Flößerbrücke

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,50 h
Entfernung:
ca. 14,50 km
Höhenunterschied:
ca. 368 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rosenthal - Alte Zollhäuser - Alter Schneeberger Kirch- und Leichenweg - blauer Strich - Fuchsbachsstraße - gelber Strich - Fuchsteich - Christianenburg - Taubenteich - grüner Strich - Taubenbach - Mittlerer Hühnerbergweg - Hühnerberg - Flößerbrücke - Fuchsbach - gelber Strich - Alte Tetschener Straße - grüner Strich - Kuhgassenweg - Aussicht - Heide - Alter Schneeberger Kirch- und Leichenweg - blauer Strich - Rosenthal - Alte Zollhäuser

Beschreibung:

Die Wanderung startet am Ortsausgang bzw. dem Parkplatz Zollhäuser von Rosenthal. Von hier geht es in Richtung des Schneeberges auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich. Nach 1,2 Kilometern erreicht man die Fuchsbachstraße mit der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich. Dieser folgt man jetzt nach links und damit betritt man ein vollkommen ruhiges Waldgebiet. Es ist immer wieder faszinierend, wie wunderbar ruhig es hier sein kann, während sich in der restlichen Sächsischen Schweiz die Besucher auf den Füßen herumtrampeln. An der Kreuzung stehen zwei Informationstafeln. Die eine weist darauf hin, dass hier bis kurz vor dem ersten Weltkrieg der letzte Meiler auf Rosenthaler Gebiet gestanden hat und die andere berichtet von der Wüstung Reichenau, die sich dort befunden haben soll. Diese Miniortschaft soll aber schon seit weit mehr als 600 Jahren verschwunden sein. Staumauer_Fuchsteich_kleinDer Weg über die Fuchsbachstraße ist für einen Waldweg unwahrscheinlich luxuriös ausgebaut. Insgesamt geht es zwei Kilometer auf diesem Forstweg entlang, bis auf der rechten Wegseite der Fuchsteich auftaucht. Dieser uralte Flößerteich ist generalsaniert und bietet jetzt eine sehr schöne Rastmöglichkeit. Auf der Staumauer stehen zwei Bänke und ein überdachter Tisch mit einem freien Blick über den Fuchsteich. Fuchsteich_am_Fuchsbach_kleinDamit die Wanderung nicht zu einer vollkommen langweiligen Tour durch den dichten Wald des Cunnersdorfer Forstreviers gerät, geht es jetzt über die Staumauer und auf der gegenüberliegenden Seite über die Grenze nach Tschechien. Was ich äußerst witzig finde ist, dass hier ein unscheinbarer Pfad über die Grenze führt, der aber nach wenigen Metern in einen ordentlichen Waldweg übergeht. Eigentlich ist der Grenzübertritt an dieser Stelle erst seit ½ Jahr erlaubt, aber auch früher haben hier anscheinend ein paar Wanderer den Weg rüber zur Christianenburg gesucht und gefunden. Von der Grenze geht es ungefähr ½ Kilometer auf dem unübersehbaren Weg geradeaus und dann biegt man nach links auf einen breiteren Weg ab. Dieser Weg führt auf die südliche Seite der Christianenburg. Der Name täuscht ein wenig, es handelt sich nicht wirklich um eine Burg, sondern um einen sehr schön gepflegten Hotel/Gaststättenkomplex. Seit mindestens Anfang 2016 befindet sich hier eine gut laufende Gaststätte, die Seitengebaeuden_Christianenburg_kleinzur zweitbesten Tschechiens gewählt wurde. Das ist eine ziemliche Überraschung, weil sich die Hauptgebaeude_Christianenburg_kleinChristianenburg hier wirklich im tiefsten Wald versteckt. Sehr schön ist, dass die Räume (das Restaurant und die Gästezimmer) erstklassig saniert sind und man in den wärmeren Monaten auch draußen essen kann. Die Preise für ein komplettes Essen sind zwar etwas höher als gewöhnlich in Tschechien, aber immer noch billiger als in Deutschland.

