren. Vollkommen überrascht waren wir von der Unfreundlichkeit des Fährmannes. Er muss an dem Tag wirklich mit dem falschen Bein aufgestanden sein, weil sonst kann ich mir nicht erklären, wie er bei so wunderbarem Wetter wirklich jeden Gast so anbrummeln kann. Auf der anderen Seite der Elbe angekommen, verläuft die Wanderung ein kleines Stück auf dem Elberadweg nach links (elbeaufwärts), bis nach rechts ein kleiner Tunnel unter der Bahnstrecke drunter her führt. Gleich hinter der Bahntrasse beginnt dann der Aufstieg aus dem Elbetal heraus. Der Malerweg schlängelt sich über ein paar Serpentinen und einige Stufen bis hoch auf die Ebene. Nach dem Aufstieg verlässt die Wanderstrecke den Wald und es geht über ein Feld bis zum Ortsrand von Schöna. Kaiserkrone_bei_Schoena_kleinDer Weg geht die ersten paar Meter (ca. 200 Meter) auf der asphaltierten Ortsstraße entlang, bis nach rechts der unauffällige Weg zur Kaiserkrone aufsteigt. Auch wenn das nicht so direkt zum Malerweg gehört, so empfehlen wir diesen Abstecher unbedingt, da hier oben eines der meistgezeigten Bilder der Sächsischen Schweiz entstanden ist. Kurz nachdem man die Häuser hinter sich gelassen hat und die ersten paar Höhenmeter aufgestiegen ist, befindet sich auf der rechten Wegseite der Felsen, auf dem Caspar_David_Friedrich_Felsen_kleinCaspar David Friedrich seinen “Wanderer über dem Nebelmeer” gemalt hat. Leider ist die Aussicht hinter dem Felsen ziemlich zugewuchert, so dass man die Landschaft nur schwer erkennen kann. Dadurch ist es auch relativ schwierig zu sehen, dass Caspar David Friedrich gemogelt und die Berge und Felsen im Hintergrund spiegelverkehrt gemalt hat. Auf diesen Felsbrocken sind anscheinend schon einige vor mir hoch gekrabbelt und haben sich mal wie Caspar David Friedrich hingestellt. Aber gegen sein Bild sehen alle neumodischen Fotos langweilig aus. Hinter diesem wichtigen Punkt des Malerwegs sollte man noch eben auf mindestens eine der Zacken der Kaiserkrone hoch klettern, damit man die Aussicht von hier oben auch genießen kann.

Panorama_Kaiserkrone_klein

Von der Kaiserkrone geht es wieder auf dem gleichen Weg herunter wie man hoch gekommen ist und dann die Straße weiter in Richtung Ortsmitte. An der ersten Kreuzung, an der man nach links gehen kann und die in die Richtung des Zirkelsteins führen würde, biegt man ab. Gegenüber des Gasthauses Zirkelstein_bei_Schoena_klein“Zum Zirkelstein” biegt der Wanderweg auf eine kleine Straße ab, die am Ortsrand von Schöna entlang läuft. Am Ende der Straße geht der Weg durch einen unauffälligen Hohlweg weiter. Zum Anfang dachten wir, dass es sich eher um einen Wassergraben handeln könnte, aber nach wenigen Metern erreicht man ein Wohnhaus, an dem es dann nach links weiter geht. Der Weg geht in einem Bogen bis zum Ende der Ortschaft am Mühlgrund. Hier steigt der Malerweg nach rechts aus der Senke heraus und man erreicht nach einem kurzen Aufstieg die Ortschaft Reinhardtsdorf. Auch diese Ortschaft wird am Rande passiert und dann geht es auf einem Feldweg bis zum Wolfsberg. Auf halber Strecke zwischen Reinhardtsdorf und Wolfsberg befindet sich ein neu angelegtes Feuchtbiotop mit einem netten Rastplatz. Die paar Meter bis zum Wolfsberg hoch sind leicht geschafft, und obwohl der Malerweg gleich an der ehemaligen Zufahrt zum Wolfsberg nach rechts abbiegt, befindet sich nach links in ca. 100 Meter Entfernung eine weitere Informationstafel vom Caspar-David-Friedrich-Wanderweg. Auch hier oben auf dem Wolfsberg befindet sich eine Gaststätte (www.panoramahotel-wolfsberg.de), die ziemlich häufig von Malern und Bildhauern besucht wurde und auch heute noch besucht wird.
