Trekking

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Karte:
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Dauer:
ca. 12,00 h
Entfernung:
ca. 41,50 km
Höhenunterschied:
ca. 1201 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
sehr lang
viele Höhenmeter
festes Schuhwerk
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
Klettern mit Klammern
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Bad Schandau - Kurpark - roter Punkt - Kirnitzschtal Klinik - Kirnitzschtal - Hartungpromenade - Straßenbahndepo - Waldhäus´l - Ostrauer Mühle - Flößerstube - grüner Strich - Steinbrecherweg - Liebentor - Bauweg - Elbleitenweg - gelber Strich - blauer Strich - Großes Schrammtor - Vordere Promenade - Wildschützensteig - Schrammsteinaussicht - Schrammsteinweg - gelber Strich - Carolafelsen - Wilde Hölle - grüner Punkt - Untere Affensteinpromenade - Häntzschelstiege - Langes Horn - blauer Strich - Obere Affensteinpormenade - Satanskopf - grüner Strich - Frienstein - Idagrotte - Obere Affensteinpromenade - Kleiner Winterberg - Unterer Fremdenweg - roter Punkt - grüner Strich - Heringsloch - roter Strich - Winterstein - Hinteres Raubschloß - Bärenfangwände - gehackter Weg - Kleiner Kuhstall - Roßsteig - gelber Strich - Goldsteinaussicht - Roßsteig - Katzenstein - Fremdenweg - Großer Winterberg - blauer Strich - Fremdenweg - grüner Punkt - Wurzelweg - Elbleitenweg - grüner Strich - Kleine Bastei - Elbleitenweg - grüner Punkt - gelber Strich - Obrigensteig - Zahnsgrund - Zahnborn - Bad Schandau - Postelwitz - Sieben Brüder Häuser - Elbufer - Toskana Therme - Kurpark

Beschreibung:

Der Ursprung dieser Wanderung stammt aus der Zeitschrift Trekking. Dort hatte ein Redakteur beschrieben, wie er in der Sächsischen Schweiz eine nette Runde gedreht hat. Das Besondere an seiner Runde war, dass er sie in drei Teile unterteilt und zwei Nächte in Boofen verbracht hat. Irgendwie habe ich mir die Runde natürlich gleich in der Landschaft vorgestellt und dabei gedacht, dass man dafür ganz sicher keine Übernachtungen benötigt, sondern dass man sie einfach an einem Tag durchgehen könnte. Die Wanderung hat dann doch noch mehrere Jahre in meinem Wandervorrat geschlummert, denn ich war mir sicher, dass sie nur in der Jahreszeit mit vielen Sonnenstunden durchführbar sein würde, da sie doch ein wenig länger ist. Außerdem würde sie nur klappen, wenn man rechtzeitig aus dem Bett kommt und möglichst schnell startet.

Diesen Sommer war endlich ein passender Tag gefunden und wie in der Vorlage lElbresidenz_in_Bad_Schandau_kleiniegt der Startpunkt in Bad Schandau. Von dort erfolgen die ersten Kilometer durch das Kirnitzschtal. Dabei passiert man den Stadtpark und die dahinter kommende Kirnitzschtalklinik. Zu der Uhrzeit sind noch keine der Patienten unterwegs, die den vorbeiflitzenden Wanderern neidisch hinterherblicken. Knapp hinter dem Ortsausgangsschild startet auf der linken Straßenseite die Hartung-Promenade mit der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt. Bahndepo_Kirnitzschtalbahn_kleinSchon nach wenigen Metern passiert man das Depot der Straßenbahnen und es geht weiter bis zum Campingplatz Ostrauer Mühle. Hier wird nach rechts auf die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich gewechselt und dieser leichte Aufstieg schnell erledigt. Die Wanderung passiert ein paar Wochenendhäuser, die sich hier im Wald verstecken und dann wandert man auf dem Steinbrecherweg in Richtung Schrammsteine. morgendliche_Schrammsteinaussicht_klein
Mit dem Erreichen des Wenzelswegs wird auf den Malerweg gewechselt (Wanderwegmarkierung „M“) und man wandert zwischen Falkenstein und Schrammsteinen hindurch. Blick_zum_Falkenstein_kleinDie Wanderung führt um die westliche Spitze der Schrammsteine und dann den ersten ernstzunehmenden Aufstieg hoch auf die Schrammsteine. Das schöne bei dieser Wanderung ist, dass man schon zu einer Uhrzeit hier oben ankommt, zu der kaum ein oder sogar noch gar kein Mitmensch hier ist. Damit ist die Aussicht noch viel fantastischer, als wenn man sie teilen muss.

