Fuchsteich

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 19,50 km
Höhenunterschied:
ca. 644 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Cunnersdorf - Freibad - Cunnersdorfer Bach - Goldbrunnen - Lindhornweg - Cotta Eiche - Matthias Otto Eiche - Gebackene Birnstraße - grüner Strich - Taubenbrandweg - gelber Strich - Taubenteich - Oberer Hühnerbergweg - Fuchsteich - Fuchsbach - Fuchsbachstraße - grüner Strich - Alte Tetschener Straße - Kuhgassenweg - Rosenthal - Aussicht - Wolfskreuz - Bendelstein - Winterleitenstraße - roter Strich - grüner Punkt - Rotstein - Katzstein - Signal - Katzsteinbaude - Cunnersdorf - Freibad

Beschreibung:

Ich wollte mal wieder eine etwas größere Runde wandern und dabei möglichst viel Ruhe haben. Dazu bietet sich immer die linke Elbeseite an. In diesem Bereich der Sächsischen Schweiz hat man zu jeder Jahreszeit eine angenehme Ruhe, da sich hierher viel weniger Besucher verirren. Den Startpunkt habe ich ans Cunnersdorfer Bad gelegt. Hier sind gleich zwei bzw. sogar drei riesige Parkplätze, auf denen man ganz sicher immer einen Platz bekommt. Der Start der Wanderung ist etwas schwieriger zu finden, da sich der markierte Wanderweg spitzenmäßig versteckt. Um den Weg zu finden, geht es wenige Meter (ca. 20 Meter) vom einzigen Parkplatz auf der linken Straßenseite ins Tal des Cunnersdorfer Baches hinein. Noch bevor das längliche Gebäude der Cunnersdorfer Forstausbildung erreicht wird, biegt nach links der grün markierte Wanderweg grüner Punkt ab. Die Wanderung schlängelt sich über einen Pfad den Hang hinauf. Zwischendurch kommt der markierte Wanderweg sogar mal verloren, aber als Orientierung kann man das große Gebäude am oberen Teil des Hanges anpeilen. Hier muss man auf die rechte Seite. Eigentlich könnte man von der Einfahrt zu dem Gebäude nach rechts wandern, um dann zur Wanderwegmarkierung grüner Strich zu gelangen. Aber praktisch ist dieser Waldbereich mit so vielen Wegen kreuz und quer durchzogen, dass es richtig schwierig ist, den richtigen Weg zu finden.
Deshalb empfiehlt sich ein kleiner Umweg, indem man der Wanderwegmarkierung grüner Punkt weiter folgt, bis man nach 800 Metern auf die Kreuzung mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich stößt. Hier geht es nach rechts weiter. Im Gegensatz zur rechten Elbeseite befinden sich hier im Cunnersdorfer Forstrevier große Waldflächen, die auch hauptsächlich zur Holzgewinnung benutzt werden. Durch die leicht geschwungene Landschaft lassen sich die Bäume natürlich auch viel besser ernten als in einer zerklüfteten Felslandschaft. Deshalb verläuft die Wanderung durch einen typischen Nutzwald, wie man ihn auch z.B. im Böhmischen antrifft. Bernhard_Cotta_Eiche_Cunnersdorf_kleinEigentlich hatte ich mir schon zu Hause die Abkürzung für den Haken ausgesucht und auf einer Wanderkarte sah das auch so einfach aus, aber in Natura war die Streckenfindung so schwierig, dass ich mich vom Start bis zum Wanderweg Grüner Strich schon vier Mal verlaufen hatte. Aber jetzt sollte es doch erst mal ziemlich einfach werden. Matthias-Otto-Eiche_Cunnersdorf_kleinEs geht über eine riesige Strecke auf der grünen Wanderwegmarkierung entlang. Nach ca. 1 ½ Kilometern erreicht man die Cotta-Eiche. Diese knorrige Eiche steht etwas rechts von einer Wegkreuzung und ist mit einem Namensschild und einem Erklärungsschild ausgestattet. Nach einem Wanderkilometer erreicht man die nächste erwähnenswerte Eiche, die Matthias-Otto-Eiche. Leider hat diese Eiche keine Erklärung zu ihrem Namen und so ist nur bekannt, dass es sich um einen Cunnersdorfer Förster aus der Mitte des 16. Jahrhunderts handelt.
