Störche

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Karte:
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Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 13,50 km
Höhenunterschied:
ca. 280 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Sebnitz und Umgebung - Karte 90;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Polenz - Heinrich-Heine-Straße - Mittelweg - roter Punkt - Inselweg - Kriegerdenkmal - Altes Gummiwerk - Polenztal-Wanderweg - Waldmühle - Knochenmühle - grüner Strich - Pirnaer Steig - Lamprechtskreuz - Cunnersdorfer Straße - Polenz - Waldbad - Kirchsteig - Heinrich-Heine-Straße

Störche

In unserer Tageszeitung (Sächsische Zeitung) stand ein netter Artikel über die Störche in der Sächsischen Schweiz. Dabei wurde berichtet, dass es in diesem Jahr (2018) relativ wenige Jungvögel gibt, aber in Polenz gleich drei davon im Nest sitzen. Da wir selber nur ganz selten Störche sehen, haben wir gleich mal eine kleine Wanderung dorthin unternommen. Polenz_in_der_Ortschaft_Polenz_kleinAls Startpunkt haben wir den Straßenrand an den Mehrfamilienhäusern im Bereich der Heinrich-Heine-Straße gewählt. Über den Mittelweg gelangt man zum Polenzbach. Auf der linken Bachseite verläuft die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt, der es bachabwärts hinterher geht. ausgerichtete_Storchenkinder_kleinZwischendurch gabelt sich der Bachlauf und deswegen heißt die Straße dann auch Inselweg. Es geht weiter auf der roten Wanderwegmarkierung und zwischendurch Flugversuche_Storchenkinder_klein
am linken Hang entlang. Nach ungefähr 3 Kilometern sieht man auf der rechten Straßenseite der Polenztalstraße das Firmengelände des alten Gummiwerks, das heute zu Veritas gehört. Am unteren Rand (westliche Seite) befindet sich das Nest der Storchenfamilie. Als wir dort ankamen, waren die drei jungen Störche noch im Nest, unternahmen aber schon lustige Flugversuche .

Kurz hinter dem Firmengelände biegt nach links die rote Wandermarkierung ab und die Polenz verlässt die Ortschaft. Der Wanderweg durch Stoerchepaar_kleindas Polenztal ist eine abwechslungsreiche Strecke, die mal an Wiesen oder auch mal an Felsen entlang führt. Als wir an der ersten Wiese entlang gewandert sind, flitzten auf einmal zwei große Schatten über uns. Es war die Eltern von den drei Störchen, die freundlicherweise auch noch gleich neben uns landeten. Die beiden stolzierten sehr nett über die Wiese und fingen sich vermutlich Grashüpfer. Besonders auffällig war, dass sie die ganze Zeit nah beieinander blieben und fast im Gleichschritt unterwegs waren.

Die Wanderung führt weiterhin über einen angenehm zu wandernden Waldweg an der linken Bachseite abwärts. Zwischendurch passiert man die Waldmühle und daraufhin die Knochenmühle. Bruecke_zur_Knochenmuehle_kleinDie Knochenmühle ist heutzutage eine Gaststätte, die sich auf Wildgerichte spezialisiert hat. Am Wanderweg stand bei unserer Wanderung ein Wegweiser auf die Gaststätte und ganz besonders der Hinweis auf die Wildknacker. Blöderweise habe ich mal wieder die Sprache der Frauen nicht richtig verstanden, als meine Frau die Wildknacker besonders erwähnte. Tja, erst ein ganzes Stück später auf der Wanderung kam der Hinweis, dass so ein Wildknacker doch wirklich was Leckeres gewesen wäre. Das nennt man Pech gehabt.

Die Wanderung folgt noch ein paar Meter der Polenz, bis ganz kurz vor der Landstraße, die das Tal an der Bockmühle durchquert, nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich abbiegt. Blick_auf_Cunnersdorf_kleinDer Waldweg steigt aus dem Polenztal heraus, um dann weiter über die Felder in Richtung Cunnersdorf zu gehen. Der Blick über die Felder und Wiesen in die seichte Hügellandschaft ist zu jeder Jahreszeit nett. Lampertkreuz_bei_Cunnersdorf_klein
Bevor der Feldweg nach Cunnersdorf absteigt, biegt die grüne Wanderwegmarkierung nach links ab und steigt auch noch ein kleines Stück an. Bald ist der Wald erreicht und in ihm ist gleich am Wegesrand ein auffälliges Kreuz zu entdecken. Es handelt sich um das Lamprechtskreuz, das an den Heimatforscher Professor Guido Lamprecht erinnert. Neben dem hölzernen Kreuz steht eine Informationstafel, die noch einige Hintergründe erklärt.

Noch bevor man aus dem Wald heraustritt, fallen einige alte Steinbrüche auf, Wegweiser_von_1820_Polenz_kleindie hier in den Waldboden gegraben wurden. Dann erreicht man die Cunnersdorfer Straße, die nur von ein paar wenigen Fahrradfahrern und Bauern genutzt wird. So kann man angenehm nach links in Richtung Polenz weiter wandern. Cunnersdorfer_Strasse_klein
Sehr schön an dieser Straße sind die vielen unterschiedlichen Obstbäume. Zumindest als Wanderer hat man maximal klebrige Schuhsohlen, aber wenn man Glück hat bzw. zur rechten Zeit hier entlang kommt auch noch frisches Obst. Am Ortsrand von Polenz befindet sich das Waldbad, das man bei schönem Wetter schon von weitem hören kann. Das letzte Stück der Wanderung führt weiterhin auf der grünen Wanderwegmarkierung am südlichen Rand der Ortschaft entlang, bis der Ausgangspunkt der Runde erreicht wird.

Auch wenn der eigentliche Titel der Wanderung nur auf wenige Wochen im Jahr beschränkt ist, so ist die Wanderung eine nette Runde, die wirklich zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden kann. Dass die Störche eine Attraktion auf der Wanderung sind, ist ein besonderes Bonbon. Angeblich soll das Nest aber jedes Jahr von einer Storchenfamilie bewohnt sein.

 

Rund um Ulbersdorf

Sobald man über das Wandern in der Sächsischen Schweiz nachdenkt, landet man sofort in den beiden Nationalparkbereichen. Dass es aber auch außerhalb dieser Bereiche sehr schöne und meistens auch viel ruhigere Zonen gibt, ist den meisten Besuchern überhaupt nicht bewusst.  Einer dieser Bereiche ist das Sebnitz- und das Schwarzbachtal. Dorthin führt diese Wanderung.

Als wir die Wanderung Schwarzbachtal – Ulbersdorf unternommen haben, ist uns in Ulbersdorf am Almenhof eine Landkarte aufgefallen, auf der ein Rundweg um Ulbersdorf eingezeichnet war. Da der Weg auch noch eine eigene Wanderwegmarkierung (blauer Punkt blauer Punkt) hat, mussten wir die Runde doch gleich mal unternehmen. Grundsätzlich kann man die Wanderung an allen möglichen Stellen beginnen, aber wir fanden den Grünstreifen zwischen dem Almenhof und dem Sportplatz ganz passend. Auf den ersten paar Metern überquert man die Rastplatz_Geleitstrasse_kleinLandstraße zwischen Lohsdorf und Sebnitz und wandert dann leicht ansteigend auf dem Radweg (Alte Geleitstraße) in Richtung Krumhermsdorf. Nach ziemlich genau einem Kilometer biegt der blau markierte Wanderweg an einem netten Rastplatz nach links ab. Von der Kreuzung hat man einen sehr schönen Blick über Ulbersdorf auf die Hintere Sächsische Schweiz und die andere Elbseite.

Die Wanderung hier oben ist sehr abwechslungsreich, da es mal über Felder, dann wieder durch ein kleines Waldstück geht und man gleich mehrmals sehr schöne Ausblicke in die wechselnde Landschaft hat. Der eindeutig zu findende Weg endet im Tal des Schwarzbachs an der Landstraße bei Lohsdorf. Die Landstraße muss nur überquert werden und auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich der Schmalspurbahnhof_Lohsdorf_kleinBahnhof der Schmalspurbahn. Zwischen dem Bahnhofsgelände und dem Landgasthaus Schwarzbachtal (www.schwarzbachtal.de) startet der weiterhin blau markierte Wanderweg in das Schwarzbachtal hinein. Die ersten paar Meter verlaufen noch parallel zur Landstraße und dann geht es nach rechts in das wunderbar ruhige Tal hinein. Hier kann man immer wieder Teile der alten Schmalspurtrasse sehen bzw. an manchen Stellen wandert man sogar auf ihr. ehemalige_Bahntrasse_Schwarzbachtal_kleinInsgesamt sind es 3 ½ erholsame Kilometer, bis man unter der Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz drunter her wandert. Gleich hinter der Bahnunterführung biegt der Rundweg nach links ab und läuft dann am Fuße des Bahndamms entlang. Die ersten paar hundert Meter erfolgen über eine Wiese und dann zwischen der Sebnitz und dem Bahndamm. Hier schlägt der Bach immer mal wieder einen Schlenker ein und macht einen kurzen Ausflug in die gegenüberliegende Wiese. Nach ½ Kilometer kreuz man die grüne Wanderwegmarkierung, an der früher der Haltepunkt Mittelndorf gelegen hat. Wehr_Sputmuehle_kleinDieser ist leider wegrationalisiert worden. Ab hier wird die Sebnitz immer mal Bahn-_und_Fussgaengerbruecke_kleinwieder auf den neuen, stabilen Brücken überquert und der Wanderweg macht so einige Schlenker den Hang hinauf und wieder herunter. Der Weg durch das Sebnitztal ist sehr abwechslungsreich und es macht immer wieder Spaß, einen Blick aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Bach zu werfen. Dabei passiert man auch unterschiedliche Brücken der Bahnstrecke und kann die Mundlöcher von zwei Tunneln entdecken. Bahnhof_Ulbersdorf_kleinDer Weg endet gleich neben dem Bahnhof von Ulbersdorf. Hier muss man ½ Kilometer auf der Fahrstraße aufwärts in Richtung Ulbersdorf wandern. Das ist auf dieser Straße nicht besonders unangenehm, da hier nur relativ wenige Autos entlang fahren.

