3 Tafelberge

Abstimmung:
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 6,50 km
Höhenunterschied:
ca. 390 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
empfohlene Karten:
Festung Königstein und die Tafelberge;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Parkplatz Gohrischstein - roter Punkt - Papststein - Kleinhennersdorfer Stein - Hampelhöhle - Lichterhöhle - roter Strich - Brennesselhütte - Wildgehege - roter Punkt - Papstdorf - Lehrpfad - Weinleitenweg - Hans-Förster-Weg - Wirtschaftsweg - gelber Strich - Gohrisch - Falkenschlucht - Aussicht Wetterfahne - Specksteinstollen - Parkplatz Gohrischstein

3 Tafelberge

Es gibt einige Stellen in der Sächsischen Schweiz, die sollte man gesehen und bewandert haben. Dazu gehören die beiden Bereiche des Nationalparks (Vordere und Hintere Sächsische Schweiz), aber auch die Tafelberge auf der gegenüberliegenden Elbseite. Drei davon lassen sich ganz hervorragend mit dieser Wanderung verbinden und sollten wirklich zu einem Standardbesuch in der Sächsischen Schweiz dazugehören. Als sehr guter Startpunkt bietet sich der Parkplatz zwischen dem Gohrisch und dem Papststein an. Von dem Parkplatz aus fällt auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Treppe hinauf zum Papststein auf. Dieser Aufstieg ist mit dem roten Punkt roter Punkt gekennzeichnet und wird als erstes benutzt. Ungewöhnlich an diesem Aufstieg ist, dass er eine Beleuchtung besitzt. Das ist in der Sächsischen Schweiz sehr selten. Insgesamt sind hier 90 Höhenmeter zu bewältigen und damit so einige Stufen, die aber seltsamerweise überhaupt nicht so unangenehm auffallen. Vielleicht liegt es ja daran, dass man noch “frisch” ist. Der Aufstieg endet an winterliche_Aussicht_Papststein_kleinder westlichsten Aussicht des Papststeins, von der man den ersten, sehr schönen Blick hinüber zum Gohrisch, dem weiter entfernten Lilienstein und der Festung Königstein hat. Gleich am oberen Ende der obere_Aussicht_Papststein_kleinTreppe befindet sich auch eine kleine Gaststätte, die die Erklärung für den beleuchteten Aufstieg ist. Über noch ein paar weitere Stufen geht es hinauf zu dem Aussichtsturm und damit der südlichen Aussicht. Von hier blickt man auf Papstdorf und hinüber zu den Böhmischen Bergen.
Für die weitere Wanderung geht es die paar Stufen wieder zum Gasthaus hinunter und dann dem roten Punkt weiter hinterher. Ziemlich überraschend ist, dass es ein ganzes Stück an der südlichen Kante des Papststeins entlang geht. Erst nach 300 Metern führt der abwechslungsreiche Pfad über ein paar Stufen bergab. Am Ende des Abstiegs gabelt sich der Weg und die rote Wanderwegmarkierung wird nach links verlassen. Ausgeschildert ist der Kleinhennersdorfer Stein und auf diesen geht es jetzt auch schon hinauf. Zuerst wandert man noch horizontal Wahmer_1829_Hampelhoehle_kleinbis zum unteren Weg und dann geht es 40 Höhenmeter aufwärts. Auf bzw. an dem Kleinhennersdorfer Stein kann man gleich mehrere Höhlen entdecken. Die drei größten befinden sich gleich am südlichen Rand und auch als fürsorgliche Eltern braucht man sich bei diesen Höhlen keine Sorgen machen, dass den kleinen Rackern irgendetwas Schlimmes passiert. Blick_aus_Lichterhoehle_kleinEs gibt keine tiefen Löcher, in denen die Kinder verschwinden könnten. Die Lichterhöhle z.B. ist ein sehr großer Raum, der auch immer wieder gerne als Boofe (Freiübernachtungsplatz) benutzt wird und wo es dadurch auch schon mal mehr oder weniger nach kaltem Rauch riecht.
Der Kleinhennersdorfer Stein besteht eigentlich aus zwei sehr unterschiedlich großen Felsen und genau zwischen den beiden geht es jetzt über einen kleineren Pfad wieder abwärts. Der Abstieg endet am Waldrand auf einem gut ausgebauten Wanderweg. Die weitere Wanderung soll auf die gegenüberliegende Wiesenseite zu dem Rastplatz führen, den man dort schon von Weitem sehen kann. Eigentlich ist eine Wiese meistens gut dazu geeignet, quer drüber zu latschen, aber in diesem Fall könnte das ganz schön unterhaltsam sein, da sich an der tiefsten Stelle eine sehr feuchte Stelle befindet. Der sicherste Weg ist also, auf dem Wanderweg der roten Markierung roter Strich nach rechts zu folgen und die Wiese zu umrunden. Der Rastplatz mit der netten Rastplatz_Brennesselecke_kleinBezeichnung „An der Brennesselecke“ ist für die Verhältnisse der Sächsischen Schweiz ein wahres Prachtexemplar. So ein schönes und gut gepflegtes Beispiel gibt es wirklich nur sehr selten und zeigt, dass ein privater Waldbesitzer auch wandererfreundlich sein kann. Der Platz lädt auch wegen der wirklich sehr schönen Aussicht auf die Landschaft und die Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz ein.
Gleich an dem überdachten Rastplatz befindet sich auch noch ein Wegweiser mit dem Hinweis, dass man seinen Hund bitte anleinen soll. Auch wenn man es hier noch nicht so sehen kann, entdeckt man den winterliches_Rehgehege_Papstdorf_kleinGrund gleich auf den nächsten paar Metern. Sobald man um die Ecke herum kommt, sieht man ein Wildgehege mit Damhirschen. Obwohl der mitwandernde Hund an der Leine war, beobachtete wirklich jedes Tier unsere Gruppe sehr aufmerksam. Die Hirsche lagen allesamt in einer Reihe am unteren Rand des Geheges und sahen wirklich knuffig aus mit ihren schwarzen Augen und den sehr unterschiedlichen Fellfärbungen.
Die Wanderung führt um eine kleine Holzeisenbahn herum, an einem großen Vogelhaus und einer Informationstafel vorbei und dann bis an den Ortsrand von Papstdorf. Hier werden die gewöhnlichen Wanderwegmarkierungen verlassen und es geht nach rechts am Waldrand auf dem Lehrpfad (LP) entlang. Nach etwas weniger als einem Kilometer erreicht man die bekannte Landstraße, die zwischen dem Gohrisch und dem Papststein hindurchgeht. Um aber noch den dritten Tafelberg zu besteigen, geht es ein kleines Stück nach links die Landstraße bis zum Ortsrand hinunter. Noch vor der Ortsgrenze biegt nach rechts ein Wirtschaftsweg ab. Auf ihm geht es weiter und schon bald (weniger als ½ Kilometer) überquert man eine Landstraße. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite folgt man der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich, bis nach 400 Metern die erste Kreuzung erreicht wird. Hier geht es nach rechts leicht ansteigend in die Richtung des Gohrischs. mittlerer_Aufstieg_Gohrisch_kleinKurz vor dem Felsenfuß erreicht man eine Sandsteinbank und es bieten sich zwei unterschiedliche Aufstiege an. Nach rechts geht es über einige Sandsteinstufen aufwärts. enge_Falkenschlucht_Gohrisch_kleinDer Weg ist leicht zu meistern und nur ganz am Ende befinden sich ein paar wenige Spreizhölzer, die eine Felsspalte überbrücken. Der Aufstieg nach links wird schon auf dem Wegweiser als schwierig beschrieben. Grundsätzlich ist der Weg nach oben aber nicht besonders kompliziert und beinhaltet auch keine besondere Herausforderung. Trotzdem ist der Weg dort herum viel interessanter, da man durch eine längere, dunkle Felsspalte hochsteigt und es einige Stufen und Leitern gibt. Das ist wirklich lustig und man ist im Nachhinein auf den Aufstieg ein bisschen stolz.
Nachdem man oben auf dem Gohrisch angekommen ist, empfiehlt es sich, zuerst nach links bis zur winterliche_Aussicht_Wetterfahne_kleinAussicht an der Wetterfahne zu wandern. Der Weg dorthin führt über und durch ein paar Felsen und wird belohnt mit einem sehr schönen Blick in die Landschaft. Wenn man von der Aussicht nach schräg rechts hinten blickt, sieht man die zwei vorher bestiegenen Felsen (Papststein und Kleinhennersdorfer Stein) und nach vorne den Lilienstein und die Festung Königstein. Für die weitere Wanderung geht es jetzt komplett über den Felsen hinweg auf die östliche Seite. Hier befindet sich eine Schutzhütte, die aber hier oben kaum vor irgendetwas schützen kann, da doch meistens mit Regen auch ein Wind vorhanden ist und dann das Dach einfach zu klein ist. Aber wenigstens vor Sonne und vielleicht auch vor Gewitter könnte es ein Schutz sein (wobei man bei Gewitter ja lieber nicht nicht auf einen Berg steigen sollte). An der Schutzhütte hat man aber wieder mal eine Aussicht, die einen besonders netten Blick auf die zerklüfteten Felsen des Gohrischs freigibt.
Gleich an diesem Platz befindet sich dann auch der Abstieg und man gelangt über einige konventionelle Stufen bis hinunter zum Ausgangspunkt am Parkplatz. Kurz vor dem Parkplatz fallen links vom Weg ein tiefes Loch und eine Stahltüre auf. Dabei handelt es sich um den sogenannten Specksteinstollen, der immerhin fast 100 Meter in die Richtung des Gohrischs führt und schon im Jahre 1583 schriftlich erwähnt wurde. An dieser Stelle stoßen Basalt und Sandstein aufeinander und deshalb hat man vermutlich hier nach Eisenerz gesucht und zufällig eine 20 Zentimeter dicke Specksteinschicht gefunden.
Die Wanderung zu den drei Tafelbergen ist eine nette Runde, die wirklich zu jeder Jahreszeit unternommen werden kann. Sie bietet einige Aussichten und Felsimpressionen und ist auch als abwechslungsreiche Runde für Kinder geeignet.