Weiter geht es auf der sehr bequem zu wandernden Gebackenebirnstraße. Hier oben sollen in dem heute menschenleeren Wald mehrere Siedlungen gestanden haben. So weist eine Informationstafel auf ein Dorf namens Kühlemorgen hin. Wenige hundert Meter dahinter soll es eine Siedlung namens Stolzenhain gegeben haben. Heutzutage ist außer dem Schild nichts mehr von der Besiedlung zu entdecken. Hinter dem Hinweisschild auf das Dorf Kühlemorgen wechselt der Name des Weges in Taubenbrandweg, aber die Wanderwegmarkierung ist weiterhin der grüne Strich. Wer mit einem Navigationssystem unterwegs ist, der stellt auf dem Taubenbrandweg fest, Taubenteich_Cunnersdorf_kleindass er eigentlich ein Stück zu weit wandert, da das nächste Teilziel, der Taubenteich, rechts vom Weg liegt. Praktisch liegen aber nicht nur 300 Meter Luftlinie zwischen den beiden Wegen, sondern auch noch 75 Höhenmeter, die überhaupt keinen Spaß machen. Es klappt wirklich überhaupt nicht, diese Abkürzung zu nehmen. Also empfiehlt es sich doch, bis zur Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich weiter zu wandern. Dieser Wanderwegmarkierung folgt man nach rechts, um nach ½ Kilometer den Taubenteich zu erreichen. Der Taubenteich ist ein sehr schöner Rastplatz, der durch seine einsame Lage meistens eine extreme Ruhe bietet. Normalerweise sind die einzigen Besucher ein paar bettelnde Enten.
Für den weiteren Weg bieten sich jetzt zwei Varianten an. Die erste Variante führt über den Mittleren Hühnerbergweg (grüne Wanderwegmarkierung) in einem 3,4 Kilometer langen Bogen um den Hühnerberg herum. Hier braucht man fast keine Höhenmeter zu absolvieren, aber dafür geht es auf einem normalen Forstweg durch den Wald. Die zweite Variante führt weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung ganz knapp an der Grenze entlang. Dieser Weg verläuft einmal über den Hühnerberg, was natürlich ein paar Höhenmeter zur Folge hat, aber dafür ist es ein interessanter Waldweg. Alte_Floesserbruecke_Fuchsbach_kleinDa die Wanderung jetzt schon eine ganze Weile auf Forstwegen verlaufen ist, würde ich die zweite Variante über den Hühnerberg für die bessere Möglichkeit halten. Beide Wege treffen sich wieder an der alten Flößerbrücke. Wildschweingebiss_kleinHier habe ich ziemlich gestaunt, da am Wegesrand ein Unterkiefer mit einigen Zähnen lag. Da dieses Gebiss schon eine ganze Weile dort gelegen haben muss, war es überhaupt nicht ekelig, sondern einfach nur interessant. Ich habe gestaunt, welche riesigen Zähne ein Wildschwein hat. Zumindest vermuten wir, dass es ein Wildschwein gewesen sein muss, weil andere Tiere sind uns mit solch einer Größe nicht bekannt.
Die Wanderung geht auf der bekannten gelben Wanderwegmarkierung noch ein paar Meter weiter, bis auf der linken Wegseite der Fuchsteich auftaucht. Gleich am Zugang zu dem Teich befindet sich eine dieser tollen Informationstafeln, die immer mal wieder von der Forstlichen Lehrausbildung Cunnersdorf im Forstrevier aufgestellt werden. Diese Tafel handelt von Natur- und Kunsthöhlen für Vögel und Kleintiere. Um keinen Ärger mit irgendwelchen Urheberrechten zu bekommen, geben wir den Inhalt der Tafel hier nicht wieder. Ueberlauf_Fuchsteich_kleinWer die Tafel aber sehen möchte, der kann sie auf der Internetseite (www.natur-im-bild.com) des Herstellers finden. Genauso wie am Taubenteich befindet sich am Fuchsteich ein netter Rastplatz auf der Staumauer bzw. eigentlich ist es eher ein Staudamm. Hier weist auch eine der kleinen grünen Informationstafeln auf die Historie des Fuchsteiches.