Nachdem man sich sattgesehen hat, geht es auf dem Gratweg weiter. Spätestens hier ahnt man, warum es angenehm ist, wenn nur wenige Besucher hier sind: Gratweg_Schrammsteine_kleinDer Pfad hier oben entlang ist einspurig und man muss bei größerem Besucherandrang schon mal eine Weile warten. Die Wanderung folgt der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich und ist gleich an mehreren Stellen äußerst interessant und abwechslungsreich. Auch hat man an mehreren Stellen schöne Aussichten, die mal nach Norden und mal nach Süden Blicke in die Landschaft ermöglichen. Nach ziemlich genau 3 Kilometern steht man vor einer längeren Treppe und dem Hinweisschild nach links zum Oberen Affensteinweg. Deutsches_Prebischtor_mit_Buche_kleinDieser Schlenker nach links führt einen zwar auch auf den Weg oberhalb der Treppe, aber dafür ist es ein viel schönerer Pfad und passiert das kleine Prebischtor. Gleich neben diesem Felsentor steht eine Buche, die ein riesiges Wurzellabyrinth über den Felsen gelegt hat.

Nachdem man wieder auf der blauen Wanderwegmarkierung angekommen ist, seitlich_der_Carolaaussicht_kleingeht es noch ganz wenige Meter nach links, um dann der Ausschilderung Carola-Aussicht und Wilde Hölle zu folgen. Die Carola-Aussicht ist ein Miniabstecher nach links auf eine größere Aussicht, bei der der Falkenstein und der Lilienstein in einer Linie liegen. Die Wanderung führt komplett die Wilde Hölle abwärts. In beide Klammern_in_der_Wilden_Hoelle_kleinRichtungen (hoch und runter) stehen Hinweise, dass der Weg schwierig ist, aber eigentlich ist es eher eine besondere Belastung für die Kniegelenke als ein besonders anspruchsvoller Weg. Zumindest im Verhältnis zu dem, was als nächstes auf dieser Runde kommt. Nachdem man von den Affensteinen abgestiegen ist, erreicht man die Untere Affensteinpromenade, die mit dem Blick_Blossstock_kleingrünen Punkt grüner Punkt markiert ist und auf der man nach rechts weiter wandert. Gleich zwei Mal hat man innerhalb von wenigen hundert Metern auf diesem Weg einen sehr guten Blick auf einige Felsnadeln. Die erste Felsnadel ist die Brosinnadel und die zweite der Bloßstock. Kurz vor dem Bloßstock biegt der Forstweg nach links ab, aber die Wanderung geht nach rechts durch einen dieser typischen Besucherlenkungszäune, der aber einen Durchstieg und den Hinweis auf eine Kletterstiege hat. Ein deutlicher Trampelpfad führt nach oben und erst kurz vor dem Felsen gabelt sich der Weg und man hält sich links. Man erreicht einen Hinweis auf die Häntzschelstiege und dass man selber für die Eigensicherung sorgen muss. Tatsächlich gibt es zu dem Thema sehr unterschiedliche Meinungen und ich werde keine Felsmurmel_umrunden_Haentzschelstiege_kleinEmpfehlung dazu aussprechen. Ich selber gehe jede Stiege der Sächsischen Schweiz ohne Sicherung, aber die Entscheidung muss jeder für sich selber treffen. Die erste Hürde ist schon der Einstieg, da man keine richtige Hilfe für die ersten 1 ½ Höhenmeter hat. Dann geht es über einige Stufen, Seile und Eisenklammern aufwärts. Von der unteren Häntzschelstiege ist der aufregendste Teil die Umrundung einer Felsmurmel auf Eisenklammern. Man kann sich aber gut an dem Seil festhalten bzw. die Sicherungen einhaken. Die untere Häntzschelstiege endet auf der Oberen Affensteinpromenade. Aufstieg_obere_Haentzschelstiege_kleinDiese wird nur überquert und dann geht es gleich gegenüber in einer Felsspalte weiter. In diesem Kamin steht eine längere Leiter, die erst richtig kompliziert wird, wenn man einen dicken Trekkingrucksack mit sich schleppt. Am Ende der Leiter angekommen geht es über ein paar Eisenklammern und an der aufregendsten Stelle der oberen Häntzschstiege von einer Felswand zur gegenüberliegenden. Die beiden Eisenklammern dafür sind aber nur wenige Zentimeter (weit weniger als ein halber Meter) voneinander entfernt und so gelangt man auf das Lange Horn. Die Aussicht von hier oben belohnt den Aufstieg auf jeden Fall und fordert zum Verweilen auf.