Reinhardtsdorfer_Kirche_Bild_Neues_Testament-1_kleinReinhardtsdorfer_Kirche_Bild_Neues_Testament-2_kleinVom Wolfsberg geht die Wanderung wieder herunter in Richtung Reinhardtsdorf. Die Ortschaft Reinhardtsdorf wird zuerst einmal durchquert, wobei man an der netten Reinhardtsdorfer Kirche vorbeikommt. Hier sollte man unbedingt einen Blick in die Kirche werfen, da diese mit einer riesigen Anzahl  von Gemälden geschmückt ist. Nach der Besichtigung der Kirche geht es mal wieder am Rande einer Ortschaft entlang. Diesmal ist es der nördliche Rand von Reinhardtsdorf. Von diesem Weg zwischen den Feldern und der Ortschaft hat man einen schönen Blick zu den Schrammsteinen hinüber. Ganz faszinierend ist, dass die Felsen einem so nah vorkommen, als wenn man mal eben einen Abstecher dorthin unternehmen könnte. Die Elbe zwischen dem Standort und den Felsen liegt so erstklassig versteckt in ihrem Tal, dass man sich als Ortsunkundiger schnell reinlegen kann.
Nach einer Strecke von 600 Metern am Ortsrand entlang geht es nach links und gleich wieder nach rechts. Hier erreicht man eine asphaltierte Straße, die aber schon nach wenigen Metern in einem Waldweg endet und mit dem grünen Punkt markiert grüner Punkt ist. Dieser Wanderwegmarkierung und natürlich dem Malerwegzeichen geht es hinterher. Der Weg verläuft leicht abfallend an einem Steinbruch vorbei. Von dem Waldweg kann man ganz hervorragend runter in den Steinbruch blicken. Seltsamerweise habe ich hier noch nie jemand drin arbeiten gesehen. Trotzdem ist der Steinbruch nicht zugewuchert, was wiederum darauf schließen lässt, dass machmal doch noch etwas in dieser Kuhle passiert. Der Wanderweg geht weiter den Berg hinab, bis nach ungefähr einem Kilometer der Malerweg nach links abbiegt. Dieser Weg ist mit dem gelben Punkt markiert. Die ersten paar Meter gehen über ein paar Stufen relativ steil bergab, aber dann verläuft der Wanderweg auf fast gleichbleibender Höhe bis zur Straße zwischen Reinhardtsdorf und Krippen. Diese Straße überquert man und wandert ein paar Meter die Straße herunter in Richtung Krippen. Gleich hinter der Schinkemühle biegt der Malerweg nach links ab. Auch dieser Weg führt sehr angenehm auf gleichbleibender Höhe am Hang entlang. Der Weg führt an der Liethenmühle vorbei, an der man sich von der Wanderung erfrischen könnte. Die Liethenmühle (www.liethenmuehle.de) ist eine von diesen uralten Mühlen, sie wurde schon 1572 das erste Mal erwähnt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war sie eine Getreidemühle, seit dem wird sie als Pension und Gaststätte betrieben. Hinter der Mühle steigt der Weg leicht an und wird in einem seltsamen Bogen bis auf die Straße zwischen Kleinhennersdorf und Papstdorf geführt. Auf der Straße geht es dann ca. 400 Meter wieder zurück, bis nach links eine kleinere Straße nach Kleinhennersdorf abbiegt. Schon wieder geht es an einem Ortsrand entlang, bis links in Richtung Kleinhennersdorfer Stein ein Weg abzweigt, der zwischen Wald und Feld entlang geht. Ab hier ist der Weg mit dem roten Strich roter Strich markiert. An der Stirnseite des Feldes angekommen, ist es unvermeidbar, einen Blick nach links über die Ebene zu den Schrammsteinen zu genießen. Auch wenn im Vordergrund die Ortschaft zu sehen ist, so strahlt diese Stelle eine sehr schöne Ruhe aus. Nach ein paar weiteren Metern geht es zuerst am Kleinhennersdorfer Wildgehege vorbei und dann auch schon an den Aufstieg_Rueckseite_Papststein_kleinAufstieg auf den Papststein. Der Weg nach oben erfolgt auf der Rückseite des Papststeins durch eine Schlucht. Der Papststein verwundert mich immer wieder, da es sich doch um einen längeren Felsen handelt, als ich immer annehme. Oben drauf befindet sich eine Gaststätte mit einer erstklassigen Aussicht, wobei natürlich eine Gaststätte immer bedeutet, dass ein bisschen