Katzstein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 11,50 km
Höhenunterschied:
ca. 315 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Cunnersdorf - Freibad - Cunnersdorfer Bach - grüner Strich - Fuchsbach - Mattheusweg - grüner Punkt - Winterleitenstraße - Rotstein - Katzstein -Signal - Katzsteinbaude - Cunnersdorf - Freibad

Beschreibung:

Die Wanderung zum Katzstein/Katzfelsen startet am Cunnersdorfer Freibad. Alleine um den ganzen Parkplatz herum befinden sich gleich eine ganze Ansammlung interessante Orte. Zu aller erst befindet sich ein Anschauungsbeispiel eines Kohlenmeilers. Gleich daneben steht eine kleinere Schutzhütte, die als Informationsstelle der Waldwacht ausgebaut ist. In dieser kleinen Hütte befinden sich Informationstafeln zum Thema: Äpfel (Vergessene Vielfalt – auf den Spuren der Äpfel), Heimische Eulen, eine Landkarte mit dem eingezeichnetem Forstrevier Cunnersdorf, Speisepilze, Heimische Schmetterlinge und ein Blatt zum Thema Giftpilze. An der linken Seite des Parkplatzes liegt der Cunnersdorfer Bach mit einer Hinweistafel des Cunnersdorfer Lehrpfades auf einen alten Mühlgrabeneinlauf. An der Stelle bietet der Cunnersdorfer Bach eine erstklassige Möglichkeit für kleiner Kinder im Bachlauf zu spielen. An der Stirnseite des Parkplatzes befindet sich nochmal eine große Anzahl Hinweistafel über die Themen: Bäume unserer Wälder (zwei Tafel), heimisches Wild, Reptilien und Lurche und zwei Tafel über Vögel unserer Fluren. Außerdem ist an der Stirnseite des Parkplatzes noch ein Steingarten, der einerseits über die Cunnersdorfer Heimatgeschichte informiert und außerdem eine der vielen Wettinplatten der Sächsischen Schweiz beherbergt. Die letzte Attraktion an diesem Parkplatz ist das Freibad von Cunnersdorf. Es sieht sehr gut gepflegt aus und ist bei schönem Wetter mit humanen Preisen geöffnet.
Die Wanderung startet in die Richtung des Cunnersdorfers Bachs. Obwohl diese Strecke ziemlich beliebt für die Region der Steine ist, hat dieser Forstweg keine Wanderwegmarkierung. Trotzdem ist es sehr einfach den Weg zu finden, da man sich einfach nur am Cunnersdorfer Bach orientieren muss. Den Bach geht es die nächsten 3 Kilometer bergaufwärts. Zwischendurch passiert man ein paar unauffällige Stellen, die aber trotzdem erwähnenswert sind. Zu aller erst kommt man an zwei Informationstafeln der Cunnersdorfer Forstverwaltung vorbei. Leider habe ich nur den Inhalt der zweiten Tafel behalten. Auf ihr geht es um die naturgemäße Waldwirtschaft. Das nächste Ziel ist der ehemalige Standort der Ortschaft Steinhütte. Eine kleinere Tafel erinnert mit folgendem Text an die ehemalige Ortschaft:
Hier stand vor 1618 das Dorf Steinhütten. Waldarbeiter, Flößer und Brettschneider. Durch die industrielle Entwicklung verlor der Ort an Bedeutung und ging vermutlich durch Abwanderung ein.
Das Einzige, was ich heutzutage noch von dieser Ortschaft gesehen habe, war ein kleiner unscheinbarer Gedenkstein, dessen Inschrift ich aber nicht mehr entziffert bekam. Nach ein paar Metern kommt noch eine Quelle mit der alten Bezeichnung Steinhuettenborn_kleinSteinhüttenborn. Warum auch immer diese eine Quelle ausgerechnet den Namen Steinhüttenborn erhalten hat, rund um den ganzen Bereich ist eine riesige Menge an einzelner Quellen. Man sieht auf beiden Bachseiten eine ganze Anzahl kleiner Rinnsale die Hänge herunterfliesen. Irgendetwas muss in diesem Bereich besonders sein, da solch eine Häufung doch schon ziemlich auffällig ist.
