Inglourious Basterds

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 8,50 km
Höhenunterschied:
ca. 180 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Sebnitz und Umgebung - Karte 90;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Sebnitz-Hertigswalde Wasserspeicher - gelber Punkt - Hohe Straße - Panoramaweg - Hertigswalder Höhe - Aufnahmestelle Inglourious Basterds - Schutzhütte - Hohe Straße - gelber Punkt - Steinsäule - Ottendorf - grüner Punkt - Hauptstraße - Ottendorfer Hütte - Parkweg - Rundweg Ottendorf - Soldatendenkmal - Endlerkuppe - Soldatendenkmal - grüner Strich - Ottendorf - Sebnitzer Straße - Hinterer Dorfweg - Waldwiesenhaus - gelber Punkt - Hohe Straße - Sebnitz-Hertigswalde Wasserspeicher

Beschreibung:

Eine sehr nette Leserin unserer Internetseite hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass eine Szene des Films „Inglourious Basterds“ am Rande der Sächsischen Schweiz gedreht wurde. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich von dem Film noch nie etwas gesehen oder gehört habe, aber eine Stelle in der Sächsischen Schweiz zu finden, an der ein internationaler Film gedreht wurde, ist doch mal interessant. Netterweise hatte mir die Leserin eine GPX-Datei zur Verfügung gestellt und eine genaue Beschreibung der Stelle. Da ich wie immer keine Lust hatte, nur zu einem Punkt hin zu wandern und dann den gleichen Weg wieder zurück zu gehen, habe ich eine kleine Rundwanderung daraus gebaut.

Der Start ist der Miniparkplatz an den Wasserbehältern zwischen Sebnitz-Hertigswalde und Ottendorf. An den Wasserspeichern gibt es ein paar wenige Parkplätze (6 Stück), aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Richtung Hertigswalde sind noch einige weitere. Wenn man auf dem Parkplatz steht und in Richtung der beiden Wasserbehälter schaut, dann geht es nach rechts auf der gelben Wanderwegmarkierung gelber Punkt los. Der Feldweg führt wunderbar geradeaus ohne jeglichen Höhenunterschied, aber dafür mit einer netten Aussicht in östliche Richtung. Der Weg heißt eigentlich Hohe Straße und war früher die Verbindung von Bad Schandau über Hertigswalder_Hoehe__kleinAltendorf und Mittelndorf nach Hertigswalde. Heutzutage wird er Panoramaweg genannt und auch diese Beschreibung ist sehr passend. Nach etwas weniger als einem Kilometer fällt auf der linken Wegseite die Hertigswalder Höhe auf. Zwischen den Bäumen stehen sogar Bänke, die gleich mal dazu einladen, die erste kleine Rast einzulegen.

Von dem Rastplatz geht es die paar Meter wieder zurück auf den Feldweg und noch ein Aussicht_Hertigswalder_Hoehe_kleinkurzes Stück auf der bekannten Wanderwegmarkierung weiter. Noch bevor man den Wald erreicht, führt nach rechts ein Pfad am Waldrand zu einer Schutzhütte. Hier ist ein Miniausschnitt für den Film „Inglourious Basterds“ gedreht worden. Dabei kann man sehr gut den Blick in die Landschaft bei der Szene mit dem nachgebauten Schutzhuette_Hertigswalder_Hoehe_kleinfranzösischen Bauernhof wiedererkennen. Um ganz ehrlich zu sein: mir hat der Film überhaupt nicht gefallen, aber der Freundeskreis sagte, dass es ein ganz typischer Film von Quentin Tarantino wäre. Tja, das macht für mein persönliches Empfinden aus dem Film keinen besseren Film, da ich so viel Gewalt einfach nicht in meiner Unterhaltung haben möchte. Aber immerhin bin ich dadurch zu einer mir bis dahin unbekannten schönen Aussicht gekommen.

Die Wanderung führt wieder zurück auf den Feld- bzw. dann Waldweg mit der gelben Wanderwegmarkierung gelber Punkt. Hier geht es nach rechts in den kleinen steinerner_Wegweiser_Nixdorf_kleinWald hinein und auf der anderen Seite wieder heraus. Dann erreicht man eine steinerne Wegsäule, die den Weg nach Hertigswalde und Nixdorf weist. An der Kreuzung wird die gelbe Wanderwegmarkierung verlassen und man wandert nach rechts auf das Feld hinaus bzw. leicht abfallend den Hang hinunter. Nach etwas mehr als einem Kilometer biegt der Feldweg nach rechts ab und das Elend beginnt. Der Weg ist noch ganz eindeutig zu erkennen, aber im Sommer 2022 war er vollkommen mit Brennnesseln und Brombeeren zugewuchert. Auf der rechten Wegseite war ein noch nicht geerntetes Maisfeld, durch das ich nicht latschen wollte und auf der linken Seite eine Weide mit Kühen. Diese lagen aber ein ganzes Stück weiter aufwärts und waren zufrieden am Wiederkäuen. Also bin ich ein paar Meter (genauer gesagt 200 Meter) über die Weide gewandert, bis der Weg wieder begehbar war und nach links in die Richtung von Ottendorf abbog. Schon bald ist das erste Haus erreicht, an dem man bequem vorbei wandern kann bis zur Hauptstraße. Schnitzerei_Ottendorfer_Huette_kleinJetzt wandert man nach rechts weiter auf der Hauptstraße. Schon bald passiert man die Ottendorfer Hütte (www.ottendorfer-huette.de), die aber leider zu den normalen Wanderzeiten nicht geöffnet hat. Sehr interessant ist, dass gleich an der großen Tafel eine Wanderkarte mit einem Weg mit dem Namen „Rund um Ottendorf“ hängt. Diesem Weg wird man auf dieser Wanderung noch so einige Male begegnen und man kann ihn nicht übersehen.