Trubel herrscht. Ganz anders ist es auf dem Gohrisch, dem nächsten Ziel dieser Malerweg-Etappe. Dazu muss man natürlich erstmal wieder vom Papststein absteigen. Das erfolgt über eine gut ausgebaute Treppe auf der Vorderseite, um dann am Parkplatz zwischen den beiden Felsen gleich wieder hoch auf den nächsten Felsen zu klettern. Aufstieg_Gohrisch_Parkplatzseite_kleinAuch hier geht es durch eine Schlucht aufwärts und man wird wieder mit einer schönen Aussicht belohnt. Ganz seltsam finde ich, dass man von dem Gohrisch in die Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken kann und man neben den Schrammsteinen den Falkenstein sieht. Vom Gohrisch aus gesehen wirkt der Falkenstein ziemlich klein und überhaupt nicht so hoch, wie wenn man vor ihm steht. Im Verhältnis zum Gohrisch ist er auch 70 Meter tiefer. Vermutlich ist das der Grund für die Perspektive. Auf der Rückseite des Gohrischs geht es das letzte Mal für dieses Teilstück des Malerwegs wieder herunter. Der Malerweg führ erst ein Stück auf die Ortschaft Gohrisch drauf zu, biegt aber dann kurz vor der Ortschaft nach links ab. Wir empfinden solch eine Streckenführung als etwas seltsam und deshalb gehen die letzten paar Meter (ca. 1 Kilometer) durch den Stillen Grund bis in die Ortschaft hinein. Wer natürlich gleich die nächste Etappe weiter wandern möchte, der findet die Beschreibung dazu hier.

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Malerweg Teil 7

Auch der vorletzte Teil des Malerwegs beginnt ungefähr dort, wo der 6.Teil aufgehört hat, in Gohrisch. Da wir diesen Teil des Malerweges in Gohrisch starten und nicht irgendwo dort zwischen Wald und Feld, wo die 6. und 7. Etappe offiziell aneinanderstoßen, muss erstmal ein Stückchen von Gohrisch bis zum eigentlichen Malerweg gefunden werden. Hier schlagen wir vor, vom Ortszentrum in Richtung Königstein und dann auf der Straße nach Pfaffendorf zu wandern. Nach ungefähr 400 Metern auf der Pfaffendorfer Straße erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich und ihr folgt man nach links aus dem Dorf heraus. Allee_bei_Gohrisch-Muselweg_kleinDer Weg sieht sehr schön aus, da links und rechts eine Reihe Bäume steht und dadurch eine sehr schöne Allee entstanden ist. Kurz vor dem Waldrand befindet sich auf der rechten Wegseite eine Friedenslinde aus dem Jahre 1871. Am Waldrand erreicht man dann auch die Wanderwegmarkierung des Malerwegs wieder. Außerdem ist der Weg mit dem gelben Punkt gelber Punkt markiert. Diesem Weg folgt man nach rechts am Waldrand entlang. Er verläuft in einem Bogen wieder zur Ortschaft Gohrisch zurück. Man hätte also auch einfach die Pfaffendorfer Straße ein Stück von 600 Metern weiter wandern können, aber dann hätte man die schöne Aussicht auf die Festung Königstein verpasst. So erreicht man die Straße wieder und wandert ein kleines Stück (ca. 100 Meter) bergabwärts, bis nach rechts ein Weg abzweigt. Der Weg führt auf der Rückseite von ein paar riesigen Gärten vorbei und erst auf den letzten paar Metern geht es etwas steiler den Hang hinunter in die Ortschaft Pfaffendorf. Pfaffenstein_von_Pfaffendorf_gesehen_kleinKurz vor der Ortschaft verlässt die gelbe Wanderwegmarkierung den Malerweg und es geht nur noch mit dem Malerwegzeichen nach Pfaffendorf rein, um dann gleich gegenüber wieder zum Pfaffenstein aufzusteigen. Hinter dem letzten Haus ist der Wanderweg zusätzlich zum Malerwegzeichen mit dem grünen Punkt grüner Punkt markiert. Der Malerweg führt direkt über den Pfaffenstein hinweg. Der Aufstieg geht über den steilen Einschnitt am Nadelöhr hoch und in der Mitte des Felsens wieder herunter. Hier empfehlen wir aber unbedingt, oben noch zum südlichen Ende des Pfaffensteins zu gehen, da dort die Barbarine steht. Diese Felsnadel ist schon was wirklich Besonderes und auch auf einigen Gemälden abgebildet.