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    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Papstdorf Papststein mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Gohrisch/Papststein
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00 €

TK19

Wer in oder durch Krippen wandert, dem fällt sehr schnell der nett hergerichtete Mühlplatz  auf. Muehlplatz_Krippen_kleinAuf dem Platz steht ein Pavillon, der über einige Wanderwege (Caspar-David-Friedrich-Weg, Malerweg, Hochwassertour und Sonnenuhrenweg) im Bereich von Krippen informiert. Außerdem sind ein paar kleinere Runden als sogenannte Terrainkurwege (TK) beschrieben. Der längste davon ist der Terrainkurweg 19 und dieser führt genau einmal um Krippen herum. Dabei ist der Weg nur 8 km lang, aber immerhin geht es einige Mal hoch und runter und damit absolviert man 380 Höhenmeter. Der Weg ist über die komplette Strecke mit den Buchstaben TK19 gekennzeichnet und auch wirklich gut zu finden. Leider ist es mit den meisten Lehrpfaden und Rundwegen so, dass sie einmal eingerichtet und danach nicht weiter gepflegt werden. Deshalb beschreibe ich hier den Weg, als ob er nicht mehr separat gekennzeichnet wäre.
Vom Mühlplatz geht es in Richtung des Krippener Bahnhofs, bis schon nach 90 Metern die abknickende Vorfahrtsstraße erreicht wird. Hier geht es nach links, parallel zum Krippenbach, bis nach rechts (70 Meter) eine unauffällige Zufahrt mit riesigen Sandsteinplatten abbiegt. Gekennzeichnet ist der Weg hier mit dem gelben Punkt gelber Punkt, der schon bald (40 Meter) nach links auf einen Pfad in einen Aufstieg übergeht. Dem Weg nach oben kann man deutlich ansehen, dass er schon ein ganzes Stück älter sein muss, da als Untergrund Sandsteinblöcke genutzt wurden, Blick_von_TK19_auf_Schandau_kleinein Felsdurchbruch mit deutlich älteren Werkzeugen erstellt wurde und gleich an mehreren Stellen noch Zaunsäulen aus Sandstein stehen. Nach dem Zickzack-Aufstieg gabelt sich der Weg und es geht nach links an ein paar alten Sandsteinsäulen entlang weiter. Es ist ganz schön komisch, dass sich hier oben die Grenze der Gärten befunden hat, aber vermutlich sind es auch andere Gärten als die heutigen Ziergärten gewesen. Gedenkplatz_Bertheltplatz_kleinDer Pfad verläuft auf ziemlich gleichbleibender Höhe oberhalb von Krippen entlang und nach 300 Metern erreicht man den Bertheltplatz. Die Stelle soll an den aus Krippen stammenden Friedrich August Berthelt (1813 – 1894), den Gründer des Sächsischen Pestalozzivereins und Mitbegründer des Deutschen Lehrervereins, erinnern.
Nach nochmals 100 Metern erreicht man knapp unterhalb des Pfades den Kellerfels. Diese Gedenkstelle erinnert an Friedrich Gottlob Keller (1816 – 1895), den Erfinder des Holzschliffs und damit eine der wichtigsten Personen der heutigen Papierindustrie. Leider ist der Aussichtspunkt ziemlich zugewuchert und man muss zwischen den Bäumen durchblinzeln, um wenigstens die Ortschaft zu sehen. Gleich an dem Rastplatz steigen der Pfad und damit die gelbe Wanderwegmarkierung hinunter ins Tal ab. Rastplatz_unterhalb_Kellerfelsen_Krippen_klein20 Höhenmeter unterhalb passiert man erst einen Rastplatz unter einem Felsüberhang mit der Inschrift „Tr. Richter 1893“ und dann geht es weiter oberhalb der Häuser von Krippen. Der Pfad biegt in den Liethengrund ab und erreicht dann die Verbindungsstraße zwischen Krippen und Kleinhennersdorf. Bruecke_Liethengrund_kleinAuf dieser muss man nur nach links über die Brücke gehen und dann nach rechts auf die Zufahrt zur Liethenmühle wechseln. Der Weg ist weiterhin mit dem gelben Punkt gekennzeichnet und biegt schon nach eingezaeunter_Kohlborn_klein ¼ Kilometer im spitzen Winkel nach links ab. Wieder mal kann man sehr angenehm auf fast gleichbleibender Höhe am Hang entlang wandern. Zwischendurch passiert man den Kohlborn, eine kleine Quelle auf der rechten Wegseite, die seltsamerweise mit einem Maschendrahtzaun umgeben ist. Dabei fließt das Quellwasser aus dem abgesperrten Bereich einfach quer über den Waldweg weiter.
Als ich die Runde über den Terrainkurweg unternommen habe, stand auf dem Wegweiser neben dem Kohlborn ein einzelner Schuh. Ich kann mir ja noch ganz gut vorstellen, dass man an einem Wanderparkplatz seine Wanderschuhe vergisst, aber so mitten im Wald gibt einem ein einzelner Schuh schon Rätsel auf. Insgesamt wandert man 1 ¼ Kilometer auf dem super angenehmen Waldweg, bis auf der rechten Seite ein gut gepflegter Rastplatz auftaucht. Hier wird wieder mal nach links im spitzen Winkel abgebogen und es geht runter bis zur Fahrstraße durch Krippen. Heringmuehle-Schinkenmuehle_Krippen_kleinDas große Gebäude auf der rechten Seite ist die ehemalige Schinkenmühle bzw. auch Heringmühle genannt. Zuerst (ab 1821) war es eine Mahlmühle, die aber noch durch die Müllerfamilie Schinke zu einer Sägemühle erweitert wurde. Heutzutage ist das Gebäude ein Wohnhaus, in dessen Garten noch einige Teile an die Mühlengeschichte erinnern.
Auf dem Bürgersteig geht es bergauf (also nach rechts), bis nach 150 Metern auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein unscheinbarer Weg mit der gelben Wanderwegmarkierung abzweigt. Die ersten paar hundert Meter (½ Kilometer) steigen nur leicht an, aber dann geht es über einige Stufen aufwärts. Der Aufstieg ist ziemlich abwechslungsreich und nach 60 Höhenmetern überquert man die Wanderwegmarkierung grüner Punkt bzw. den Caspar-David-Friedrich-Weg und es geht ausgeschildert weiter in Richtung Kleine Bastei. Nach ein paar Metern seichtem Aufstieg geht es im spitzen Winkel nach links und dann wunderbar angenehm in der Ebene weiter. Schon nach 200 Metern fallen auf der rechten Seite seltsame Ausbuchtungen auf. Diese dienten als Kiesgrube und die Überraschung ist, dass es sich um uralte Ablagerungen der Elbe handelt. Heutzutage befindet sich der Fluss 150 Höhenmeter tiefer.
Schon bald erreicht der Wanderweg den Waldrand, an dem es auch weiter entlang geht. Etwas mehr als einen Kilometer hinter der ehemaligen Kiesgrube befinden sich etwas versteckt am linken Waldrand gleich mehrere Wanderwegmarkierungen und ein Wegweiser zur Kleinen Bastei. Aussicht_Kleine_Bastei_Krippen_kleinDiese Aussicht ist ein netter Platz, an dem man wirklich nur ganz selten andere Mitmenschen antrifft. Das liegt daran, dass die linke Elbseite in einem Dornröschenschlaf verweilt und in wirklich vielen Bereichen wunderbar ruhig ist. Die Kleine Bastei bietet zum Verweilen eine Bank und ein wackeliges Geländer. Die Aussicht hinüber zu den Schrammsteinen und auf die Elbe sind ein wenig eingeschränkt.
Gleich an der Aussicht befindet sich der gelb markierte Abstieg, der über etliche Stufen abwärts führt. Ich bin schon so einige Male an der Aussicht gewesen und die Treppen hoch und runter gewandert, Bank_unter_Kleiner_Bastei_kleinaber mir war bisher noch nie aufgefallen, dass gleich unter der Aussicht noch eine weitere Bank steht. Das ist wirklich seltsam und eigentlich ist hier der Blick in die Landschaft noch mehr eingeschränkt als von der oberen Plattform. Vielleicht hat sich aber nur jemand seine ganz private Aussicht angelegt. Nach ungefähr dem halben Abstieg gabelt sich der Wanderweg und es geht nach links auf dem Mittelhangweg weiter. Hier kann man gleich an sehr vielen Stellen unterschiedliche Spuren der ursprünglichen Sandsteinbrüche entdecken. zugewachsener_Steinburch_Krippen_kleinNatürlich sieht man die senkrechten Felswände, aber auch einige Abraumhügel und Transportwege sind noch sehr gut zu erkennen. Selbst ein paar behauene Sandsteinblöcke liegen hier noch herum, als ob die Steinbrecher davon ausgegangen sind, dass in ein paar Tagen weiter gearbeitet würde. Der Wanderweg führt ein zweites Mal über Stufen den Hang hinunter bis zum Bahndamm und hier geht es dann parallel zur Bahnlinie bis zum Ausgangspunkt zurück.
Die Runde rund um Krippen auf dem Terrainkurweg 19 ist eine nette kleine Wanderung, die sehr einfach zu gehen ist. Es gibt einige Stellen, die historische Hinweise enthalten und verdeutlichen, dass Menschen schon seit Jahrhunderten hier durch den Wald unterwegs waren.

