Forststeig Etappe 1

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 4,50 h
Entfernung:
ca. 17,00 km
Höhenunterschied:
ca. 633 Meter
beste Reisezeit:
 
Schwierigkeitsgrad:
lang
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
,
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Elbe - Bahnhof Schöna - Bahnhofstraße - Teichsteinbrüche - Schiebmühle - Gelobtbach - Hertelsgrund - Kreusels Eiche - Schächers Kreuz - Zschirnsteinweg - roter Punkt - Großer Zschirnstein - Triangulationssäule Zschirnstein - südliche Aussicht Großer Zschirnstein - Basalt Steinbruch - nördlicher Abstieg Großer Zschirnstein - Zschirnsteinbiwak - Grenzpfad - Trekkinghütte Grenzbaude

Beschreibung:

Auch wenn ich den Forststeig schon einmal beschrieben habe, gibt es ihn hier nochmal und zwar in der Form, wie sich Sachsenforst die Strecke eigentlich ausgedacht hat. Bei meiner ersten Beschreibung  bin ich die Strecke anders herum (also von Bad Schandau nach Schöna) gegangen und das Ganze war mit nur drei Etappen viel zu anstrengend. Also kommt hier jetzt die Beschreibung mit der vom Sachsenforst vorgesehenen Form. Ich habe die Strecke in 6 Teilstücke zerlegt; wem das zu viele Tage sind, der kann ohne weiteres die Etappen 2 und 3 zusammenlegen und damit einmal eine etwas längere Tagesstrecke mit 28 Kilometern zurücklegen.

Der Start für die erste Etappe ist auf jeden Fall der Bahnhof Schöna. Wer mit dem Auto anreist, für den empfiehlt es sich, den Wagen in Bad Schandau am Bahnhof zu parken und die drei Stationen mit der Bahn zu fahren. Wer gleich am Start parken möchte, kann das in Hrensko auf der anderen Elbeseite machen. Aber dann muss man vom Ende der Tour wieder zum Auto gelangen. Teichsteinbrueche_kleinVom Bahnhof Schöna führt nach rechts die Bahnhofstraße in Richtung Schöna hoch. Nach ½ Kilometer steht auf der linken Straßenseite der erste Wegweiser und eine Erklärungstafel zum Forststeig. Hier wird die Straße auch verlassen und die angenehmen Wege beginnen. Auf ziemlich gleichbleibender Höhe schlängelt sich der Forststeig auf der unteren Terrasse der Teichsteinbrüche entlang. Bachlauf_Teichsteinbrueche_kleinErst kurz vor dem Gelobtbach steigt der Weg an und man gelangt auf den Pfad, der direkt an der Grenze weiter aufsteigt. Nach sehr genau einem Kilometer, inzwischen ist aus dem Pfad ein Forstweg geworden, wird der breite Weg noch vor einer Schonung nach Vorbereitung_Seinbruch_kleinlinks wieder in Richtung Grenze verlassen. Eigentlich ist der Forststeig hier perfekt ausgeschildert, aber der breite Waldwald ist zu verlockend und wenn man dann durch ein Gespräch abgelenkt ist, sind schon die ersten paar hundert Meter Umweg vorhanden.

Nach insgesamt 2 Kilometern an oder knapp neben der Grenze biegt der Forststeig nach rechts in Richtung Großer Zschirnstein ab. Der Waldweg schlägt einen kleinen Haken und erreicht dann Kreusels Eiche bzw. Schächers Kreuz und dann geht es weiter in Richtung Großer Zschirnstein. Insgesamt ½ Kilometer wandert man auf diesem angenehmen Weg, bis die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt auch auf den Forststeig stößt. Es geht noch ein paar hundert Meter weiter, bis der Forststeig erstmal von den üblichen Wanderwegen genug hat und ein wenig unscheinbar nach links abbiegt. Hier beginnt der eigentliche Aufstieg auf den höchsten Felsen der Sächsischen Schweiz. Auch wenn es mehrere unscheinbare Pfade sind, so ist der Streckenverlauf durch seinen gelben Farbklecks (gelber senkrechter Strich) gut zu finden. Wer mit einem GPS-Gerät unterwegs ist, sollte überhaupt kein Problem haben, den Streckenverlauf zu entdecken. Ich wandere immer mit einem GPS-Gerät und es verhindert nicht, dass ich mich verlaufe, aber die Strecke, die ich dann falsch wandere, ist viel kürzer, als wenn ich mich ohne so einen kleinen Helfer durch den Wald bewegen würde.