Nach diesem aufregenden Aufstieg und dem Ausblick geht es über das Aussicht_Langes_Horn_kleinLange Horn bis hinter den Besucherlenkungszaun. Dort trifft man auf die schon bekannte blaue Wanderwegmarkierung blauer Strich, auf der man ½ Kilometer nach links weiterwandert. Dabei passiert man noch eine weitere schöne Aussicht in südliche Richtung und kurz dahinter erreicht man einen abzweigenden Waldweg, der Zugang_Idagrotte_kleinausgeschildert ist mit dem Frienstein. Der Weg steigt ein paar Stufen abwärts und man passiert das Friensteinflössel. Von dort sind es nur ein paar wenige Meter bis zur Idagrotte, einer Höhle im Frienstein und das eigentliche Ziel der meisten Besucher des Friensteins. Aussicht_Idagrotte_kleinDie Grotte ist über ein Felsband gut zu erreichen und wird auch sehr gerne als Rastplatz genutzt. Eigentlich wäre es auch eine ideale Boofe, aber leider ist dem nicht so.

Die Wanderung führt aus der Idagrotte wieder zurück auf den Wanderweg mit dem grünen Strich grüner Strich und dann nach links in Richtung Kleiner und Großer Winterberg. Die Obere Affensteinpromenade schlängelt sich auf ziemlich gleichbleibender Höhe entlang. Neben dem Weg befinden sich einige Felsüberhänge, die alle so aussehen, als ob sie als Boofe genutzt werden könnten, aber es handelt sich nicht um offiziell zugelassene Schlafplätze. Der Kleine Winterberg wird einmal umrundet und es geht weiter in die Richtung des Großen Winterbergs. Ab dem Kleinen Winterberg wechselt die Wanderwegmarkierung in den roten Punkt roter Punkt und der Name in Fremdenweg. Bald erreicht man den Reitsteig (markiert mit dem blauen Strich blauer Strich), auf dem es nach links weiter geht. Abstieg_Heringsloch_kleinAuf dem beliebten Reitsteig wandert man einen ¾ Kilometer, bis nach links das Heringsloch abbiegt. Der Name ist leicht irreführend, aber es geht relativ angenehm mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich abwärts. Am Felsfuß angekommen geht es nach rechts auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich weiter. Nach so einigen Schlenkern erreicht man den Zugang zum Hinteren Raubschloss (der Felsen selber heißt Winterstein). Auf diesen frei stehenden Felsen sollte man unbedingt hochsteigen, da man dort ein sehr schönes Panorama hat. EisenleiterWas auch wirklich besonders ist, ist der Aufstieg. Das Coolste ist die freistehende Eisenleiter, von der man auch noch nett aus der Höhle herausblicken kann. Irgendwie kann man sich sehr gut vorstellen, wie sich früher hier Räuber verstecken und durch die besondere Felsform schützen konnten.