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Breite Heide

Die Wanderung Breite Heide ist eher ein Spaziergang im westlichen Teil der Nikolsdorfer Wände. Als Startpunkt bietet sich ganz hervorragend der Parkplatz in Leupoldishain zwischen dem Tennisplatz und dem Löschteich an. Von dort geht die Wanderung in Richtung Ortsausgang, also, wenn man vom Parkplatz kommt, nach links auf der Straße den Hang hoch. Schornstein_Leupoldishain_kleinDie Wanderung hat ihre eigene Wanderwegmarkierung. Es ist der gelbe Punkt mit einem großen “B” gelber Punkt. Schon nach wenigen Metern verlässt die Wanderung die Straße und es geht geradeaus zwischen Wald und Wiesen entlang. Nach ungefähr 200 Metern steht links vom Weg ein Überbleibsel des Bergbaus: Zuerst weist ein Schild auf Glatteisgefahr hin und dann sieht man einen mächtigen aber kurzen Schornstein im Wald stehen. Durch solche Schornsteine wird die Luft wieder herausgeleitet, die an anderer Stelle in das Bergwerk hineingepumpt wird. Der Fachausdruck für diese unterirdische Luftführung ist, laut einem meiner Kollegen, Bewetterung. Was meinen Kollegen schwer verwunderte war, dass anscheinend die Luft in das Bergwerk hineingepumpt wird. Nach seinen Erfahrungen aus dem Ruhrgebiet würde normalerweise die Luft immer aus dem Bergwerk herausgesaugt.
Die Wanderung verläuft weiterhin am Waldrand entlang. An der nächsten Wegkreuzung ist in der Wanderkarte von Hr. Böhm eine Höhle eingezeichnet. Zuerst haben wir sie nicht gefunden, bis meine große Tochter auf die Idee kam, dass mit der Höhle der Bachlauf gemeint ist, der durch einen Felsen führt. Hier hat sich tatsächlich der Minibach einen Weg durch den Felsen gesucht. Der markierte Wanderweg folgt weiterhin dem gut ausgebauten Forstweg in die Richtung der Ortschaft Kirchberg. Auf der rechten Wegseite befindet sich ein kleinerer Tümpel, an dem im Frühjahr 2007 ein erstklassiges Quakkonzert stattfand. Auch die nächsten paar Meter wurden irgendwie unsere Geruchssinne durch tierische Dürfte beeinflusst. Wir waren uns nicht ganz sicher, aber vermutlich waren es Wildschweine. Das würde aber unterstreichen, wie ruhig diese Wanderregion (Nikolsdorfer Wände) ist, dass sich die Tiere selbst in der Hauptwandersaison nicht sonderlich gestört fühlen. Und bitte keine Panik, Wildschweine greifen normalerweise keinen an, sondern verstecken sich viel lieber im Unterholz, als sich zu prügeln.
Kletterwand_Leupoldishain_kleinAm Ende des Forstweges trifft man auf die Straße zwischen Kirchberg und Langenhennersdorf. Hier biegt im spitzen Winkel der markierte Weg wieder in den Wald ab und es geht wieder zurück. Der Weg steigt noch ein kleines bisschen an und dann geht es auf einem sehr angenehmen Waldweg der Wanderwegmarkierung hinterher. Die Baumsorten in dem Wald wechseln sehr auffällig, im ersten Teil ist es ein lichter Wald und dann wieder ein extrem dichter/dunkler Fichtenwald. Zwischendurch steht auch mal wieder eines dieser Stahlrohre am Wegesrand, die überall im Wald der Nikolsdorfer Wände zu finden sind. Wasserrad_Leupoldishain_kleinIch vermute, es sind irgendwelche Messpunkte von dem Bergwerk weit unter dem Waldboden, weil mindestens bei zweien von den Dingern drückte sich ein kräftiger Luftstrahl an dem Deckel vorbei. An der Wildwiese sollte man noch mal kurz von dem markierten Weg abweichen und 50 Meter weiter geradeaus bis zum Hochsitz wandern. Von dieser kleineren Kuppe hat man dann einen netten Blick über ein Wiesental und versteht auch, warum genau an dieser Stelle der Hochsitz steht. Das letzte Stück der Wanderung führt wieder runter in die Ortschaft Leupoldishain, welche man am neu gestalteten Spielplatz ziemlich in der Mitte des Dorfes erreicht. Der Spielplatz war sogleich ein richtig toller Magnet für unsere große Tochter, da sie bisher noch nie an einer Kletterwand herumtoben konnte. Ich konnte sie nur mit gutem Zureden und einem kleinen Wasserrad wieder von der Kletterwand weg bekommen.
vorwitziges_Huhn_Leupoldishain_kleinDie letzten Meter geht es wieder bis zum Ausgangspunkt zurück. Für uns gab es am Parkplatz noch eine nette Abwechslung, da ein Huhn um unseren Wagen herumspazierte und auch noch den Fußraum genau untersuchen musste. Vielleicht sollte ich unser Auto doch mal aussaugen.
Damit war eine kleinere Wanderung beendet, die nicht gerade mit wahnsinnigen Höhepunkten aufwartete, aber unter dem Motto “Der Weg ist das Ziel” ganz gut durchgeht. Außerdem sind die 5-jährige Beinchen meiner großen Tochter noch nicht darauf ausgelegt, Tagestouren zu unternehmen. So lässt sich die Wanderung ganz gut als Nachmittagsrunde empfehlen.