Ganz kurz vor dem Ortseingangsschild biegt der blau markierte Rastplatz_vor_Ulbersdorf_kleinWanderweg  nach rechts ab. Er passiert ein paar Gartenhütten und es geht mit einem kleinen links-rechts Schlenker bis hinunter zur Fahrstraße zwischen Ulbersdorf und Sebnitz. Diese Landstraße ist nicht gerade ein Wanderparadies und zum Glück muss man auf ihr nur 30 Meter nach rechts wandern. Hier empfiehlt sich der Weg hinter der gegenüberliegenden Leitplanke. Sebnitzbach_hinter_Landstrasse_kleinDas sieht nicht elegant aus, aber dafür ist man dort sicher aufgehoben. Noch vor dem Sebnitzbach verlässt der markierte Rundweg die Straße und es geht nach links am Wasser entlang. Der markierte Wanderweg verlässt den Bach bald und man steigt auf einem unauffälligen Waldweg bergan. Der gut markierte Wanderweg führt in einem Bogen um eine große Wiese im Norden von Ulbersdorf. Von dort hat man noch einmal einen netten Ausblick über Ulbersdorf hinweg und trotzdem trifft man hier wirklich nur ganz selten andere Mitmenschen an. herbstlicher_Schwimmteich_kleinAuf dem Bogen kann man gleich zwei unterschiedliche Teiche entdecken. Als erstes passiert man einen größeren Teich, der ein kleines bisschen oberhalb des Wegs auf der rechten Wegseite liegt. Der Teich ist sehr gut gepflegt und wird anscheinend sogar als Schwimmteich benutzt. Eiche_am_Froeschelteich_kleinZumindest ist eine Leiter in den Teich zu sehen. Froeschelteich_kleinDen zweiten Teich erreicht man zwei Kilometer später. Es ist der kleinere Fröschelteich, neben einer prächtigen Eiche. Der Rundweg erreicht wieder den Fahrradweg zwischen Ulbersdorf und Krumhermsdorf, auf dem es hinunter bis zum Ausgangspunkt zurück geht.

Dieser Rundweg ist wirklich nichts Spektakuläres, aber eine wunderbar erholsame Wanderung, die man zu jeder Jahreszeit und vollkommen unabhängig von den Besuchermassen in der Sächsischen Schweiz unternehmen kann. Besonders schön an der Runde sind die Abschnitte durch das Schwarzbach- und das Sebnitztal.

Schwarzbachtal – Ulbersdorf

Die Wanderung Schwarzbachtal-Ulbersdorf ist dadurch entstanden, dass am Lohsdorfer Schmalspurbahnhof eine Tafel mit drei Wanderungen steht und dort diese Runde beschrieben ist. So etwas muss natürlich gleich mal ausprobiert und nachgewandert werden. Der Startpunkt ist also an dem nett hergerichteten Platz. Die ersten paar Meter erfolgen, indem man die gut befahrene Durchgangsstraße am östlichen Rand von Lohsdorf überquert. 100 Meter nach links befinden sich noch ein paar Häuser und dort startet auch die Wanderwegmarkierung blauer Punkt blauer Punkt. Der Weg steigt aus dem Tal des Schwarzbaches mit einer einigermaßen angenehmen Steigung und zwei Wegkehren an. Dann tritt man aus dem kleinen Waldstreifen heraus und blickt über eine große Ebene in Richtung Ehrenberg. Je länger man auf dem Feldweg unterwegs ist, desto besser und weiter wird die Aussicht. Aussichtspunkt_oberhalb_Ulbersdorf_kleinAn der Kreuzung mit dem Fahrradweg zwischen Krumhermsdorf und Ulbersdorf befindet sich ein erwähnenswerter Rastplatz, der einerseits schön ruhig ist und andererseits eine nette Aussicht über Ulbersdorf und die Landschaft bietet. Auf dem Radweg geht es runter nach Ulbersdorf. Die Landstraße am nördlichen Rand von Ulbersdorf wird überquert. Rechts vom Sportplatz befindet sich die Gaststätte Almenhof, in den man nett einkehren könnte.

Gleich hinter dem Sportplatz biegt die Wanderung nach links ab und nach wenigen Rittergut_Ulbersdorf_kleinMetern passiert man das Ulbersdorfer Schloss. Bei der Bezeichnung Schloss sollte man in diesem Fall nicht ein so prachtvolles Gebäude wie ein Schloss Augustusburg erwarten, aber es handelt sich um ein gut  gepflegtes Gebäude aus dem 15./16. Jahrhundert und war im Ursprung das ehemalige Herrenhaus des Rittergutes Oberulbersdorf. Heutzutage ist mit dem Kindergarten wieder viel Leben in das große Haus eingezogen. Kirche_Ulbersdorf_kleinDie Wanderung stößt auf die Dorfstraße, auf der nach rechts ein kurzes Stück (¼ Kilometer) bis knapp hinter die Kirche und den Friedhof abwärts gewandert wird. Würde man die Dorfstraße noch ein kleines Stück weiter abwärts wandern, dann käme man am Erbgericht vorbei zu dem wirklich nett gemachten Märchenturm.

Die Wanderung führt aber vorher schon auf einer kleineren Straße nach rechts und man erreicht ein extrem verstecktes Tal, das durch einen kleinen Bachlauf und einen Teich auffällt. Diese Senke wird auch manchmal als Kessel bezeichnet. Der Weg führt die meiste Strecke leicht ansteigend aufwärts und man erreicht die Straße mit dem Namen Hutbergweg. Auf dieser geht die Wanderung mit der Markierung blauer Strich blauer Strich nach links weiter. Dabei ist es immer wieder erfreulich, wie die schöne Aussicht über die Landschaft in Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz auftaucht. Dieser Straße folgt man, bis sie in einen Feldweg übergeht. Rastplatz_Auf_dem_Schirm_kleinDort verlässt man sie und es geht nach rechts grün markiert grüner Strich weiter. Schon bald erreicht man den Rastplatz mit der Bezeichnung Schirm. Dabei handelt es sich um einen tollen Platz mit einer Schutzhütte und gleich mehreren unterschiedlichen Bänken, die eine Aussicht auf die Rückseite von Altendorf und Mittelndorf bieten.

Die Wanderung führt auf der Wanderwegmarkierung runter ins Sebnitztal. Zwischendurch gabelt sich der Weg und man sollte sich rechts halten. Irgendwie ist im Sommer 2017 keine Wegmarkierung zu finden gewesen, wenn man sich aber bewusst macht, dass es hinunter ins Tal gehen soll, dann ist die Streckenfindung einfach. Ganz kurz vor  der Bahntrassenunterführung passiert man den Zugang zum ehemaligen Mittelndorfer Bahnhof. Es ist tatsächlich so, dass hier unten kaum Reisende aus- oder in die Bahn eingestiegen sind, aber genau aus dem Grund war dieser Bahnhof auch nur ein Bedarfsbahnhof, wo der Zug ohne Bedarf auch nicht angehalten hat. Jetzt ist er ganz geschlossen und die Natur hat sich den Weg auf den Bahnsteig schon zurückerobert.

Die Wanderung unterquert die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz. Gleich hinter dem Tunnel geht es nach rechts auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt weiter. Der Wanderweg führt zwischen dem Bahndamm und der Sebnitz entlang und es ist faszinierend, wie sich der Bachlauf immer mal wieder leicht verändert. ungewoehnliche_Bieberspuren_kleinDabei muss er sich immerhin durch eine Erdschicht von einem Meter Dicke knabbern. Auf den paar Metern sollte man den Bach immer mal wieder genau ansehen, da sich hier in den letzten Jahren die Biber wieder angesiedelt haben. Das kann man am besten an den markanten Knabberspuren und den seltsam gefällten Bäumen erkennen. Wiese_im_Schwarzbachtal_kleinAm Ende des Weges erreicht man eine große Wiese, an deren rechtem Rand der Schwarzbach unter dem Bahndamm durchläuft. Hier biegt auch die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in das Schwarzbachtal ab. Durch dieses wirklich tolle Tal führt die Wanderung aufwärts. Dabei ist der Wanderweg super angenehm zu gehen. Das liegt daran, dass hier in den Jahren 1897 – 1951 eine Schmalspurbahn fuhr und der Wanderweg in einigen Teilstücken auf dem ehemaligen Bahnkörper verläuft. Zwischendurch verlässt der markierte Wanderweg den geschotterten Weg und verläuft ein paar hundert Meter auf der rechten (aus Wanderrichtung gesehen) Bachseite. oberer_Tunnel_Schmalspurbahn_kleinHier könnte man zwar auch weiter geradeaus auf der Bahntrasse wandern und damit einen der alten Tunnel der Schmalspurbahn passieren, aber irgendwie haben die Wanderwegplaner den Weg nach rechts verlegt. Vielleicht liegt das daran, dass es einen fleißigen Verein gibt, der für den Wiederaufbau der Bahnlinie kämpft. In den letzten Jahren sind schon mal einige Bäume auf der Bahntrasse gefällt worden, das machte den Eindruck, als ob die Wiedereinrichtung der Bahnlinie nur noch eine Frage von kurzer Zeit ist, aber leider stehen doch so einige bürokratische Hindernisse im Weg.

Kurz vor der schon bekannten Verbindungsstraße zwischen Lohsdorf und Ulbersdorf biegt der gelb markierte Wanderweg nach links ab und das Gelände des Schmalspurbahnvereins wird passiert. Es ist immer wieder nett zu sehen, Bahnhofsgelaende_Lohsdorf_kleinwelche Fortschritte es auf dem Gelände des Lohsdorfer Bahnhofs gibt. Mal sind ein paar hundert Meter neue Gleise in Richtung Ehrenberg verlegt, mal steht ein sanierter Waggon da. Auf jeden Fall haben dort einige Mitmenschen ein schönes Hobby gefunden und zeigen, was man mit viel Enthusiasmus bewerkstelligen kann. An der Vorderseite des Geländes befindet sich dann auch wieder der Ausgangspunkt dieser netten Wanderung. Dieser Rundweg ist sehr angenehm zu wandern und die Aussichten über die Landschaft sind sehr schön. Es ist immer wieder nett, ein Stück durch das Sebnitz- und Schwarzbachtal zu wandern. Rundum eine leichte Wanderung, die auch bei Hochbetrieb in der Sächsischen Schweiz immer noch sehr ruhig ist.