Der Abstieg vom Pfaffenstein ist ganz angenehm und am Fuße des Felsens geht es dann in die Richtung des Quirls weiter. Außer der Malerwegmarkierung ist hier der Weg mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Seltsamerweise wird der Malerweg um den Quirl im Uhrzeigersinn herum geführt, aber vermutlich haben sich die Planer des Weges gedacht, dass man sich die zusätzlichen 40 Höhenmeter über den Quirl drüber sparen kann, da sich von dem Felsen keine sonderlich erwähnenswerte Aussicht bietet. Der Weg führt ¾ um den Felsen immer am Felsfuß entlang, um dann ungefähr am Diebskeller in Richtung Königstein abzubiegen. Der Malerweg geht noch ein Stückchen über den rot markierten Wanderweg und dann ist er nur noch mit der Malerwegmarkierung gekennzeichnet. Gleich am Sportplatz war uns irgendwie die Streckenführung verloren gekommen. Strasse_Am_Pfaffenberg_kleinAuf jeden Fall geht der Weg einmal um den Sportplatz drum herum, Postsaeule_in_Koenigstein_kleinum dann nach links in die Ortschaft abzubiegen. Die Wanderung erreicht mal wieder die Straße zwischen Königstein und Pfaffendorf. Auf dieser Straße geht es nur 100 Meter bergab, bis nach rechts ein unauffälliges Sträßchen abbiegt. Für eine Straße geht es schon ziemlich steil bergab, aber für Wanderer ist sie sehr angenehm zu gehen. Autofahrer sind keine, bzw. nur Anwohner, anzutreffen. Links und rechts stehen wirklich sehr schöne Häuser, die entweder gerade saniert werden oder mit Liebe zum Detail saniert worden sind. Auf der ganzen Straße sind nur noch zwei Ruinen zu sehen, wobei ich selber auch keinem der Gebäude noch eine Chance einräumen würde. Beide sind in einem üblen Zustand. Die Straße endet an der historischen Postsäule in Königstein.
Der Malerweg führt durch die Stadt Königstein in Richtung der Kirche. Gegenüber der Kirchenpforte beginnt dann der kleine Pfad, der zur Festung Königstein hochführt. Elbe_bei_Koenigstein_kleinNach wenigen Metern bietet sich ein schöner Platz an, um Rast zu machen und die Aussicht über die Stadt zu genießen. Besonders schön ist der Blick über die Stadt hinweg in das Elbetal. Der Aufstieg ist schon relativ anstrengend, da doch einige Höhenmeter (ungefähr 170) absolviert werden müssen. Aber zum Glück sind es nur wenige Stufen. Der Aufstieg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Der Malerweg kommt von der Rückseite an die Festung Königstein und erreicht die Festung am großen Busparkplatz. Hier bietet sich ein Ausflug auf die Festung an. Um auf die Festung hoch zu kommen, gibt es zwei Wege. Der erste Weg ist der Aufstieg durch die Dunkle Appareille. Das ist natürlich der Weg für Malerwegwanderer. Der zweite Weg auf die Festung hoch ist mit dem Panoramaaufzug. Das ist nur für Fußkranke und Touristen. Und jetzt kommt’s: Die letzten zwei Male bin ich natürlich auch super faul gewesen und einmal mit dem Panorama- und ein zweites Mal mit dem Lastenaufzug hochgefahren. Soviel zum empfohlenen Aufstieg für Wanderer. Trotzdem sollte man sich die Festung nicht entgehen lassen. Außer, dass sie eine ganze Menge interessante geschichtliche Sachen bietet, ist sie für den Malerweg relativ wichtig, da die Festung ziemlich häufig gemalt worden ist.