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Cannalettoweg

Nachdem das Schloss Sonnenstein wieder so wunderbar hergerichtet worden ist und es reichlich in der Presse war, wurde auch gleich an mehreren Stellen über den angrenzenden Canalettoweg berichtet. Da dieser Weg ganz besonders hervorgehoben wurde, musste doch gleich mal wieder eine Erkundungstour unternommen werden. Natürlich sollte es nicht ein langweiliges Hin und Zurück sein, sondern eine ordentliche Wanderrunde. Deshalb liegt der Startpunkt gegenüber von Schloss Rottwerndorf in Pirna. Von hier geht es erst mal zum Aufwärmen auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt  den Eichgrund hoch. Auch wenn es sich um eine ziemlich normale Straße in einem Wohngebiet handelt, so überwindet man auf ihr fast 80 Höhenmeter bis knapp neben den Schäferberg. Dann geht es ein ganz kurzes Stück wieder bergab, um auf die Kreisstraße zwischen Krietzschwitz und Rottwerndorf zu gelangen. Auf dieser muss man 200 Meter nach links wandern, um dann an dem Platz mit den Glascontainern die Straße nach rechts wieder zu verlassen. Dieser weiterhin gelb markierte Wanderweg führt noch ein Stück aufwärts in Richtung B172 bzw. Eulenberg. Zum Glück muss man nur ein wirkliches Ministück von 50 Metern auf der Bundesstraße nach rechts wandern. Dann biegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Straße Thomas-Mützer-Siedlung ab. Es handelt sich zwar um eine asphaltierte Strecke, aber mir ist auf ihr noch nie ein Auto begegnet. Festung_Koenigstein_von_Thomas-Muetzer-Siedlung_gesehen_kleinDas ist äußerst erfreulich, denn damit kann man den Blick über die Felder auf z.B. den Lilienstein und die Festung Königstein Rueckseite_Rittergut_Struppen_kleinschweifen lassen. Insgesamt wandert man 1 ½ Kilometer auf dem asphaltierten Feldweg, bis man den Rand von Struppen erreicht. Das wunderbare Gebäude gleich vor einem ist das Rittergut Struppen, das aber im Moment in einem Dornröschenschlaf liegt. Aber immerhin werden noch erhaltende Maßnahmen durchgeführt, sodass doch Hoffnung besteht.
Noch vor den ersten Grundstücken biegt nach rechts ein breiter Weg ab. Hier wird die gelbe Wanderwegmarkierung Schloss_und_Kirche_Struppen_kleinverlassen und man wandert oberhalb von Struppen entlang. Zwischendurch hat man einen sehr netten Blick über das Dorf und rüber auf die andere Seite mit dem Schloss Struppen. Ziemlich genau nach ½ Kilometer biegt die Wanderung nach links auf den ersten breiten Weg ab. Es geht mit einem unauffälligen Gefälle bis zur Hauptstraße in die Ortschaft hinein. Auf der rechten Seite befindet sich die Gemeindeverwaltung von Struppen und auf der Rückseite des Gebäudes ist irgendwie ein Gerüst, an dem ich jetzt schon mehrmals gesehen habe, dass Leute Abseilen und Sichern geübt haben. Die Übenden waren einmal Feuerwehrleute und die anderen Male irgendwelche Firmenmitarbeiter, die aber sehr professionell aussahen.
Auf der Hauptstraße geht es weniger als 100 Meter nach rechts, um dann nach links den Berg hoch zu wandern (Straße Kirchberg). Hier fällt bald ein großer Gebäudekomplex auf der linken Straßenseite auf. Es handelt sich um das Schloss Struppen (www.schloss-struppen.de). Zum Schloss gehört nicht nur das eine ganz besonders auffällige Gebäude, sondern früher gehörten auch noch die dahinterliegenden Wirtschaftsgebäude dazu. Genau entlang dieser Gebäude führt jetzt die Wanderung und deshalb wird die Kirchbergstraße nach 300 Metern nach links verlassen. Der Weg hier entlang ist zumindest in Teilen mit dem grünen Punkt grüner Punkt als Panoramaweg Struppen gekennzeichnet. Rastplatz_ehemalige_Struppener_Windmuehle_kleinAuf den ersten 200 Metern passiert man gleich mehrere riesige Wohn- und Wirtschaftsgebäude und dann geht es auf einem schnurgeraden Feldweg weiter. Dieser Feldweg ist auf einer Seite mit einer Reihe Bäume verschönert und zwischendurch befindet sich ein Rastplatz mit einem riesigen alten Mühlstein. Das Ding ist ganz besonders durch seine senkrechte Position sehr imposant.
Nach einer Strecke von ½ Kilometer biegt der Feldweg nach links ab und dann wieder nach rechts. Damit wandert man einmal um das Feld drum herum, um dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder die grüne Wanderwegmarkierung zu entdecken. Der Weg ist eingeschraenke_Aussicht_Koenigsnase_kleinzwischendurch nur noch ein Pfad, aber die ganze Zeit über gut zu erkennen. Ganz am Ende des Feldes geht es dann in den Wald hinein und noch ein paar Meter vor bis zur Königsnase. Felssicherung_durch_Netz_bei_Koenigsnase_kleinDieser Platz könnte eigentlich eine sehr nette Aussicht sein, aber leider ist sie in den letzten Jahren ziemlich zugewuchert und die Sauberkeit des Rastplatzes lässt auch zu wünschen übrig. Der Felsen musste in den letzten Jahren gegen Absturz gesichert werden und deshalb ist inzwischen ein stabiles Netz an der nördlichen Seite angebracht. Das fällt ganz besonders beim jetzt folgenden Abstieg über die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt bzw. den Malerweg in Richtung Obervogelgesang auf. Der Abstieg ist bald geschafft und damit erreicht man einen der schönsten Plätze, um sich zu erfrischen. Gleich am Elbufer befindet sich ein großer Biergarten, der nicht nur bei Wanderern, sondern auch bei den Elberadwegfahrern beliebt ist.
Das nächste Teilstück sind fast 3 Kilometer auf dem Elberadweg flussabwärts. Eigentlich dürfen hier auch Autos fahren, aber im Gegensatz zu diesen sind hier 10-mal so viele Radfahrer unterwegs. Auch wenn es komisch ist, aber um diesen radelnden Massen zu entgehen, empfehle ich, die Wanderung eher bei schlechterem Wetter zu unternehmen. Vorderseite_Wasserwerk_Pirna_kleinEs reicht schon, wenn kein Sonnenschein angekündigt ist. Am Ortseingang von Pirna folgt man dem Malerweg gleich durch die erste breite Eisenbahnunterführung. Auf der Rückseite des Bahndamms fällt sofort das alte Wasserwerksgebäude auf. Links neben dem Gelände geht es auf dem Malerweg aus dem Elbtal aufwärts.
Nach 50 Höhenmetern erreicht man den Canalettoweg. Der Wanderweg verläuft oben an der Kante zum Elbtal und Symbol_vom_Canalettoweg_kleinhat sein eigenes Wanderwegzeichen in Form eines roten „C“ auf gelbem Grund. Wenn man von unten aus dem Elbtal kommt, geht der Canalettoweg noch ein kleines Stück nach links, aber der interessantere Teil ist nach rechts. zugewucherte_Aussicht_Canalettoweg_kleinNach 150 Metern erreicht man eine Aussicht mit gleich mehreren Bänken, aber blöderweise war der Blick runter ins Elbtal im Sommer 2012 vollkommen zugewuchert. Also geht die Wanderung weiter über den Canalettoweg in Richtung Schloss Sonnenstein. Zwischendurch verläuft der Weg neben einer ziemlich massiven Betonmauer, die sich auf der Rückseite des alten Flugzeugtriebwerk-Fabrikgeländes befindet. Von dem Betrieb ist heutzutage fast nichts mehr erhalten geblieben, nur noch das hohe Verwaltungsgebäude und eine kleinere Halle. Die Wanderung folgt aber weiterhin dem Canalettosymbol und passiert dann das toll sanierte Schloss Sonnenstein. Es ist wirklich imposant, dass aus den hässlichen Keller_von_Schloss_Sonnenstein_kleinGebäuden, eher Ruinen, wieder so ein sehenswerter Komplex werden konnte. Wenn man unterhalb des Schlosses über den Canalettoweg wandert, dann wirken die hohen Mauern schon ziemlich gewaltig. Nachdem man um das Blick_von_Terrasse_Schloss_Sonnenstein_auf_Pirna_kleinSchloss herum gewandert und an der langen Schlosstreppe angekommen ist, lohnt sich auf jeden Fall ein kurzer Abstecher hoch zum Schloss. Hier gibt es einerseits eine wirklich tolle Aussicht über Pirna mit seinen vielen roten Dächern und außerdem kann man sich bei dieser Aussicht auch noch in dem Biergarten nett erfrischen.
Der Canalettoweg führt von der langen Treppe noch ein Stück durch die saniertes_Gebaeude_Schloss_Sonnenstein_Terrassengaerten_kleinTerrassengärten und unterhalb des neuen Parkhauses entlang. Strasse_Am_Hausberg_Pirna_kleinAm Ende des Canalettoweges stößt man auf die Straße Am Hausberg, die es nach rechts den Hang hinunter geht. Diese Straße ist wirklich überraschend, wenn man sie mit der hässlichen B172 ein paar wenige Meter darüber vergleicht. Hier herrscht eine ungewöhnliche Ruhe und der Betrieb auf der Straße hält sich sehr im Rahmen. Am unteren Ende der Straße erreicht man die Bergstraße, die nach links weiter gewandert wird. In der Verlängerung dieser Straße muss man ¼ Kilometer auf der B172 aufwärts gehen. In der abknickenden Vorfahrtsstraße geht es weiter geradeaus auf der Hohen Straße. Hier wird es schon wieder viel ruhiger, da die Straße eine Sackgasse ist und vor einem Krankenhaus vorbeiführt. Auf dieser Straße müsste eigentlich die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich verlaufen, aber irgendwie ist mir die Markierung an der Straße nicht aufgefallen. Spätestens am Ende der Hohen Straße ist die Markierung aber gut zu entdecken und auf ihr geht es wunderbar angenehm durch den Wald. Insgesamt sind es 3 Kilometer durch diesen langgezogenen Wald bis wieder ins bewohnte Gebiet von Rottwerndorf. ungewoehnlicher_Torpfosten_kleinAm Ausgang aus dem Wald fallen zwei Dinge besonders auf, und zwar einerseits einer der Pfosten der Schranke, der nach einer alten Gasflasche aussieht und auf eine Resteverwertung aus DDR-Zeiten hindeutet. Das zweite Überraschende ist eins dieser Entlüftungsrohre (rotes Rohr mit silbernem Deckel auf der linken Wegseite) des Uranbergwerkes. Die ursprünglichen Stollenzugänge in Leupoldishain sind in Luftlinie mindestens 5 Kilometer entfernt und irgendwie muss man sich immer wieder verinnerlichen, dass es hier ein Labyrinth an Stollen unter der Erde gibt. Ein paar hundert Metern hinter dem Wald ist der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.
Die Wanderung ist eine netter Bogen und was mir besonders gut gefallen hat, ist der Canalettoweg, das schicke “neue” Schloss und die tolle Aussicht von der Terrasse auf die Stadt. Wirklich unangenehm sind die beiden Teilstücke an der B172, aber diese sind zum Glück in beiden Fällen nur sehr kurz.