Granit – Basalt – Sandstein

Die Idee zu dieser Wanderung stammt von der Infotafel am Lohsdorfer Bahnhof. Dort werden drei Runden vorgeschlagen, wovon jetzt die mit der Bezeichnung “Granit-Basalt-Sandstein” gewandert wird. Der Startpunkt liegt damit an dem kleinen Parkplatz neben dem ehemaligen Bahnhof der Schmalspurbahn bzw. dem Landgasthof Schwarzbachtal. Zwischen dem eingezäunten Bahnhofsgelände und der Gaststätte Schwarzbachtal beginnt der Wanderweg gelber Strich gelber Strich. Schottertransportwagen_Schmalspurbahn_kleinAuf den ersten paar Metern kann man immer mal wieder dem emsigen Treiben des Vereins Schwarzbachbahn (www.schwarzbachbahn.de) zusehen und den Fortschritt bestaunen. Ich freue mich jedes Mal über den Einsatz der Vereinsmitglieder, alleine wenn man den Bahnhofsgelaende_Lohsdorf_kleinAufwand für die Streckenverlängerung sieht. Das kleine Bächlein hinter dem Lokschuppen ist schon der Schwarzbach und diesem geht es jetzt für einige Kilometer hinterher. Nach der ersten kleinen Fußgängerbrücke erreicht man einen Waldweg, dem man nach rechts folgt. Hier beginnt eins meiner Lieblingstäler. Bahntrasse_Richtung_Schwarzbachtal_kleinDas Schwarzbachtal ist sehr einfach zu begehen und zu jeder Jahreszeit interessant. Im Winter kann man häufig auf Eisskulpturen im Bachlauf stoßen, im Sommer ist das Tal angenehm kühl und im Herbst ist es durch den Mischwald schön bunt. Was das Wandern durch das Tal so einfach macht, ist die alte Bahntrasse der Schmalspurbahn, auf der der markierte Wanderweg arostige_Bruecke_Schwarzbachtal_kleinn einigen Stellen entlangläuft. Vielleicht schafft es der Verein Schwarzbachbahn, die Bahnlinie auch in dem Tal wiederherzustellen, dann muss natürlich der Wanderweg woanders angelegt werden, aber im Moment stehen der Wiederherstellung so einige bürokratische Hürden im Weg. Die Bahntrasse überquert gleich an einigen Stellen den Bachlauf und so sind an mindestens zwei Stellen noch die alten Stahlträger von Brücken zu entdecken. Von einer Brücke sind nur noch die Widerlager vorhanden. Links und rechts des Weges kann man, obwohl man vom Elbsandsteingebirge spricht, einen ganzen Bereich mit Granit sehen. Dabei handelt sich um die sogenannte Lausitzer Überschiebung, eine große Granitplatte, die sich über den Sandstein geschoben hat. Die Kante dieser Granitplatte verläuft vom Altendorfer Adamsberg durch den Kohlichtgraben nach Hohnstein. Damit ist das gesamte Schwarzbachtal ein Granittal, was man auch gut an der V-Form des Tals erkennen kann.

Nachdem man 1 ½ Kilometer durch das Schwarzbachtal gewandert ist, erreicht man einen Tunnel. oberer_Tunnel_Schwarzbachtal_kleinHier kann man sich zwischen zwei Wegvarianten entscheiden, die beide nach etwas weniger als einem Kilometer wieder aufeinandertreffen. Geht man den Weg geradeaus durch den Tunnel, dann ist der Weg bequemer, da man auf der ehemaligen Bahntrasse wandert. Vor dem Tunnel biegt aber der offizielle Wanderweg nach links ab und man folgt einem netten kleinen Waldweg mit gleich zwei Fußgängerbrücken über den Schwarzbach. Nach dem besagten Kilometer führt die Wanderung noch ein paar hundert Meter (genauer gesagt 350 Meter) weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung, um dann zum Goßdorfer Raubschloss aufzusteigen. Ruine_vom_Gossdorfer_Raubschloss_kleinDer Aufstieg ist ausgeschildert und mit einer schmalen Brücke aus einem einzelnen Felsblock wird der Schwarzbach mal wieder überquert. Der Aufstieg ist durch die Steigung und die 50 Höhenmeter schon etwas anspruchsvoller. Dafür wird man mit dem Goßdorfer Raubschloss Kuppel_vom_Gossdorfer_Raubschloss_kleinüberrascht. Die beiden sichtbaren Ruinenteile sind in Wirklichkeit nicht so alt wie man denkt und erst 1858 (da wären Amerikaner schon stolz drauf) gebaut worden. Im Ursprung hat hier eine Burg gestanden, die schon im Jahre 1372 das erste Mal urkundlich genannt wurde. Heutzutage ist es ein netter Rastplatz und für Kinder eine schöne Stelle, die Fantasie toben zu lassen. Ich staune immer wieder, was die Leute nicht alles so an einem Rastplatz liegen lassen. Als ich zu dieser Wanderung dort hochgeschnauft war, lagen da ein paar Wandersocken, eine Tupperdose mit Trauben als Inhalt und der übliche Müll in Form einer Geflügelwurstverpackung. Dass mal eine Verpackung vom Tisch fällt und aus Versehen liegen bleibt, das kann ich mir noch so ungefähr vorstellen, aber die Socken und eine Plastikdose auf dem Tisch zu vergessen irritiert mich schon gewaltig. Wenn man einen Rastplatz verlässt, schaut man doch einmal zurück, ob denn auch alle Utensilien wieder im Rucksack verschwunden sind. Ich kann es einfach nicht verstehen.

Die Wanderung geht weiter in Richtung Goßdorf und damit erstmal an dem Gebäude mit der Kuppel vorbei. Hier beginnt das anspruchsvollste Teilstück der Wanderung. Gratweg_am_Gossdorfer_Raubschloss_kleinEin Pfad führt über einen Gratweg aus Granit und das kann bei feuchtem Wetter schon ziemlich unangenehm werden. Hier stellt sich schnell heraus, ob man mit ordentlichen Wanderschuhen oder mit einem abgelatschten Profil unterwegs ist. Nachdem dieses kurze Stück überwunden ist, geht es noch so einige Höhenmeter aufwärts, bis man kurz vor Goßdorf aus dem Wald heraustritt. Nachdem man ein paar Meter über die Wiesen und Felder gewandert ist, fällt kurz vor der Ortschaft auf der linken Wegseite der Hankehübel mit seinem Rastplatz auf. Da man von dort einen echten Rundumblick hat und der Aufstieg fast ohne Anstrengung erfolgt, sollte man diesen kleinen Abstecher unbedingt unternehmen.

Die Wanderung führt von dem Zugang des Hankehübels auf direktem Weg (Name der Straße: Butterlecke) in die Ortschaft hinein und man erreicht bald die Hauptstraße (Name: Bergstraße). Durch den Ort fährt kaum Verkehr, da die Verbindung nach Kohlmühle im unteren Teil nur für ganz verwegene Autofahrer ist und so wandert man ganz angenehm nach rechts aufwärts. Nach ¼ Kilometer auf der Hauptstraße biegt nach links eine kleinere Dorfstraße ab, auf der die Zufahrt zum Goßdorfer Freibad bzw. dem Imbiss und zur Landwirtschaftlichen Ausstellung ausgeschildert ist. Spielplatz_Freibad_Gossdorf_kleinAuch wenn die Straße so aussieht, als ob es sich nur um eine Zufahrt zu einem Bauernhof handelt, kann man einfach zwischen den Gebäuden durchgehen und gelangt zum Freibad. Sehr schön an dem Naturbad ist, dass es mit viel Einsatz von einem Verein betrieben wird. Genauso nett ist es, wenn man dann weiter den Landwirtschaftliche_Geraeteausstellung_Gossdorf_kleinHang hinauf wandert. Dort stehen neun Hütten, in denen alte landwirtschaftliche Geräte sehr nett ausgestellt werden. So einige der Geräte hat man bestimmt schon mal gesehen, aber in dieser Vielzahl ist es schon ungewöhnlich und dazu sind sie dann auch noch in einem hervorragenden Zustand.

Am oberen Ende der Straße biegt die Wanderung nach rechts ab. Der Berg, auf den man zuwandert, ist der Gickelsberg. Bei dieser Wanderung wird er aber nicht bestiegen, da es an der nächsten Fahrstraße nach links runtergeht. Obwohl ich die Straße schon so einige Male gewandert und noch häufiger gefahren bin, war mir bisher noch nie aufgefallen, dass links von der Straße in ein paar Metern Entfernung ein Waldweg absteigt. Erst mit dieser Wanderung bin ich darauf gestoßen. Man kommt damit nach 200 Metern wieder auf die Straße, ohne deren spitze Kurve auslaufen zu müssen. Danach muss man nur 100 Meter weiter auf der Straße gehen, um dann nach links in den oberen Teil des Kohlichtgrabens abzubiegen. Obwohl dieser Weg sehr angenehm zu wandern ist, trifft man hier nur selten andere Wanderer. Im Zusammenhang mit dem Wanderungsnamen passiert man nach ca. 700 Metern die Grenze zwischen Sandstein und Granit. Damit man die Stelle auch ganz sicher nicht verpasst, steht netterweise eine Erklärungstafel auf der linken Wegseite. Gleich neben dem Weg fließt die ganze Zeit schon der Kohlichtbach. Nach ziemlich genau einem Kilometer durch den oberen Kohlichtgraben verlässt die geplante Wanderung den Kohlichtgraben (was eigentlich ziemlich schade ist, da der jetzt beginnende untere Teil noch viel schöner ist) und man geht geradeaus auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich in Richtung Waitzdorf weiter. Da Waitzdorf hoch liegt, muss man so ungefähr 110 Höhenmeter auf einer Strecke von 2 Kilometern überwinden. Der sogenannte Mühlweg ist aber ganz angenehm zu wandern und so erreicht man die kleine Ortschaft an ihrer östlichen Seite. In Waitzdorf fallen ganz besonders die Koppeln mit den Galloway-Rindern auf. Genau auf die gegenüberliegende Seite muss man jetzt und so empfiehlt es sich, die eingeschlagene Blick_von_der_Waitzdorfer_Hoehe_kleinRichtung weiter zu wandern, bis man am Ende der Wiesen den Waldrand erreicht. Hier steigt ein Feld-/Waldweg auf, der zur Waitzdorfer Höhe hochführt. Auch wenn dieser Berg ziemlich unscheinbar ist, so hat man von ihm einen guten Ausblick und dabei fällt besonders der Blick rüber auf die andere Elbseite mit ihren Tafelbergen auf.

Die Wanderung führt über den Waitzdorfer Berg hinweg und in östliche Richtung zum Wald hin. Dort weist ein Schild auf den Waitzdorfer Rundweg in den Wald und nach ca. 400 Metern im Wald kommt das nächste Schild mit dem Hinweis auf den Erbgerichtsweg und die Grundmühle nach links. Schon nach 300 Metern erreicht man den Waldrand und nach noch ein paar hundert Metern die Verbindungsstraße zwischen dem Tiefen Grund und den Ortschaften Goßdorf/Waitzdorf, der man nach rechts etwas mehr als 100 Meter folgt. Die Straße ist hier mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Dann biegt man nach links auf eine der Zufahrtsstraßen von Lohsdorf ab. Es gibt wirklich schönere Wege, als auf dieser Landstraße entlang zu wandern, aber immerhin hat man einen netten Blick in die Landschaft. Nach ungefähr 2 Kilometern auf dieser Straße erreicht man den Ortsrand und mit der Hauptstraße kommt man dann auch wieder an den Ausgangspunkt der Wanderung.

Die Wanderung ist in den größten Teilen eine sehr schöne Runde und nur das Stück auf der Landstraße entlang hat mir nicht gefallen. Hier hat mir aber ein Fuchs auf der linken Fuchs_als_Wolf
Wiese viel Abwechslung geliefert, da ich erst feste davon ausgegangen war, dass es ein Wolf ist. Auf 400 Meter war es für mich aber nur sehr schwer zu erkennen, wer dort parallel zur Straße lief und dann kann der Kopf schon mal ein kleines bisschen verrückt spielen und drüber nachdenken, was man denn wohl tun würde, wenn der Vierbeiner die Richtung wechselt. Auch wenn ich gerne mal ein Foto von einem freilaufenden Wolf gemacht hätte, so bin ich doch ganz froh, dass es nur ein Fuchs war. Damit sind auch ein zukünftiges Wandern und das geliebte Boofen ein wenig unbekümmerter.