200 Meter hinter der Ottendorfer Hütte verlässt man nach links die Hauptstraße von Ottendorf und es geht mit einer Serpentine aufwärts. Dabei passiert man die Schnitzwerkstatt des Künstlers, der die Schilder des Ottendorfer Rundwegs angefertigt hat und kurz hinter diesem Haus biegt vor einem Haus/Garten ein Feldweg ab. Dieser führt neben dem Garten entlang und schon bald hat man eine nette Aussicht oberhalb von Ottendorf. Schnitzrei_Rundweg_Ottendorf_kleinAn dem Weg stehen einige Tafeln des Rundwegs mit sehr netten Schnitzereien und Erklärungen. Der Weg führt knapp oberhalb des Ortsrandes entlang und man erreicht nach kurzer Zeit das große Soldatendenkmal. Eigentlich soll die Wanderung hier nach rechts auf der Zufahrt wieder nach Ottendorf hinunter gehen, aber es gibt noch einen interessanten Abstecher. Aussicht_Terrasse_Endlerkuppe_kleinAuf der linken Seite befindet sich hinter dem Wasserwerk die Endlerkuppe. Heutzutage ist es nur noch eine Ruine, aber die Aussicht von der riesigen Terrasse ist den Miniabstecher wert. Früher war hier ein Jugenderholungsheim und es hat schon viele Ideen gegeben, was man aus dem Gebäudekomplex machen könnte, aber leider ist es bei den Ideen geblieben und in dem heutigen Zustand wird es auch nichts mehr.

Wie schon gesagt, geht es von der Endlerkuppe über die Zufahrt an dem Soldatendenkmal Schule_Ottendorf_von_1926_kleinvorbei runter in den Ort. An der abknickenden Vorfahrtsstraße geht es weiter geradeaus den Berg hoch in Richtung Sebnitz. Auch wenn die Straße die gleiche Straße wie im unteren Teil des Dorfes ist, so heißt sie hier Sebnitzer Straße. Ortseingang_Ottendorf_kleinAuf ihr wandert man an der Gaststätte „Zum Kirnitzschtal“ und dem Parkplatz vorbei bis zum Ortsausgang. Auf der rechten Seite zweigt der Hintere Dorfweg ab. Nach weniger als 200 Metern biegt nach links ein Feldweg ab, an dem auf der rechten Wegseite ein Gedenkstein an die 15-jährige Zusammenarbeit mit der Tschechischen Feuerwehr aus Hřensko (Herrnskretschen) erinnert. Im Jahr 2022 müsste man die Tafel eigentlich aktualisieren, da die beiden Feuerwehren bei dem großen Waldbrand sehr gut zusammengearbeitet haben. Kurz hinter dem Gedenkstein gabelt sich der Weg und man hält sich links. Der Feldweg führt hinunter bis in den Wald. Auch wenn der Eingang in den Wald etwas versteckt ist, so findet man ihn so einigermaßen leicht. In der Senke läuft ein kleiner Bach und überraschenderweise gibt es sogar eine provisorische Brücke über das Rinnsal. Eigentlich sollte nach der Wanderkarte nach links, parallel zum Bachlauf, ein Pfad gehen, aber irgendwie waren das Gestrüpp und die umgefallenen Bäume zu dicht. Nach rechts auf dem kleinen Grat war aber ein deutlicher Trampelpfad zu erkennen. Also geht es dort hoch und schon nach wenigen Metern (ungefähr 100 Meter) sieht man zuerst eine kleine Müllhalde mit Gartenabfällen und dann erreicht man einen Feldweg. Auf der linken Seite steht ziemlich überraschend ein nett aussehender Bauernhof. Dabei handelt es sich um ein Wohn-/ Ferienhaus (www.waldwiesenhaus.de). Neben dem Rastplatz_Hertigswalder_Hoehe_kleinZaun des Grundstücks kann man entlang wandern und gelangt zur eigentlichen Zufahrt des Grundstücks. Über die Zufahrt (was ein Feldweg ist) gelangt man nach einem ¾ Kilometer wieder auf die bekannte Hohe Straße. Auf dieser bzw. der gelben Wanderwegmarkierung gelber Punkt wandert man wieder zum Ausgangspunkt.

Ich fand es wieder einmal überraschend, eine bis dahin unbekannte Stelle der Sächsischen Schweiz zu entdecken und dabei an so großartige Aussichten zu gelangen. Eigenartig finde ich, dass sich internationale Filme solche Plätze aussuchen. Eigentlich wäre es mal sehr interessant, wie wohl solche Plätze gefunden werden. Ob es eine Datenbank gibt, in der man dann sagen kann, es wird ein Platz für einen temporären Bauernhof mit toller Aussicht gesucht? Die Runde hätte eine super Bewertung bekommen können, wären nicht die zwei seltsamen Unterbrechungen in den Wegstrecken (einmal über die Kuhwiese und das andere Mal von dem Bach hoch zum Waldwiesenhaus) gewesen.

Download file: INGLOURIOUS_BASTERDS_AGZ.GPX

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