Galgenstein

Abstimmung:
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 10,00 km
Höhenunterschied:
ca. 242 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
empfohlene Karten:
Nikolsdorfer Wände;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Leupoldishain - Dorfstraße - Spielplatz - gelber Strich - Hohe Straße - Galgenstein - Hirschkopf - Schneise 45 - Hohe Straße - Struppen-Siedlung - Seilbahnweg - Gewerbering - Wismut - Königsteiner Str. - Vogelstelle - Schneise 27 - blauer Punkt - Spanghorn - Franzosensprung - Nikolsdorf - Promenade -Leupoldishain

Beschreibung:

Eine nette Dame aus dem Heimatverein Langenhennersdorf hatte mich gefragt, ob ich schon den Galgenstein vor der Ortschaft Forsthaus bzw. Kirchberg entdeckt hätte und mir dann eine sehr präzise Beschreibung zugeschickt. Natürlich muss so eine Stelle mit einer Wanderung verbunden werden. Da man immer noch kostenlos im Zentrum von Leupoldishain parken darf, haben wir hierher den Startpunkt gelegt. Vom Parkplatz mit der Lore kommend, geht es die Dorfstraße nach links leicht ansteigend aufwärts, bis nach 200 Metern der Spielplatz mit der Kletterwand auftaucht. Hinter diesem Spielplatz wird die Straße verlassen und man folgt der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich ein paar wenige Meter (100 Meter) aus dem Ort hinaus. Nach besagten 100 Metern biegt nach rechts ein Weg ab, der parallel zur Dorfstraße verläuft. Dieser ruhige Weg verläuft auf der Rückseite von einem Tennisplatz und einem größeren rechteckigen Teich, um nach ½ Kilometer wieder auf die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Punkt zu stoßen. Hier wandert man 100 Meter nach rechts, zurück auf die Dorfstraße, um auf dieser nach links leicht ansteigend weiter zu gehen. Schon an der ersten Möglichkeit biegt man nach links ab. Dieser Weg wird schnell schmaler und passiert ein paar kleinere Häuser, um dann an der östlichen Seite von Leupoldishain über eine Weide weiter zu führen. Ob das tatsächlich ein offizieller Weg ist, haben wir irgendwie nicht so richtig erkannt, aber auf jeden Fall ist er in der Wanderkarte von Dr. Böhm eingezeichnet und auch in der Natur deutlich zu erkennen. Was uns an dem Weg gestört hat, ist der Weidezaun auf der falschen Seite. steinerner_Wegweise_Langenhennersdorf_kleinLängs der Wiese verläuft eine Überlandleitung, an der man sich ganz gut orientieren kann, weil unterhalb von ihr der Pfad durch den Wald bis zur Landstraße zwischen Kirchberg und Krietzschwitz führt. Gleich an der Straße steht auch eine alte Sandsteinwegsäule, die den Fußweg in Richtung Leupoldishain und Königstein weist. Auf der Landstraße muss man ziemlich genau 100 Meter nach rechts wandern, Galgenstein_Langenhennersdorf_kleinum dann auf der linken Straßenseite in den Wald abzubiegen. 40 Meter neben der Straße und von dieser aus auch noch sehr gut zu sehen (zumindest im Winter) liegt ein quadratischer Felsklotz (ca. 1 x 1 Meter), der Galgenstein. Von der Straße aus kann man aber nicht erkennen, was denn das Besondere an diesem Felsklotz ist: Ziemlich genau in der Mitte befindet sich eine quadratische Öffnung, die recht gut erahnen lässt, wozu dieser Stein in früheren Zeiten diente. Es ist doch immer wieder nett, wenn Mitmenschen einen auf solche besonderen Stellen hinweisen, die man sonst im Vorbeifahren überhaupt nicht wahrnehmen würde.
Für die weitere Wanderung muss man noch mal 50 Meter auf der Hohen Straße wandern, um dann nach rechts abzubiegen. Es geht ein paar Meter über eine Wiese und dann in den Wald. Der Waldweg führt um einen sehr unscheinbaren Hügel namens Hirschkopf und dann am Waldrand bis zur Straße nach Leupoldishain. Eigentlich soll die Wanderung auf der Verbindungsstraße nach Struppen-Siedlung weiter verlaufen, aber das wäre zu viel Wandern auf Fahrstraßen. Deshalb biegt diese Wanderung auf die Zufahrtsstraße von Leupoldishain nach links ab und geht gleich nach 40 Metern auf dem breiten Weg nach rechts in den Wald. Auch dieses Waldstück sieht nicht so aus, als ob sich besonders viele Wanderer hierher verirren. Es geht etwas weniger als ¾ Kilometer in den Wald mit dem Namen Koblicht, um dann an der ersten größeren Möglichkeit nach rechts abzubiegen. Nach ½ Kilometer wird der Weg unscheinbarer, aber es ist immer noch ein Trampelpfad zu erkennen. Dieser passiert ein Bächlein und endet dann auf einem breiten Waldweg, der bis vor zur Verbindungsstraße nach Struppen Siedlung führt. Die Straße außerhalb der Ortschaft heißt Koblichtstraße und im Ort wechselt die Bezeichnung zur Hohen Straße. Es ist schon ziemlich verwunderlich, wenn man Struppen Siedlung nur auf der B 172 passiert, weil da nur ein paar wenige Häuser und eine Blitzkiste auffallen. Bei dem Spaziergang durch den Ort sind ziemlich viele neue Einfamilienhäuser zu entdecken, von denen gleich mehrere richtig schick sind.
Nach ungefähr 700 Metern auf der Fahrstraße reicht es mit dem Wandern auf ihr und man biegt an der ersten Möglichkeit nach rechts ab. Früher ist diese Straße schnurgerade gewesen, da über ihr die Seilbahn vom ehemaligen Uranbergwerk bis nach Pirna runter führte. Heutzutage ist es eher eine Treckerrennstrecke, die aber eine gute Verbindung zwischen Pirna, den Apfelplantagen und dem neuen Gewerbegebiet Leupoldishain darstellt. Für den normalen Straßenverkehr ist der Weg aber gesperrt und so kann man ganz angenehm neben dem Feldrain entlang wandern.
Gleich am Wismutgelände stößt man auf die Königsteiner Straße, auf der nach rechts in Richtung Leupoldishain weiter gegangen wird. Direkt am Zaun des Wismutgeländes verläuft ein Fußweg, den man ½ Kilometer entlang wandert, bis sich die Königsteiner Straße gabelt. Kurz dahinter biegt nach links in den Wald ein breiter Forstweg, der Vogelstellerweg, ab. Dieser macht nach etwas mehr als 100 Metern einen Linksknick und nach noch mal 100 Metern biegt man nach rechts auf die Schneise 27 ab. Bald erreicht man die Felskante des Spanghorns, an der es nach links weiter entlang geht. Felskante_Absperrung_Spanghorn_kleinNach ein paar Metern stößt auch noch die blaue Wanderwegmarkierung blauer Punkt mit auf diesen Pfad. Sehr seltsam sind die vielen Absperrungen und Hinweisschilder an der Felskante. Gut, dass sich so etwas nicht in der gesamten Sächsischen Schweiz durchgesetzt hat, sonst würde wirklich alle Naselang auf die Absturzgefahr hingewiesen. An der Felskante kann man so einige nette Felsen und Spalten bestaunen, die sehr unterschiedlich ausgeformt sind. Aussicht_Franzosensprung_am_Spanghorn_kleinAm östlichen Ende des Spanghorns befindet sich die Aussicht Franzosensprung, von der man einen netten Blick hinüber zur Festung Königstein hat. Sehr schön ist, dass die Aussicht auch extra Feenbadewanne_kleinfreigeschnitten wurde, sodass nur ein paar Bäume den Blick behindern. Auf dem rechten Felsen der Aussicht befindet sich auch eine kleine Nixenbadewanne, die seltsamerweise häufig mit Wasser gefüllt ist. Eigentlich müsste doch durch den Sandstein das Wasser in kürzester Zeit durchsickern, aber an dieser Stelle ist es nicht so.
Für das letzte Stück der Wanderung geht es auf der blauen Wanderwegmarkierung weiter den Felsen hinunter und dann in die Richtung der Verbindungsstraße Leupoldishain – Königstein. Hier standen im Winter 2014 für die technisch begeisterten Wanderer gleich drei riesige Forstmaschinen. Es handelte sich um einen Harvester (Holzvollernter), einen Forwarder (Rückezug) und eine Seilbahn. Es ist immer wieder faszinierend, diese Ungetüme des Walds zu sehen, besonders, wenn man dann genauer hinsieht und feststellt, aus was für dicken Stahlplatten diese Fahrzeuge zusammengeschweißt werden. Die blaue Wegmarkierung erreicht die Fahrstraße, auf der es über die kleine Brücke geht und dann biegt man gleich wieder nach rechts auf einen Waldweg ein. Dieser Weg steigt bis zur kleinen Siedlung Nikolsdorf an. Hier wird die Straße Nikolsdorfer Berg nur überquert und gleich gegenüber folgt man jetzt der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich bis zum Ausgangspunkt.
Diese Wanderung ist wirklich keine besonders spektakuläre Runde, aber immerhin haben wir schon wieder etwas neues entdeckt und sind ganz angenehm durch ruhige Wälder spaziert.

