Luchspfad Mezní Louka

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 2,00 km
Höhenunterschied:
ca. 60 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
asphaltiert
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Nationalpark Böhmische Schweiz;
Nationalpark Böhmische Schweiz
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Mezní Louka (Rainwiese) - roter Strich - Kozí Hřbet (Ziegenrücken) - Luchspfad - roter Strich - Kozí Hřbet (Ziegenrücken) - Mezní Louka (Rainwiese)

Beschreibung:

Nachdem wir gerade den kleinen Bogen auf dem Bad Schandauer Luchsweg unternommen haben, fiel uns ein, dass es auch noch einen Luchspfad bei Mezní Louka (Rainwiese) gibt. Als wir das letzte Mal die Runde zum Prebischtor und dann über den Gabrielina stezka (Gabrielensteig) nach Mezní Louka (Rainwiese) gewandert sind, haben wir zwar den Eingang zum Luchspfad gesehen, ihn aber wie der größte Teil der Wanderer ignoriert. Dieses Freigelände lebt unberechtigter Weise ein ähnlich unbeachtetes Dasein wie die Waldhusche in Hinterhermsdorf. Da geben sich die beiden Nationalparks so eine Mühe, den Besuchern die Natur näher zu bringen und die gehen einfach dran vorbei. Wir haben auf jeden Fall einen netten Ausflug mit unseren beiden Mädels dorthin unternommen und uns über die vielen Stationen gefreut.

Der Startpunkt ist Mezní Louka (Rainwiese) mit seinen vielen unterschiedlichen Parkmöglichkeiten. Von hier geht es auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich in Richtung Pravčická brána (Prebischtor). Gleich am Ortsausgang befindet sich links eine Nationalparkinformationsstelle, an der Karten, schoene_Ferienhaeuser_Mezni_Louka_kleinKalender und Bilder verkauft werden und auf der rechten Seite eine Ferienhaussiedlung mit schicken Häusern. Der jetzt folgende Waldweg heißt Kozí Hřbet (Ziegenrücken), wird aber für diese Wanderung nur wenige Meter (ungefähr 100 Meter) genutzt. Dann steht rechts eine Tafel, die den Luchspfad beschreibt und ein Pfad führt in den Wald. Auf der Tafel kann man schnell erkennen, dass es sich eigentlich um zwei Pfade von 0,3 Kilometer und 0,8 Kilometer handelt. Luchspfad_TafelAuch wenn beide Pfade mit so einigen Stationen ausgestattet sind, so deuten die Zeitangaben von ½ – 1 Stunde für die kleinere Runde und 1 – 2 Stunden für die „größere“ Runde auf ein genüssliches Schlendern hin. Beide Pfade lassen sich perfekt miteinander verbinden und es entsteht ein netter kleiner Bogen.

Nachdem man den Pfad 100 Meter in den Wald gewandert ist, biegen links der kürzere und rechts der längere Weg ab. Wir haben die Runde nach rechts gewählt. Nacheinander tauchen hier die folgenden Stationen auf:

Station: Was wächst hier?
An dieser Station werden einige Pflanzen (Stieleiche, Vogelbeere, Waldkiefer, Brombeere usw.) aus dem Wald auf Tafeln vorgestellt und sind in der Nähe auch anzutreffen.
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Station: Das Waldhochhaus
Auf dem Fußboden der Station ist ein schlanker Baum abgebildet und in den einzelnen Höhen kann man dann passend die jeweils dort lebenden Tiere entdecken.
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Station: Unauffälliges im Wald
Hier kann man über drei unterschiedliche Vorrichtungen in den Wald blicken und dadurch Details entdecken, die man sonst einfach übersieht.
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Station: Spaziergang durch eine neue Wildnis
So ein Spaziergang über eine Hängebrücke macht nicht nur auf einem Spielplatz Spaß, sondern auch in der relativ steilen Fassung in der Natur.
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Station: Erholungszentrum im Wald
Dass hier genau für unsere Familie passend sehr schöne Liegestühle stehen ist wirklich perfekt.
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Station: Holzhusche
Sehr ungewöhnlich. In Tschechien darf man tatsächlich selber einen Baumstamm die Rinne hinunterschubsen.
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Station: Wald-Dendrophon
Es ist ziemlich überraschend, dass nicht nur die Länge, sondern auch die Holzsorte einen Einfluss auf den Klang hat.
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Station: Waldtümpel
Eine geniale Idee, nicht nur einen langweiligen Steg über den Tümpel zu bauen, sondern so ein nettes Kunstwerk anzulegen.
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Station: Olympische Spiele der Tiere
Hier darf man zwar nicht selber springen, aber sehr interessant sind die Sprungweiten schon. Sehr unterhaltsam ist der weiteste Springer: Mike Powel mit 8,95 Meter.
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Station: Leben in einer Baumhöhle
Die einzige Station auf der gesamten Runde, die schon ein wenig abgenutzt aussah.
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Station: Was geschieht unter der Rinde?
Tolle Station, die bestimmt richtig viel Arbeit war. Sehr anschaulich und trotzdem perfekt zum Spielen.
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Station: Unauffälliger Schmetterling
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Dann geht es auf dem kürzeren Pfad wieder zurück. Dabei wandert man dann entgegen der eigentlichen, vorgeschlagenen Richtung. Hier passiert man dann die folgenden Stationen:
Station: Waldpavillon
Da in dem schönen Pavillon gerade eine Gruppe Wanderer ihre Rast machte, gibt es kein Foto von dem Rastplatz.
Station: Spannweite der Flügel
Es ist beeindruckend, wie riesig manche der Vögel sind. Wenn man das Glück hat und mal z.B. einen Schwarzstorch von unten sieht, hat man keinerlei Größenvergleich und so scheint er knapp größer als eine Amsel. Hier kann man gut sehen, dass die Spannweite doch ein ganzes Stück größer ist.
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Station: Reise in die Vergangenheit
Ganz schön seltsam, wenn ein Walderlebnispfad des Nationalparks den Auerhahn als ausgestorben bezeichnet, aber gleichzeitig wegen diesem Tier der Grenzweg gesperrt ist.
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Station: Gedächtnis der Bäume
Diese Station sieht durch ihre Glasplatte sehr gut aus, aber ob das so ein paar Jahre hier draußen überlebt ist fraglich.
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Station: Spurensuche
Wie auch immer man die Fußabdrücke in die Bretter gemacht hat, es sieht besonders lustig beim Baummarder aus.
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Station: Barfuß wie die Tiere
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Station: Wieviel wiegen wir?
Das ist eine super Idee, das Gewicht der Tiere als kleine Fitnessübung zu verpacken. Jetzt weiß man auch als Erwachsener, warum bei einem Wildunfall die Fahrzeuge so verbeult aussehen.
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Station: Was schmeckt uns?
Überraschend war für uns, dass der Schwarzstorch als Nahrung Fische liebt. Bisher dachten wir eher an Frösche und andere Wiesenbewohner.
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Nach diesem kleinen Bogen geht es wieder auf dem Kozí Hřbet (Ziegenrücken) nach links bis zum Ausgangspunkt zurück.

Diese Runde ist eher ein kleiner Spaziergang, der aber sehr gut dazu benutzt werden kann, die Kinder an die frische Luft zu locken und dabei noch eine Kleinigkeit von der Natur zu lernen. Natürlich lässt sich dieser Bogen auch ganz hervorragend in die Prebischtorrunde einbauen. Wenn sich der Nationalpark schon so viel Mühe gibt, dann sollte man so eine Stelle auch besuchen.

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