Lohsdorfer Hufeisenpfad

Die Idee zu dieser Wanderung stammt von der großen Informationstafel am Schmalspurbahnhof in Lohsdorf. Dort sind drei Wanderungen beschrieben. Die Hufeisensymbole, mit denen diese Wanderung markiert ist, sind uns schon vorher mehrmals begegnet und deshalb musste die Strecke mal ausprobiert werden. Das Hufeisen soll das Symbol für Handel und Dienstleistung mit Durchreisenden in weit vergangenen Zeiten sein. Es ist auf der gesamten Strecke überall sehr gut zu entdecken und damit ist das Finden der Strecke sehr einfach. schoenes_Vogelhaus_Lohsdorf_klein
Der markierte Wanderweg startet in der Mitte von Lohsdorf und deshalb geht es vom Parkplatz an der Schmalspurbahn erstmal einen halben Kilometer auf der Dorfstraße (Niederdorfstraße) bergauf. Die Straße führt an der ehemaligen Schule mit ihren beiden Glocken auf dem Dach vorbei. Kurz dahinter steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein großes Vogelhaus, das wunderschön gestaltet ist. Hier kann jemand wirklich gut mit Holz umgehen.

Bald darauf biegt nach rechts eine Dorfstraße ab und führt leicht ansteigend in nördliche Richtung. Nach 150 Metern erreicht man die Straße An der Glasstraße, auf der es nach links weitergeht. Auch nachdem die Bebauung aufhört, wandert man leicht ansteigend auf dem Feldweg weiter. Blick_in_Richtung_Hintere_Saechsische_Schweiz_kleinDer Weg führt am Waldrand entlang und man hat einen schönen Blick auf das Oberdorf von Lohsdorf. Je länger man auf dem Weg wandert, desto mehr öffnet sich die Landschaft und man hat einen sehr schönen Blick über die Ebene hinüber zur Hinteren Sächsischen Schweiz. Sandsteinsaeule_Alte_Boehmische_Glasstrasse_klein
Der Weg endet auf der Alten Böhmischen Glasstraße, auf der es nach rechts weiter dem Hufeisensymbol hinterher geht. Diesen asphaltierten Feldweg wandert man ½ Kilometer, um dann im spitzen Winkel nach links abzubiegen. Auf der Spitze steht einer der uralten Wegweiser aus Sandstein. Rastplatz_am_Gickelsberg_mitten_im_Feld_kleinMan folgt dem Weg nach Goßdorf über den Betonplattenweg. Nach etwas mehr als einem Kilometer wird die Straße zwischen Lohsdorf und Waitzdorf überquert und auf der Aussicht_hinterm_Gickelsberg_kleingegenüberliegenden Seite folgt man in der Verlängerung des vorherigen Weges einem Feldweg. Schon bald sieht man auf der linken Wegseite ein paar Bäume und einen Rastplatz, zu dem es aber überhaupt keinen Zugang gibt. Sehr seltsam. Der Abstecher quer über das Feld lohnt sich aber, da man hier einen sehr netten Blick über die Landschaft hat.

Die Wanderung geht wieder zurück auf den Feldweg und dann in einem Bogen um den Gickelsberg herum. Am
Blick_vom_Fuss_des_Gickelberges_kleinFuße des Berges steht ein einzelnes Haus, von dessen Zufahrt man eine hervorragende Aussicht auf die Tafelberge der gegenüberliegenden Elbseite und über Goßdorf hinweg auf die Schrammsteine hat. Der markierte Wanderweg geht ein kleines Stückchen den Gickelsberg hoch, um dann aber nach rechts in einen dichten Fichtenwald abzubiegen. Schon nach wenigen Metern verlässt die Wanderung diesen Wald wieder und es geht über eine Wiese weiter. Nach ein paar hundert Metern auf der Wiese biegt der markierte Weg nach rechts ab und man erreicht einen sehr netten Rastplatz mit Blick_oberhalb_Gossdorf_auf_Schrammsteine_kleineiner schönen Aussicht auf die Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz. Ganz besonders fällt dabei der vordere Teil der Schrammsteinkette auf. Gleich an dem Rastplatz biegt man nach links auf die Alte Goßdorfer Straße ab. Der Name suggeriert eine Straße, aber in der Realität handelt es sich um einen gut zu gehenden Feldweg. Vermutlich ist es eher eine dieser uralten Verbindungen zwischen den Dörfern, als man noch zu Fuß oder mit dem Pferd unterwegs war.

Nach ungefähr 200 Metern biegt der Hufeisenweg nochmal nach links ab, es handelt sich weiterhin um die Alte Goßdorfer Straße, und führt dann fast ohne weitere Höhenunterschiede bis nach Lohsdorf. Der Weg endet auf der schon bekannten Hauptstraße (Niederdorfstraße) von Lohsdorf, auf der man noch ein paar wenige Meter nach rechts bis zum Ausgangspunkt zurück wandern muss.

Diese Wanderung ist eine sehr nette entspannte Runde, die nichts besonders spektakuläres beinhaltet, aber einige sehr schöne Aussichten in die Landschaft bietet. Sie ist gut geeignet, wenn die Sächsische Schweiz mal wieder vollkommen überlaufen ist oder man Lohsdorf oder Goßdorf als seinen Ausgangspunkt gewählt hat.

winterliches Schwarzbachtal

Es hatte mal wieder richtig ordentlich geschneit und ich wollte unbedingt eine Runde wandern gehen. Mir war von vornherein klar, dass eine Strecke durch die Felsen bei 30 cm Schnee nicht empfehlenswert ist. Auf Felsen oder schmalen Pfaden gehen bis maximal 10 cm Schnee noch ganz gut, aber alles darüber führt schnell zu umgeknickten Füßen und deshalb war eher eine Runde auf breiteren Wegen angesagt.

Dazu habe ich mir eine Strecke von Altendorf ins Schwarzbachtal ausgesucht. Der Startpunkt ist der Parkplatz am Feuerwehrhaus. Von hier winterlicher_Adamsberg_kleingeht es gleich mal aus dem Dorf hinaus und hinauf auf den Adamsberg. Auch wenn der Berg wirklich keine hohe Erhebung ist, so hat dort oben ordentlich der Wind gepfiffen und ich war sehr zufrieden, als ich wieder die paar wenigen Höhenmeter abgestiegen war. Vom Adamsberg gibt es zwei Wege herunter. Einmal den direkten Weg quer über die Wiese in Richtung Altendorf und dann den schmalen, steileren Pfad, der, steht man vor der Schutzhütte und blickt nach Altendorf, nach links (nordwestlich) den Berg hinunterführt. Der Pfad mündet auf dem Feldweg, der von Altendorf herankommt und es geht nach links weiter bergab. Bald führt der Weg an einem Schrebergarten entlang und dann rechts hinunter in den Wald. Dieser Weg schlängelt sich ein bisschen durch den Wald und es geht immer weiter runter bis ins Sebnitztal. Der Waldweg endet auf dem Pfad,der an der Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz entlanggeht. Eigentlich könnte man jetzt direkt nach rechts gehen, aber viel netter ist der Bogen nach links. Markiert ist der Weg mit dem gelbem Strich gelber Strich und diesem folgt man bis zur Straße. Hier wird die Sebnitz auf einer kleinen separaten Brücke überquert und dann geht es nach rechts auf der Straße entlang. An der nächsten abknickenden Vorfahrtsstraße wandert man nach rechts und gleich darauf nochmal nach rechts. Der Weg führt zwischen den Mehrfamilienhäusern und der Sebnitz entlang und überquert nach 350 Metern die Bahntrasse. Dahinter erreicht man wieder die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich. winterliche_Nationalparkbahn_im_Sebnitztal_kleinHier gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu wandern. Entweder folgt man der gelben Wanderwegmarkierung nach links am Bahndamm entlang oder man geht unmarkiert geradeaus weiter. Falls der Weg geradeaus nicht gerade durch einen Weidezaun versperrt ist, würde ich diesen Weg empfehlen. Nach einem kleinen Bogen stoßen beide Wege wieder aufeinander und die Sebnitz wird über eine bogenförmige Eisenbrücke überquert. Hier sollte man sich immer ordentlich festhalten, da diese Eisenroste wirklich zu allen Zeiten elend rutschig sind. 

Der markierte Wanderweg verläuft noch ein paar hundert Meter am Fuße des Bahndamms entlang und dann geht es an einem ehemaligen Bahnwärterhaus mal wieder über die Gleise. Gleich hinter diesem Übergang erreicht man zwei Brückenauflager. Die ehemalige Brücke hier gehörte zur Trasse der Schmalspurbahn zwischen Kohlmühle und Hohnstein. An dem rechten Brückenkopf steigt ein Trampelpfad hoch und dann geht es weiter auf der ehemaligen Bahntrasse. Heutzutage fehlen die Schienen und die Bahnschwellen, aber auf dem Schotter kann man ganz gut wandern. winterliches_Viadukt_im_Sebnitztal_kleinNach wenigen Metern wird es etwas aufregender, da es mit einem Viadukt über die Sebnitz geht. Weil die Brücke schon etwas höher ist und nur auf einer Seite ein Geländer besitzt, ist ein leichter Nervenkitzel vorhanden. Aber nur Wandersleute mit richtiger Höhenangst werden hier scheitern, die restlichen sollten einfach mal drüber nachdenken, wie häufig sie schon von einem Bürgersteig gefallen sind und dann kommt man auch rüber. Auf der gegenüberliegenden unterer_Tunnel_Schmalspurbahn_kleinSeite wandert man ein paar Meter auf dem Bahndamm weiter, um dann einen 63 Meter langen Tunnel zu erreichen. Natürlich geht es durch diesen Tunnel und hier wachsen im Winter ordentlich lange Eiszapfen von der Decke. Einen riesigen Vorteil von einem kalten Winter kann man hier im Tunnel auch feststellen: Am Ende des Tunnels sammelt sich sonst immer Wasser und dadurch ist es dort dann auch ziemlich matschig. Wenn aber der Untergrund gefroren ist, hat sich das Thema erledigt. Die Wanderung geht weiter auf der Bahntrasse, auch wenn man sie auf der Rückseite des Tunnels (zumindest bei Schnee) nicht so einfach erkennen kann. Wenn man sich aber ins Bewusstsein ruft, dass Eisenbahnen nicht rechtwinkelig abbiegen, dann ist der Streckenverlauf sehr gut zu erkennen.

