Forststeig Etappe 3

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 14,00 km
Höhenunterschied:
ca. 271 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Böhmische Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
,
Mehr Details
hier

Warnung:

Achtung diese Tour lässt sich im Moment so nicht durchführen, weil:
die Trekkinghütten nur in den Sommermonaten (ungefähr Mitte April - Mitte Oktober) geöffnet sind.

Kurzbeschreibung:

Campingplatz Ostrov/Eiland - Himmelreich - Touristenbaude - Tyssaer Wände - gelber Strich - Grenzweg - Fichtenwände - Zeisigstein - gelber Punkt - Hartenstein - Kochemoor - Zauschengrund - Diebsgrund - Beutwald - Sachsenstein - Trekkinghütte Kamphütte

Beschreibung:

Nach einer hoffentlich ruhigen Nacht (was aber nach einer Forststeigetappe meistens gut klappt, nur die Mitbenutzer auf dem Campingplatz könnten dem entgegenwirken) startet die nächste Etappe in Ostrov (Eiland) und führt gleich neben dem Campingplatz auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich (und natürlich der Forststeigmarkierung) aus der Ortschaft heraus. Felsenkessel_Himmelreich_kleinAls Richtung sind die Tiské Stěny (Tyssaer Wände) ausgeschildert. Der Waldweg steigt langsam aber zunehmend an und passiert nach einigen hundert Metern (genauer gesagt 800 Meter) ein ganz kleines Felsengebiet. Der Name dieses Gebietes ist Himmelreich und ganz passend dazu befindet sich da seit wenigen Jahren eine Bergsteigergedenkstätte. Sie ist Bergsteigergedenkstaette_Himmelreich_kleinan zwei Zugängen mit den Worten Horolezecký památník, was so viel heißt wie Bergsteigergedenkstätte, ausgeschildert. Den kleinen Abstecher in diesen separaten Talkessel kann man sehr gut unternehmen, da es nur wenige Meter zusätzlicher Weg sind. Die Wanderung steigt noch ein paar Meter aufwärts, um dann angenehm horizontal bis ganz kurz vor der Gaststätte Turistická chata (Touristenbaude) weiterzugehen, wo sie im spitzen Winkel nach rechts abbiegt. Es geht einmal um einen Erdhügel (vermutlich ein Wasserbehälter) herum und dann weiterhin sehr bequem auf einem Waldweg in Richtung Grenze. Markiert ist dieser Weg mit dem gelben Strich gelber Strich. Nach 2 Kilometern erreicht man die Grenze und hier wandert man ein paar Meter (insgesamt 1 ½ Kilometer) auf der Grenze entlang. Ganz seltsam ist, dass hier auf einmal wieder die roten Ringe für eine Kernzonengrenze an die Bäume gemalt sind. Bisher war meine Vorstellung, dass es nur im Nationalpark Kernzonen, bzw. im Tschechischen heißt es Zone 1, gibt. Geocache_Grenzweg_kleinAn einem der Betonpfosten der Grenze hängt eine ehemalige Gipfelbuchkiste, die aber heutzutage die wetterfeste Aufnahme eines Geocaches ist. Früher ist der Pfad an der Grenze extra freigeschnitten worden, heutzutage sieht es nicht mehr so aus. Trotzdem kann man auf dem Weg sehr angenehm für die besagten 1 ½ Kilometer an der Grenze entlang wandern, um dann auf die deutsche Seite zu wechseln. Spätestens ab hier kommt man in eine Region, die bis zur Einrichtung des Forststeiges menschenleer war. Jetzt sind es immer noch keine Besucherströme, aber selbst an den vorher ruhigen Stellen kann man nun auf Menschen treffen. Das ist in keiner Weise unangenehm, da es im Vergleich zu anderen Wanderregionen in der Sächsischen Schweiz immer noch nur sehr wenige Mitmenschen sind.

