Waldhusche Naturgenussweg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 5,50 km
Höhenunterschied:
ca. 151 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Nationalparkinformationsstelle Beize - grüne Markierung - Eichhörnchenwohnung - Meiler - Mühlleite - Waldpoesiebett - Waldversteck - Fuchsbau - Eingang/Ausgang Aschehübel - Hantschengrund - Grüne Inspiration - Höhle - Hinterhermsdorfer Dorfbach - Wildzaun - Meiler - Nationalparkinformationsstelle Beize

Beschreibung:

In der Hinterhermsdorfer Waldhusche gibt es vier unterschiedliche Rundwege. Sie heißen Abenteuerweg, Waldnutzungsweg, Naturgenussweg und Waldkundeweg. In dieser Beschreibung geht es um den Naturgenussweg, der vom Nationalpark mit diesen Worten beschrieben wird: “Hier werden Sie nicht nur eingeladen zu einem Spaziergang mit besonders ansprechenden Aussichten – dieser Weg ist wirklich ein Entdeckungsweg der Naturschönheiten!” Das trifft sehr gut zu und deshalb gibt es auch dazu eine Beschreibung von mir. Im Gegensatz zu allen anderen Rundwegen startet dieser Weg an der Nationalparkinformationsstelle Beize. Das ist aus meiner Sicht ziemlicher Unfug, da dort kein Mensch (außer den Rangern) losgehen kann. Man muss immer erst bis dorthin kommen und das kann man nur über die Straße Beize/Hackkuppenweg oder den Parkplatz, dann die andere Seite des Hackkuppenweges. Wenn man die Runde als Ergänzung zum historischen Waldnutzungsweg nimmt, könnte man sie natürlich an der Nationalparkinformationsstelle einfügen.

Der Startpunkt ist also die Nationalparkinformationsstelle Beize, die man sich entweder zum Anfang oder Ende der Runde unbedingt ansehen sollte. Kletterpfad_oberhalb_Nationalparkinfohaus_Beize_kleinBei dieser Infostelle geht es um das Thema Wald, den Waldarbeiter und den natürlichen Wandel in einem Schutzgebiet. Dabei spielt der Borkenkäfer eine wichtige Rolle. Der Naturgenussweg ist mit grünen Schildern und einem „N“ gekennzeichnet. Um den ersten Überblick zu erhalten, geht es mal eben ungewoehnlicher_Rastplatz_an_Aussicht_kleinkurz hinter dem Nationalparkhaus ein paar Meter aufwärts. Das kann entweder über einen ganz normalen Waldweg erfolgen oder über den Bergpfad. Vielleicht würde sich für den Hinweg der Bergpfad mit seinen wenigen (ungefähr 10 Stück) Klammern empfehlen und der Rückweg über die Serpentinen. Oberhalb des Nationalparkhauses befindet sich eine sehr schöne Aussicht in und über das bewaldete Dorfbachtal.

Von dem Nationalparkhaus geht es nach links abwärts. Die ersten beiden Stationen sind eine Wildwiese, die im Sommer wunderbar aussieht, und eine Streuobstwiese. Eichhoernchenwohnung_Waldhusche_kleinVorbei an dem Wettiner Gedenkstein von 1889 und der Eichhörnchenwohnung kommt man nach ein paar Metern an ein Baumnest und auch Erwachsene dürfen einmal hochklettern und aus einer etwas höheren Position die Aussicht genießen. An dieser Stelle ist es aber keine besonders tolle Aussicht und ich hätte mir viel bessere Plätze für diese Station vorstellen können. In der Senke passiert man einen Teich/Stillgewässer mit einem darüberragenden Steg und nachdem man noch ein kleines Stück weiter gewandert ist, kommt man nach ein paar Metern an der unteren Station der Waldhusche und einem Anschauungsmeiler vorbei. Kurz dahinter biegt im spitzen Winkel die Mühlleite ab. Das ist ein Waldpfad, der in einem netten Bogen und ein paar Höhenmetern um den Aschehübel führt. Waldpoesiebett_Dichterparadies_Waldhusche_kleinNach ungefähr 200 Metern findet man die Station Waldpoesiebett, eine Hängematte aus stabilem Gummi, die überraschend bequem ist. Wieder ein paar Meter weiter auf der Mühlleite kommt die nächste Station des Naturgenussweges. Hier ist es ein riesiger Trichter, der als Hörgerät dient. Die Station heißt Waldversteck und mit dem hoerbare_Stille_Waldversteck_kleinTrichtergrammophon kann man tatsächlich noch Geräusche in weiter Entfernung hören. Wenn man jetzt mal auf die Richtung des Hörgerätes schaut, dann weiß man, dass man auf den nächsten hundert Metern vielleicht nicht ganz so brüllend durch den Wald wandern sollte. Sonst könnte es sein, dass ein nachfolgender Besucher der Station so einiges mitbekommt.

