Helmsdorf-Dürrröhrsdorf

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Karte:
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Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 13,50 km
Höhenunterschied:
ca. 257 Meter
beste Reisezeit:
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Stolpen und das Stolpener Land;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
,
Mehr Details
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Kurzbeschreibung:

Bahnhof Dürrröhrsdorf - gelber Punkt - Bahnhofstraße - Alte Helmsdorfer Straße - Niederhelmsdorf - Wesenitzstraße - Wilschdorfer Straße - Schloß Helmsdorf - blauer Punkt - Buschmühle - Wesenitz - Geibels Mühle - Viadukt - An der Mühle - Hauptstraße - Schloss Dürrröhrsdorf-Dittersbach - Krieger Ehrenmahl - Festplatz - Wünschendorfer Straße - Lieblingstal - Hubertuskapelle - Elbersdorfer Straße - roter Strich - Zwergenhöhle - Schöne Höhe - grüner Strich - Elbersdorf -Bergstraße - Wesenitz - Elbersdorfer Mühle - Elbersdorfer Gasse - Porschendorfer Straße - Breiter Stein - Am Breiten Stein - Porschendorfer Straße - gelber Punkt - Hauptstraße - Bahnhofstraße - Bahnhof Dürrrohrsdorf

Beschreibung:

D en Entwurf für diese Wanderung hat mir ein netter Einwohner von Dürrröhrsdorf-Dittersbach (wanderfuehrungenduerrroehrsdorf.de) gesendet. Ich habe den Startpunkt an den Bahnhof Dürrröhrsdorf gelegt. Von dort geht es über die Bahnhofstraße bzw. die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt von der Ortschaft weg, also in nördliche Richtung. Nachdem man die Schienen nach ein paar hundert Metern überquert hat, ändert sich der Name des Fuß-/Radweges in Alte Helmsdorfer Straße und es geht sehr angenehm zwischen ein paar Feldern entlang. Auf der linken Wegseite taucht ein Waldstück mit stattlichen Eichen und ein Rastplatz auf. Ziemlich erschreckend fand ich, dass auf den Weg an zwei Stellen SS-Runen und ein Hakenkreuz gemalt waren. Wenn man irgendeine Stellungnahme auf den Radweg malen würde, dann kann ich es noch so einigermaßen verstehen, aber bei solchen Zeichen hört der Spaß auf.

Der Rad-/Wanderweg erreicht Niederhelmsdorf und damit die Wesenitzstraße, auf der nur ca. 50 Meter nach links gewandert wird. Dann geht es über die Schafbrücke auf der Wilschdorfer Straße aufwärts. Schloss_Helmsdorf_kleinSchon bald sieht man auf der rechten Straßenseite die ersten Gebäude des Schlosses Helmsdorf. Irgendwie tut mir der gesamte Komplex bei jeder Passage leid. Ich habe auch keine tolle Idee oder die notwendigen finanziellen Mittel, um aus dem Schloss irgendetwas Sinnvolles zu machen, aber so, wie es im Moment aussieht, ist es einfach nur traurig. Aber immerhin ist es bis jetzt noch in einem so einigermaßen rettenswerten Zustand. Nachdem man an dem Schloss vorbei gewandert ist, biegt nach links die Wanderwegmarkierung blauer Punkt blauer Punkt ab. Wesenitz_bei_Helmsdorf_kleinEs geht mit angenehmem Gefälle zuerst zur Buschmühle, die auch Hofemühle genannt wird. 1542 wurde sie erstmalig erwähnt und gehörte immer zum Schloss Helmsdorf. Es gab in dieser langen Zeit so einige Pächter.  Ab 1873 war die Buschmühle eine Papiermühle und seit 1968 wird dort Klebstoff hergestellt.

Von dort geht es immer weiter neben der Wesenitz in Richtung Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Das Erste, was neben dem Weg auffällt, sind relativ große Schnitzereien. Schnitzerei_Wesenitz_kleinWas auch immer die Kunstwerke darstellen sollen, da bin ich mir nicht einig und vermutlich ein zu großer Kunstbanause. Dann taucht gleich am Bachufer eine Schaukel auf, Fliegenpilz_Wesenitz_kleinbei der ich mich aber nicht getraut habe, mich drauf zu setzen. Nicht dass ich den Nachfolgenden den Spaß kaputt mache. Als Nächstes kommt die ehemalige Geipelmühle. Sie wurde 1559 erstmalig erwähnt und unter dem Dresdener Papiermacher Schaffhirdt die erste Papiermühle der Sächsischen Schweiz. Benannt wird die Mühle nach dem Besitzer von 1912, Hermann Geipel. Bis 1960 war sie immer ein Papierwerk. Von 1960 bis 1990 gehörte sie zum Maschinenpark der VEB Kombinat Werk II (Stolpen) Fortschritt Neustadt. Heutzutage ist das Gelände eine bunte Mischung aus Wohnwagensiedlung und alternativem Lebensmodell. Anscheinend werden hier auch von Zeit zu Zeit Konzerte oder Treffen veranstaltet, die noch einige Auswärtige anziehen, die reichlich Spaß haben. Auf jeden Fall habe ich schon mehrmals Kinder super zufrieden in der Wesenitz toben gesehen. Viadukt_Wesenitz_kleinDie größte Attraktion an diesem Wesenitz-Abschnitt ist das riesige Viadukt. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist die Bahnlinie hier oben stillgelegt. Was ich aber zum Heulen finde, ist, wie der Viaduktpfeiler gleich neben dem Weg beschmiert wurde. Warum muss man über eine Höhe von sechs Metern den Pfeiler mit so extrem hässlichen Schriftzügen verunstalten?

