Waldhusche Waldabenteuerweg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 3,00 km
Höhenunterschied:
ca. 119 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Buchenparkhalle - Eingang Waldhusche - rote Markierung - Wurzeltunnel - Widderbock - Käferspiel - Spinnennetz - Sägegatter - Fuchsbau - Nationalparkinformationshaus Beizehaus - Eingang Buchenparkhalle

Beschreibung:

Der Startpunkt dieser kleinen Runde durch die Hinterhermsdorfer Waldhusche liegt an dem großen Parkplatz der Buchenparkhalle. Die Waldhusche ist ein Gebiet, in dem der Nationalpark gleich vier unterschiedliche Wege angelegt hat. Dabei handelt es sich um den Abenteuerweg, den Waldnutzungsweg, den Naturgenussweg und den Waldkundeweg. Wie die Namen schon verraten, handelt es sich um unterschiedlichen Themenbereiche, die aber allesamt sehr gut umgesetzt sind und auch immer weiter entwickelt werden.

In dieser Beschreibung handelt es sich um den Abenteuerweg, der zumindest bei den Kindern am besten von den vier Wegen angekommen ist. Eingang_WaldhuscheGleich am Parkplatz befindet sich der deutlich sichtbare Eingang, an dem auch eine Übersicht über die Waldhusche hängt. Hier sind die einzelnen Stationen und die unterschiedlichen Wege in einer Karte eingezeichnet. Zumindest in der Hauptwanderzeit befinden sich in einem kleinen Kästchen auch noch Flyer zur Waldhusche. Ich habe mir angewöhnt, alle Wege in der Waldhusche im Uhrzeigersinn zu wandern und so geht es gleich hinter dem Eingang der roten Wanderwegmarkierung hinterher. Nach 100 Metern teilt sich der Weg und seltsamerweise führt in beide Richtungen die rote Markierung. WurzelgangEs empfiehlt sich nach links zu gehen, da es nur eine kurze Sackgasse bis zur ersten Station, dem Wurzeltunnel, ist. Hier können die Racker durch einen langen Gang unter ein paar unterschiedlichen Wurzeln entlang laufen. Auch wenn man nach jedem Sturm die unterschieden Wurzelformen im Wald entdecken kann, so ist es hier an der Station doch besonders eindrucksvoll.

Die beiden nächsten Stationen gehören zusammen und handeln von ähnlichen Themen. KaeferspielDas eine Spielgerät sind die “Gänge” eines Widderbock-Käfers und dazu passend das Käferspiel. Beide Stationen sind interessant, aber bei unseren Kindern kam nur das Spielgerät mit dem Gang in dem Baumstamm gut an. Das Spiel mit den Seilen und Stöpseln war anscheinend zu langweilig. Kreuzspinne_WHKnapp daneben befindet sich eine ganz besonders gut gemachte Station in Form eines riesigen Spinnennetzes. Das kann man als Eltern noch ein wenig spannender machen und der großen Spinne ein wenig Leben einhauchen. Abhängig von den Kindern gibt es dann eine Flucht oder ein Anfauchen des Papas.

Nach ein paar hundert Metern wird ein Kreisverkehr erreicht, an dem sich auch ein paar interessante Stationen befinden, die aber eigentlich nicht zu dem Abenteuerweg gehören. zwei_Zwerge_an_der_Saege_kleinWer kann aber schon seinen Sohnemann davon abhalten, die riesige Konstruktion des Sägegatters zu besteigen? Natürlich keiner und deshalb wird diese Station auch noch eben untersucht. Dabei sollte man als Eltern ein bisschen auf die Kinder aufpassen, da man sich hervorragend die Finger einklemmen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kreisverkehrs geht es weiter der roten Markierung hinterher. An diesem angenehm zu wandernden Weg befinden sich noch reichlich Stationen der anderen Waldhuschenwege. untere_Fuchsbauoeffnung_kleinDie nächste Station des Abenteuerwegs ist der Fuchsbau. Dabei sind in einen Hügel ein paar Gänge wie in einem Fuchsbau eingelassen worden. Das ist sehr gut gemacht und dadurch, dass die Röhren aus Edelstahl sind, bleiben die Kinder auch noch so einigermaßen sauber. Aber eigentlich ist das vollkommen egal, da es darum geht, dass die Racker Spaß haben und vielleicht auch etwas bei diesen Spielereien an Naturverständnis mitnehmen.

