Saupsdorf

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,00 h
Entfernung:
ca. 18,50 km
Höhenunterschied:
ca. 758 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
lang
viele Höhenmeter
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Saupsdorf - gelber Strich - Dr. Alfred Meiche Weg - Panoramaweg - blauer Strich - Waldhaus - Hohe Straße - gelber Strich - Grenzübergang - Thomasdorf - gelber Strich - Tanzplan - Aussichtsturm - blauer Strich - Thomasdorf - Diebstraße - grüner Strich - Alte Nixdorfer Straße - gelber Strich - Weifberg - blauer Strich - Dr. Alfred Meiche Weg - Wachberg - Wachbergbaude - roter Strich - Wachbergstraße - Saupsdorf

Beschreibung:

Das Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz ist ein hervorragendes Wandergebiet, aber auch der Randbereich mit dem Namen Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz ist eine tolle Wanderregion. Das kann man ganz hervorragend in dem Bereich Saupsdorf – Hinterhermsdorf – Nixdorf entdecken. Hier herrscht meistens super angenehme Ruhe, es gibt auch zu Stoßzeiten immer noch einen Parkplatz und die Aussichten sind nicht zu verachten. Eine sehr empfehlenswerte Runde zu dieser Ecke kommt hier:
Der Startpunkt ist der große Parkplatz in Saupsdorf. Von hier geht es auf der gegenüberliegenden Vorderseite_Kirche_von_Saupsdorf_kleinStraßenseite mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich erstmal einige Meter den Wachberg hoch. Blick_vom_Rand_des_Wachberges_auf_Saupsdorf_kleinDer erste Teil des Aufstieges erfolgt noch in der Ortschaft und dann kommt ein Bogen mit der ersten fantastischen Aussicht. Der Blick auf die sanften Hügel vor Sebnitz und hinüber zu den Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz ist wirklich toll. Blick_vom_Wachberg_Richtung_Sebnitz_Ottendorf_kleinNach 1 ¼ Kilometern und 140 Höhenmetern erreicht man den Panoramaweg bzw. Dr.-Alfred-Meiche-Weg. Auf diesem Wanderweg, der mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet ist, geht es nun nach links weiter. Der Weg verläuft bis zur Waldmühle ganz knapp neben der Grenze entlang. Gleich an mehreren Stellen kann man Grenzsteine, seltsame Pfosten und Schilder entdecken. Ungewöhnlicherweise weisen die Schilder aber immer nur aus Richtung Tschechien lesbar auf die Grenze hin. Der Wanderweg steigt durch einen dunklen Wald wieder vom Wachberg herunter und nach einem Stück am Waldrand entlang erreicht man die Fahrstraße zwischen Saupsdorf und Sebnitz. An dieser Straße muss man leider 400 Meter entlang wandern, bis man die Gaststätte Waldhaus erreicht. Hier biegt die Hohe Straße, eine uralte Handelsstraße, in beide Richtungen ab, aber für diese Wanderung geht es nach rechts in Richtung Tschechien. Der sehr ruhige Waldweg ist mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet. Schon vor dem Waldhaus fiel auf der rechten Straßenseite ein eingezäunter Hügel auf und jetzt kann man den fast unbepflanzten Hügel auch wieder sehen. Es handelt sich um eine alte Müllkippe, die mit so einigen unterschiedlichen Schichten zugedeckt wurde. Nur durch den Zaun und den fehlendem Bewuchs lässt sich erahnen, dass hier irgendetwas nicht natürlich ist.
Nach einem Kilometer stabile_Grenzbefestigung_Alte_Hoehe_Strasse_kleinstößt man auf die kleine_Kapelle_Thomasdorf_kleinGrenze, die man heutzutage als Fußgänger ohne Probleme passieren kann. Schon bald erreicht man die Miniortschaft Tomášov (Thomasdorf). Gleich am Ortseingang fällt eine kleine Kapelle auf der rechten Wegseite auf. In der Tür sind zwei große runde Öffnungen, durch die man in die Kapelle hineinblicken kann. Für mich war es klar, dass damit die Türe verschlossen war. Also habe ich durch die Löcher hineingeblickt und zur großen Überraschung schaute mich von der anderen Seite ein freundliches Gesicht an. Wir mussten beide herzlich lachen und die ältere Dame öffnete mir die Türe.
Für die weitere Strecke geht es noch ein ganz kurzes Stück in die Ortschaft hinein, um dann gleich hinter dem ersten Haus auf der linken Seite auf eine Zufahrt bzw. einen Waldweg abzubiegen. Dieser angenehm ruhige Weg führt auf einer Strecke von zwei Kilometern an der westlichen Seite um den Tanečnice (Tanzplan) herum. Dann erreicht man den Wanderweg zwischen Sebnitz und dem Gipfel des Tanečnice (Tanzplan), der mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet ist. Bismarkturm_Tanzplan_kleinObwohl der Gipfel (598 Meter) ein ganzes Stück höher als der höchste Berg der Sächsischen Schweiz (Großer Winterberg mit 556 Meter) ist, kommt man ungewöhnlich leicht hinauf. Beide Berge haben aber zwei Gemeinsamkeiten: ohne Aussichtsturm hätte man von beiden überhaupt keinen Blick in die Landschaft und auf beiden ist eine Gaststätte. leere_Gaststaette_Tanzplan_kleinSeit dem Winter 2013/2014 ist aber die Gaststätte auf dem Tanečnice (Tanzplan) geschlossen. Das verwundert mich schon ziemlich, weil hier früher am Wochenende ganze Heerscharen an Sebnitzern hochgepilgert sind und kostengünstige Speisen und Getränke genossen haben. Von dem steinernen Aussichtsturm (Baujahr 1904) hat man einen sehr guten Rundblick auf die Ortschaften und Hügel am Fuße des Berges. Wenn denn die Gaststätte wieder eröffnen würde, dann könnte man von hier oben auch den Gästen auf der Terrasse perfekt beim Essen zusehen.