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Abendrothgrotte

Die Idee zu dieser Wanderung kam mir, als ich auf der Wanderung Schloss Sonnenstein durch den Stadtpark von Pirna gekommen bin und auf einer der Tafeln den Eintrag Abendrothgrotte gelesen habe. Irgendwie habe ich mich beim Lesen dieser Karte mit der Orientierung vollkommen vertan und die Grotte an der Hangunterseite gesucht und deshalb musste dieser kleine Erkundungsspaziergang unternommen werden.
Die Wanderung startet am Ende der Hohen Straße in Pirna. Von der Straße geht es geradeaus auf den Wald zu. Markiert sind die ersten paar Meter mit dem grünen Strich grüner Strich. Gleich am Waldrand steht die schon beschriebene Informationstafel, auf der eine Karte des Pirnaer Stadtwaldes / Revier Viehleite abgebildet ist und eine Beschreibung des Gebietes. Wenige Meter hinter der Tafel biegt der markierte Weg nach links hoch, der Spaziergang geht aber weiter geradeaus auf dem Eichbuschweg. Mittelweg_Viehleite_kleinAuch wenn es auf der Karte so aussieht, als wenn dieser Weg am Rande des Stadtwaldes entlang geht, so führt er in der Realität sehr angenehm durch den Wald. Nach einer Strecke von ungefähr 2,5 Kilometern, auf der man annähernd keinen Höhenmeter zu überwinden hat, erreicht man den Wendepunkt der Wanderung. An diesem Punkt verhindert eine Schranke Fahrzeugen die Durchfahrt und rechts davon steht eine dieser hochwertigen Informationstafeln. Diese Tafel informiert sehr gut über den Lebensraum im Laubwald.
An diesem Punkt der Wanderung ist auch wieder die bekannte Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich von links dazugestoßen. Genau über diese Wegmarkierung geht es jetzt wieder zurück. Also wandert man von der Schranke kommend wieder zurück in das Waldgebiet nach rechts. Der Waldweg steigt leicht an und man folgt der Wanderwegmarkierung durch den sehr ruhigen Wald. Nach fast ½ Kilometer gabelt sich der Weg und auf der rechten Seite steht eine Bank. Hier sollte die Wanderung der Markierung weiter folgen, aber irgendwie ist die Markierung an dieser Stelle verschwunden. Deshalb geht es nach links auf gleichbleibender Höhe weiter. Erst nach einigen hundert Metern kann man die grüne Markierung wiederfinden. Auf diesem Weg stehen noch zwei weitere von diesen aufwendigen Informationstafeln. Bunte_Markierungen_Viehleite_kleinDie erste Tafel stellt die Ziele und Aufgaben der Forstwirtschaft sehr gut dar und die zweite Tafel erklärt, dass ein abgestorbener Baum immer noch als Lebensraum dient. Was auf der gesamten Wanderung immer wieder ins Auge fällt, sind die bunten Zeichen an den Bäumen. Dabei handelt es sich immer um ein grünes Blatt auf einem hellbraunen Untergrund und manchmal eine Kilometer-Angabe. Leider entzieht sich meiner Kenntnis, wozu diese Zeichen sein mögen. Ich würde mal spekulieren, dass es irgendwas mit der Laufstrecke zu tun hat, die anscheinend auch immer wieder für Laufveranstaltungen benutzt wird.
¼ Kilometer hinter der letzten Informationstafel biegt nach rechts den Hang hinauf ein Pfad ab. Dass man auf dem richtigen Weg ist, stellt man nach dem Überqueren des nächsten Weges fest, weil dann der Aufstieg durch ein paar alte steinerne Stufen vereinfacht wird. Nach den paar Metern Aufstieg erreicht man die Felskante. Bis dahin war mir noch gar nicht aufgefallen, dass der Hang aus Sandstein besteht. Sandsteinplatte_Gelobtbachtal_kleinHier macht es den Anschein, als wenn die Ebene der Obstplantage eine riesige Sandsteinplatte ist. Auf beiden Seiten (Elbe und Gottleubatal) ist die scharfe Sandsteinkante zu sehen, nur ins Gottleubatal fällt der Hang so leicht ab, dass es überhaupt nicht nach Sandstein aussieht. Genau durch diese überhängende Sandsteinplatte hat sich die Abendrothgrotte gebildet. Abenrothgrotte_kleinEigentlich sind es zwei sehr ähnlich aussehende Grotten, die knapp nebeneinander sind. Die rechte Grotte (von unten gesehen) ist die eigentliche Abendrothgrotte. Bei dem Name der Grotte handelt es sich nicht um einen Schreibfehler, sondern soll an Herrn Abendroth, den langjährigen Vorsitzenden des Pirnaer Verschönerungsvereins, erinnern. Wenn man an die Oberkante der Sandsteinplatte tritt, dann erreicht man die Hinterseite der riesigen Obstplantage. Sehr interessant ist, dass an den einzelnen Baumreihen die Sorten ausgeschildert sind. Im Bereich der Abendrothgrotte sind die Süßkirschensorten Sweetheart, Regina und Sylvia zu sehen.
Von der Abendrothgrotte geht es an der Felskante entlang, bis nach ungefähr 400 Metern die Wettinhöhe erreicht wird. Wettinhoehe_kleinVon dieser Plattform hat man bis heute noch eine schöne Aussicht über das Gottleubatal. Vermutlich wird sich dieses aber im Jahre 2009 gravierend ändern, da dann die Brücke für die südliche Umgehungsstraße von Pirna gebaut wird. Wenn ich die Planungsunterlagen richtig gedeutet habe, dann wird die Brücke im Bereich der Wettinhöhe enden. Zumindest für die Bauphase wird es dann auch mit der Ruhe im Bereich der Abendrothgrotte und der Wettinhöhe vorbei sein. Ich selber freue mich natürlich ziemlich über den Neubau der Umgehungsstraße, da wir uns damit das Geschlängel durch Pirna ersparen können, aber das Gottleubatal bzw. der Stadtwald wird dadurch ein ganzes Stück leiden. Zum Glück hat man bei der Planung und Genehmigung der Brücke einen großen Wert darauf gelegt, dass sich die Brücke in die Landschaft wenigstens ein bisschen einpasst. Mal gespannt, wie es dann in der Realität aussehen wird.
Von der Wettinhöhe geht es über die Stufen wieder herunter ins Tal und damit erreicht man den Ausgangspunkt der Runde. Damit ist eine Wanderung, bzw. bei der Länge handelt es sich eher um einen Spaziergang, zu Ende gegangen, die eine sehr leichte Runde ist. Der Stadtwald von Pirna ist eine überraschend ruhige Gegend, die aber leider für die nächsten Jahre durch den Bau der Gottleubatalbrücke stark gestört wird. Aber genau durch diese Baumaßnahmen werden vermutlich die Besucherzahlen in dem Gebiet ansteigen, da es doch eine ganze Menge technikbegeisterte Mitmenschen gibt, die gerne mal sehen wollen, wie der Baufortschritt bei dem Brückenbau ist.

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Altes Bad Cunnersdorf

Ich bin mal wieder mit dem Finger über die Karten von Herrn Böhm (www.boehmwanderkarten.de) gewandert und auf der Wanderkarte Königstein an einem Eintrag “Altes Bad” in der Nähe von Cunnersdorf hängen geblieben. Obwohl ich die Felder östlich von Cunnersdorf schon ziemlich häufig gesehen habe, ist mir dort noch nie ein Teich oder so etwas aufgefallen. Das musste doch gleich mal mit einer kleinen Wanderung untersucht werden. Der Startpunkt liegt am neuen Freibad bzw. in Cunnersdorf spricht man vom Waldbad. Von hier geht es mit einer kleinen Dorfbesichtigung los. Dafür wandert man wieder auf der Zufahrtsstraße in Richtung Dorfmitte zurück. Netterweise sind in Cunnersdorf eine Vielzahl Informationstafeln aufgestellt worden, sodass man alle paar Meter über historische Stellen informiert wird. Gleich am Ende des Parkplatzes steht zum Beispiel ein Meiler, aus dem ein “Tortenstück” zur besseren Anschauung herausgeschnitten ist. Die nächste Station ist ein Stückchen einer alten Wasserleitung. Leider kann man heutzutage schon deutlich sehen, dass Holz nicht richtig witterungsbeständig ist und deshalb wird diese Station wohl nur noch kurze Zeit dort erhalten bleiben. Auf dem weiteren Weg in die Dorfmitte passiert man noch das Wohnhaus von Gerd Neumann, einer herausragenden Persönlichkeit von Cunnersdorf, mehrere alte Wohnhäuser und das alte Floßwehr. Es ist immer wieder verwunderlich, dass mit solch einem regelbaren Staudamm die Baumstämme bis runter zur Elbe gespült werden konnten. Heutzutage kommt so ein riesiger Lkw in den Wald gefahren und transportiert das Holz dann irgendwohin in Europa. Da war die Arbeit früher doch um ein Vielfaches anstrengender und zeitaufwändiger, aber eben auch viel umweltschonender.
Ein paar Meter hinter dem Floßwehr erreicht die Wanderung die Hauptstraße (Cunnersdorfer Straße), auf der es nach links weiter dem Cunnersdorfer Bach hinterher geht. Gebaeude_kurfuerstlichen_Forstverwaltung_Cunnersdorf_kleinSchon von der Kreuzung aus kann man das riesige Herrenhaus bzw. den Forsthof (Sitz der kurfürstlichen Forstverwaltung für die linkselbische Sächsische Schweiz) sehen. Dieses Gebäudeensemble und die riesigen Stützenmauern an der Frontseite sind in einer Ortschaft wie Cunnersdorf schon wirklich besonders auffällig. Nach den ersten 200 Metern auf der Cunnersdorfer Straße kann man nach rechts auf die Schulstraße wechseln und parallel zum Bach weiter wandern. Auch hier weisen noch ein paar grüne Schilder auf besondere Bäume hin und dann passiert man noch ein paar Schaukästen vor einem Bauernhof. Hier wird sehr anschaulich dargestellt, dass Milch oder Käse nicht in der Theke des Supermarkts entstehen.
Die Schulstraße endet auf einer breiteren Straße (Kohlweg in Richtung Gohrisch) an der Kirche. Hier folgt die Wanderung der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach rechts den Berg hoch. Schon nach ein paar Metern passiert man die ehemalige Schule von Cunnersdorf. Von 1844 bis 1979 wurde das Gebäude als Schule benutzt, aber in den letzten Jahren ist es leider vollkommen ungenutzt. Das wird sich hoffentlich in den nächsten Jahren wieder ändern. Blick_auf_Cunnersdorf_von_Norden_kleinAn der ehemaligen Schule wird die Straße verlassen und es geht über einen gepflasterten Pfad aufwärts. Der Wanderweg ist hier immer noch mit dem roten Strich markiert. Nach dem halben Aufstieg bietet sich ein netter Rastplatz zu einem kurzen Zwischenstopp an. Von hier kann man sehr gut auf Cunnersdorf und die gegenüberliegende Talseite blicken.
Die Wanderung führt weiter auf dem Pfad den Hang hinauf. Nachdem man wieder aus dem Wald auf die Felder und Wiesen hinausgetreten ist, geht es an der ersten Möglichkeit (nach insgesamt ½ Kilometer Aufstieg) nach rechts. Der unmarkierte Weg führt auf vollkommen gleichbleibender Höhe durch den Wald. Nach ziemlich genau einem Kilometer erreicht der Waldweg den Waldrand (zumindest auf der rechten Wegseite) und bei dieser Wiese handelt es sich um irgendetwas ganz besonderes. Blick_auf_Altes_Cunnersdorfer_Bad_kleinDie gesamte Fläche ist übersät mit größeren und kleineren Steinen und gleich an mehreren Stellen kann man hervorragend im Matsch versinken. Biotop_Altes_Cunnersdorfer_Bad_kleinAuf der schräg gegenüber liegenden Seite der Wiese befindet sich tatsächlich ein Teich, der heutzutage ein wunderbares Feuchtbiotop ist. Hier schwimmen tatsächlich eher Frösche und Molche, als dass irgendein Mensch in die Brühe steigt. Trotzdem ist das Biotop ein sehr schöner Anblick.
Die Wanderung führt über den bekannten Waldweg weiter, um nach ein paar Metern auf einem Feldweg bis zur Fahrstraße zu gelangen. Hier sollte man nicht versuchen, den kürzeren Weg an der Baumreihe über die Wiese zu wandern, da auch diese Wiese übersät ist mit Steinen. Das führt ziemlich schnell zu umgeknickten Füßen und dann ist eine Wanderung nur noch schwierig zu beenden. Auf der asphaltierten Straße geht es nach rechts. Schon von weitem kann man ein riesiges Jauchebecken, das mit einigen Sträuchern eingerahmt ist, sehen. Wenn man an diesem Becken vorbeiwandert, gibt es seltsamerweise überhaupt keine Geruchsbelästigung. Vielleicht ist es anders, wenn hier gerade Jauche abgepumpt wird, aber zu normalen Zeiten ist es fast geruchlos. riesige_Flachsilos_bei_Cunnersdorf_kleinNach etwas weniger als einem Kilometer passiert die Wanderung eine Fahrstraße und dahinter erreicht man zwei riesige Flachsilos. Silos in solch einer Größe habe ich bis dahin noch nie gesehen. Die Silage stapelt sich auf fast 5 Meter Höhe und die Fläche dürften pro Fach mehr als 800 m² sein. Das ist wirklich riesig.
An dem Waldrand, den man nach ein paar Metern erreicht, befindet sich die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Hier geht es auf dieser Wanderwegmarkierung nach rechts weiter. Sehr seltsam ist, dass nach wenigen Metern ein kleines Holzschild nach links in den Wald zum Bad weist. Es stimmt natürlich, dass es auf diesem Weg zum Cunnersdorfer Waldbad geht, aber im Gegensatz zum markierten Wanderweg müsste man so einige Höhenmeter durch einen relativ langweiligen Wald unternehmen. Koeniglicher_Forstgrenzstein_bei_Cunnersdorf_kleinViel schöner ist der Weg am Waldrand entlang. Gleich neben dem breiten Waldweg stehen mehrere Grenzsteine mit deutlich sichtbaren Kronen, die damit signalisieren, dass es sich um Königliche Forstgrenzsteine handelt. Blick_ueber_Tal_zum_Alten_Bad_kleinWenn man einmal über das Tal hinweg blickt, dann kann man ungefähr die Lage des alten Bades erahnen. Der eigentliche Teich versteckt sich ganz hervorragend hinter ein paar Sträuchern, aber das Biotop mit der darüber liegenden Wiese ist gut zu erkennen.
Wenn man der grünen Wanderwegmarkierung folgt, dann erreicht man nach 1 ½ Kilometern eine größere Halle der Forstleute, die einmal umrundet werden muss. Auf allen möglichen Wanderkarten sind links von der Zufahrt die Goldbrunnen eingezeichnet. Wenn man nur wenige Meter von dem markierten Wanderweg abweicht, dann stellt man tatsächlich fest, dass sich hier überall kleine Rinnsale durch den Wald schlängeln. Leider habe ich auch beim gründlichen Schauen nichts Goldglitzerndes entdeckt. Also geht es von der Einfahrt die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt am neuen Waldbad von Cunnersdorf zurück.
Damit ist dann eine nette Wanderung zu Ende gegangen, die tatsächlich mal wieder eine bis dahin unbekannte Stelle in Form eines Alten Bades präsentiert hat. Auf der Umrundung des Tals war eine äußerst angenehme Ruhe und das an einem Samstagnachmittag mit dem einzigen schönen Tag in der Woche. Im Gegensatz dazu trampelten sich morgens früh die Wanderer auf den Schrammsteinen gegenseitig auf den Füßen herum. Da ist die linke Elbeseite tatsächlich deutlich im Vorteil.