Nach diesem weiteren Höhepunkt der Wanderung geht es wieder auf den Wanderweg mit der roten Markierung roter Strich und nach links den Hang hinunter. Schon bald (¼ Kilometer) erreicht man einen Waldweg, der nach rechts abbiegt. Hier steht zwar ein Kernzonenschild, Borkenkaefer_unterhalb_Baerenfangwaende_kleinaber wenn man wenige Meter auf dem Weg gewandert ist, findet man einen grünen Pfeil an einer Fichte auf der rechten Wegseite. Damit handelt es sich um einen offiziellen Bergpfad, den man auch im Bereich der Kernzone immer betreten darf. Schon nach wenigen Metern konnte ich im Sommer 2018 ein Ergebnis der großen Dürre in Sachsen sehen. Hier war ein großes Gebiet an Fichten vom Borkenkäfer befallen und auf dem Waldboden lagen mehrere Zentimeter hoch die Nadeln. Die Spechte hatten schon ganze Arbeit geleistet und die Bäume entrindet. So ein Wald sieht einfach nur noch traurig aus und ist dieses Jahr an wirklich vielen Stellen im Nationalpark zu sehen.

Der Bergpfad führt auf die Bärenfangwände hinauf. Dabei handelt es sich aber nicht um eine dieser Aufstieg_Baerenfangwaende_kleinüblichen Treppenanlagen, sondern um eine Schlucht, die mit jedem Gewitter mehr freigespült wird und wo man über so manche Felsmurmel aufsteigen muss. Das hört sich schlimmer an, als es denn wirklich ist, ist aber auch anstrengender als nur mit einer Treppe die Höhenmeter zu überwinden. Oben angekommen hat man die Möglichkeit auf das Hintere Raubschloss herunter zu blicken. Der Pfad schlängelt sich hier oben über die Bärensteine und auch hier stehen sehr viele Fichten, die von den Borkenkäfern befallen wurden. Nach etwas mehr als ½ Kilometer erreicht man eine Wegkreuzung, an der der grüne Pfeil in alle drei Richtungen zeigt. Das erscheint erstmal komisch, ist aber für die Wanderung genau richtig. Hier geht es zuerst nach rechts, Kleiner_Kuhstall_kleinbis man nach ein paar hundert Metern (350 Meter) den kleinen Kuhstall erreicht. Dieses Felsentor steht hier vollkommen versteckt und wird nur ganz selten von Wanderern entdeckt. Das liegt daran, das man erst den Bergpfad entdecken muss und dann ist der Weg auch noch eine Sackgasse. Hier gehen zwar mehrere Pfade in unterschiedliche Richtungen weiter, aber sie sind allesamt gesperrt. Deshalb muss man hier wieder zurück wandern und dabei passiert man wieder die seltsame Kreuzung mit den gleichen Wegmarkierungen in alle drei Richtungen. Diesmal geht es wieder nach rechts und schon bald (200 Meter) erreicht man den Roßsteig. Auch hier geht es erstmal nach links in die falsche Richtung, Borkenkaeferbefall_Richterschluechte_vor_Goldsteinaussicht_kleinaber damit kommt man zur Goldsteinaussicht. Der Waldweg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und den Zugang zur Goldsteinaussicht erreicht man nach ¼ Kilometer. Das Besondere an dieser Aussicht ist, dass man sehr gut in die Schlucht des Großen Zschands blicken kann und keine Spuren von Zivilisation sieht. Auch hier waren im Sommer 2018 sehr deutlich Borkenkäferschäden zu sehen. Insgesamt sind es 5 befallene Waldgebiete, die man hier in der Senke entdecken kann. Wenn man häufiger hier ist, dann konnte man schon sehen, dass jedes dieser Gebiete auch vorher schon über mehrere Jahre Borkenkäferbefall hatten, aber dieses Jahr sind die Schadensgebiete explosionsartig gewachsen. Auch wenn der Nationalpark den Grundsatz hat, die Natur sich selber zu überlassen, wird andererseits immer von der Wirtschaftlichkeit des Nationalparks gesprochen und dieser Schaden dürfte immens sein. Aber auf jeden Fall ist es jetzt nur die Frage von ein paar Jahrzehnten und dann steht in diesen Gebieten ein wunderbarer Mischwald.