Nach den schon besagten 3 Kilometern teilt sich der Cunnersdorfer Bach in die beiden Bäche Fuchsbach und Taubenbach. Den Fuchsbach verfolgt man jetzt weiter nach rechts. Der Weg steigt die nächsten 900 Meter, bis zur nächsten Kreuzung, leicht an. Auch an dieser Kreuzung geht es auf dem asphaltierten Weg nach rechts weiter. Ausgeschildert ist der Weg mit dem Namen Mathens Hohlweg, in den meisten Wanderkarten wird der Weg Matheusweg genannt. Da dieser Weg aus dem Tal herausführt, müssen ein paar Höhenmeter überwunden werden. Dieses geschieht aber trotzdem mit einer angenehmen Steigung, da der Aufstieg über ein Zickzack verläuft. Nachdem man aus dem Tal heraus gestiegen ist, erreicht man die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Der Markierung folgt man jetzt nach rechts in die Richtung Rotstein/Katzstein. Zum Anfang des Weges ist es noch ein breiter Forstweg, der aber mit der Zeit zu einem Wanderweg schrumpft. Rotstein_suedliche_Seite_kleinNoch auf dem breiten Forstweg steht auf der linken Wegseite eine alte Wegsäule aus dem Jahre 1835, die einmal die Straße nach Rosenthal und andererseits den Fußweg nach Rosenthal ausweißt. Der Weg steigt mit ein paar Stufen (ca. 15 – 20 Stück, mehr dürften es nicht sein) bis zum Rotstein auf. Der Rotstein selber ist nichts besonders aufregendes, da er nichts anderes ist, als zwei größere Felsbrocken, die mitten im Wald liegen und man als Wanderer keine Chance hat auf sie hochzukommen. Deshalb geht die Wanderung zwischen den beiden Felsen durch und dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder dem grünen Strich nach.
Der sehr angenehmen Weg geht in ziemlich gleich bleibender Höhe entlang. Ungefähr 300 Meter nachdem man eine breitere Forststraße nur überquert hat, zweigt nach rechts ein kleinere Pfad ab zur Aussicht Schneebergblick. Überraschenderweise hat diese Aussicht einen richtig netten Rastplatz, an dem man mit einem erstklassigen Ausblick eine kleine Pause einlegen kann. Die Aussicht hat den Namen Schneebergblick, da man den Schneeberg von der Aussicht ganz gut sehen kann und deshalb gibt es auch noch eine kleine Erklärungstafel zum Hoher Schneeberg auf der Aussicht. Der weitere Streckenverlauf ist, dass man wieder auf den markierten Weg zurück kehrt und dann ein paar Meter auf dem grünen Punkt entlang wandert, bis ein Schild auf den Katzstein/Katzfelsen hinweist. Wetterfahne_Katzstein_kleinDer Zugang zum Katzfelsen erfolgt über einen Pfad und ist wirklich lohnenswert. Der Katzfelsen ist für die Sächsische Schweiz eigentlich ein unauffälliger Felsen, der aber einen sehr netten Ausblick bietet. Der Felsen ist über eine lange eiserne Leiter zu erreichen. Da das Felsplateau zu klein und dazu auch noch ziemlich bucklig ist, hat man über den ganzen Felsen (ca. 2 qm²) eine eiserne Plattform gebaut. Von der Aussicht hat man ein sehr schönes Panorama von den Schrammsteinen, über den Großen Winterberg und die beiden Zschirnsteine.
Nach dem Abstieg vom Katzfelsen gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu wandern. Der schnellere Weg ist wieder auf den markieren Weg zurück zu gehen und dann dem grünen Punkt nach rechts zu folgen. Aussicht_Katzfelsen_kleinDer aussichtsreichere und informativere Weg ist dem Lehrpfad hinter dem Katzfelsen zu folgen. Gleich ein paar Meter hinter dem Katzfelsen stehen zwei weitere Informationstafel des Cunnersdorfer Lehrpfades zum Thema: Europäische Lärche und Rote Waldameise. Nach einer kurzen Strecke erreicht man die Aussicht des Katzsteins. Obwohl ich im Bereich des Katzfelsens schon mehrmals herumgewandert bin, hatte ich bis dahin diese schöne Aussicht noch nie gesehen. Von dem der sehr einfach zu erreichenden Aussicht hat man einen sehr schönen Ausblick auf die Steine im Bereich Königstein, Pfaffenstein, Lilienstein, Papststein und Gohrisch. Dadurch dass die Aussicht auch nicht an einem der bekannten Wanderwege liegt, scheint sie auch nur sehr selten besucht zu werden und damit bietet sich auch diese Aussicht für ein geruhsames Picknick an.