Weiter geht es, grün markiert, auf der Mühlleite, bis nach rechts ein Abstecher zu einer ruhigen Aussicht ausgeschildert ist. Diese ist nur ein paar Meter vom Weg entfernt und ein netter Platz für z.B. ein Picknick. Fuchsbau_Burg_im_Berg_kleinEin paar Meter weiter  passiert man die Station Fuchsbau, die zwar nicht zum Naturgenussweg dazugehört, aber trotzdem besonders auffällt. Auf der rechten Wegseite befindet sich noch eine weitere Aussicht, die einen Blick über den Hantschengrund bietet und durch den Mischwald unterschiedlichste Farben zu jeder Jahreszeit bietet. Der Weg Mühlleite endet auf dem netten Kreisverkehr mit seinen vielen interessanten Stationen Eingang_Aschehuebel_kleinmitten in der Waldhusche und man folgt der grünen Wanderwegmarkierung auf dem Aschehübelweg weiter. Nach etwas weniger als ½ Kilometer erreicht man den Eingang/Ausgang Aschehübel. Galerie_der_Naturschoenheit_Fenster_kleinNoch bevor man das Gelände verlässt, biegt der Naturgenussweg nach rechts ab. Schon bald befindet sich auf der rechten Wegseite die Station Grüne Inspiration, bei der grobe Bilderrahmen dazu einladen, einen Blick hindurchzuwerfen. Auch wenn man eigentlich nichts anderes als beim Blick in den Wald sieht, so wirkt die Ansicht einfach anders.

Als ich die Wanderung unternommen habe, waren noch deutlich die Spuren von dem Sturm Friederike (Anfang 2018) zu sehen. Zum Teil lagen noch Bäume kreuz und quer oder tonnenschwere Waldfahrzeuge hatten Furchen durch den Wald gezogen. Genau das galt besonders für den Hantschengrund. Bei den Aufräumarbeiten muss auch eine Station verschwunden sein, die sich eigentlich kurz hinter den Bilderrahmen befand. Schichtfugenhoehle_Waldhusche_kleinJetzt war nichts mehr zu finden, aber ich bin mir sicher, dass der Nationalpark die Station bestimmt wieder möglichst schnell neu bauen wird. Bald passiert man einen Waldweg, der von rechts kommt und knapp dahinter befindet sich die Station einer typischen Höhle in der Sächsischen Schweiz. Damit auch gleich geklärt war, wie die Höhle entstanden ist, schlängelte sich zu meiner Wanderzeit ein Eisrinnsal aus der Höhle.

Der Hantschengrund endet auf dem Weg durch den Hinterhermsdorfer Dorfbach. Diesen gut ausgebauten Weg wandert man jetzt nach rechts Wildzaun_Hinterhermsdorfer_Dorfbach_kleineinen ¾ Kilometer den Hang hinauf. Zwischendurch passiert man eine Station namens Wildzaun, die zwar nicht zu dem Naturgenussweg gehört, aber trotzdem sehr interessant ist. Nach dem besagten ¾ Kilometer biegt die grüne Wegmarkierung im spitzen Winkel nach rechts ab und man wird auf bekanntem Weg wieder zur Nationalparkinformationsstelle zurück geführt.

Es ist immer wieder interessant, welche Mühe sich die Mitarbeiter des Nationalparks Sächsische Schweiz mit der Waldhusche geben. Vollkommen traurig ist, dass dann die Besucher die Stelle zum größten Teil ignorieren. Das hat das Waldgebiet wirklich nicht verdient.

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    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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