Die weitere Wanderung führt auf der Zufahrtstraße und damit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich vom Berg herunter. Nach 1 ½ Kilometern erreicht man die Zufahrt von Tomášov (Thomasdorf), auf der es nach rechts bis ganz kurz vor den Ortseingang geht. Hier biegt man nach links ab. Ausgeschildert ist hier der Wachberg bzw. die Wachbergbaude. Der Waldweg lässt sich sehr angenehm wandern und gleich mehrmals werden große Wiesen passiert. Nach etwas mehr als einem Kilometer biegt zwar der Zugang zum Wachberg nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter auf der sogenannten Diebstraße. Ab dem Zugang zum Wachberg ist der Wanderweg für ein kurzes Stück mit dem grünen Strich grüner Strich gekennzeichnet. Die Wanderung führt aber noch weiter (1 ½ Kilometer) auf der Diebstraße, bis die alte Nixdorfer Straße erreicht wird. Hier steht links ein blaues Schild (Ústecký kraj, deutsch: Aussiger Region) und die Wanderung führt nach rechts in Richtung Hinterhermsdorf. Es ist schon wirklich komisch, aber hier ist der Wanderweg schon wieder mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet. Der Wanderweg fällt in Richtung Grenze ein ganzes Stück ab und am Untergrund des Weges und den Felsen neben dem Weg ist deutlich zuerkennen, dass hier kein Sandstein, sondern Granit vorkommt. Gleich zwei Mal kann man neben dem Weg Kuhlen entdecken, in denen vor langer Zeit der Stein abgebaut wurde. Die Grenze wird nach einem ¾ Kilometer passiert und dann geht es weiter auf deutschem Gebiet. Rueckseite_Weifberg_und_Aussichtsturm_kleinSchon nach kurzer Strecke tritt die Wanderung aus dem Wald heraus und soll eigentlich hier rechts abbiegen, aber schräg nach links vorne ragt der Weifberg mit seinem hölzernen Aussichtsturm aus dem Wald. Der Turm und die dazugehörende Aussicht sind wirklich sehenswert und deshalb gibt es noch einen kurzen Abstecher auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich bis zum Turm. Der Weifberg ist von der Alten Nixdorfer Straße aus nicht besonders hoch (20 Höhenmeter) und die 173 Stufen auf den Turm werden mit einer sehr schönen Rundumsicht belohnt. Blick_aus_dem_Weifbergturm_kleinIm Gegensatz zu dem steinernen Turm auf dem Tanzplan kann der Weifbergturm bei Wind schon ganz nett ins Schaukeln geraten und es ist deutlich zu sehen, dass die Pflegemaßnahmen bei einer Holzkonstruktion viel größer sind. Nach dem ersten Jahrzehnt musste der gesamte Turm einmal gestrichen und schon einige Hölzer ausgetauscht werden.
Die Wanderung führt wieder auf der blauen Wanderwegmarkierung bis zum Waldrand zurück. Hier ist wieder der Dr.-Alfred-Meiche-Weg bzw. der Wachberg ausgeschildert. Wer schon gemogelt und vom Weifbergturm die Strecke am Waldrand und dann hoch zum Wachberg ausgespäht hat, wird in der Realität staunend feststellen, dass es erstmal abwärts geht. Blöderweise befindet sich noch eigeschraenkter_Blick_vom_Wachberg_kleineine fast unsichtbare Senke gleich am Ende des Waldrandes und so kommen noch ein paar Höhenmeter dazu. Von der Senke geht es dann ziemlich genau 100 Höhenmeter nach oben, um dann auf dem Wachberg mit einem sehr netten Blick auf Saupsdorf und rüber in den Nationalpark Sächsische Schweiz belohnt zu werden. Auf dem Wachberg befindet sich auch noch die Wachbergbaude (www.wachbergbaude.de), die mit ihrer Terrasse und der Gaststube zum Verweilen einlädt.
Die Wanderung führt über die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich vom Wachberg nach Saupsdorf hinunter. Der Beginn des Abstieges liegt etwas versteckt am unteren Ende des Parkplatzes der Wachbergbaude. Friedensbaum_am_Ferienhof_kleinDie ersten paar Meter führen durch ein Waldstück mit so einigen Granitmurmeln. Von dort geht es erst an ein paar Schrebergärten vorbei und dann auf der Wachbergstraße abwärts. Hier hat man gleich mehrfach noch einen netten Blick auf Saupsdorf. Katze_Ferienhof_Schaefer_kleinFast am Ende der Wachbergstraße angekommen, fällt auf der rechten Straßenseite eine riesige Kastanie auf, die als Friedensbaum 1955 gepflanzt wurde. Gleich dahinter befindet sich der Ferienhof Schäfer, in dem man ganz hervorragend Unterkunft, auf Wunsch mit Frühstück,  finden kann und eine der hauseigenen Katzen kann sogar nette Balancierstücke auf dem Gästeschild vorführen.
Diese Wanderung ist keine der typischen Wanderungen im Zentrum des Nationalparks Sächsische Schweiz, aber trotzdem ist es eine sehr schöne Runde, die eine Vielzahl an tollen Aussichten und interessanten Gipfeln passiert. Das Besondere am Startpunkt in Saupsdorf ist, dass hier die Besucher noch keine Touristenpreise bezahlen müssen und so darf man kostenlos parken und auch die restlichen Preise wie Essen und Übernachtung sind sehr angemessen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Saupsdorf Am Wachberg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Saupsdorf

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