Der weitere Weg, von der Christianenburg kommend, führt rechts an dem riesigen Holzschuppen vorbei und dann auf dem breiten Waldweg weiter. Nach etwas mehr als 300 Metern gabelt sich der Weg und man hält sich links. Schon bald ist die Grenze erreicht und hier bietet sich ganz hervorragend der Pfad nach rechts, an den Grenzsteinen entlang, an. Ganz knapp (ca. 70 Meter) neben dem Pfad bzw. der Grenzlinie verläuft ein Wanderweg mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich, den man aber von dem Grenzpfad aus nicht sehen kann. Das finde ich ganz schön seltsam, weil 70 Meter keine große Entfernung sind, allerdings ist es auch kein allzu großer Weg. Spätestens nach einem ¾ Kilometer auf der Grenze wird der Wald links des Weges viel dichter und hier sollte man sich die besagten 70 Meter nach links zu dem gelb markierten Pfad gelber Strich bewegen. Diesen wandert man nach rechts weiter und schon bald erreicht man den Taubenteich. Rastplatz_am_Taubenteich_kleinHier bietet sich wieder ein Rastplatz zum Verweilen an. Ganz komisch finde ich, dass auf der Staumauer eine richtige Feuerstelle eingerichtet ist. Ob man hier sein eigenes kleines Lagerfeuer machen darf, entzieht sich meinen Kenntnissen.

Jetzt geht es auf den Rückweg. Taubenteich_am_Taubenbach_kleinDazu wandert man auf dem breiten Forstweg vor dem Taubenteich nach links. Nach ungefähr 600 Metern biegt nach links ein gut sichtbarer Waldweg mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich ab. Auf dem sogenannten Mittleren Hühnerbergweg verläuft die Wanderung äußerst angenehm auf ziemlich gleich bleibender Höhe durch den Nutzwald des Forstreviers Cunnersdorf. Nur an einer Stelle biegt der Weg überhaupt einmal nach links ab, aber das ist auch überhaupt nicht zu verfehlen, da der Weg nach rechts runter zum Fuchsbach und damit zum Cunnersdorfer Bach führen würde. Auf halber Strecke um den Hühnerberg fällt ein kleines Schild mit einer darauf abgebildeten Hütte auf. Hier, wenige Meter nach links in den Wald hinein, befindet sich seit Anfang 2015 die Trekkinghütte Willys Ruh‘. Es ist eine Übernachtungsmöglichkeit, die zwar nicht gerade komfortabel ist, aber einen echt naturnahen Schlafplatz bietet. Wir haben die Trekkinghütten jetzt schon mehrmals ausprobiert und es hat uns immer Spaß gemacht. Es ist mal etwas ganz anderes als Schlafen in der Komfortzone zu Hause. Meine große Tochter hat es so beschrieben, dass es ein Zwischending zwischen einer Boofe und dem Schlafen zu Hause ist. Floesserbrucke_und_neue_Bruecke_Fuchsbach_kleinIn einem Schlenker von insgesamt 3 Kilometern führt der Waldweg um den Hühnerberg herum und endet am oberen Teil des Fuchsbaches. Rechts neben der neuen Brücke über den Fuchsbach befindet sich eine kleine unscheinbare Flößerbrücke, die ohne jeglichen Mörtel den Bach überspannt. Floesserbruecke_am_Fuchsbach_kleinEs ist wirklich faszinierend, dass sich die Sandsteinklötze nur durch ihr Eigengewicht so verkeilen, dass der Bogen stehen bleibt und sogar das Gewicht von Menschen trägt. Ich habe mich bis heute noch nie getraut, mich auf diese Brücke drauf zu stellen, da es einfach zu schade wäre, wenn dieses alte Bauwerk einstürzen würde. Die Wanderung geht ein kurzes Stück von ungefähr 200 Metern am Fuchsbach bachaufwärts, bis nach rechts die Alte Tetschener Straße abbiegt. Dieser breite Forstweg führt schräg den Hang hoch und dann auf der Höhe in Richtung Rosenthal. Der Weg ist immer noch mit dem grünen Strich markiert und führt bis zum Waldrand oberhalb von Rosenthal. Hier befindet sich ein Rastplatz mit einer sehr schönen Aussicht über Rosenthal und einen Blick bis runter nach Dresden. Die letzten paar Meter führen erst von der Aussicht nach Rosenthal und dann auf der Alten Schneeberger Straße zurück zum Ausgangspunkt. Die Wanderung ist eine nette Runde, die ganz besonders ruhig ist. Leider ist es etwas schwierig, den passenden Weg im böhmischen Teil der Wanderung zu finden.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Rosenthal Zollhäuser mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Rosenthal Zollhäuser
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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