Nach der Festung Königstein kommt eine der seltsamsten Streckenführungen des ganzen Malerwegs. Wobei ich diese seltsamen Schlenker wirklich nicht unbedingt schlecht finde. Man kann deutlich sehen, dass sich die Wegplaner des Malerwegs gleich eine ganze Ansammlung Gedanken gemacht und was ganz Ordentliches draus gemacht haben. Als erstes geht der Malerweg auf dem schon bekannten roten Punkt roter Punkt in die Richtung der Alten Festungsstraße. Nachdem man diesen uralten Weg erreicht hat, verlässt man den rot markierten Weg und wandert nach links nur dem Malerwegzeichen hinterher. Kurz vor der Bundesstraße zwischen Struppen und Königstein biegt der Weg nach links ab und verläuft parallel zur Bundesstraße. Kurz vor dem riesigen Parkplatz der Festung unterquert man die Bundesstraße B172 durch einen Fußgängertunnel und drüben auf der anderen Seite geht es dann wieder parallel zur Straße zurück. Ab der Unterführung ist der Weg mal wieder mit dem roten Punkt roter Punkt markiert, dem man aber auch nur bis zur nächsten Straße folgt. Hier geht der Malerweg sehr geschickt gegenüber auf einem Waldweg bis runter nach Thürmsdorf. Der Weg ist hier mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Der Malerweg führt einmal quer durch die ganze Ortschaft. Für mich war vollkommen überraschend, das Schloss_Thuermsdorf_vom_Ort_aus_gesehen_kleinSchloss Thürmsdorf zu finden. Dass so eine Miniortschaft ein Schloss besitzt, das aber dann in einem solchen Schloss_Thuermsdorf_kleinDornröschenschlaf liegt, hat mich wirklich verwundert. Anscheinend werden hier irgendwelche Ritterspiele aufgeführt, zumindest sahen einige Aufbauten und Stände danach aus. Der Malerweg führt hinter dem Schloss aus Thürmsdorf heraus und es geht über die Ebene oberhalb der Elbe weiter. Seit Mitte 2016 ist hier ein ganz neuer Streckenverlauf ausgebaut worden und man gelangt zu dem frisch sanierten Mausoleum der Familie Biedermann. Malerwegskapelle_kleinDa die Familie Biedermann schon vor Jahrzehnten wegen der andauernden Plünderungen auf den Königsteiner Friedhof umgebettet wurde, Glastafel_Thiele-Aussicht_kleinist im Juni 2016 das Gebäude als Malerwegskapelle mit einer ökumenischen Segnung geweiht worden. Gleich neben dem Gebäude befindet sich die Thiele-Aussicht, die netterweise mal wieder freigeschnitten wurde und damit den Blick auf die Festung Königstein ermöglicht. Sehr schön ist, dass dort eine dieser tollen Glasinformationstafeln steht und darauf ein Gemälde des Malers Johann Alexander Thiele von dieser Aussicht zu sehen ist. Es geht weiter in Richtung der Ortschaft Weißig. Zwischendurch kann man noch eine kleine Rast an den Eulensteinen einlegen.

Panorama_Eulenstein_klein

Mit dem Erreichen der Ortschaft Weißig ist die vorletzte Etappe des Malerwegs geschafft und jetzt geht es natürlich noch zum letzten Abschnitt weiter.