Der Forststeig ist ab der Grenze wieder sehr gut markiert und so muss man nur ein bisschen Obacht geben, um den Weg über die Fichtenwände zu finden. Farbe_Gelaender_Zeisisgstein_kleinSehr seltsam ist zwischendurch ein Schild aus vergangenen Zeiten mit der Aufschrift „Reservat; Betreten nicht erlaubt; Bezirksnaturschutzorgan Dresden“. Gleich dahinter steht ein neu gezimmerter Hochsitz. Der Weg schlängelt sich ein wenig seltsam an dem Hang entlang, um dann vollkommen überraschend an den Zeisigstein zu gelangen. Blick_vom_Zeisigstein_kleinAuf den Felsen kommt man mittels einer Eisentreppe, die letztes Jahr neu gestrichen wurde. Die Farbwahl ist irgendwie für die sonstigen Treppen und Geländer ein wenig ungewöhnlich, da es genau die Farben (gelb und grün) des Forststeiges sind. Die Aussicht vom Zeisigstein ist nett, da der Felsen im Wald steht und man über den Wald auf eine seichte Hügellandschaft in Richtung Petrovice (Peterswald) schaut.

Nach dem Abstieg vom Zeisigstein ist das nächste Ziel der Hartenstein. Gelaender_Hartenstein_kleinDie Wanderung wäre aber nicht der Forststeig, zumindest auf der deutschen Seite, wenn ein gut ausgebauter Wanderweg nicht ignoriert würde und es dafür über einen kleineren Pfad ginge. Diese Variante macht viel mehr Spaß und das einzige ist, dass man den Zugang auf den Pfad nicht verpassen darf. Zu meinem Wanderzeitpunkt irrten außer mir noch zwei andere Blick_vom_Hartenstein_kleinWanderer hier herum, da der Zugang sich ein wenig im Wald versteckte. Wenn man aber genau schaut, dann sieht man die Wanderwegmarkierung mit dem gelben Strich doch sehr eindeutig. Der Forststeig führt also bis zum Hartenstein, bei dem die Geländer mit den gleichen gelb-grünen Farben gestrichen wurden. Auch wenn man hier eigentlich knapp neben dem Zeisigstein ist, so sieht die Aussicht ein ganzes Stück anders aus. Man blickt viel mehr über einen dichten Wald als am Zeisigstein.

Von hier geht es natürlich auch nicht auf den breiten Forstwegen weiter, sondern auf einem Pfad, der viel interessanter ist und am Kachemoor endet. Von dort geht es zum Zauschengrund, der auch nicht so einfach zu finden ist, da es mal ein kurzes Stück auf einer breiten Forststraße entlang geht, von der der Zauschengrund ganz unscheinbar abbiegt. Der tolle Waldweg führt leicht abfallend bis runter in den Diebsgrund, der aber nur durchquert wird und auf der gegenüberliegenden Seite geht es ein paar Höhenmeter (25 Meter) aufwärts. Der jetzt kommende Waldweg ist sehr angenehm zu wandern und auf einmal steht man schon kurz vor der Johanniswacht, einer sehr schönen Aussicht in das Bielatal. Kurz vor  der Aussicht verläuft die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich, der man die letzten Meter bis zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit, der Beutwaldhütte, folgt. Trekkinghuette_Beutwaldhuette_kleinAuch diese Trekkinghütte ist eine tolle Schlafmöglichkeit, die als letzte der Trekkinghütten in Betrieb gegangen ist. Das einzige, was ich an dieser Hütte nicht so schön finde, ist dass sie direkt an einer breiten Forststraße liegt und der Platz davor wie ein Präsentierteller aussieht. Dafür ist die Raumaufteilung in dieser Trekkinghütte am besten, da es zwei separate Schlafräume gibt. Auch nicht schlecht ist, dass es gleich unten im Bielatal (½ Kilometer entfernt) einen Imbiss namens Räuberhütte gibt, in dem man sich ganz gut stärken kann. Damit sollte man die Nacht hervorragend überstehen und für den nächsten Tag gut gestärkt starten können.

Herunterladen

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Rosenthal Fußweg zum Schneeberg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Ottomühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00 €

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.