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Bärensteine

Eigentlich hat der Kleine Bärenstein einen eigenen Parkplatz und damit war über viele Jahre dort der Startpunkt für diese Runde. Leider ist dieser Parkplatz geschlossen worden und so haben wir den Start nach Thürmsdorf verlegt. Dort bietet sich ganz hervorragend der Wanderparkplatz an der Kreuzung Thürmsdorfer Straße – Bärensteinweg an. Das Sperrschild am Bärensteinweg gilt nur für den Autoverkehr, als Wanderer kommt man dort sehr Goetzingerhoehle_oder_Diebshoehle_Hintereingang_kleinangenehm in die Richtung der Bärensteine. Wenige Meter vor dem Ende des Weges an der Verbindungsstraße zwischen Struppen und Weißig/Rathen biegt nach rechts ein Trampelpfad in den Wald ab. Dieser Pfad führt parallel zur Straße, bis man die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt erreicht. Auf dieser Markierung geht es nach links zuerst über die Fahrstraße und dann aufwärts. Nach sehr kurzer Strecke erreicht man die ersten Ausläufer des kleinen Bärensteins. Genau an dieser Ecke ist dann auch gleich die Diebshöhle bzw. heutzutage wird sie auch Götzingerhöhle genannt. Sie ist eigentlich nichts anderes als eine Spalte zwischen zwei Sandsteinfelsen, die sich gegeneinander gelehnt haben. Dadurch ist aber trotzdem ein ziemlich großer Raum entstanden, der anscheinend auch sehr gerne zum Boofen benutzt wird. Auf jeden Fall riecht es in der Höhle sehr nach Lagerfeuer und es sind schon unendlich viele Namen und Daten in die Felsen geritzt.
Goetzingerhoehle_oder_Diebshoehle_Jungfernsprung_kleinVon der Höhle geht es links um den Felsen, weiter dem roten Punkt hinterher. Ein paar Meter hinter der Höhle kommt man an einem großen Kreuz vorbei, das in den Felsen gemeißelt ist. Es soll an eine junge Frau erinnern, die sich im Dreißigjährigen Krieg an der Stelle das Leben genommen hat. Dann geht es weiter über ein paar Stufen, bis ein Weg nach rechts auf den kleinen Bärenstein abzweigt. Auf diesem kommt man zur gigantischen Aussicht des kleinen Bärensteins, von wo man einen wirklich lohnenswerten Ausblick auf den großen Bärenstein, den Lilienstein, die Festung Königstein und die Basteiwände hat und wo es dazu auch noch relativ ruhig ist.
kleiner_Baerenstein_kleinZurück geht es wieder auf dem roten Punkt in Richtung Naundorf. Der Weg kommt aus dem Wald und man wandert auf Naundorf zu. Genau an dem ersten Haus geht es, jetzt auf dem Wanderweg mit der Markierung roter Strich roter Strich, rechts bergab weiter, bis kurz hinter dem Beginn des Waldes ein unscheinbarer Weg nach links den Berg wieder hoch führt. Irgendwie kann man hier nicht so richtig einen Weg erkennen, aber das Ziel ist es, auf die höchste Stelle an der vorderen Spitze des Berges zu kommen, weshalb der Wegverlauf nicht unbedingt festgelegt sein muss. Hier oben gibt es mehrere Stellen, an denen man sich perfekt zu einer kleinen Rast niederlassen kann, ohne dass einem Horden von Touristen über den Weg laufen.
grosser_Baerenstein_kleinLeider ist auch der Weg auf den großen Bärenstein eine Sackgasse, so dass man wieder zurück auf die Markierung roter Strich roter Strich muss. Weiter geht es das Trockental nach links hinunter. Wenn der markierte Weg wieder aus dem Wald herauskommt, verlässt man diesen Waldweg und geht nach rechts auf dem unmarkierten Weg weiter. Nach ungefähr 450 Metern, kurz vor dem ehemaligen Parkplatz, erreicht man eine Weggabelung. An dieser geht es nach links bis zur Straße weiter. Hier fallen zwei äußerst stabile rotweiße Schranken auf, die heutzutage den Parkplatz und die Zufahrt in den Wald versperren. Gleich gegenüber von der rechten Schranke führt von der Straße ein weiterer Trampelpfad in den Wald. Mit diesem Pfad geht es leicht abfallend einen kleinen Grund hinunter, bis man einen Teich und damit wieder die bekannte Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt erreicht. Schon bald wird der Schlosspark passiert und man erreicht die Schokoladenmanufaktur (www.adoratio-schokoladenkunst.de). Diese bietet sich wirklich zu jeder Jahreszeit an, einen kurzen Abstecher für eine heiße Schokolade und ein paar kalorienhaltige Naschwaren zu unternehmen.
Die Wanderung führt vom Schloss herunter bis zur Hauptstraße und hier muss man ein paar Meter (350 Meter) bis zum Ausgangspunkt auf der Thürmsdorfer Straße entlang gehen. Das ist zum Glück in der Ortschaft nicht besonders unangenehm, da sich der Verkehr doch ziemlich in Grenzen hält. Damit hat man eine angenehme Wanderung über zwei aussichtsreiche Felsen unternommen.