Nach dieser sehr netten Rast geht die Wanderung ein ganz kleines Stück von 100 Metern zurück, bis nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich abbiegt. Durch einen kleinen Schlenker überwindet der Forstweg ein paar Höhenmeter und dann geht es über einen breiten Forstweg ziemlich gerade auf Rosenthal zu. Bei diesem Forstweg handelt es sich um die uralte Tetschener Straße, die zum Waldrand oberhalb von Rosenthal führt. Auch wenn es sich in der Beschreibung so anhört, als ob man gerade erst von Fuchsteich losgegangen ist, so sind es vom Fuchsteich bis zur Aussicht oberhalb von Rosenthal immerhin 2 Kilometer und damit lohnt es sich schon wieder, an diesem Rastplatz anzuhalten. Ganz besonders schön ist an dieser Stelle die Aussicht. Man sieht Rosenthal vor sich liegen, aber noch viel interessanter ist, dass am Horizont Dresden zu sehen ist. Das ist natürlich nur bei klarem Wetter möglich, da Dresden von dieser Stelle so ungefähr 35 Kilometer entfernt ist. Der Ortsteil von Rosenthal, der sich vor der Aussicht befindet, heißt Heide und genau dazu befindet sich eine weitere Informationstafel in der Wetterschutzhütte.
Die Wanderung folgt von der Aussicht dem breiten Forstweg am Waldrand entlang, von der Aussicht auf den Weg gesehen geht es also nach links. Kreuz_August_Wolf_Rosenthal_kleinNach einer kurzen Strecke von 150 Metern biegt nach rechts ein unscheinbarer Waldweg ab, der eigentlich wieder auf die Alte Tetschener Straße führen würde. Um eine kleine Suche zu starten, geht es aber schon nach 150 Metern wieder nach links, um dann ein paar Höhenmeter abzusteigen. Auf allen möglichen Wanderkarten ist hier ein Kreuz eingezeichnet und dieses gilt es jetzt zu finden. Das Kreuz befindet sich auf der rechten Wegseite und als Inschrift steht „A. W. stb d 25 S. 1878“ drauf. Mit dem Kreuz wird an den Tod des Waldarbeiters August Wolf im Jahre 1878 erinnert.
Die Wanderung führt wieder zurück auf den breiten Forstweg und es geht wieder 150 Meter weiter, bis noch einmal eine kurze Suchmöglichkeit kommt. Bendelstein_Rosenthal_kleinAuf der rechten Wegseite befindet sich eine kleine Wiese, die überschritten wird, um dann auf einem unscheinbaren Waldweg ein paar Höhenmeter abzusteigen. Hier muss man etwas mehr als 100 Meter von dem Weg abzweigen, um den nächsten Gedenkstein zu finden. Dieser Gedenkstein an E. Bendel 1885-1953 befindet sich diesmal auf der linken Wegseite. Auch dieser Stein ist in den meisten Wanderkarten eingetragen und damit war ich neugierig, wo er denn in der Natur zu finden ist.
Genauso wie beim ersten Gedenkstein muss man für die weitere Wanderung wieder hinauf auf den Forstweg und nach rechts weiter wandern. Nach einem Kilometer erreicht die Wanderung eine größere Kreuzung von Forstwegen und hier geht es nach rechts auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt weiter. Gleich an dieser Kreuzung steht eine weitere Wetterschutzhütte, die mich zu Ostern 2010 vollkommen überrascht hat. Nicht nur der kleine Strauch davor, sondern auch das gesamt Dach war mit richtig vielen und schönen Ostersachen dekoriert. Hier hatte sich irgendein netter Geist viel Mühe gegeben, anderen Leuten eine Freude zu machen. Auf jeden Fall habe ich mich schon mal gewaltig gefreut.
Von hier wandert man also auf der grünen Wanderwegmarkierung in einen ziemlich ruhigen Teil des Waldes. Gleich an zwei Stellen biegt die grüne Wanderwegmarkierung ganz hinterlistig ab und deshalb sollte man so einigermaßen aufmerksam die einzelnen Kreuzungen beobachten. Die erste Stelle befindet sich nach ½ Kilometer, hier biegt der Wanderweg nach links auf einen breiteren Waldweg ab. Ausgeschildert ist die Stelle mit dem Rotstein. Dann geht es weiter durch den Nutzwald und nach ca. 700 Metern erreicht man einen Rastplatz, an dem der markierte Wanderweg gegenüber auf einen Waldweg abbiegt. Hier ist die Verführung ziemlich groß, geradeaus auf dem Forstweg weiter zu wandern. Rostein_bei_Cunnersdorf_kleinAuf dem Waldweg geht es leicht ansteigend in die Richtung des Rotsteines, der dann auch bald erreicht ist. Dieser relativ kleine Felsen wird in der Mitte durchquert und auf der gegenüberliegenden Seite geht es wieder abwärts. Ein paar Meter hinter dem Rotstein biegt der markierte Wanderweg scharf nach rechts ab, um dann ganz gerade durch den Wald zu führen. Bald wechselt der Wanderweg noch einmal