Wie vorhin in der Beschreibung schon angedeutet, geht es jetzt wieder auf dem markierten Wanderweg zurück und Katzstein_kleinam Zugang zu den Bärenfangwänden vorbei in die Richtung des Großen Winterbergs. Die blaue Wanderwegmarkierung passiert den Katzenstein, auf dem tatsächlich deutlich ein Katzenkopf zu erkennen ist und führt dann auf dem Fremdenweg weiter bis zum Zugang des Großen Winterbergs. Die Wanderung auf dem Fremdenweg ist komisch, da man hier zum höchsten Berg der Sächsischen Schweiz unterwegs ist, aber der Weg nur wenige Höhenmeter überwindet. Bretterweg_Grosser_Winterberg_kleinAnscheinend ist der Untergrund ziemlich matschig, da über eine lange Strecke Bretter ausgelegt wurden. Erst ganz kurz vor dem Gipfel biegt der blaue Wanderweg nach rechts ab und man muss doch noch ein paar Höhenmeter aufsteigen. Auf dem Gipfel des Großen Winterbergs befinden sich gleich mehrere Gebäude. Das Haus, das man als erstes entdeckt, ist die Nationalparkinformationsstelle Eishaus. Wie bei jedem dieser Nationalparkhäuser lohnt sich immer ein Abstecher hinein. Gaststaette_Grosser_Winterberg_klein
Das nächste Gebäude ist die Kombination aus Hotel, Gaststätte und Biergarten. Gleich neben dem Hotel steht dann auch noch der Aussichtsturm. Der Große Winterberg hat nämlich den gravierenden Nachteil, dass rundherum hohe Bäume stehen und man damit überhaupt keine Aussicht hat. Leider sind im Moment (seit Anfang 2018) alle Gebäude geschlossen, bis auf einen Notbetrieb für den Biergarten. Super schade, dass hier ein finanzieller Disput zwischen dem Verpächter und dem Pächter besteht.

Die Wanderung geht auf der anderen Seite wieder vom Großen Winterberg herunter. Dafür folgt man weiterhin der blauen Wanderwegmarkierung. Auch auf dieser Seite des Bergs ist es so, dass man nur ein kurzes Stück wirklichen Abstieg hat und dann geht es angenehm weiter auf dem Fremdenweg. Nach etwas weniger als einem Kilometer biegt nach links der Wurzelweg ab. Ausgeschildert ist hier Schmilka und markiert ist der Waldweg mit dem grünen Punkt grüner Punkt. Der Weg ist an manchen Stellen ziemlich hubbelig und das Gefälle ist ordentlich für einen solchen Waldweg; je länger man aber unterwegs ist, desto angenehmer wird der Weguntergrund und ab dem tiefsten Punkt mit dem Erreichen des Elbleitenweges wird der Untergrund durch den gut ausgebauten Forstweg schon fast langweilig. Aussicht_Kleine_Bastei_kleinAuf dem Elbleitenweg geht man ziemlich genau einen Kilometer, bis nach links der grüne Strich grüner Strich zur Kleinen Bastei abbiegt. Diesen kleinen Abstecher von insgesamt einem weiteren Kilometer sollte man sich nicht entgehen lassen, da man von der Kleinen Bastei einen sehr schönen Blick in das Elbtal genießen kann. Von der Aussicht kann man die Elbe hoch bis zur Grenze und herunter bis nach Bad Schandau sehen. Besonders fallen dabei die Felswände der Steinbrüche oberhalb von Postelwitz auf.