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Malerweg Teil 8

Der letzte Teil des Malerweges startet natürlich, wie alle anderen Teile auch, am Ende der vorhergegangenen Etappe, also in Weißig. Von dieser kleineren Ortschaft oberhalb der Elbe geht der Malerweg in die Richtung des Rauensteins. Rauenstein-Kammweg_kleinDer Weg ist mit dem gelben Strich gelber Strich und natürlich mit dem Malerwegzeichen markiert. Nach etwas mehr als ½ Kilometer ist der Fuß des Rauensteins erreicht. Hier geht es die Treppen an der süd-östlichen Seite hoch. suedliche_Aussicht_Rauenstein_kleinNach dem Aufstieg auf den Rauenstein gibt es die Möglichkeit, nach links abzubiegen. Dort findet man eine sehr schöne Aussicht, von der man zur Festung Königstein, dem Lilienstein und dem Pfaffenstein blicken kann. Vor der Aussicht befindet sich eine kleinere Gaststätte mit angeschlossenem Biergarten, in der man sich vom Aufstieg erfrischen kann. Nach diesem ersten ganz angenehmen Platz geht es bis zu den letzten Stufen des Aufstiegs zurück und nun geradeaus auf dem Rauenstein entlang. Der Felsen ist ziemlich zerklüftet, so dass der Weg einige Male hoch und runter zwischen einzelnen Felsen entlang geht. Zwischendurch hat man nach rechts eine sehr schöne Aussicht auf die Bastei und die Weißen Brüche zwischen Wehlen und Rathen.

Panorama_vom_Rauenstein_klein

Der Rauenstein ist ein flach abfallender Felsen, bei dem es kaum auffällt, dass man auf einmal wieder unten ist. Auf der Seite von Wehlen, bzw. der Ortsteil heißt Pötzscha, erreicht man den Wald, und schon bald geht es von der Ebene runter ins Elbetal. Der Weg führt mit ein paar Schlenkern bis auf die Zufahrt von Pötzscha. Hier sollte man, damit die Etappe wenigstens ein kleines bisschen mit den Malern zu tun hat, einen Abstecher zum Robert-Sterl-Haus (www.robert-sterl-haus.de) unternehmen. Robert Hermann Sterl hat mehrere Bilder in der Sächsischen Schweiz gemalt, was einen aber nicht wundern muss, wenn man als Maler in dieser wunderschönen Landschaft wohnt. Ganz besonders beeindruckend finde ich die Gemälde von Personen bzw. die Porträts, die Herr Sterl gezeichnet hat. Im Bezug auf die Sächsische Schweiz hat Herr Sterl gleich mehrmals die Steinbrecher bei der Arbeit gemalt.
Der Malerweg geht bis runter in die Ortschaft, um dann neben dem Bahnhof auf dem roten Strich roter Strich wieder aus dem Elbetal hochzusteigen. Mit dem Erreichen der Ortschaft Naundorf verlässt der Malerweg schon wieder die Wanderwegmarkierung roter Strich und wechselt nach rechts auf die Markierung roter Punkt roter Punkt. Die Wanderung geht einmal komplett durch die Ortschaft, bis es fast wieder runter an die Elbe geht. Hier biegt der markierte Wanderweg nach links ab und verläuft eine riesige Zeit oberhalb der Elbe an der Kante der Ebenheit entlang. Rechts neben dem Weg sieht man immer wieder die senkrechten Wände von Steinbrüchen. Wirklich verwunderlich sind die vielen kleinen Bäche, die von links über den Weg laufen und dann zur Elbe runter fließen. Warum macht sich das Wasser die Mühe, dass es oben auf der Ebene einer Quelle entspringt? Hier müssen anscheinend sehr wasserundurchlässige Schichten im Felsen sein. Nach einer relativ langen Strecke von fast 3 Kilometern erreicht man die sogenannte Aussicht_Koenigsnase_kleinKönigsnasen- Aussicht. Leider ist die Aussicht schon ziemlich zugewachsen, so dass man nur noch die Elbe durch eine kleinere Lücke flussabwärts erblicken kann. An dieser Aussicht ist das Ende des Weges an der Kante entlang erreicht und es geht über einige Stufen den Hang hinunter bis zur Elbe. Hier unten angekommen, erreicht man die Miniortschaft Obervogelgesang mit einem der schönsten Biergärten (www.gasthof-obervogelgesang.de) an der gesamten Oberelbe. Nicht nur, dass