Störche

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 13,50 km
Höhenunterschied:
ca. 280 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Sebnitz und Umgebung - Karte 90;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Polenz - Heinrich-Heine-Straße - Mittelweg - roter Punkt - Inselweg - Kriegerdenkmal - Altes Gummiwerk - Polenztal-Wanderweg - Waldmühle - Knochenmühle - grüner Strich - Pirnaer Steig - Lamprechtskreuz - Cunnersdorfer Straße - Polenz - Waldbad - Kirchsteig - Heinrich-Heine-Straße

Beschreibung:

In unserer Tageszeitung (Sächsische Zeitung) stand ein netter Artikel über die Störche in der Sächsischen Schweiz. Dabei wurde berichtet, dass es in diesem Jahr (2018) relativ wenige Jungvögel gibt, aber in Polenz gleich drei davon im Nest sitzen. Da wir selber nur ganz selten Störche sehen, haben wir gleich mal eine kleine Wanderung dorthin unternommen. Polenz_in_der_Ortschaft_Polenz_kleinAls Startpunkt haben wir den Straßenrand an den Mehrfamilienhäusern im Bereich der Heinrich-Heine-Straße gewählt. Über den Mittelweg gelangt man zum Polenzbach. Auf der linken Bachseite verläuft die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt, der es bachabwärts hinterher geht. ausgerichtete_Storchenkinder_kleinZwischendurch gabelt sich der Bachlauf und deswegen heißt die Straße dann auch Inselweg. Es geht weiter auf der roten Wanderwegmarkierung und zwischendurch Flugversuche_Storchenkinder_klein
am linken Hang entlang. Nach ungefähr 3 Kilometern sieht man auf der rechten Straßenseite der Polenztalstraße das Firmengelände des alten Gummiwerks, das heute zu Veritas gehört. Am unteren Rand (westliche Seite) befindet sich das Nest der Storchenfamilie. Als wir dort ankamen, waren die drei jungen Störche noch im Nest, unternahmen aber schon lustige Flugversuche .

Kurz hinter dem Firmengelände biegt nach links die rote Wandermarkierung ab und die Polenz verlässt die Ortschaft. Der Wanderweg durch Stoerchepaar_kleindas Polenztal ist eine abwechslungsreiche Strecke, die mal an Wiesen oder auch mal an Felsen entlang führt. Als wir an der ersten Wiese entlang gewandert sind, flitzten auf einmal zwei große Schatten über uns. Es war die Eltern von den drei Störchen, die freundlicherweise auch noch gleich neben uns landeten. Die beiden stolzierten sehr nett über die Wiese und fingen sich vermutlich Grashüpfer. Besonders auffällig war, dass sie die ganze Zeit nah beieinander blieben und fast im Gleichschritt unterwegs waren.

Die Wanderung führt weiterhin über einen angenehm zu wandernden Waldweg an der linken Bachseite abwärts. Zwischendurch passiert man die Waldmühle und daraufhin die Knochenmühle. Bruecke_zur_Knochenmuehle_kleinDie Knochenmühle ist heutzutage eine Gaststätte, die sich auf Wildgerichte spezialisiert hat. Am Wanderweg stand bei unserer Wanderung ein Wegweiser auf die Gaststätte und ganz besonders der Hinweis auf die Wildknacker. Blöderweise habe ich mal wieder die Sprache der Frauen nicht richtig verstanden, als meine Frau die Wildknacker besonders erwähnte. Tja, erst ein ganzes Stück später auf der Wanderung kam der Hinweis, dass so ein Wildknacker doch wirklich was Leckeres gewesen wäre. Das nennt man Pech gehabt.

Die Wanderung folgt noch ein paar Meter der Polenz, bis ganz kurz vor der Landstraße, die das Tal an der Bockmühle durchquert, nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich abbiegt. Blick_auf_Cunnersdorf_kleinDer Waldweg steigt aus dem Polenztal heraus, um dann weiter über die Felder in Richtung Cunnersdorf zu gehen. Der Blick über die Felder und Wiesen in die seichte Hügellandschaft ist zu jeder Jahreszeit nett. Lampertkreuz_bei_Cunnersdorf_klein
Bevor der Feldweg nach Cunnersdorf absteigt, biegt die grüne Wanderwegmarkierung nach links ab und steigt auch noch ein kleines Stück an. Bald ist der Wald erreicht und in ihm ist gleich am Wegesrand ein auffälliges Kreuz zu entdecken. Es handelt sich um das Lamprechtskreuz, das an den Heimatforscher Professor Guido Lamprecht erinnert. Neben dem hölzernen Kreuz steht eine Informationstafel, die noch einige Hintergründe erklärt.

Noch bevor man aus dem Wald heraustritt, fallen einige alte Steinbrüche auf, Wegweiser_von_1820_Polenz_kleindie hier in den Waldboden gegraben wurden. Dann erreicht man die Cunnersdorfer Straße, die nur von ein paar wenigen Fahrradfahrern und Bauern genutzt wird. So kann man angenehm nach links in Richtung Polenz weiter wandern. Cunnersdorfer_Strasse_klein
Sehr schön an dieser Straße sind die vielen unterschiedlichen Obstbäume. Zumindest als Wanderer hat man maximal klebrige Schuhsohlen, aber wenn man Glück hat bzw. zur rechten Zeit hier entlang kommt auch noch frisches Obst. Am Ortsrand von Polenz befindet sich das Waldbad, das man bei schönem Wetter schon von weitem hören kann. Das letzte Stück der Wanderung führt weiterhin auf der grünen Wanderwegmarkierung am südlichen Rand der Ortschaft entlang, bis der Ausgangspunkt der Runde erreicht wird.

Auch wenn der eigentliche Titel der Wanderung nur auf wenige Wochen im Jahr beschränkt ist, so ist die Wanderung eine nette Runde, die wirklich zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden kann. Dass die Störche eine Attraktion auf der Wanderung sind, ist ein besonderes Bonbon. Angeblich soll das Nest aber jedes Jahr von einer Storchenfamilie bewohnt sein.

 

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