Die Wanderung geht also von der Kleinen Bastei wieder zurück auf den Elbleitenweg. Dort folgt man dem grünen Punkt grüner Punkt über eine riesig lange Strecke. Der Redakteur aus der Zeitschrift Trekking hatte auch schon geschrieben, dass ihm das Stück negativ aufgefallen ist, weil man nur ganz selten Sandsteine sieht. Das stimmt, aber alternativ wäre mir auch nur eine Strecke auf der gegenüberliegenden Seite der Schrammsteine/Affensteine eingefallen und so kann man nach dieser riesigen Tour einfach nur noch angenehm durch den Wald wandern. Die Wanderung passiert die Breite Kluft und die vorderen Ausläufer der Schrammsteine am Schrammtor. Nachdem man auf der westlichen Seite des Schrammtores angekommen ist, wird der grüne Punkt verlassen und man wandert auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in Richtung Bad Schandau weiter. Der sogenannte Obrigensteig führt leicht irreführend auf gleichbleibender Höhe in westliche Richtung. Kneipbecken_Zahnborn_kleinDas ändert sich dann aber doch kurz vor dem Zahnsgrund und man muss über die letzten Stufen abwärts steigen. Nachdem man auch die Fahrstraße überquert hat, geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite gleich weiter abwärts. Wenn man die Runde tatsächlich innerhalb eines Tages gewandert ist, dann kommt knapp hinter der Leitplanke auf der linken Wegseite in der Form eines Kneippbeckens eine wunderbare Erfrischung. Siebenbruederhaeuser_Postelwitz_kleinSelbst im Hochsommer bei monatelangem Regenmangel kommt aus der Quelle (Zahnsborn) immer noch reichlich frisches Wasser. Wunderbar. Die Wanderung stößt bald auf die Bundesstraße neben der Elbe und dieser folgt man etwas weniger als einen Kilometer. Dann kann man auf der Elbpromenade bis zum Ausgangspunkt wandern.

Ich fand diese Runde eine schon extreme Herausforderung, weil sie doch einige Höhenmeter beinhaltete. Wirklich toll war, dass ziemlich viele der Höhepunkte der Hinteren Sächsischen Schweiz enthalten waren. Dadurch waren alle Kriterien (Felsen, Aussichten, Spannung, aber auch ruhige Bereiche) für eine perfekte Wanderung dabei. Mich wundert, dass in der ursprünglichen Beschreibung gleich zwei Übernachtungen in Boofen vorgesehen waren. Dazu hätte ich überhaupt keine Lust, da man dann durch die komplizierten Stellen wie die Häntzschelstiege, das Hintere Raubschloss oder den Aufstieg an den Bärenfangwänden den riesigen Rucksack buckeln muss.

2 Gedanken zu „Trekking“

  1. Großartige sportliche Leistung !!!
    Wenn man schon vorher überall mal war, ist das o.k.
    Sollte man all die schönen Stellen aber das erste mal begehen, dann sind es zu viele Eindrücke, die man später schlecht zuordnen ( reproduzieren ) kann.
    Mir geht es jedenfalls bei so langen Touren mit vielen
    Höhepunkten so …

  2. Der Borkenkäfer hat ganz schlimm zugeschlagen im Bereich Stimmersdorfer Weg/Treppengrund. Im großen Zschand zwischen Abzweig Hickelhöhle und Abzweig Richterschlüchte. Der untere Bereich der Weberschlüchte und der Richterschlüchte ist auch betroffen.
    Außerdem rieselte es Ende August kräftig am oberen Ende des Jordanweges. In Tschechien im zwischen der Waldbarbeiter Hütte und dem Grenzübergang Hinterdittersbach.

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