Als ich die Wanderung unternommen habe, hatte es am Vortag geschneit und überraschenderweise war noch kein Mensch hier unten durch das Schwarzbachtal gewandert. Vollkommen lustig war, welche riesigen Mengen an Tieren hier kreuz und quer gelaufen waren. Es hat wirklich viel Spaß gemacht zu rätseln, welche Spur zu welchem Tier gehören könnte. Verwunderlich ist die Menge an Spuren. Wenn man sonst durch den Wald wandert, dann freut man sich schon, wenn man mal ein Eichhörnchen oder ein Reh sieht, aber anhand der Spuren kann man erahnen, welche Mengen an Tieren hier innerhalb von ½ Tag herumflitzen.

150 Meter hinter dem Tunnel erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, auf der es aber auch nur ein paar Meter weiter geradeaus geht. winterliches_Schild_Schwarzbachtal_kleinNoch bevor der markierte Wanderweg den Schwarzbach überquert, wird er verlassen und es geht auf dem gut ausgebauten Waldweg weiter. Praktisch ist es immer noch die Bahntrasse der Schmalspurbahn und das stellt man auch sehr schnell durch den künstlichen Felseinschnitt und das dahinterstehende Eisenbahnschild Schwarzbachtal fest. Eiszapfen_im_oberer_Tunnel_kleinDer Weg steigt mit einer typisch für eine Bahnlinie angenehmen Steigung an und einen Kilometer hinter dem letzten Tunnel kommt ein etwas kürzerer (38 Meter). Das Besondere an diesem Tunnel ist, dass er in einem Bogen verläuft und einen eigentlich ziemlich kleinen Felsausläufer durchquert. Gleich hinter dem Tunnel stößt man wieder auf die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich, der man nach rechts folgt. Der Wanderweg führt einmal um den Felsausläufer herum und dann über eine Fußgängerbrücke über den Schwarzbach. Das ist jetzt schon wieder der Rückweg und dieser erfolgt dann zwar durch das gleiche Tal, aber die Perspektive und der Weg sind vollkommen anders.

Am Ende der langen Geraden wird der Schwarzbach wieder über winterlicher_Schwarzbach_kleineine kleine Fußgängerbrücke überquert und dann wandert man etwas mehr als 100 Meter auf dem schon bekannten Forstweg entlang. Dann gabelt sich der Weg und man geht nicht wieder zum ersten Tunnel zurück, sondern nach links über eine breitere Brücke mal wieder über den Schwarzbach hinweg. Der Weg führt weiterhin gelb winterliche_Wiese_am_Raubschloss_kleinmarkiert um das Goßdorfer Raubschloss herum und dann unter der Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz drunter her. Diese Stelle kann bei langanhaltenden Minustemperaturen ganz amüsant werden, da dann hier der Schwarzbach von unten her zufriert und dann der Wanderweg auch mit Eis bedeckt wird.

Hinter dem Bahndamm wird die große Wiese überquert und mit der letzten Brücke, die diesmal die Sebnitz überquert, gelangt man auf das ehemalige Gelände der Buttermilchmühle. Leider ist diese Ausflugsgaststätte und auch das Ferienheim durch einen Blitzschlag abgebrannt und so kann man nur noch (und bei Schnee noch nicht mal das) ein paar Fundamente, einen Felsenkeller und den Mühlgraben entdecken, letzterer ist auch nur noch ein Tümpel. Nach ein paar wenigen Metern auf dieser Seite der Sebnitz kommt von links der Kohlbach heruntergelaufen und seit vielen Jahren (oder sogar Jahrzehnten) plätschert hier ein kleines Wasserrad. Das Ding ist schon einige Male ersetzt und am_Waldrand_vom_Muehlenweg_kleinrepariert worden und irgendwie erfreut es uns immer wieder. Ein paar Meter oberhalb dieser Stelle gabelt sich der Wanderweg und man geht nach links den Mühlenweg (roter Strich roter Strich) aufwärts. Auch wenn es bis nach Altendorf hinauf 130 Höhenmeter sind, so ist nur das erste Stück steil. Sobald man aus dem Wald heraustritt, lenkt der Blick über die Wiesen auf den Adamsberg und den Weinberg in Mittelndorf von der Steigung ab.

Auch wenn das jetzt keine besonders spektakuläre Runde war, ist sie zumindest auch ungefährlich und besonders schön ist, wenn man auf ganz frischem Schnee als erster entlang wandern kann. Mir hat die Runde viel Spaß gemacht, auch wenn sie viel anstrengender war, als wenn man im Sommer unterwegs ist.

Blümelpfad Sebnitz

Passend zum Wandertag in Sebnitz wurde auch ein Themenwanderweg eröffnet. Früher galt Sebnitz als die Kunstblumenstadt in der tausende von Arbeiter/innen in mehr als 100 unterschiedlichen Betrieben arbeiteten. Ganz besonders an diesem Handwerksbereich ist, dass auch noch riesige Mengen an Heimarbeitsplätze gab und einige der Produktionsstätten wirklich repräsentative Gebäude waren. Genau auf diesen Spuren verläuft der Blümelweg und steuert die meisten der Häuser an. Sehr überraschend ist, obwohl die Häuser zum Teil schon sehr alt sind und auch schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb sind, immer noch hervorragend aussehen.

Zu der Runde gibt es ein offizielles Faltblatt, das in der Touristeninformation ausliegt. Der Startpunkt ist das Rathaus mit der Stationsnummer 1. Als besonders guter Orientierungspunkt bietet sich die evangelische Kirche knapp oberhalb des Markts an. An jeder der Stationen hängt eine kleine silberne Tafel, die ein bisschen von der Geschichte des Haus erklärt und das jeweilige Produkt.

Blumenfachschule Sebnitz – Neustadt (Sa.)
Kirchstraße 5
1_bluemelpfad_schild_kirchstrasse_5_klein1_bluemelpfad_haus_kirchstrasse_5_klein1_bluemelpfad_haustuere_kirchstrasse_5_klein
Blumenfabrik Mey und Co.
Lange Straße 7
2_bluemelpfad_schild_lange_strasse_7_klein2_bluemelpfad_haus_lange_strasse_7_klein
Blick auf Blumenfabrik Curt Lönhardt & Co.
Lange Straße 36
3_bluemelpfad_schild_lange_strasse_36_klein3_bluemelpfad_haus_lange_strasse_36_klein
Blumenfabrik Kurt Morgenstern
Promenade 32
4_bluemelpfad_schild_promenade_32_klein4_bluemelpfad_haus_promenade_32_klein
Brautschmuck Franz Janich
Hammerstraße 4
5_bluemelpfad_schild_hammerstrasse_4_klein5_bluemelpfad_haus_hammerstrasse_4_klein
Drahtfabrik Rudolph Preißler
Hammerstraße 11
6_bluemelpfad_schild_hammerstrasse_11_klein6_bluemelpfad_haus_hammerstrasse_11_klein
Blätterfabrik Max Endler
Talstraße 1
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Blumenfabrik Richard Etscher
Talstraße 7
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Blumenfabrik Schiller & Koch
Talstraße 10
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Blumenfabrik Moritz Andreas
Böhmische Straße 32
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Ehem. Gasthaus „Zum Rosenberg“
Böhmische Straße 14
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Blumenfabrik Goldbach und Henke
Weberstraße 30
12_bluemelpfad_schild_weberstrasse_30_klein12_bluemelpfad_haus-1_weberstrasse_30_klein12_bluemelpfad_haus-2_weberstrasse_30_klein
Blumenfabrik Oswin Dressel
Weberstraße 20
13_bluemelpfad_schild_weberstrasse_20_klein13_bluemelpfad_haus_weberstrasse_20_klein
Blumenfabrik Gustav Döring
Weberstraße 8
14_bluemelpfad_schild_weberstrasse_8_klein14_bluemelpfad_haus_weberstrasse_8_klein
Blumenfabrik Paul Klemm
Weberstraße 2-4
15_bluemelpfad_schild_weberstrasse_2-4_klein15_bluemelpfad_haus_weberstrasse_2-4_klein
Blumenfabrik Moritz Vollmann
Hertigswalder Straße 3
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Blumenfabrik Alwin Sturm
Hertigswalder Straße 9
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Blumenfabrik Ernst Weber
Hertigswalder Straße 25/27
18_bluemelpfad_schild_hertigswalder_strasse_25-27_klein18_bluemelpfad_haus_hertigswalder_strasse_25-27_klein
Palmenfabrik Gustav Kluge
Hertigswalder Straße 38
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Wachsblumen Wilhelm Petters
Schillerstraße 21
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Blumenfabrik Hugo Werner
Schillerstraße 13-15
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Kartonagenfabrik Robert Müller
Schillerstraße 3
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Blumenfabrik Alwin Müller
Schandauer Straße 26
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Lampenfabrik Friedrich Hoffmann
Neustädter Weg 10
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Die Runde ist sehr nett und führt an Stellen und Gebäude die uns bisher noch nie aufgefallen waren. Einige der Gebäude sind wirklich riesig und der größte Teil ist, obwohl ihrem hohen Alten, in einem sehr gut gepflegten Zustand.

Gluto Steig

In dem Buch „Geheimnisvolle Wege im Sandstein“ Band 2 von Axel Mothes (www.stiegenbuchverlag.de) ist der Glutosteig beschrieben. Irgendwie ist es schon wirklich seltsam, wenn man in Altendorf wohnt und noch nie dort entlanggekommen ist. In den letzten Jahren ist gleich bei der Ochelbaude ein Klettersteig entstanden (der ganz sicher nichts für mich ist), aber dass dort auch noch ein normaler Aufstieg sein soll, ist bei den steilen Wänden nur schwer vorstellbar. Und schon mal direkt vorweg: diese Wanderung führt gleich mehrmals unmarkiert durch die Kernzone und deshalb sollten sich die Leser, die sich regelkonform benehmen wollen, bitte eine andere Wanderung aussuchen.

Natürlich habe ich den Startpunkt nach Altendorf gelegt, aber das bietet sich auch für alle anderen Wanderer an, da man dort auf zwei Parkplätzen kostenlos parken darf. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, für den bietet sich natürlich auch die Bahnlinie durch das Sebnitztal perfekt an. Von den beiden Parkplätzen geht es zuerst auf den Adamsberg. Man folgt der Blick_Adamsberg_Richtung_Tafelberge_kleinAusschilderung Feuerwehrhaus an der Rathmannsdorfer Straße und dann geht es dort auf den gut sichtbaren Adamsberg. Der Aufstieg ist sehr schnell geschafft und man wird mit einer wirklich tollen Aussicht belohnt. Man kann nicht nur in Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz, sondern auch rüber zu den Tafelbergen und auf der Rückseite der Waldkrone zur Vorderen Sächsischen Schweiz blicken.