die Wanderer diesen Biergarten entdeckt haben, hier kehren auch gerne die Radfahrer vom Elberadweg ein. Und genau auf deren Weg geht es jetzt das letzte Stück der Wanderung bis nach Pirna. Irgendwie hat uns dieses letzte Stück richtig enttäuscht, da es überhaupt keinen Spaß macht, auf einem kombinierten Fahrrad-Straße-Fußweg unterwegs zu sein. Das einzige Schöne an diesem Weg ist der Blick auf die Elbe und in das Elbetal. Canalettohaus-Pirna_kleinZwischendurch ist uns dann auch noch die Malerwegmarkierung verloren gekommen, da wir anscheinend ein bisschen zu stark damit beschäftigt waren, den Radfahrern und hin und wieder Autos auszuweichen. Das Ziel der letzten Etappe ist das Zentrum von Pirna. Canaletto-Pirna-MarktplatzHier kann man sich noch mal an einer wieder aufblühenden Stadt erfreuen, die aber auch schon zu den Zeiten der historischen Maler eine besondere Stadt gewesen sein muss. Auf den Bildern von Canaletto, bzw. eigentlich hieß er ja Bernardo Bellotto, kann man schon damals eine sehr schöne Stadt sehen. Einen kleinen Abstecher sollte man zum Canalettohaus am Marktplatz unternehmen. Hier ist der Nachbau einer sogenannten Camera Obscura zu besichtigen. Wenn man sich durch diese Kiste den Marktplatz ansieht, versteht man ein kleines Stückchen besser, wie dieser Maler solche detaillierten Bilder malen konnte. Heutzutage wird in Pirna mit einer großen Liebe zum Detail eine sehr schöne Innenstadt wieder hergerichtet.

Unsere Wanderung auf dem Malerweg ist damit zu Ende gegangen. Sie hat uns durch die vielfältige Landschaft der Sächsischen Schweiz geführt, auch zu Flecken, wo wir sonst wahrscheinlich nie hingekommen wären. Manche Strecken haben uns gefallen, andere weniger, und manchmal haben wir uns über den Weg gewundert. Da wir ja eine feste Unterkunft in der Sächsischen Schweiz haben und eigentlich immer Runden wandern, fanden wir das Streckenwandern wegen der Anfahrten zu den Anfangs- und Endpunkten etwas nervig, aber eigentlich ist der Malerweg ja auch nicht so gedacht. Abschließend würden wir sagen, dass es in der Sächsischen Schweiz sicher schönere Wanderrouten gibt als den Malerweg, aber als Querschnitt zum Kennenlernen der Gegend ist er gut geeignet.

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Cunnersdorfer Bach

Auch wenn ich normalerweise keine Wanderungen mag, bei denen ich erst mal an den Start gefahren werden muss,  habe ich doch ein paar gemacht. So bin ich wenigstens stolz, die Strecke von Rosenthal bis Bad Schandau gewandert zu sein. Netterweise hat mich mein Schwiegervater bis zum Parkplatz hinter Rosenthal gefahren. Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit dem Bus dort hinzukommen.
Also der Start ist der Parkplatz 600 Meter hinterm Ortsausgang von Rosenthal. Von dort ist es ungefähr einen Kilometer bis an eine Kreuzung im Wald, die eine eigene Bushaltestelle und ein Wetterschutzhäuschen hat. An der Kreuzung geht es auf einem gut ausgebauten Waldweg nach links. Diesem sehr ruhigen Weg folgt man die nächsten 2 Kilometer. In einer lang gezogenen Linkskurve liegt der alteFuchsteich_2_klein Fuchsteich. Der Teich wurde früher als Flößerteich benutzt und ist 1992 saniert worden. Von ihm aus geht es weiter über den gut ausgebauten Waldweg. Nach 1/2 Kilometer geht nach rechts ein Weg weiter an der Grenze entlang. Vorsicht, man geht nicht den Weg hinein. Ich erwähne ihn nur wegen der Brücke, die über den Bach geht. Es gibt einerseits die normale Wegbrücke, aber daneben steht noch einekleine_Bruecke_klein kleine Brücke, die so aussieht, als wenn sie uralt wäre. Heutzutage würde sich bestimmt keiner mehr über diese Brücke wagen. Auch Sie, lieber Leser, sollten es nicht mehr versuchen. Nicht, dass dieses kleine Wunderwerk unter Ihnen zusammen bricht.