Knapp hinter dem Viadukt erreicht man den Ortsrand von Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Die blaue Wanderwegmarkierung führt über die Straße Schloss_Duerrroehrsdorf-Dittersbach_kleinAn der Mühle bis ins Zentrum bzw. zum Schloss. Das Schloss, die Kirche und der Lebensmittelladen werden umrundet und dann geht es auf der Wünschendorfer Straße bzw. dem Festplatz in die Richtung des Lieblingstals. Markiert ist der Weg mit dem gelben Punkt gelber Punkt. Das untere Ende des Lieblingstal ist mit einem großen Hubertuskapelle_Lieblingstal_kleinFelsen gekennzeichnet und knapp dahinter steht auch schon die Hubertuskapelle, die als Wendepunkt genutzt wird. Es geht also wieder zurück auf den Parkplatz und dann die Elbersdorfer Straße für 300 Meter aufwärts. Dann erreicht man einen Wegweiser nach rechts zur Zwergenhöhle bzw. der Schönen Höhe. Zwergenhoehle_bei_Schoener_Hoehe_kleinNach etwas mehr als ½ Kilometer hat man auch schon die Höhle auf der linken Wegseite erreicht. Man kann entweder durch sie hindurch wandern und sich dann dahinter rechts halten oder man wandert den Waldweg vor der Höhle weiter und schon bald erreicht man die Schöne Höhe. Wenn man sich denn vorher informiert hat, dann gibt es auch die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen. Schoene_Hoehe_kleinIm Sommer 2023 wurden die Führungen jeden Sonntag angeboten und haben nur den Obolus von 2,50 € gekostet. Ein Abstecher in den tollen Saal im Erdgeschoss ist wirklich interessant und es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass der Raum sehr gerne von Brautpaaren für den offiziellen Teil der Hochzeit benutzt wird. Die Aussicht vom Dach ist auch sehenswert und man kann bei günstigen Bedingungen bis weit in das Elbtal und hinüber zur Sächsischen Schweiz schauen.

Der Abstieg von der Schönen Höhe erfolgt in südliche Richtung und der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich hinterher. In der Ortschaft wandert man nach rechts auf der Elbersdorfer Straße weiter, was zum Glück durch wirklich wenig Verkehr ziemlich angenehm ist. Torbogen_Rittergut_Elbersdorf_kleinZwischendurch passiert man einen ehemaligen Torbogen auf der linken Straßenseite, der heutzutage noch als Anschlagtafel genutzt wird und vom ehemaligen Rittergut Elbersdorf stammt. Kurz dahinter biegt nach links ein unscheinbarer Weg ab, der aber weiterhin mit dem grünen Strich markiert ist und hinunter ins Wesenitztal führt. Unten angekommen, erreicht man die Elbersdorfer Mühle und genau hier ist auch eine Brücke über die Wesenitz. Die Wanderung folgt weiterhin der grünen Wanderwegmarkierung und hinter der Brücke geht es nach rechts weiter an einem großen Stall vorbei bis zur Porschendorfer Straße. Diese Verbindungsstraße zwischen Porschendorf und Dürrröhrsdorf ist im Sommer 2023 ganz neu aufgebaut worden und wird nach rechts ein kleines Stück entlang gewandert. Nach höchstens ¼ Kilometer biegt der grün markierte Wanderweg nach links auf das Feld ab. Der Weg ist hier mit der Bastei ausgeschildert, was mir an der Stelle überhaupt nicht plausibel war, aber nach einem schnellen Blick auf die Wanderkarte dann doch einleuchtete.

Der Wanderweg führt erst durch ein Waldstück, in dem sich anscheinend ein paar Jugendliche einen Fahrrad-Parcours geschaffen haben. Es sind so einige Sprungschanzen aufgebaut, über die nur unbekümmerte Jugendliche brettern werden. Bald überquert der markierte Wanderweg eine ehemalige Bahntrasse und dann geht es hoch zum Breiten Stein. Aussichtspunkt_Breiter_Stein_kleinEs ist seltsam, aber auf dieser Aussicht habe ich noch nie einen anderen Menschen angetroffen, obwohl es ein sehr erholsamer Platz ist. Durch die Lausitzer Überschiebung, die Grenze zwischen dem Lausitzer Granit und dem Elbsandstein, die knapp daneben verläuft, ist der Breite Stein ein wertvolles geologisches Naturdenkmal und wird auch zusammen mit dem darauf folgenden und höheren Kuhberg als solches offiziell geführt. Er gehört geologisch gerade noch zur Sächsischen Schweiz dazu.

Die Wanderung geht nun auf das letzte Teilstück. Hier gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder wandert man wie man gekommen ist auf der Ehemalige_Bahntrasse_Duerrroehrsdorf_kleingrünen Markierung zurück bis auf die ehemalige Bahntrasse und dann nach rechts auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Damit ist man dann über einen unbeschrankten, aber gekennzeichneten Bahnübergang gegangen, oder man wandert einfach vom Breiten Stein nach links und dann immer weiter geradeaus. Zuerst geht es geradewegs durch den Wald, dann ein kurzes Stück Wohngebiet mit dem passenden Namen Am Breiten Stein und weiter über eine Wiese mit einem deutlich sichtbaren Trampelpfad zwischen der Wiese und dem Gestrüpp neben dem Bahndamm. Der Pfad endet auf der Hauptstraße, an der man nach links unter der Bahnlinie bis zum kleinen Parkplatz weiter wandert. Spätestens hier erreicht man wieder die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Auf ihr geht es die letzten Meter nach rechts über die Bahnhofstraße bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Mir hat die Runde ganz hervorragend gut gefallen. Ganz besonders natürlich die Schöne Höhe und das Wesenitztal. Welch Wohlgenuss und wunderbare Ruhe.

Download file: HELMSDORF-DUERRROEHRSDORF_AGZ.GPX

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