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Bernhardstein

Die Wanderung Bernhardstein beginnt in der Ortsmitte von Langenhennersdorf. Hier befinden sich gleich mehrere kleine Parkplätze, die alle irgendwie ohne jegliche Beschränkung bzw. Parkplatzgebühren sind. Anscheinend wird der Ort noch nicht so von den Besuchermassen bevölkert, dass man regulierend eingreifen müsste. Die Wanderung startet von der Schloss_und_Rittergut_Langenhennersdorf_kleinOrtsmitte in südlicher Richtung auf der Fahrstraße nach Bahra. Gleich an der zentralen Kreuzung liegt der riesige Gebäudekomplex des Schlosses Langenhennersdorf mit dem angeschlossenen Rittergut. Leider ist die beste Zeit dieser Gebäude vorbei. Früher wurden hier die Ausbildungen von Rinderzüchtern und Agrotechnikern des Volkseigenen Gutes Pirna durchgeführt. Diese Ausbildung erfolgte zwischen den Jahren 1951 und Ende der 90er Jahre. Danach wurde es um das Rittergut leider wieder still. Heutzutage fristet dieser riesige Hof ein trostloses Dasein, aber vielleicht findet sich ja in den nächsten Jahren noch eine sinnvolle Verwendung.
Markiert ist der Weg mit dem grünen Punkt grüner Punkt. Die Straße steigt leicht an und auf der rechten Straßenseite stehen kurz vor dem Ortsausgang ein paar riesige Häuser, die nicht wie verlassene Wohnhäuser, sondern eher wie ein ehemaliges Ferienheim aussehen. Es handelt sich um die Betriebsberufsschule (BBS) mit dem Lehrlingswohnheim (LWH). Hier konnte gleichzeitig praktische und theoretische Ausbildung mit Internatsunterbringung an einem Standort erfolgen. In den Hochzeiten waren hier rund 160 Plätze im Lehrlingswohnheim und es gab jeweils 4 Klassen Rinderzüchter und 2 Klassen Agrotechniker. Mit all diesen netten Informationen hat mich die letzte Heimleiterin des Lehrlingswohnheimes versorgt, die überraschenderweise immer noch ganz in der Nähe der ehemaligen Schule wohnt.
Die nächsten 1,1 Kilometer sind der hässlichste Abschnitt der gesamten Wanderung, aber trotzdem noch zu ertragen. Früher war es so, dass die Lehrlinge diese Strecke mehrmals (meistens 4mal täglich) wandern mussten. Nach diesem Stück auf der Straße biegt nach links der erste Weg ab. Der sogenannte Ebschenweg führt auf einem Feldweg leicht ansteigend aufwärts. Auf der rechten Wegseite befindet sich ein dichtes Gestrüpp, Kalbenhof_oberhalb_Langenhennersdorf_klein
das bestimmt von gigantisch vielen Tieren bewohnt wird. Nach ¼ Stunde auf diesem Weg erreicht man einen ehemaligen Kälberzuchtbetrieb bzw. den Sommerstall der Ausbildungsschule. Dieses Vorwerk, das auch Johannishof genannt wird, ist das erste Mal 1657 erwähnt worden und hier waren die Milchkühe von Frühjahr bis Herbst auf den Koppeln und wurden in dem Stall gemolken. Der Kalbenhof ist leider im Jahre 2008 nicht mehr in Benutzung, aber was diesem Ort nicht verloren geht, ist die gigantische Aussicht. Ganz besonders schön ist die Aussicht, wenn man links (östlich) vom Kalbenhof auf den Hügel spaziert. Von dem sogenannten Kalbenberg hat man einen ganz hervorragenden Blick in das Elbtal von Pirna und Dresden.
Die Wanderung geht hinter den Häusern und dem Stall weiter den Hügel hinauf. Anfangs ist dieser Feldweg mit Betonplatten ausgelegt, danach kann man den markierten Wanderweg überhaupt nicht mehr erkennen, da einfach nichts auf dem Feld ist, woran man eine Markierung anbringen könnte. Man erreicht aber bald einen normalen Feldweg, auf dem es nach links weiter geht. Hier ist die Wanderwegmarkierung auch wieder zu finden. Der Weg streift knapp die Panoramahöhe von Hermsdorf, man hat einen super Ausblick von hier oben. Als erstes gibt die Festung_Koenigstein_und_Lilienstein_kleinPanoramahöhe die Sicht auf den Pfaffenstein und einen ungewöhnlichen Blick auf die Barbarine frei. Darüber haben wir uns schon riesig gefreut. Auf den nächsten paar Metern tauchte dann der Lilienstein und dann noch die Festung_Koenigstein_von_der_Panoramahoehe_kleinFestung Königstein im Blickwinkel auf. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet und unsere Überraschung und Freude war wirklich groß. Kurz hinter dieser schönen Aussicht trifft der Wanderweg auf eine Fahrstraße. Auf dieser Straße geht es 300 Meter nach rechts, bis nach links die Bergstraße abbiegt. Diese Dorfstraße geht’s bergab, bis zur nächsten Vorfahrtsstraße. Hier biegt die Wanderung nach links auf die Schulstraße ab. Eine Informationstafel klärt darüber auf, dass die Schulstraße früher eine der vielen Eisenstraßen zwischen Berggießhübel und Bielatal war und eine weitere Informationstafel erzählt über die Schulgebäude auf der rechten Straßenseite. Jetzt folgt die Wanderung der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich. Die eigentliche Hauptfahrstraße biegt nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter geradeaus in die Richtung des Bernhardsteins. An der abbiegenden Fahrstraße klärt eine weitere Tafel über ein paar Eckdaten der Gemeinde Rosenthal-Bielatal auf. Zuerst geht es noch an ein paar Häusern vorbei, aber schon nach wenigen Metern geht es aus dem Ort hinaus. Bald erreicht man den kommunalen Friedhof mit einer Tafel über die Vergangenheit des Friedhofs. Der Friedhof liegt hier ziemlich idyllisch am Fuße des Bernhardsteins und der Vorplatz des Friedhofs verführt, weiter vor dem Friedhof entlang zu gehen. Der markierte Wanderweg steigt aber an der linken Seite vor dem Friedhofszaun bergaufwärts. Man wandert von der südlichen Seite erst mit einer leichten Steigung bis an den Felsfuß und dann über ein paar Stufen bis auf den Felsen. Die Aussicht Bernhardstein liegt ein wenig versteckt, ist aber nach kurzer Zeit gefunden und dann kann man ein sehr schönes Panorama genießen. Von der Aussicht kann man zwar nur nach Norden und Osten blicken, aber dort sind auch die interessantesten Felsen der Sächsischen Schweiz zu sehen. Was auch noch ganz hervorragend an dem Bernhardstein ist, ist die wunderbare Ruhe hier oben. Auf der Aussicht bzw. dem Zugang bis auf den Felsen trifft man ganz selten andere Wanderer und dadurch kann man die Landschaft ungestört genießen.

Bernhardstein_Panorama_klein

Die Wanderung führt gleich an der Aussicht wieder runter vom Bernhardstein und weiterhin auf dem blauen Strich in die Richtung des Labyrinths. Das Labyrinth ist eigentlich genau das Gegenteil vom Bernhardstein, da es hier keine Aussicht, keine Ruhe, aber dafür jede Menge Spaß für den Nachwuchs gibt. Wer einmal mit seinen Kindern am Labyrinth gewesen ist, wird immer wieder hören, dass man dort noch einmal hin muss. Die vielen Gänge und Höhlen sind ein wahres Paradies für die Zwerge. Die Wanderung verlässt an dem gut ausgebauten Forstweg die blaue Markierung und folgt nach rechts für ein kleines Stück von 300 Metern der grünen Markierung grüner Punkt. Der grüne Punkt ist eine Sondermarkierung in diesem Bereich, da er auch noch ein “L” für Labyrinth beinhaltet. Der markierte Weg führt auf die gegenüberliegende Seite des Labyrinths und biegt hier vollkommen unscheinbar nach rechts ab. Die Wanderung geht aber weiter geradeaus auf dem breiten Forstweg, um nach weiteren 300 Metern wieder auf den grünen Punkt grüner Punkt zu stoßen. Auch diesmal folgt man dem bekannten Wegzeichen nach rechts auf dem Gründeweg. Die Wanderung verläuft sehr angenehm ca. 1,8 Kilometer (20 Minuten) auf dem markierten Weg, bis nach links ein breiter Waldweg abbiegt. Hier verlässt man den markierten Weg und wandert ein kurzes Stück unmarkiert weiter. Nach wieder mal 300 Metern stoßen von rechts die beiden gelben Markierungen Strich gelber Strich und Punkt gelber Punkt zur Wanderung dazu. Es geht weiter mit den beiden Markierungen, bis nach ¼ Kilometer nach links ein Weg mit dem Namen Schneise 39 abbiegt. Hier werden die Markierungen schon wieder verlassen und man wandert ½ Kilometer bis zur Zufahrtsstraße des Schacht 398. Der Schacht 398 ist einer der beiden größeren Schächte des ehemaligen Uranbergwerks. Die kompletten obertägigen Gebäude sind in einem Wald gelegen und bei weitem nicht so gut zu sehen wie die Anlagen bei Leupoldishain. Die Wanderung soll aber auch nicht zu diesen Relikten des Bergbaus gehen, sondern nach rechts in Richtung Landstraße zwischen Langenhennersdorf und Hermsdorf. Diese Straße wird aber nur überquert, um gegenüber dem Wegweiser zum Napoleonstein zu folgen. Diese kleine aber schöne Blick_von_Napoleonstein_auf_Langenhennersdorf_kleinAussicht liegt nur 200 Meter von der Landstraße entfernt im Wald versteckt. Von dieser Aussicht kann man einen ganz hervorragenden Überblick über Langenhennersdorf gewinnen. Von hier oben ist auch das Foto, weiter oben in der Beschreibung, vom Schloss bzw. Rittergut in Langenhennersdorf aufgenommen. Die Wanderung geht wieder ein kleines Stück auf dem gleichen Weg zurück, bis nach links ein unscheinbarer Pfad absteigt. Man steigt über ein paar Stufen von den Kaiserwänden ab, und nach ungefähr ½ Kilometer erreicht man einen breiteren Weg. Hier folgt man der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich den Berg weiter abwärts. Die Wanderung erreicht bald das Ortszentrum von Langenhennersdorf und damit den Anfangspunkt der Wanderung. Damit ist eine sehr schöne Wanderung zu Ende gegangen, die über den größten Teil der Strecke extrem ruhig ist und auch gleich mehrere Male eine spitzenmäßige Aussicht bietet.