Gohrisch_und_Pabststein_vom_Katzfelsen_kleinVon der Aussicht geht es dann über eine Treppe vom Felsen herunter. Unterhalb des Felsens befindet sich eine der Boofen der Sächsischen Schweiz. Zumindest sieht der Platz danach aus. Das Einzige was dieser Boofe fehlt ist ein von diesen grün-roten Hinweisschildern, dass offenes Feuer verboten ist. Dafür lag ein kleiner Zettel (DIN A5) auf einem Balken. Auf ihm war das Thema Freiübernachtungen und Feuer im Wald erklärt. Von dieser Stelle verläuft der Weg am Felsfuß weiter. Der Felsen zeigt an dieser Stelle sehr deutliche Verwitterungsspuren und deshalb werden die Felsen hier  Wabenwände genannt. An dem Felsfuß steht auch noch eine Tafel zum letzten Wilderer Karl Josef Focke der Sächsischen Schweiz. Leider lässt sich die Tafel nicht darüber aus, ob er tatsächlich an der Stelle gestorben ist, da er aber aus Schneeberg stammen soll, ist es gut möglich, dass aus diesem Grunde die Tafel dort steht. Der Weg steigt von den Hang ab, bis zum schon bekannten grünen Punkt Weg. Dieser Wegmarkierung (und dem Lehrpfad Zeichen) geht es nach rechts hinterher. Der Waldweg verläuft durch einen Kiefernwald. Obwohl der Boden in der Sächsischen Schweiz an einigen Stellen ziemlich sandig ist, sieht man diese Bäume relativ selten. Der Wanderweg erreicht an einem Rastplatz mit einer Hinweistafel zur Thema der Abfallbehandlung im Wald die Winterleitenstraße. Ich finde es vollkommen selbstverständlich, dass man alles Mitgebrachte (Flaschen, Kronkorken, Bonbonpapier usw.) wieder mitnimmt. Leider läuft es immer mal wieder bei ein paar Mitmenschen schief. Irgendwie verwundert mich das immer wieder, da diese Mitmenschen doch wegen der schönen Natur in die Sächsische Schweiz kommen und wenn sie ihren Müll dann überall liegen lassen, dann gibt es nur noch schöne Aussichten, aber keinen natürlichen Wald und keine schöne Rastplätze mehr.
aufwendiges_Hinweisschild_Cunnersdorf_kleinDie Winterleitenstraße wird nur überquert und es geht auf der gegenüberliegenden Seite weiter in Richtung Cunnersdorf. Man sollte sich an dieser Wegkreuzung nicht irritieren lassen, von dem sehr aufwendig gemachten Hinweis nach Cunnersdorf. Der Weg verläuft nicht auf dem breiten Forstweg, sondern den kleinern Wanderweg entlang. Es geht der Lehrpfad- Wegmarkierung weiterhin hinterher. Der Weg führt auf das Ortsende von Cunnersdorf zu. Kurz vor der Ortschaft stehen noch drei Informationstafeln zur besonderen Pflanzen der Sächsischen Schweiz: Wald und Wildfrüchte, Espe und Salweide. Der Weg erreicht an der Katzsteinbaude den hinteren Rand des Cunnersdorfer Freibades. Am Ende der Wanderrunde informiert noch eine Informationstafel über die imposanten Roterle, die rechts des Wegesrandes stehen.
Diese Wanderrunde hat mir schon ziemlich gut gefallen, da der Aufstieg wirklich sehr human gewesen ist und es gleich mehrmals sehr schöne Aussichten gegeben hat. Die Wanderung ist auch für ein langes Wochenende empfehlenswert, da sich in diese Ecke der Sächsischen Schweiz kaum eine Mitmensch verirrt.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Cunnersdorf Deutsches Haus mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Cunnersdorfer Bad

2 Gedanken zu „Katzstein“

  1. Sehr geehrter Herr Geier,
    wir haben am 8.07.2016 die Wanderung Katzstein durchgeführt
    und keine Wanderer getroffen. Die Wanderung war für uns
    (Altersgruppe Mitte 70) angenehm und nicht anstrengend.
    Wir haben aus Ihrer umfangreichen Liste an Wanderempfehlungen schon einige durchgeführt und alle haben
    uns sehr gefallen. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie viel
    Gesundheit und noch viel Wanderideen.

  2. Eine sehr schöne und Abwechslungsreiche Tour. Sie ist nicht anstrengend, sehr gut ausgeschildert und gut gepflegt warscheinlich von den Cunnersdorfern selbst.

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