in die Richtung Norden (also nach links) und führt dann parallel zum Cunnersdorfer Bach. Von dem Bach bzw. dem großen Tal sieht man aber von dem Waldweg aus fast nichts. Ungefähr 1 ½ Kilometer hinter dem Rotstein weist ein Schild nach rechts auf den Schneebergblick. Diese Aussicht sollte man sich nicht entgehen lassen, da man von hier tatsächlich über das Tal des Cunnersdorfer Baches rüber zum Schneeberg blicken kann. Nach noch ein paar Wandermetern stößt man auf den Abzweig nach rechts zum Katzfelsen_bei_Cunnersdorf_kleinKatzstein bzw. Katzfelsen. Hier wechselt die Wanderwegmarkierung auf den grünen Querstrich grüner Querstrich. Auf den meisten Wanderkarten ist für den Katzfelsen eine Rundumaussicht eingezeichnet und genauso ist es auch. Um auf die Aussicht zu gelangen, muss man über eine lange Treppe (10 Höhenmeter) bis auf eine künstliche Ebene hoch steigen. Von diesem kleinen Plateau hat man eine schöne Rundumsicht. Ganz besonders fallen hier natürlich die beiden Zschirnsteine auf.
Vom Katzstein kann man schön nach vorne (also in nördliche Richtung) weiterwandern und hier erreicht man an der Spitze des Katzsteins die Aussicht mit dem Namen Signal. Von dieser Aussicht hat man wieder einen anderen Blick. Diesmal ist das Sichtfeld auf die Tafelberge (Königstein, Pfaffenstein, Lilienstein, Gohrisch und Papststein) der vorderen Sächsischen Schweiz ausgerichtet. Jetzt geht es an den Abstieg nach Cunnersdorf hinunter. Um den Weg vom Signal herunter zu finden, muss man schon ein bisschen suchen, aber es geht tatsächlich an der Seite, in die Richtung des Cunnersdorfer Baches, über ein paar Stufen abwärts. Da der grüne Querstrich in der Sächsischen Schweiz immer einen Lehrpfad signalisiert, befinden sich auch unterhalb des Felsen ein paar Informationstafeln. Genau unterhalb des Aussicht Signal befindet sich noch ein Rastplatz mit einer schönen Aussicht. Danach kommen noch ein paar Meter Abstieg, bei denen dann auch wieder die bekannte Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt dazu stößt. Kurz vorm Ende passiert man noch die Katzsteinbaude (www.katzsteinbaude-cunnersdorf.de) und damit ist die Wanderung dann tatsächlich zu Ende gegangen.
Meine erste Planung zu der Wanderung war irgendwie schon beim Start anders gewesen und selbst mit einer guten Vorbereitung habe ich es geschafft, mich fünf Mal verlaufen. Das dürfte mit Abstand die höchste Zahl auf einer Wanderung in der Sächsischen Schweiz gewesen sein. Ich hoffe, mit dieser Wanderbeschreibung wir es Ihnen/euch nicht so gehen. Trotzdem war es eine ganz nette Runde, die das Ziel einer ruhigen Wanderung voll erfüllte.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Cunnersdorf Deutsches Haus mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Cunnersdorfer Bad
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 1,00€

Ein Gedanke zu „Fuchsteich“

  1. Der kleine Chihuahua hat die Strecke erfolgreich bezwungen, wir zwei Menschen auch (:

    Es war meine erste Tour die ich „geführt“ habe und gesamt meine 4. Tour überhaupt. Als Test für die Berge weiter südlich..

    Ich muss sagen das dass letzte 5tel das schönste war, wenn man die genannten Rastplätze außer Acht lässt. Die Forstwege sind mittlerweile oft Asphaltiert bzw. mit Split versehen und ähneln eher einem Waldspaziergang durch die Heide.

    Der Parkplatz ist kostenfrei, da die Automaten nicht funktionieren. Dann muss man sich links halten, wenn man den Parkplatz im Rücken hat. -> Das führte zur ersten Suche, Glücklicherweise half ein Einwohner weiter. (Wir gingen nach rechts Richtung „Tal“ oder Ortskern)
    Am Taubenteich steht eine Biwak Hütte mit Feuerstelle und Zeltmöglichkeit.
    Die Tour war wie beschrieben und erhofft schön ruhig. Außerdem SUPER erklärt und beschrieben. Vielen Dank! (:

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