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Blohmers Eck

Die Wanderung Blohmers Eck ist eine kleine Runde auf einem uralten Verbindungsweg, der aber leider heutzutage durch ein paar Baumaßnahmen der Bahn fast unerreichbar geworden ist. Die Wanderung startet am Bahnhof von Bad Schandau. Früher ist es möglich gewesen, gleich über den Bahnsteig 4 zum unteren Ende des Blohmers Eck-Wegs zu gelangen, aber seit der Bahnhof im Jahre 2008 ganz hervorragend neu gestaltet worden ist, hat man leider diesen Bahnsteig vollständig entfernt. Zugang_Blohmers_Eckweg_kleinSo muss man schon ziemlich kreativ bzw. mutig sein, um ans untere Ende des Aufstiegs zu kommen. Wenn man am östlichsten Gebäude des Bahnhofs steht (das ist Richtung Schmilka), dann sieht man am Hang gegenüber ein weißes Gebäude mit einer dicken Stützmauer dahinter. Früher ging rechts von dem Gebäude der Blohmers Eck-Weg hoch, aber das Stückchen dürfte heutzutage viel zu steil sein. Wenn man aber links vom Gebäude bis zum unteren Ende der Stützmauer geht, dann kann man über bzw. hinter der Stützmauer sehr bequem bis zu den ersten Stufen hoch wandern. Der Aufstieg über den Blohmers Eck-Weg erfolgt in der Einkerbung und geht erst ein paar Meter an einem ehemaligen Brunnen vorbei. Obwohl der Weg seit mehreren Jahrzehnten eigentlich nicht mehr begangen wird, so ist der Aufstieg noch deutlich zu erkennen. Ganz besonders auffällig ist das hauchdünne Geländer, das noch neben dem Pfad vor einem ungewollten Abgang schützen sollte. Heutzutage glaube ich nicht, dass noch irgend jemandem mit dem Geländer geholfen werden könnte. Bahnhof_Bad_Schandau_kleinNach den ersten paar Höhenmetern kann man sehr gut den neu hergerichteten Bahnhof von Bad Schandau bestaunen. Ich finde, der Bahnhof ist wieder zu einem sehr schönen Fleck geworden. Nach ungefähr der halben Strecke zwischen dem unteren Zugang und dem Elbleitenweg trifft man rechts eine etwas höher gelegene Aussichtsfläche. Leider wird die Aussicht nicht mehr freigeschnitten und so hat sich die Natur hier wieder durchgesetzt und der Blick ist nur noch in der blattlosen Zeit möglich. Oberer_Teil_von_Blohmers_Eckweg_kleinDer Aufstieg geht weiter durch einen Hohlweg und an einem dieser sehr dünnen Geländer entlang. Ziemlich überraschend sind mindestens drei Strommasten mit Laternen dran, die hier in weit vergangenen Zeiten den Weg beleuchtet haben. Nach einem relativ leichten Aufstieg über den Blohmers Eck-Weg aus dem Elbtal heraus trifft man auf den Elbleitenweg, den man für diese Wanderung nach links weiter verfolgt.
Ungefähr nach 300 Metern erreicht man den Waldrand und die Wanderung führt am Feld entlang bis zur Ortschaft Kleinhennersdorf. Die ersten Häuser von Kleinhennersdorf sind ein paar Kleingartenhütten und anscheinend gleich am Waldrand mehrere Wanderhütten. Die Wanderung geht bis zum Buswendeplatz von Kleinhennersdorf und hier biegt man nach links auf die Dorfstraße ab. Eiche_in_Kleinhennersdorf_kleinDie Straße führt den Namen Hauptstraße, aber dabei denkt man mehr an eine vielbefahrene Straße und das stimmt hier ganz sicher nicht. Auf der Straße wandert man ca. 200 Meter bis zu einer Eiche, die links auf einer Miniverkehrsinsel steht. Auch wenn diese Eiche jetzt schon die ersten 100 Jahre auf dem Buckel hat, so macht sie noch einen sehr jungen Eindruck. Aber eigentlich kein Wunder, wenn man überlegt, dass eine Eiche im Wald mehrere hundert Jahre alt werden kann. ehemalige_Schule_Kleinhennersdorf_kleinAn der Eiche steht auch noch die ehemalige Schule von Kleinhennersdorf und genau hier geht es dann auch schon wieder nach links aus der Ortschaft heraus. Die Wanderung führt auf dem rot markierten Wanderweg roter Strich über das Feld in Richtung Elbe. Ganz komisch finde ich, dass gleich neben diesem gut ausgebauten Feldweg, der sogar asphaltiert ist, ein paralleler Weg im Abstand von 50 Metern durch das Feld zieht. Erst nach 350 Metern trennen sich die beiden Wege und der markierte Weg biegt nach links runter in den Täppichtsteig. Blick_vom_Taeppichtsteig_auf_Bad_Schandau_kleinKurz vorm Ende des Abstieg hat man eine sehr schöne Aussicht auf das neu hergerichtete Bad Schandau mit der Elbpromenade. Der Abstieg bis ins Elbetal ist ziemlich angenehm und man erreicht die Fahrstraße zwischen dem Bahnhof Bad Schandau und Krippen. Die Straße wird nur überquert und gegenüber wird die Bahnlinie in einem kleinen Tunnel unterquert. Hier erreicht man den kleinen Fähranleger und es geht nach links auf dem asphaltierten Radweg weiter. Die Wanderung verläuft unter der riesigen Brücke entlang und nach einem kleinen Stück an der Straße erreicht man bald den Ausgangspunkt. Dies war eigentlich eine ganz nette Runde, wäre nicht der saudämliche Start. Dadurch, dass man irgendwie die Gleise überqueren muss, ich aber überhaupt keinen sicheren Weg entdeckt habe, kann ich diese Wanderung nicht weiterempfehlen.

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Bodenlehrpfad

Diese Wanderung ist eigentlich daraus entstanden, dass ich schon mehrmals Tafel vom Lehrpfad Papstdorf entdeckt habe und mal alle abwandern wollte. Zur großen Überraschung verlaufen zwei unterschiedliche Naturkundepfade fast parallel im Bereich des Gohrisch. Der Bodenlehrpfad ist ein Lehrpfad, der das Thema der Bodenkunde in der Sächsischen Schweiz behandelt und der Lehrpfad Papstdorf geht eher über allgemeine Thema der Natur in der Sächsischen Schweiz. Hier kommt die Beschreibung des Bodenlehrpfades Sächsische Schweiz:Die Runde beginnt an dem Parkplatz zwischen Gohrisch und Papststein. Gleich am Parkplatz steht die große Erklärungstafel, die erstmal das Grundsätzliche diese Lehrpfades und den Standort der einzelnen Stationen erklärt.
Inhalt der ersten Tafel:

Wanderkarte_Bodenlehrpfad

Bodenlehrpfad Sächsische Schweiz
Die Länge des Pfades beträgt circa 3,8 Kilometer
An benötigter Zeit sollten etwa 75 Minuten eingeplant werden.
Ein erklärtes Ziel unserer Gesellschaft ist die nachhaltige zukunftsverträgliche Entwicklung. Ohne den Schutz des Bodens lässt sich jedoch keine Nachhaltigkeit erreichen. Andererseits ist der Boden das Umweltmedium mit dem geringsten Wahrnehmungsgrad in der Öffentlichkeit. Kaum jemand hat überhaupt schon einmal einen Boden bewusst betrachtet. Eine vorrangiges Ziel des Bodenschutzes ist es deshalb, in der Bevölkerung ein »Bodenbewusstsein«  zu entwickeln. Der Boden muss als gleichberechtigtes Umweltmedium wahrgenommen werden. Dazu müssen sich die Wertvorstellungen über den Boden ändern, wobei die Erkenntnis der für das Überleben wichtigen Bodenfunktionen eine entscheidende Rolle spielt.
Der Bodenlehrpfad soll deshalb interessierten Menschen die Möglichkeit geben, einen Einblick in den Boden und seinen unmittelbaren Beziehungen zu Pflanzenwelt und ökologischen Verhältnissen zu nehmen. Er stellt die Verschiedenartigkeit der Böden auf engem Raum, die daraus ableitbare Landschaftsgeschichte, die standortsökologischen Eigenschaften und die dadurch bedingten Nutzungspotenziale dar.
Das Lebensministerium
Freistaat Sachsen
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Sächsisches Landesforstpräsidium
Sachsisches Forstamt Cunnersdorf

Gleich neben dieser ersten Tafel befindet sich dann auch die Tafel an der Station 1. Von dieser Station geht es entgegen dem Uhrzeigersinn um den Gohrisch herum. Der Weg ist relativ einfach zu finden. Zum Teil sind die Abzweigungen mit dem Maskottchen des Lehrpfades gekennzeichnet.

Wandermaulwurf

Von der Zentralen und ersten Tafel geht es nach rechts um den Gohrisch. Der Weg geht sehr angenehm am Felsfuß entlang bis zur Station 2 und dann weiter zur Station 3. Nach diesem ebenerdigen Teilstück geht es jetzt ein paar Meter bergab und durch den Stillen Grund weiter bis nach links die Wanderwegmarkierung gelbe Punkt gelber Punkt abbiegt. An dieser Stelle trennt sich der Lehrpfad Papstdorf von dem Bodenlehrpfad. Es geht also nach links den Hang hoch. Gleich zum Anfang ist die Station 4 und am höchsten Punkt des Hanges befindet sich die Tafel an der Station 5. Von dieser Stelle geht es wieder ein Stück ebenerdig weiter. An der nächsten Kreuzung geht es nach links weiter auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Die meisten Stellen, an denen man irgendwie die Richtung ändern muss sind durch den wandernden Maulwurf gekennzeichnet. Auf dem nächsten Teilstück der Wanderung kommen auch die letzten von ausgegrabenen Stationen. Bei der Station 6 ist das beschriebene sehr eindrucksvoll zu sehen. Ich bin bis jetzt zweimal an diesem Loch vorbeigekommen und beide Male hat es bis zum Rand voll Wasser gestanden. Es scheint zu stimmen, was auf den Tafel steht. Auch die Tafel der Station 7 und Station 8 stehen auf dem Weg zum Gohrisch. Es geht an der rechten Seite vom Gohrisch vorbei und dann in einem Bogen um ihn herum. Die letzte Station liegt schon oberhalb vom Parkplatz. Zu dieser Station 9 gibt es keine besondere Ausgrabung bzw. Darstellung mehr, da dieser Boden in den letzten hundert Jahren entstanden ist und vermutlich von Meter zu Meter unterschiedlich aussieht.
Damit ist diese mini Runde beendet und auch wenn man über die seltsamen Namen (“Kolluvisol über Parabraunerde-Pseudogley” oder “grusführendem Kolluvialsand”) nur staunen kann, so ist es doch sehr interessant, dass auf so einer kurzen Wanderung so viele unterschiedliche Bodenverhältnisse vorkommen können.

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