Lehrpfad Papstdorf

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 10,50 km
Höhenunterschied:
ca. 120 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Festung Königstein und die Tafelberge;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Parkplatz Galgen (Gohrisch) - Gohrischsteinpromenade - Stiller Grund - Gohrisch - Neue Hauptstraße - Pfaffendorfer Straße - gelber Strich - Muselweg - Friedenslinde - Petrichs Felsen - roter Punkt - Parkplatz Galgen - Hans Förster Weg - Papstdorf - Kleinhennersdorfer Stein- roter Strich - Kleinhennersdorf - Königsteiner Steig - Alte Rietzschgrundstraße - Parkplatz Galgen

Beschreibung:

Da ich schon mehrmals auf die Tafel vom Lehrpfad Papstdorf gestoßen bin und ich die Befürchtung habe, dass die Tafel mit zunehmendem Alter nicht schöner/mehr werden, habe ich beschlossen mal eben die Runde zu absolvieren.

Hinweis zum Lehrpfad

  • 19 Tafeln informieren über Wald, Tiere, Geologie und Heimatgeschichte
  • 13 Tafeln stellen Testfragen
  • Broschüre mit Infos und Test-Vordruck- gibt es im Fremdenverkehrsamt Kurort Gohrisch
  • Der Lehrpfad wurde angelegt durch Schüler und Lehrer der Mittelschule Papstdorf von 1997 bis 1999
  • Unterstützung: Kultusministerium mit Fördergeldern, Nationalparkbehörde Sächsische Schweiz, Heimatverein Gohrisch, u.v.a.

Der ganze Lehrpfad ist vom Weg her sehr einfach zu finden, da er durch ein eigenes Wanderwegkennzeichen gekennzeichnet ist. Man muss nur dieser Wanderwegmarkierung Lehrpfad_Wegweiser folgen und schon geht es auf einer schönen Runde um den Gohrisch und Papststein.