Die Wanderung geht auf der östlichen (oder auch rechten) Seite den Berg wieder herunter und dann mit der Ausschilderung Kohlmühle Bahnhof ins Sebnitztal abwärts. Der Weg gabelt sich gleich mehrmals, aber man geht immer dem abfallenden Weg hinterher und so gelangt man an die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz. Der Wanderweg neben den Gleisen ist mit dem roten Punkt roter Punkt markiert und führt zuerst in Richtung des großen Linoleumwerks. schoenes_Wohnhaus_Kohlmuehle_kleinÜber Jahrzehnte wurde in der Fabrik Fußbodenbelag hergestellt, aber leider ist auch dieser Betrieb dann irgendwann auf der Strecke geblieben. Dabei sollen es aber noch nicht mal die Personalkosten gewesen sein, sondern eher die Erhaltungs- und Unterhaltungskosten für das riesige Betriebsgelände. riesiger_Backsteinbau_Kohlmuehle_kleinIm Augenblick (Sommer 2016) ist eine wilde Diskussion über die weitere Verwendung entbrannt. Das Sonderbarste daran ist, das in dem Gebäude unbekannte Mengen an Altlasten und Schadstoffen lagern sollen. Ich finde es unverantwortlich, wenn die Maschinen aus der Fabrik verkauft, aber die Altlasten einfach dort stehen gelassen werden. Meiner Ansicht nach hätte man mit dem Geld die gröbsten Sachen dort entsorgen müssen.

Der rot markierte Wanderweg führt an der rechten Seite um das Gebäude und den alten Bahnhof Kohlmühle herum und dann in den Ochelgrund hinein. Eigentlich ist ein Wanderweg auf einer Straße immer negativ, aber hier kommen nur sehr wenige Autos entlang und durch die geringe Breite der Straße rast auch keiner durch das Tal. Nach etwas mehr als einem Kilometer passiert man die Ochelmühle. Sandstein_und_Getriebe_Ochelmuehle_kleinAm Straßenrand steht vor der Mühleneinfahrt ein Stahlklotz (ich würde mal auf ein Getriebe tippen) und oben drauf befindet sich ein Sandstein. In den Stein ist ein Wappen gemeißelt und der Spruch „Unser täglich Brot gib uns heute“. Hier unten war nämlich nicht nur eine Mühle, sondern auch ein Bäcker, der mit Pferdegespannen die Brote in den umliegenden Ortschaften verteilt hat.

Die Wanderung geht noch ein kleines Stück weiter, bis die Bahnlinie das nächste Mal unterquert wird. Gleich dahinter kommt auf der linken Straßenseite eine Wiese. Da genau hinter der Eisenbahnbrücke der Aufstieg beginnt, bin ich auf den Bahndamm gestiegen und dann über die Brücke gegangen. Wer nicht ganz taub ist, kann diesen Weg wählen, sonst muss man einen Bogen über die Ochelbaude nehmen. Aber es sollte jedem bewusst sein, dass diese Variante verboten ist.

Auf der gegenüberliegenden Seite geht es dann nach links an der Felswand aufwärts. Es ist immer wieder verwunderlich, wo man so alles Boofen entdecken kann. Auch hier hat es sich anscheinend jemand unter dem Überhang gemütlich gemacht. Der Aufstieg ist ein Trampelpfad, der aber gut zu erkennen ist. Schon nach wenigen Metern passiert man paar deutlich sichtbare Stufen und spätestens nach 100 Metern Aufstieg biegt der Weg nach rechts in die erste Schlucht ab. schwieriger_Aufstieg_Gluto_Steig_kleinBald sind ein paar Steinstufen erreicht und dahinter befindet sich ein Felsgang, der etwas steiler ist. Diese Stelle kann man trotz der Steigung ganz gut überwinden. Wem die Stelle aber zu steil ist, der kann sie auf der rechten Seite umgehen. Knapp dahinter hat man dann auch schon den Aufstieg gemeistert und man erreicht den Waldrand. Nach der Beschreibung von Axel Mothes hatte ich eigentlich mit einem schwierigeren Aufstieg gerechnet, aber praktisch war er gut zu bewältigen.

Rechts neben dem Aufstieg sind noch ein paar Felsen zu sehen und auf diese sollte man unbedingt einmal vorwandern. Blick_vom_Scheinenhorn_auf_Ochelbaude_kleinDazu geht es ein Stück auf der hinteren Seite um den Felsen herum, um dann hinaufzusteigen. Auf dem sogenannten Scheibenhorn wandert man 100 Meter in Richtung Ochelgrund, um dort eine sehr nette Aussicht zu erreichen. Seltsamerweise ist eine Feuerstelle im Waldboden am höchsten Punkt zu sehen. Irgendwie scheinen manche Mitmenschen durchzuknallen und auf so einem trockenem Riff ein Feuerchen zu machen. Knapp neben der Aussicht ist gut sichtbar ein Stern in den Felsen gemeißelt.

Für die weitere Wanderung geht es wieder über den Felsenausläufer zurück bis zum hinteren Ende und dann nach rechts weiter. Der Abstieg ist ganz gut zu sehen und man landet im Titzengraben. Irgendwie scheint das auch der Abstieg des gegenüberliegenden Klettersteigs zu sein. Der Grund wird deutlich von so einigen Leuten beschritten und es gibt viele kleine Pfade. Im oberen Teil ist quer über den Grund eine Art Seilbahn gebaut worden. Sehr vorbildlich ist, wie das Seil an den Bäumen befestigt wurde. Klettersteig_Ochelbaude_kleinKurz bevor man wieder im Ochelgrund angekommen ist, befindet sich auf der linken Seite der Zugang zum Klettersteig. Die Klammern und Seile sehen sehr gut aus, aber irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, an einer senkrechten Wand hochzuklettern. Aber auch dies scheint doch so einigen Leuten Spaß zu machen, wenn man sich diese Stelle oder die Schäferwand bei Decin ansieht.

An der Ochelbaude angelangt, geht es nach links auf der Zufahrt bis zur Straße durch den Ochelgrund. Zugang_Ochel_Steig_kleinHier wird wieder auf der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt für 100 Meter weiter gewandert. Kurz bevor man die Straße zwischen Bad Schandau und Hohnstein erreicht, steht auf der rechten Straßenseite eins dieser netten Kernzonenschild. Hier ging für viele Jahrzehnte und sogar Aufstieg_Oechel_Steig_kleinJahrhunderte der Ochel-Steig aufwärts. Heutzutage ist der Aufstieg nur mit sehr viel Fantasie zu erkennen. Die ersten Meter sind relativ steil, aber dann erreicht man einen Ueberhang_Ochel_Steig_kleinÜberhang, an dem ein Felsen mit der Jahreszahl 1785 liegt. Nachdem man den Aufstieg bis hoch auf die Ebene geschafft hat, hält man sich in dem Fichtenwald links und nach ungefähr 150 Metern erreicht man den Ochelweg. Auf diesem geht es erstmal zur Entspannung wunderbar angenehm nach rechts. Der Ochelweg ist so ein richtiges Stiefkind unter den Wanderwegen in der Sächsischen Schweiz. Obwohl der Weg sehr angenehm zu gehen ist, trifft man hier nur äußerst selten andere Wanderer. Insgesamt folgt man dem Weg 1 ½ Kilometer, bis mal wieder nach rechts eines der netten Kernzonenschilder steht. Es ist wirklich faszinierend, dass immer an den interessantesten Stellen diese Schilder aufgestellt wurden. Man kann sich wirklich gut daran orientieren. Zugang_Kalte_Kueche_kleinSchon vor ein paar Jahren ist genau an dieser Stelle eine Fichte in etwas mehr als Kopfhöhe abgebrochen und ebenfalls als Wegkennzeichen gut geeignet. Der gut sichtbare Waldweg geht hier sehr schön gerade in einen Bereich mit mächtigen Buchen. Insgesamt sind es 300 Meter, die man in Richtung Ochelgrund wandert. Dann erreicht man eine größere Fläche. Geradeaus würde es nach 50 Metern ordentlich abwärts gehen und deshalb empfiehlt es sich, nach links weiter über die Ebene zu wandern. Auch hier stehen gleich mehrere richtig dicke Buchen. In der hinteren rechten Ecke beginnt der Abstieg runter zur sogenannten Kalten Küche. Der Pfad führt immer auf dem Grat abwärts und ist eindeutig zu erkennen. schwierige_Stelle_Kalte_Kueche_kleinNur einmal macht der Abstieg einen kleinen Schlenker nach rechts und ein weiteres Mal muss man eine Stufe von einem Meter Höhe überwinden. Ein paar Kerben erleichtern diese Stelle aber. Bei dem Abstieg passiert man auch noch die Ruine einer alten Antenne, die hier im Wald vergessen wurde. Erst ganz kurz bevor man unten angekommen ist versperren ein paar umgefallene Bäume den normalen Pfad und so muss man über diese Baumstämme drüberklettern, um dann noch einen kleinen Bogen nach links einzulegen. Das Ende des Abstiegs führt parallel zu den beiden kleinen Häusern am Ortsrand von Kohlmühle. Auch hier hörte sich die Beschreibung von Axel Mothes schlimmer an, als es wirklich ist. Oder vielleicht ist es, wenn man es einmal geschafft hat (z.B. wie die Häntzschelstiege) auch alles nur noch halb so schlimm.

Für die weitere Wanderung geht es nach links auf der schon bekannten Straße durch Kohlmühle. Damit nicht zu viel auf der bekannten Strecke gewandert wird, geht es gleich hinter der nächsten Kurve an den Garagen entlang. Ruine_Kohlmuehle_kleinDie Wanderung führt hinter einer Ruine mit der Aufschrift „Kolonial- u. Wurstwaren Verkauf“ vorbei. Sie ist von außen gesehen ein schönes, großes Haus, aber vermutlich wird es im Inneren verheerend aussehen. Auf jeden Fall steht es schon seit sehr vielen Jahren leer. Die Wanderung erreicht das Ufer der Sebnitz und dort geht es weiter bachaufwärts. Zuerst werden ein paar Mehrfamilienhäuser und eine Schrebergartenkolonie passiert und dann geht es über die Schienen der Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz. Dahinter folgt man der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach links. Es werden zwei größere Wiesen und eine nicht ganz so praktische Fußgängerbrücke passiert. Auf der Brücke muss man so einigermaßen achtgeben, da das Stahlgitter überhaupt nicht für nasse Wanderschuhe geeignet ist. Insgesamt ist man etwas mehr als einen Kilometer auf der Wanderwegmarkierung unterwegs, bis sie hinauf nach Altendorf abbiegt. Damit beginnt der letzte Aufstieg von immerhin 130 Höhenmetern und einem Kilometer Länge. Am Ende des Mühlenweges befindet sich die Hauptstraße (Sebnitzer Straße) von Altendorf, auf der man noch ein paar wenige Meter nach rechts bis zum Ausgangspunkt gehen muss.

