Um die Richterschlüchte

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 11,00 km
Höhenunterschied:
ca. 332 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Großer Zschand;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Neumannmühle - gelber Strich - Zeughaus - Wolfsschlüchte - grüner Pfeil - Goldsteig - Richterschlüchte - Richtergrotte - Weberschlüchte - grüner Strich - Großer Zschand

Beschreibung:

Ein netter Leser hatte uns darauf hingewiesen, dass wir noch nie den hinter der Richtergrotte weiterführenden Pfad beschrieben haben. Stimmt, bis dahin war uns der Weg auch fremd und das durfte natürlich nicht so bleiben.

Der sinnvollste Start zu dieser Runde ist die Neumannmühle. Von hier geht es in den unterer_Grosser_Zschand_kleinGroßen Zschand mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Die ersten paar hundert Meter in der Schlucht des Großen Zschand sind wirklich fantastisch. Es sieht so schön aus, wie Moos auf Bäumen oder Felsen wächst, die Felseinschnitte von der eigentlichen Schlucht abgehen und wie große Bäume auf Felsvorsprüngen Halt finden. Teich_im_Grossen_Zschand_kleinDas ist immer wieder ein toller Start zu einer Wanderung im Bereich der Hinteren Sächsischen Schweiz. Nach einem Kilometer weitet sich das Tal und die Wanderung führt bis zum Zeughaus sehr angenehm weiter. Wenige Meter vor dem Gasthaus Zeughaus befindet sich auf der rechten Wegseite eine der Nationalparkinformationsstellen. Wie alle dieser Häuser ist auch dieses nur eine kleine Ausstellung und ist praktisch schnell angesehen. In diesem Fall läuft ein wirklich netter Film, wie es früher vielleicht im Wald des Nationalparks ausgesehen haben könnte.

Gleich neben dem Nationalparkhaus befindet sich das Zeughaus mit seinem kleinen Biergarten. Hier kann man zwar nett einkehren, aber schon nach so wenigen Minuten ist es vielleicht doch etwas zu früh. Da die Wanderung auch am Ende nochmal hier vorbeikommt, kann man dann auch etwas gegen die Unterhopfung tun. Gleich hinter dem Zeughaus beginnt auch der einzige ernstzunehmende Aufstieg auf dieser Wanderung. Der gelbe Strich steigt die Wolfsschlüchte in Richtung Großer Winterberg hoch. Nach einem ¾ Kilometer, noch bevor es auf die Bärenfangwände hoch geht, biegt nach links der Goldsteig ab. Da es sich um einem Bergpfad handelt ist er nur mit einem kleinen grünen Pfeil Bergpfad markiert. Dieser Weg schlängelt sich kontinuierlich am Pfad_am_Goldsteig_kleinFelsfuß entlang und man kann unterschiedlichste Felsformen und Verwitterung entdecken. Auch wenn es schon ziemlich voll in der Sächsischen Schweiz ist, so wandern über den Goldsteig nur wenige Leute, weil der Großteil der Besucher doch schnell von A nach B kommen möchte. Irgendwie sind nur wenige Mitmenschen mit dem Prinzip „Der Weg ist das Ziel“ unterwegs. Das ist sehr schön, so hat man einen angenehm leeren Goldsteig vor sich. Hoehle_am_Goldsteig_kleinAuf ungefähr der halben Strecke führt der Goldsteig an einer ziemlich großen Höhle vorbei, die früher bestimmt noch als Boofe genutzt wurde, aber heutzutage nicht mehr zu den offiziellen Übernachtungsstellen gehört. Zu feuchteren Zeiten dürfte das Getropfe in der Höhle aber auch ganz schön das Einschlafen behindert haben.

Nach insgesamt 2 ½ Kilometern endet der Goldsteig auf dem grün markierten Wanderweg grüner Punkt in den Richterschlüchten. Diesem Aufstieg folgt man nur ganz Richtergrotte_kleinwenige Meter, bis nach links der Zugang zur Richtergrotte abzweigt. In der Richtergrotte plätschert zu jeder Zeit ein Minibächlein aus riesiger Höhe herunter und im Winter bildet sich ein Eiszapfen, der aber, durch die große Höhe, niemals zusammenwachsen kann. Diese Stelle kannten wir bis zu dieser Wanderung schon ganz gut. Dass hier aber auch noch ein Pfad weiter an den Felswänden entlang führt, war uns bisher entgangen, obwohl der Pfad auf der Karte Großer Zschand (www.boehmwanderkarten.de) von Dr. Rolf Böhm und in der Natur gut zu sehen ist. Obwohl der Pfad durch die Kernzone des Nationalparks führt, ist mit der Kennzeichnung schwarzer Pfeil Kletterzugang ein legales Begehen möglich. Zwischendurch weisen zwar mehrere Schilder auf Kletterverbote zu bestimmten Zeiten hin, Felsfuss_am_Jortanshorn_kleinaber das Begehen ist überall erlaubt. Nur zweimal fächert sich der Pfad so weit auf, dass man ihn auf Anhieb nicht so richtig erkennen kann, aber Felsband_beim_Geierwaermer_kleines geht immer am Felsfuß entlang. Nach einem Kilometer an dem Hang entlang wird noch das Jortanshorn umrundet und dann erreicht man eine große sandbedeckte Felsplatte. Geierwaermer_und_Wegmarkierung_kleinDie Stelle kann man auch ganz gut daran erkennen, dass hier drei schwarze Pfeile an den Felsen gemalt sind, die in alle möglichen Richtungen zeigen. Gleich daneben ist eine Felsinschrift mit dem Wort Geierwärmer. Das finden wir bei unserem Nachnamen natürlich besonders lustig.

An dieser Stelle steigt die Wanderung den Hang hinunter und stößt auf den schon von oben gesehenen Weberschlüchteweg. Im Gegensatz zu den Richterschlüchten sind die Weberschlüchte eine Sackgasse und deshalb ein sehr ruhiger Wanderweg. Auf diesem Weg geht es nach links ganz leicht abfallend weiter. Ganz schön ungewöhnlich ist ein Strudeltopf, der auf der linken Strudeltopf_in_den_Weberschluechten_kleinWegseite in einer Felsmurmel zu finden ist. Eigentlich sieht die Vertiefung eher aus wie ein Unterstand für Hobbits, aber ich glaube, dass sie hier in der Sächsischen Schweiz nicht herumgeturnt sind. Die meisten Strudeltöpfe, die man so am Wegesrand findet, sind in den Boden eingegraben, aber hier hat sich ein Bächlein vertikal reingefräst.

Nach ungefähr einem ¾ Kilometer erreicht man den breiten Weg durch den Großen Zschand. Hier folgt man der roten Wanderwegmarkierung roter Strich nach links. Schon bald erreicht man das schon bekannte Zeughaus (Gegenmaßnahmen gegen die Unterhopfung nicht vergessen) und dann wandert man den bekannten Weg (gelber Strich gelber Strich) wieder abwärts bis zum Ausgangspunkt an der Neumannmühle.

Wir freuen uns immer wieder über unsere eigene Webseite, denn ohne sie würden wir ganz bestimmt niemals so gute Empfehlungen erhalten. Auch wenn diese Runde zwischendurch schon mal über einen fast unsichtbaren Weg geht, so hat es viel Spaß gemacht. Danke für die gute Empfehlung.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kirnitzschtal Neumannmühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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