Wanderkarte_LP-Pabstdorf

Die Wanderung startet am große Parkplatz mitten im Kurort Gohrisch. Vom Gemeindeamt bzw. Fremdenverkehrsamt geht es zuerst ein paar Meter in Richtung Königstein. Der Straße nach Königstein folgt man aber auch nur, bis die erste Fahrstraße nach links abbiegt. Ausgeschildert ist diese Abzweigung mit der nächsten Ortschaft Pfaffendorf. Nur 400 m hinter dieser Kreuzung quert die Wanderwegmarkierung gelber Strich  gelber Strich die Straße. Auf dem Wanderweg geht es nach links über einen Feldweg in die Richtung Gohrisch. Gedenkstein_Adelbert_Hauffe_kleinEs ist wirklich etwas kompliziert, diesmal ist der Felsen gemeint und nicht die Ortschaft. Nach ein paar Metern auf dem Feldweg erreicht man eine Hinweistafel über den Naturschutz der Sächsischen Schweiz. Diese Tafel gehört im Gegensatz zur nächsten zum Lehrpfad. Bei dieser Tafel wird nur auf eine uralte Linde hingewiesen. Sie wird Friedenslinde genannt, da sie zum Anlass des Friedensvertrags von Versailles gepflanzt worden ist. Es geht weiterhin auf dem angenehmen Weg entlang zur ersten großen Testtafel. Auf dieser Tafel geht es um den Laubwald in Form einer Zuordnung von Bäumen mit Blättern, Stämmen, Ästen usw. Mit dieser Tafel kann man selbst als Erwachsener noch mal mit Wissen bzw. Nichtwissen glänzen. Die nächste Tafel beschäftigt sich mit der Entstehung bzw. der Geologie der Sächsischen Schweiz. Sehr interessant, dass sich aus einem etwas größerem Sandkasten ein so schönes Gebirge entwickeln kann. Gohrisch_und_Pabststein_kleinEs geht weiter auf der Wanderwegmarkierung bis kurz vor der Fahrstraße ein unauffälliger Weg nach links weiter um den Gohrisch herum geht. Zwischen dem Gohrisch und der Fahrstraße steht noch ein Schaukasten mit dem Titel Kerfe des Waldes. In ihm sind einige präparierte Kerfe (anderes Wort für Insekten) ausgestellt. Diese Tafel/Kasten ist nicht in der Karte des Lehrpfades zu sehen, aber doch sehr aufwendig gemacht.
Mit Erreichen des Parkplatzes zwischen Gohrisch und Papststein hat man die Halbzeit erreicht. Jetzt geht es auf die gegenüber liegende Straßenseite, um den Papststein zu umrunden. Die Runde geht auch bei diesen Felsen rechtsherum. Rechts neben dem Aufstieg zum Papststein geht es auf einem unscheinbaren Weg zwischen der Straße und dem Felsen entlang. Nach ungefähr 250 m erreicht man den Hans-Förster-Weg. Auf diesem Weg geht es jetzt weiter. Gleich am Anfang des Weges befindet sich auf der linken Seite ein kleines Häuschen. Es ist die untere Seilbahnstation um die Gaststätte auf dem Papststein mit Lebensmitteln zu versorgen. Eigentlich sollte auf der gegenüberliegenden Seite eine weitere Tafel des Lehrpfades stehen. Leider sieht man nur noch den Pfosten. Der Rest hat sich irgendwie selbständig gemacht. Dafür kommt dann auf der linken Seite eine Tafel, die nichts mit dem Lehrpfad zu tun hat, aber trotzdem sehr interessant ist. Auf der Tafel geht es um einen Felssturz, der sehr deutliche Spuren in der Natur hinterlassen hat. Die Wanderung geht am Waldrand entlang. Die ganze Zeit sieht man die auffällige Kirche von Papstdorf. Papstdorf wird nur ganz knapp gestreift. Nach den ersten vier Häusern auf der linken Seite geht es nach links den Berg hoch. Feuchtbiotop_Pabststein_kleinNach dem kurzen Aufstieg (ca. 100 m) erreicht man die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich. Auf ihr geht es nach links weiter. Nach kurzer Strecke umrundet man im spitzen Winkel das Wildgehege. Es ist sehr schön, wenn die Tiere mal aus der Nähe sehen kann. Im Sächsischen Wald kann man Rehe zwar auch häufig antreffen, aber in einer so kurzen Entfernung ist doch sehr ungewöhnlich. Der Weg macht noch einen weiteren Haken am Waldrand entlang. Eine weitere Tafel steht irgendwie nicht so richtig am Wegesrand. Es ist die Erklärungstafel zu den Kleinhennersdorfer Höhlen. Diese Höhlen sind in der Wanderung „Kleinhennersdorfer Höhlen“ beschrieben. Wer diese Tafel auch noch testen möchte, muss den Kleinhennersdorfer Stein erklimmen, da die Tafel alleine nur sehr wenig bringt. Am Waldrand entlang kommt man kurz vor Kleinhennersdorf an einem Feuchtbiotop vorbei. Hier ist ein Kleinod entstanden, dass anscheinend ganz gut funktioniert. In Kleinhennersdorf ist die Wegführung für den Lehrpfad genauso wie in Papstdorf. An der ersten Möglichkeit biegt der Wanderweg nach links ab, um gleich wieder das Dorf zu verlassen. Es geht noch eine ganze Weile an der Kleingartenanlage vorbei, um dann nahtlos im Wald weiter zu gehen. Auf diesem graden Wanderweg stehen gleich zwei Stationen des Lehrpfades, der Aufbau Mischwald und die Nahrungsbeziehungen im Wald. Beide Tafel sind nicht wirklich neu, aber irgendwie doch gut gemacht. Besonders der Zusammenhang zwischen Mäusen und Waldkäuzen ist sehr anschaulich. Dieses Teilstück hat den Schwerpunkt im Bereich des Waldes. Es geht nämlich mit einem der raffinierten Tests weiter, diesmal geht es um den Nadelwald. Bei diesem Test ist es genauso wie schon der vorangegangene Test zum Laubwald. Auch Erwachsene können hier sehr gut ihr Wissen beweisen. Nach einem großen Schlenker am Kleinhennersdorfer Stein entlang, kommt man an einer der riesigen Buchen in der Sächsischen Schweiz vorbei. Bis zu dieser Tafel waren die Buchen für mich ein schöner Baum, der meistens sehr mächtig war. Das so ein Baum auch einen richtig großen Lebensraum bietet, war mir noch nicht bewusst. Vollkommen beeindruckend finde ich die Blattoberfläche von 3.000 m².
Es geht weiterhin auf dem sehr angenehmen Weg in die Richtung vom Papststein Parkplatz. Auf der linken Seite sieht man die Felsen des Papststeines. Der Felsen an der Spitze heißt Große Hunskirche und ist ein sehr beliebter Kletterfelsen im Elbsandsteingebirge. Nach ein paar weiteren Metern erreicht man den besagten Parkplatz. Die Stelle hat man schon auf dem Hinweg passiert. Jetzt geht es wieder auf der gegenüberliegenden Seite weiter nach rechts um den Gohrisch. Oberhalb vom Parkplatz befinden sich zwei interessante Tafel, zum einen der Hinweis auf einen alten Basaltbruch und einen Specksteinstollen. Ich kann zwar irgendwie nicht verstehen, wie der Stollen ein Winterfledermaus sein kann, wenn eine Eisenplatte auf den Eingang geschraubt ist, aber vermutlich gibt es da noch eine andere Möglichkeit an die frische Luft zu kommen. Gleich am Parkplatz befindet sich auch die Starttafel für einen anderen Lehrpfad, den Bodenlehrpfad. Auch auf ihm lohnt es sich eine kurze Wanderung durchzuführen. Sie ist hier beschrieben: Bodenlehrpfad. Die beiden Lehrpfade verlaufen ein ganzes Stück auf dem gleichen Weg, sodass man schon einen schönen Eindruck von dem jeweils anderen Lehrpfad bekommen kann. Der Weg führt in einem Bogen um den Gohrisch herum, um dann auf einer anschaulichen Tafel die Vorteile des Wald zu erklären. Am Abzweig in den stillen Grund steht dann die letzte Tafel des Lehrpfades. Sie handelt von geheimnisvolle Insekten. Ich habe schon einige Male die kleinen Trichter im Sand gesehen, aber bis zu dieser Tafel war mir nicht bewusst, wozu sie sein sollen. Jetzt bin ich ein kleines Stückchen schlauer, was die Natur sich für raffinierte Tricks ausdenkt. Auf dem stillen Grund geht es geradeaus, bis man wieder im Kurort Gohrisch ankommt. Auf der Hauptstraße geht es nach links die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Die Wanderrunde war auch für mich sehr interessant und ich freue mich sehr, dass sich eine Schule soviel Mühe gegeben hat. Dickes Lob und einen Rüffel für die Knaller, die die Tafel demolieren.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kurort Gohrisch Parkplatz mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Gohrisch Ortsmitte

Ein Gedanke zu „Lehrpfad Papstdorf“

  1. Hallo Herr Geyer, hier ist wohl etwas durcheinander geraten. Die PDFs und die beschriebene sowie downloadbare Route passen nicht zusammen. Sieht man auch schon an den unterschiedlichen Streckenlängen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.