Ich fand diese Runde überraschend schön, da sie selbst für einen Einheimischen aus Altendorf ganz viele neue Stellen ergab. Es ist doch zu seltsam, wenn man kreuz und quer fast jeden Weg in der Sächsischen Schweiz kennt, sich aber gleich vor der Haustüre drei unbekannte Pfade (Gluto-, Ochelsteig und Kalte Küche) verstecken.

Schwarzbachtal

Die Wanderung durch das Schwarzbachtal gehört schon seit wirklich vielen Jahren zu meinen Lieblingsstrecken. Das Schöne an ihr ist eine wunderbare Ruhe, selbst wenn im Nationalpark mal wieder Hochbetrieb herrscht. Der beste Startpunkt für diese Runde ist Altendorf. Hier findet man zu jeder Zeit einen Parkplatz und das netterweise sogar kostenlos. Adamsberg_vom_Fussballplatz_gesehen_kleinEs ist egal, auf welchem der beiden Parkplätze man sein Auto abgestellt hat, es geht zuerst mal über die Rathmannsdorfer Straße in Richtung Feuerwehrhaus und dann weiter zum Adamsberg. Der Adamsberg ist ein unscheinbarer Hügel, der sehr schnell bestiegen ist, aber dafür eine supertolle Aussicht auf fast die komplette Sächsische Schweiz liefert.

Auf der rechten (östlichen) Seite des Adamsbergs befindet sich der einzige Blick_vom_Adamsberg_ueber_Sebnitztal_kleinoffizielle Zugang auf den Berg und an dessen Ende weist ein Wegweiser mit der Aufschrift Kohlmühle Bf den weiteren Weg. Auch wenn sich der Weg gleich mehrere Male gabelt, so muss man einfach nur immer abwärts gehen. Der Waldweg endet an einem Rastplatz neben der Bahnlinie. Der Pfad neben der Bahnlinie ist markiert mit dem gelben Strich gelber Strich und man folgt ihm für diese Wanderung nach rechts. stabile_Fussgaengerbruecke_Kohlmuehle_kleinSchon nach ein paar Metern (weniger als 200 Meter) passiert man eine der tollen neuen Fußgängerbrücken, die nach dem Hochwasser 2013 gebaut worden sind. Diese Brücken sehen aus wie eine Eisenbahnbrücke im Verkleinerungsmaßstab und dadurch wirken sie unverwüstbar. Nach einem weiteren Teilstück von ½ Kilometer erreicht man eine andere Fußgängerbrücke, bogenfoermige_Fussgaengerbruecke_Sebnitz_kleindie viel filigraner wirkt, aber einen gravierenden Nachteil hat. Wenn man durch die feuchte Wiese gelaufen ist, sollte man sich auf der Brücke unbedingt am Geländer festhalten. Durch die Bogenform rutscht man sonst sehr schnell aus und das kann die Wanderung ordentlich verderben. Schon bald erreicht man ein altes Bahnwärterhäuschen und hier werden die Gleise des “Wildschweinexpresses” (zumindest nennen die Altendorfer die Bahnlinie so) überquert. Gleich hinter dem kleinen Bahnübergang sieht man zwei Brückenauflager (komische Betonklötze links und rechts des Weges). Sie stammen von der Schmalspurbahn durch das Schwarzbachtal. Vor dem rechten Brückenauflager führt ein Trampelpfad hinauf. Man könnte zwar auch weiterhin dem gelben Strich folgen, aber dieser Streckenverlauf ist viel interessanter. Auf dem ursprünglichen Bahnkörper angekommen, wandert man ein paar Meter weiter, um dann eine besondere Überquerung der Sebnitz zu erreichen. Es handelt sich um ein Weg_ueber_das_Viadukt_Sebnitzbach_kleinViadukt aus Beton, das zwar schon seit vielen Jahrzehnten (stillgelegt am 27.5.1951) nur noch als Fußgängerbrücke benutzt wird, aber dessen Ursprung als Eisenbahnbrücke noch gut zu erkennen ist. Seltsamerweise haben mit dieser Brücke so einige Wanderer ein Problem, da es nur an einer Seite ein Geländer gibt. Zwar kann man sich noch so gut einreden, dass man auch nicht von einem drei Meter breiten Bürgersteig runterfallen würde, aber wenn das Gehirn verrücktspielt, dann muss man die paar Meter zurück und auf der gelben Wanderwegmarkierung weiter wandern.

Damit verpasst man dann aber auch die nächste Attraktion in weniger erster_unten_Tunnel_Schmalspurbahn_Schwarzbachtal_kleinals 100 Metern. Hier unterquert man mit einem 63 Meter langen Tunnel den Gratweg zwischen dem Goßdorfer Raubschloss und der Ortschaft Goßdorf. Das ist immer wieder unterhaltsam und besonders Kinder haben an dieser kleinen Erkundung einen riesigen Spaß. Besonders ungewöhnlich ist, dass es im Sommer in dem Tunnel viel dunkler ist als in der blattlosen Zeit. Hinter dem Tunnel erreicht man wieder die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich, auf der es geradeaus weiter geht. An der nächsten Kurve fällt einerseits auf, dass hier die Bahnlinie durch einen Ausläufer des Berghanges gehauen wurde und andererseits der empfohlene Wanderweg nach rechts abbiegt. Die gelbe Wanderwegmarkierung führt über eine kleine Brücke und dann parallel zum Schwarzbach weiter. Schwarzbachueberquerung_kleinMan hätte auch auf der alten Bahntrasse weiter aufwärts wandern können, aber der schönere Weg ist tatsächlich der rechts (von unten gesehen) vom Bach. An der Bahntrasse steht lustigerweise ein riesiges Schild mit der Aufschrift Schwarzbachtal. Nach ein paar hundert Metern wird der Schwarzbach mal wieder überquert und schon bald geht es auf einem Stück Bahntrasse weiter. oeberer_Tunnel_Schwarzbachbahn_kleinDer Weg durch das Schwarzbachtal ist immer, egal ob im Hochsommer oder im tiefsten Winter, schön abwechslungsreich. Der breite Wanderweg verlässt die Bahntrasse auch mal wieder und man romantischer_Schwarzbach_kleinkann noch die Reste von weiteren Bahnbrücken neben dem Wanderweg entdecken. Ich bin mal sehr gespannt, ob der Schmalspurbahnverein Lohsdorf es schafft, die Bahntrasse im Schwarzbachtal zu reanimieren. Zumindest sind im Jahr 2015 aufwendige Rodungsarbeiten auf der Bahntrasse durchgeführt worden, aber es dürfte bestimmt noch ein Riesenaufwand sein, die notwendigen vorbereitenden Arbeiten durchzuführen.

Die Wanderung führt auf der rechten Seite einer großen Wiese herum und erreicht dann einen Wegweise (Ulbersdorf 30 min) nach rechts. Der Weg ist erst in den letzten Jahren mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich gekennzeichnet worden. Die ersten Meter sind etwas steiler, aber dann ist es ein sehr angenehmes Stück bis an den Ortsrand von Ulbersdorf. Auf der linken Wegseite ist in 5 Kilometern der Unger mit seinen beiden Türmen zu sehen. Blick_ueber_Ulbersdorf_kleinNachdem man die ersten Häuser und die erste Straße (Hutbergweg) von Ulbersdorf erreicht hat, geht es nach rechts auf der Dorfstraße mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich weiter. Hier reihen sich ein paar Häuser an der Straße entlang, die aber, je Blick_von_Rastplatz_Schirm_Richtung_Mittelndorf_klein weiter man wandert, desto weiter auseinander stehen. Schon bald hat man auf der linken Straßenseite einen sehr schönen Blick über die Ortschaft hinweg auf die Landschaft rund um Sebnitz. Hinter dem letzten Haus auf der rechten Straßenseite biegt die grüne Wanderwegmarkierung nach rechts ab und es geht ein paar Meter (½ Kilometer) bis zur Schutzhütte mit dem Namen Schirm. Von hier kann man angenehm ruhig in die Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken.

Von diesem Rastplatz geht es weiter auf der grünen Wanderwegmarkierung in Richtung Waldrand. Gleich am Waldrand angekommen, biegt die Wanderung nach links ab und folgt leicht abfallend der Wanderwegmarkierung. Insgesamt geht es auf diesem Waldweg einen Kilometer abwärts. Zwischendurch gabelt sich der Weg mehrmals, wenn man sich aber bewusst ist, dass es immer abwärts geht, dann sind selbst die fehlenden Wegmarkierungen gar nicht so schlimm. Man erreicht die Talsohle am ehemaligen Mittelndorfer Bahnhof. Sehr seltsam ist, dass diese kleine Haltestelle inzwischen komplett eingestellt worden ist. Bisher war es so, dass der Zug nur bei Bedarf angehalten hat, aber ganz stillschweigend ist der Haltepunkt ganz gestrichen worden. Natürlich ist diese Stelle mitten im Sebnitztal nicht gerade eine der viel benutzten Ein- und Ausstiege, wenn man aber irgendwann nur noch die großen Stationen bzw. Städte verbindet, dann fährt auch keiner mehr mit der Bahn.

Nachdem man die Bahnlinie unterquert hat, geht es nach rechts weiter auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt. Der Wanderweg führt zwischen dem Sebnitzbach und dem Bahndamm entlang und man hat sehr gut die Möglichkeit, den Bach zu beobachten. Es ist sehr interessant, wie der Bach immer mal wieder seinen Verlauf ändert und noch besser wäre es, einen der neuen Bewohner des Bachs zu sehen. Leider habe ich bisher nur die Spuren der Biber an wirklich vielen Stellen entdeckt, aber die Tiere selber habe ich noch nie gesehen. Vermutlich sind sie eher in den Abend- und Nachtstunden unterwegs und das ist nicht meine bevorzugte Wanderzeit. Schon bald erreicht man eine große Wiese, an deren linker hinterer Ecke der Wanderweg die Sebnitz überquert. Direkt hinter der Brücke befand sich die Buttermilchmühle, die  am 28. Mai 1985 durch Blitzeinschlag abgebrannt ist. Zuerst war es tatsächlich nur eine Mühle, wandelte sich aber schnell zu einer Gaststätte mit Übernachtungsmöglichkeit. Jetzt ist nur noch das Areal mit ein paar Fundamentresten, Teilen des Mühlgrabens und einem kleinen Felsenkeller zu entdecken. Heutzutage hätte eine Gaststätte hier unten im Tal aber wohl überhaupt keine Chance, auch nur andeutungsweise wirtschaftlich zu arbeiten. Es ist schon wirklich verwunderlich, wie das früher klappen konnte.