Auf dem weiteren Weg geht es etwas abwärts und man gelangt auf einen breiteren Waldweg. Hier ist nach rechts der weitere Verlauf des Abenteuerwegs markiert. Meiler_im_Schnitt_kleinDie Wanderung passiert einen Kohlemeiler, der zwar nie angezündet wird, aber durch seinen Aufbau sehr anschaulich ist. Aber praktisch interessiert es Kinder überhaupt nicht. Es qualmt nicht und drauf herumturnen darf man auch nicht. Also ist es aus Sicht der Racker langweilig. Die Wanderung passiert noch zwei weitere Stationen, die wieder etwas interessanter sind. Einerseits ist es ein Steg über einen Teich und außerdem ein Aussichtsturm, den man erklimmen kann. Das sind doch mal wieder Stationen, die Kindern Spaß machen. Knapp darüber befindet sich noch eine nette Station, die aber eigentlich auch nicht zu diesem Weg gehört. Eichhoernchenkobel_kleinEs ist die neue Station, die einen Eichhörnchenkobel in großem Maßstab nachstellt. Das Ding sieht toll aus und ist neben der eigentlichen Waldhusche die ästhetisch schönste Station. Tatsächlich kann man hier auch mal Eichhörnchen spielen und in die riesige Murmel reinklettern. Das schaffen Kinder um ein Vielfaches besser als die steifen Eltern.

Knapp darüber befindet sich das Nationalparkinformationshaus Beizehaus. Jede diese Informationsstellen des Nationalparks hat ihr eigenes Thema und in jedes dieser Häuser lohnt es sich einmal kurz hineinzugehen. In diesem Fall ist das Thema der Wald und dessen natürlicher Wandel in einem Schutzgebiet. Das hört sich hochtrabend an, ist aber in der Praxis eine interessante Ausstellung, in der man z.B. anhand einer Baumscheibe Klimaänderung erklärt bekommt oder mit einem Comic das Leben eines Borkenkäfers.

Nach diesem kurzen Abstecher kann man entweder auf der Rückseite über einen Zickzack-Weg weiter wandern oder über einen kurzen Klettersteig bis hoch zur Aussicht oberhalb der Nationalparkinformationsstelle. Bisher habe ich nur Kinder gesehen, die den Klettersteig gewählt haben und damit ihre Eltern im Schlepptau hatten. Von der Aussicht geht es auf der roten Markierung weiter. Als nächstes passiert man eine Station, die mal wieder nicht zum Abenteuerweg gehört, aber durch ihre seltsame Form zum Untersuchen anlockt. Balancierparcour_Station_StaemmeBeim ersten Blick sieht es aus wie eine Kanone, aber praktisch soll es eher ein Fernrohr sein und zum Beobachten des Waldrandes animieren. Das letzte Teilstück der Runde führt in einem Bogen um die Hackkuppe, um auch noch die letzte Station in Form des Balancierparcours zu passieren. Diese Station besteht aus mehreren Einzelstationen und hier zeigen die meisten Kinder ihren Eltern, dass sie doch nicht ganz so unsportlich sind, wie Eltern es annehmen. Auch wenn die Racker häufig vor einem Handy oder sonstigen elektronischen Spielzeugen sitzen, sind die meisten doch fitter als man vermutet.

Damit kommt man auch wieder an den Ausgangspunkt der Wanderung. Die Runden durch die Waldhusche sind immer eine Bereicherung, aber der Bogen auf dem Abenteuerweg ist für Kinder wirklich toll. Es ist traurig, dass diese Stelle des Nationalparks so selten besucht wird. Hier sollten sich alle Eltern mal Gedanken machen, ob man wirklich mehrere hundert Kilometer in einen Freizeitpark fahren muss oder ob man die Kinder nicht in einen echten Wald schleppen könnte. Die Vorbereitungen dafür sind durch den Nationalpark auf jeden Fall hervorragend geschaffen worden.

Download

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.