Ein Gedanke zu „Galgenstein“

  1. Wir sind diese Wanderung heute gegangen und müssen leider das Fazit ziehen: im Sommer und in kurzen Hosen nicht empfehlenswert. Der Grund dafür sind die vielen Streckenabschnitte, welche teilweise schon in OSM nicht mehr als Wege eingetragen sind und dann auch in der Natur kaum mehr erkennbar sind. Und selbst Wege, die es in der Karte noch gibt, finden wohl nicht mehr pro Jahr die 200 Wanderer, die es durchschnittlich benötigt, um einen Pfad als solchen zu erhalten.
    Das beginnt gleich am Anfang mit der Weg parallel zur Dorfstraße in Leupoldishain. Geht dann weiter mit der Verlängerung des Koblichtweges über die Weiden. Nach kürzlichen Zeitungsberichten über Todesfälle bei Begegnungen mit Kühen auf der Weide, hatten wir eh ein mulmiges Gefühl trotz genügendem Abstand zu den Kühen, die Weiden zu überqueren. Ein Pfad war auch da nicht zu erkennen.
    Der Galgenstein selbst war auch schon ganz ordentlich von Unterholz umwachsen. Und auch der Wanderweg um den Hirschkopf und über die Dorfstraße hinaus, war nicht mehr erkenntlich. Genauso wie Schneise 27. Im Winter, wenn weniger Farne, Brennnesseln und Brombeersträucher den Weg versperren oder wenn man in langen Hosen unterwegs ist, sieht das vielleicht anders aus.
    Eine Empfehlung für einen kleinen Abstecher zum Ausblick vom „Stelzchen“ können wir aber noch geben: Bevor man kurz vor Ende der Wanderung von der Straße Nikolsdorfer Berg auf den Promenadenweg abbiegt, führt ein ausgeschilderter Aufstieg hinauf. Oben erwarten den Wanderer eine Bank und ein netter Rundblick.

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