Was ich immer wieder toll finde, ist das kleine Wasserrad, wenn man ein paar wenige Meter weitergewandert ist. Das Ulkige ist, dass der Kohlbach, der von links den Hang herunterläuft, auch im heißesten Sommer immer reichlich Wasserrad_an_der_Buttermilchmuehle_kleinWasser führt und damit das Wasserrad antreibt. Hier hat irgendjemand immer Detail_Wasserrad_Buttermilchmuehle_kleinwieder Spaß und baut kleine Wasserräder. Da ist man selbst als erwachsener Mann drüber erfreut und muss ein bisschen dran herumspielen. Und wenn es nur ein paar Stöckchen oder Laub sind, die entfernt werden, aber ein paar kleine Spielereien müssen einfach sein.

Der Wanderweg erreicht kurz hinter dem Buttermilchmühlengrundstück eine Wegkreuzung, an der es nach links  auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich den Berg nach Altendorf hoch geht. Ziemlich am Ende des Aufstiegs passiert man den unscheinbaren Pinsenberg und dann geht es die letzten Meter (¾ Kilometer) bis nach Altendorf. Im Ort angekommen muss man noch ein paar Meter auf der Hauptstraße (Sebnitzer Straße) nach rechts wandern, um dann den Ausgangspunkt zu erreichen. Damit ist eine sehr nette Runde zu Ende gegangen, die ich persönlich sehr gerne unternehme, wenn es mal wieder so richtig in der Sächsischen Schweiz brummt und man jede Aussicht mit ein paar dutzend anderen Wanderern teilen müsste.

Bahnhof Lohsdorf

Die Wanderung ist aufgrund einer freundlichen Mail entstanden, weil ich mich im Gästebuch des Vereins Schwarzbachtal e.V. (http://www.schwarzbachbahn.de) eingetragen habe. In der Mail wurde auf das kommende Bahnhofs- und Ortsfest Lohsdorf hingewiesen. Der Besuch des Bahnhofs Lohsdorf ließ sich mit einer kleinen Wanderung durch mein Lieblingstal namens Schwarzbachtal verbinden. Auch wenn gerade kein Bahnhofsfest ist, ist das Tal immer eine Wanderung wert, und wenn sich inzwischen sogar am Wendepunkt ein neu angelegter Bahnhof befindet, dann ist es noch interessanter. Hier kommt die Wanderbeschreibung für diese Runde:
Der Startpunkt für die Wanderung ist, wie so häufig bei Wanderungen im Bereich des Sebnitz- und Schwarzbachtales, einer der beiden Parkplätze in Altendorf. Diesmal würde ich den Parkplatz am Altendorfer Feuerwehrhaus empfehlen. Von hier geht es ein paar Meter um das Fußballfeld und dann in Richtung Altendorfer Hausberg namens Adamsberg. Der Aufstieg auf den Adamsberg ist leicht geschafft und von hier oben hat man einen wunderbaren Blick über die Schrammstein- und Affensteinfelsen. Genauso kann man in den Bereich der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken, und auch die Tafelberge der Vorderen Sächsischen Schweiz kann man von hier aus sehr schön sehen. Vom Adamsberg geht es auf dem gleichen Weg wieder herunter, wie man hoch gekommen ist. Jetzt geht der Weg runter ins Sebnitztal, indem man an drei Schrebergärten vorbeigeht und dann in den Wald eintaucht. Der Weg geht mit einem angenehmen Gefälle runter bis ins Tal. Auch wenn dieser Waldweg keinerlei Markierungen hat, so ist der Streckenverlauf sehr einfach zu finden. Nur an einer Stelle gibt es überhaupt eine Möglichkeit falsch zu wandern, und wenn man sich an dieser einzigen Weggabelung rechts hält, dann erreicht man schnell die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz/Neustadt.
An der Bahnlinie erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, die man jetzt nach rechts weiter verfolgt. Zuerst geht es ein paar Meter neben den Bahngleisen entlang und kurz hinter der ersten Überquerung der Sebnitz biegt der markierte Weg nach rechts ab. Über eine Wiese verläuft der Wanderweg in einem großen Bogen bis zur nächsten Flussüberquerung. Die nächste Wiese wird von Zeit zu Zeit von ein paar Kühen bevölkert und deshalb verläuft der markierte Weg zwischen dem Weidezaun und dem Bahndamm. Am Ende der Wiesen erreicht man ein altes Bahnwärterhäuschen. An ihm überquert man die Bahntrasse und noch vor den beiden alten Brückenwiderlagern der Schmalspurbahnbrücke verlässt man nach rechts den markierten Wanderweg. Die nächsten paar Meter verlaufen auf der alten Bahntrasse der Schmalspurbahn. Als nächstes kommt ein sehr schönes Überbleibsel der Schmalspurbahn in Form eines Viadukts. Obwohl diese Brücke schon weit über 100 Jahre alt ist, zeugt der Zustand der Brücke von sehr solider Bauarbeit. Auch der Tunnel-1_SchwarzbachtalbahnTunnel, der als nächstes quer durch den Hang des Goßdorfer Raubschlosses führt, ist noch in einem sehr guten Zustand. Dieser 63 Meter lange Tunnel führt auf der anderen Seite die Wanderung in das Schwarzbachtal. Hier trifft man wieder auf die schon bekannte gelbe Wegmarkierung gelber Strich, der man aber auch nur 100 Meter folgt bis der markierte Weg nach rechts abbiegt und auf der anderen Seite des Schwarzbaches weitergeht. Die Wanderung geht nach links auf der alten Bahntrasse weiter. Hier ist für die Bahnlinie extra ein Durchbruch durch einen kleinen Felsenausläufer geführt worden. Nach ca. 900 Meter erreicht man den zweiten Tunnel der Schmalspurbahn. Dieser Tunnel ist mit 38 Metern Länge ein kleines Stück kürzer als der erste Tunnel. Auf der Rückseite trifft man mal wieder auf den gelben Strich gelber Strich. Dieser Wegmarkierung folgt man jetzt endgültig das letzte Stück bis nach Lohnsdorf. Links des Weges kann man an mehreren Stellen den alten Bahndamm und mehr oder weniger gut erhaltende Brücken sehen. Aber die werden erst auf dem Rückweg erkundet. Die Wanderung erreicht am unteren Ende des Dorfes den Bahnhof von Lohsdorf.
Dampflock_Schmalspurbahn_991590-1_kleinDas ganze Gelände des ehemaligen Bahnhofes ist heutzutage das Vereinsgelände des Schwarzbachtal e.V. Erst in den letzten Jahren bzw. ich würde sogar sagen im letzten Jahr (2005/2006) hat sich Gewaltiges in dem ganzen Bereich getan. Früher haben hier, seit ich den Platz kenne, immer irgendwie Reste der Schmalspurbahn gestanden, aber erst in der letzten Zeit sind einzelne Eisenbahnwagen saniert worden, ein Bahnhofsgebäude ist abgerissen worden, ein anderes ist ganz neu aufgebaut worden und zu guter Letzt sind sogar Eisenbahnschienen mit einer Weiche eingebaut worden. Hier sieht es so aus, als wenn sich einige fleißige Hände des Bahnhofs und der Erinnerung an die Schmalspurbahn angenommen haben. Im August war zu den so schon vorhandenen interessanten Sachen auch noch eine ganz besondere Attraktion hinzugekommen: Weiche_Bahnhof_Lohsdorf_kleinAuf den neu verlegten 40 Meter Gleisen durfte doch tatsächlich eine echte Dampflok hin und her fahren. Ich glaube, das war für groß und klein ein echter Kracher. Auf jeden Fall haben unsere Kinder staunend vor dem Ding gestanden und waren sichtlich begeistert. Leider gehört diese Lok nicht dem Verein, sondern war nur eine Leihgabe des Vereins Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V. Aber auch ohne diese Attraktion und dem Bahnhofsfest ist das Gelände und die alten Eisenbahnwagons eine Zaunbesichtigung wert. Vielleicht hat man auch das Glück, dass ein Vereinsmitglied auf dem Gelände ist und man auf das alte Bahnhofsgelände darf.
Nach diesem schönen Ziel der Wanderung geht es wieder zurück ins Schwarzbachtal. Die ersten 1,35 Kilometer wandert man auf der gelben Wanderwegmarkierung entlang. Auf der rechten Wegesseite kann man schon die ganze Zeit den alten Bahndamm der Schmalspurbahn sehen und sogar zwei Reste von Brücken über den Schwarzbach finden. mutige_Frau_auf_ehemaliger_Eisenbahnbruecke_kleinDie erste Brücke besitzt noch den eisernen Ursprungsgrundkörper, bei der zweiten stehen leider nur noch die Brückenwiderlager, sonst hätte man das Teilstück sogar auf der alten Trasse entlang wandern können. Nach den schon besagten 1,35 Kilometern sieht man vor sich ein weiteres Teilstück des Bahndamms mit einer alten Brücke. Diesmal ist es möglich, dieses Teilstück zu wandern, zumindest, wenn man sich traut, über ein breites Eisenfachwerk zu balancieren. Siehe Bild rechts. Ich finde es faszinierend, dass Eisenträger, die seit mindestens 60 Jahren nicht mehr benutzt werden, noch in einem solch gut erhaltenen Zustand sind. In Zukunft ist es aber so, dass sich der Verein Schwarzbachtal e.V. dieser Bauwerke annehmen wird und versuchen wird, sie zu erhalten. Im Jahre 2006 weisen mehrere Schilder des Vereins drauf hin, dass das Betreten der Brücken auf eigene Gefahr erfolgt. Der Verein sorgt anscheinend sogar dafür, dass der Bahndamm nicht vollständig mit Bäumen zuwuchert.
Nach dem kleinen Ausflug über den Bahndamm erreicht man wieder mal den breiten Wanderweg mit der gelben Markierung gelber Strich. Diesmal folgt man der Wanderwegmarkierung und geht nicht durch den Tunnel. Der Weg macht einen Bogen um eine Bergausläufer und geht auf der Rückseite dann über eine kleine Fußgängerbrücke über den Schwarzbach. Nach einem ¾ Kilometer auf der linken Bachseite wechselt der markierte Weg wieder über eine kleine Brücke auf die andere Seite. Das nächste Stück der Wanderung verfolgt den markierten Wanderweg bis kurz hinter die ehemalige Buttermilchmühle. Hier verlässt man den gelb markierten Weg und folgt jetzt dem roten Strich roter Strich nach links in Richtung Altendorf. Der Weg steigt aus dem Sebnitztal mit einer angenehmen Steigung aus dem Tal heraus. Nachdem man oben aus dem Wald wieder heraus tritt, hat man auf einmal freie Sicht auf den Altendorfer Hausberg namens Adamsberg. Die letzten paar Meter bis nach Altendorf geht es über ein paar Felder und dann erreicht man auch schon die Hauptstraße bzw. eigentlich heißt sie Sebnitzer Straße. Auf dieser geht es nach rechts bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Ich finde die Wanderungen im Schwarzbachtal immer wieder schön und so war auch diesmal das Geschlängel auf den beiden unterschiedlichen Wegen sehr nett. Eine Wanderung in dem Tal lohnt sich immer, auch ohne das Lohsdorfer Bahnhoffest.