Den Aufstieg auf den Großen Zschirnstein empfand ich als überraschend einfach und seltsamerweise war es ein anderer Pfad als bei meiner ersten Forststeig-Tour. Blick_vom_Zschirnstein_kleinNachdem man auf der großen Ebene angekommen ist, geht es nach links weiter bis zur Spitze und dem höchsten Punkt an der Triangulierungssäule. Die Aussicht von hier ist schon sehr nett, weil man weit noch Böhmen reinschauen kann. Gleich in der Mitte der Aussicht steht so ein bogenförmiges Edelstahlding, auf dem alle Gipfel verzeichnet sind, die man von hier sehen kann. Das ist eine sehr gut gemachte Information, die auch handwerklich so gestaltet ist, dass sie kaum zerstört werden kann (hoffe ich jedenfalls).

Nachdem man die Aussicht lange genug genossen und sich womöglich gestärkt hat, wandert man auf dem breiten Zugang wieder zurück. Nach so einigen hundert (genauer gesagt 300) Metern  passiert man einen alten Steinbruch und nach nochmal 200 Metern biegt nach links die Wanderwegmarkierung roter Punkt ab. Der Abstieg von dem Großen Zschirnstein erfolgt über ein paar Serpentinen, bis man am Felsfuss angekommen ist. Weg_unterhalb_Grosser_Zschirnstein_kleinHier biegt nach links ein unscheinbarer Waldweg ab. Für uns ist der Große Zschirnstein immer wieder einen Ausflug wert, besonders wenn die Sächsische Schweiz ansonsten ziemlich überlaufen ist. So sind wir doch schon so einige Male hinauf und herunter und so einige Strecken im Bereich der beiden Zschirnsteine gewandert. Überraschenderweise haben wir aber erst mit dem Forststeig diesen angenehmen Waldweg entdeckt. Der Weg führt auf ganz gleich bleibender Höhe einmal um den Großen Zschirnstein herum. Sehr ungewöhnlich ist, dass es sich nicht nur um einen kleinen Pfad, sondern eher um einen gut ausgebauten Waldweg handelt. Hier haben sich vergangene Generationen eine riesige Mühe gegeben, einen ebenen Weg zu herzustellen.

Nachdem man fast wieder vorne an der Spitze des Großen Zschirnsteins, unterhalb der Aussicht, angekommen ist (häufig kann man Mitmenschen auf der Aussicht über einem hören) wird der gemütliche Weg verlassen und es geht relativ steil nach rechts den Hang hinunter. Obwohl es ein steiler Pfad ist, kann man ihn ganz gut abwärts wandern und man gelangt zur ersten offiziellen Übernachtungsmöglichkeit am Forststeig. Zschirnsteinbiwak_kleinDas Zschirnstein-Biwak ist eine neu gebaute Hütte, die einen guten Schutz zum Übernachten bietet. Leider darf man an dieser Stelle kein offenes Feuer machen, ein Verbot, das man nach den vielen Waldbränden 2018 aber auch unbedingt einhalten sollte.

Von dem Biwakplatz geht es über die Forststraße und gleich gegenüber weiter bis zur Grenze, die durch die vielen weißen Grenzsteine sehr einfach zu erkennen ist. An ihr geht es nach rechts weiter. Boofe_vor_Quelle_Siebenluegner_kleinDer Weg ist durch die Grenzsteine und natürlich auch die Forststeig-Markierungen gut zu finden. Zwischendurch passiert man zwei Bäche und eine deutlich erkennbare Boofe, bis man die Studánka Sedmilhářů (Quelle Siebenlügner) erreicht. Quelle_Siebenluegner_kleinDiese Quelle ist mit wechselnden Tassen ausgestattet und selbst bei trockenem Wetter kann man seine Wasservorräte ohne lange Wartezeiten auffüllen. Nachdem man einen weiteren Kilometer (ich meine es war der Grenzstein 8/7) auf der Grenze weiter gewandert ist, erreicht man einen grüngelben Wegweiser mit einer abgebildeten Hütte. Hier geht es zur ersten Trekkinghütte, der Aussenansicht_Grenzbaude_kleinGrenzhütte bzw. wenn man noch ein Stückchen von der Grenze weg wandert zur Haselmausbaude. Beide sind wirklich nette Hütten und super gut geeignet, sich wieder aufzuwärmen oder auch zu trocknen und geschützt zu übernachten. In der Grenzbaude sollten eigentlich immer genug Schlafplätze vorhanden sein, um sich gut auszuruhen und dann am nächsten Tag zur zweiten Etappe zu starten.

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    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Schöna mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hrensko Elbe

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