Jetzt geht es auf ein unendlich langes Teilstück der Wanderung. Es geht immer am Bach entlang. Der Bach ändert zwischenzeitlich seinen Namen von Fuchsbach in Cunnersdorfer Bach, bleibt aber weiterhin so angenehm ruhig. Links und rechts an den Felsseiten entspringen unzählige Quellen. Trotzdem ist das Tal kein extrem feuchtes Gebiet. Insgesamt wandert man über 6 Kilometer durch das Tal und wird nur sehr wenige Ruhestörungen erfahren. Der Weg ist zwar ungewöhnlich gut ausgebaut, aber ich habe hier noch keine Grenzer angetroffen. Die einzigen, die diesen Weg benutzen, sind die Förster und Waldarbeiter in ihren Geländewagen. Kurz vor Cunnersdorf, am Ende des Waldes, ist ein großer Platz, der anscheinend von der Cunnersdorfer Forstschule als Trainingsplatz benutzt wird. Dort standen einige Hochsitze_kleinunterschiedlich gebaute Hochsitze. Irgendwie fand ich die Ansammlung der Hochsitze auf diesen Platz witzig.
Weiter geht es Richtung Cunnersdorf. Man geht am Freibad vorbei und kommt an einem Schau-Kohlenmeiler_klein Kohlenmeiler vorbei. Ganz interessant, wie man Kohle herstellen kann. In Cunnersdorf geht es nach links auf der Hauptstraße entlang an einem alten Erblehnrichtergut vorbei. Vor der großen Kirche geht es rechts die Straße hoch. Auf der anderen Straßenseite von der Kirche geht der Kirchweg los. Diesem Weg mit der roten Wegmarkierung folgen wir bis nach Papstdorf. Auch durch Papstdorf folgt man dem roten Strich weiterhin. Mir ist die Wegmarkierung irgendwann in dem Dorf abhanden gekommen und ich bin eine Runde durchs Dorf geirrt. Der Weg sollte auf jeden Fall durch das Dorf wie folgt sein: Man geht auf der Hauptstraße den Berg runter. Am Ende des Dorfes geht links ein Weg rein. Dann geht man den ersten wieder rechts den Berg hoch – und findet die rote Wegmarkierung wieder. Jetzt kommt man an ein Gehege mit Damwild. Ganz interessant, die Tiere mal ganz aus der Nähe zu sehen. Sie scheinen sich schon an die Wanderer gewöhnt zu haben. Vor mir haben sie zumindest keine Furcht gezeigt. Weiter geht es immer dem roten Strich hinterher. Man kommt durch Kleinhennersdorf und hat hinter dem Dorf einen sehr schönen Blick von der linken Elbeseite auf die Hintere Sächsische Schweiz. Der Weg geht den Hang bis an die Elbe runter. Unten angekommen, geht es mit der Fähre über die Elbe. Die einzelne Fahrt kostet, wenn ich mich richtig erinnere, 70 Cent (Stand März 2002). Drüben angekommen, habe ich mir etwas besonderes gegönnt und bin in das neue Schwimmbad gegangen. Dazu geht man über die Uferpromenade flussaufwärts. Na ja, eigentlich braucht man den Weg dahin nicht besonders zu beschreiben, da man das Gebäude in seiner Schneckenform schon von der anderen Elbeseite gesehen hat. Das Schwimmbad ist sehr schön und man kann sich sehr gut in ihm erholen. Der einzige kleine Haken ist, dass der Name leicht irreführend ist: Schrammsteinbad. Die Schrammsteine kann man leider aus dem Bad heraus nicht sehen, aber dafür hat man einen schönen Blick auf das Elbetal. Leider ist das Schrammsteinbad im Sommerhochwasser 2002 so schwer beschädigt worden, das es vermutlich erst Ende 2004 wieder in Betrieb genommen werden kann.

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