Felsschluchten

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 4,00 h
Entfernung:
ca. 16,00 km
Höhenunterschied:
ca. 315 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
besonders empfehlenswert an heißen Sommertagen
Schwierigkeitsgrad:
lang
Kletterabschnitte
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rathewalde - blauer Strich - Amselgrund - Amselfall - grüner Strich - Amselsee - blauer Strich - Niederrathen - Elbe - Elberadweg - Stadt Wehlen - Lohmener Straße - Stadtgut - Buschholzstraße - Teufelsgrund - roter Punkt - Uttewalder Grund - grüner Strich - Schleifgrund - Bruno Barthel Weg - gelber Strich - Basteiweg - Rathewalde

Beschreibung:

Der Startpunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz in der Ortsmitte von Rathewalde. Dieser Parkplatz ist nicht gerade riesig, aber bis jetzt habe ich hier immer ein Plätzchen gefunden. Lochmuehle_kleinDer Wanderweg geht neben der Gaststätte den Berg hinunter. Riemenantrieb_Lochmuehle_kleinEr ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und man wandert mit einem gleich bleibenden Gefälle bergabwärts. Gleich im Anfangsbereich kommt man an der Rathewalder Mühle (auch Lochmühle genannt) vorbei. Diese Mühle hat wieder eine Privatperson gekauft und dieser Inhaber ist jetzt schwer damit beschäftigt, die Gebäude herzurichten. Für eine einzelne Person bzw. Familie ist das ein wirklicher Gewaltakt und wenn außerdem noch eine Gaststätte gleichzeitig betrieben werden sollJaegerklause_Lochmuehle_klein, dann dauert eine solche Sanierung halt ein bisschen länger. Das Wohn- und Gaststättenhaus sieht inzwischen schon ganz gut aus, die alten Forellen- bzw. Mühlteiche sind zum Teil schon wieder ausgegraben und das ehemalige Mühlenhaus ist von allem Schutt befreit. Der Abstieg erfolgt am sogenannten Grünbach. Warum auch immer der Bach diesen Namen erhalten hat, meiner Ansicht nach wäre der logischere Name Amselbach gewesen, weil der Bach den Amselfall und den Amselsee speist. Amselfall_von_oben_kleinDer Amselfall ist das nächste Ziel. Hier gibt es schon wieder die Möglichkeit, sich zu erfrischen, was aber nicht so wirklich interessant sein sollte, wenn man bis jetzt nur ein paar Meter den Hang herunter gegangen ist. In der ersten Etage des Hauptgebäudes befindet sich eine Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz. Der anwesende Nationalparkranger ist sehr freundlich und freut sich über jegliche Frage. An dem Ort befindet sich, wie der Name schon sagt, natürlich auch der kleine Wasserfall. Er ist nicht gerade der Niagarafall, aber ich habe schon Bilder von ihm im Winter gesehen, wo er zu einer riesigen Eissäule gewachsen war.
Der Weg geht weiter in die erste Schlucht runter. Ungefähr 300 Meter hinter dem Amselfall verlässt der blau markierte Wanderweg unsere Strecke. Wenn man der Wegmarkierung folgen würde, dann würde man durch die beeindruckenden Schwedenlöcher zur Bastei aufsteigen. Das ist aber für diese Wanderung nicht vorgesehen, da der Aufstieg in den Schwedenlöchern ziemlich anstrengend ist, sondern ist es geht weiter zum Amselsee. Auf diesem kleinen Stausee kann man sich kleine Ruderboote mieten und eine romantische Runde auf dem See drehen. Die Ruderrunde ist natürlich nur dann romantisch, wenn nicht gerade mal wieder eine Schulklasse hier einfällt und ausprobiert, ob man das Geschrei auf der Bastei hören könnte. Der Wanderweg war zwischendurch tatsächlich ohne jegliche Markierung, aber ab dem Amselsee ist der Weg durchs Tal mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Der Weg führt hinter dem Amselsee an einigen Forellenteichen und der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes vorbei. Kurz vor der Ortschaft Rathen verlässt auch die grüne Wegmarkierung wieder unsere Strecke und es geht dann hinein in den Ort. Rathen ist aus meiner Sicht die Ortschaft, die sich am meisten in der Sächsischen Schweiz auf Touristen eingestellt hat. Die Hauptstraße ist gepflastert mit typischen Touristenläden. Kurz hinter dem Hotel und Restaurant „Amselgrundschlösschen“ (www.amselgrundschloesschen.de) geht es nach rechts bis zur Elbe runter. Auch das Elbetal ist passend zum Namen der Wanderung eine Schlucht, nur dass diese Schlucht ein ganzes Stück breiter ist. Trotzdem ist der Blick über die Elbe wunderbar und wenn man besonderes Glück hat, sieht man einen von den alten Schaufelraddampfern, die ganz besonders gut zu dieser Kulisse passen.
Der weitere Weg geht nach rechts, also der Elbe nach. Kurz hinter dem letzten Haus von Rathen bieten sich zwei unterschiedliche Wege an. Der Weg auf dem asphaltierten Rad/Fußweg oder an den Steinbrüchen auf dem Haldenweg. Der Rad/Fußweg hat die beiden Vorteile, dass die Wandergeschwindigkeit höher und die Aussicht auf die Elbe besser ist. Mein Favorit ist aber der Haldenweg, auch wenn man ungefähr eine ½ Stunde länger braucht. Auf dem Haldenweg herrscht immer eine sehr angenehme Ruhe, es gibt keine störenden Radfahrer und außerdem kann man noch an einigen Stellen historische Bearbeitungsspuren von den Steinbrüchen sehen. Beide Wege treffen im vorderen Teil von Stadt Wehlen wieder aufeinander und es geht auf der Promenade weiter in Richtung des Zentrums. Neben der Kirche verlässt der Wanderweg das Elbeufer und es geht auf den Markplatz. Dieser Platz hat irgendwie etwas Südländisches. Die Leute können in Cafes draußen sitzen, es gibt mehrere Eisdielen, irgendwie stehen im Sommer immer eine ganze Horde Leute hier rum und wenn man Glück hat, dann finden sogar Veranstaltungen auf der Bühne statt.
Der weitere Weg geht diagonal über den Markt und dann ungefähr 40 Meter den Berg hoch auf der Lohmener Straße. Diese Straße ist die Zufahrtsstraße von Stadt Wehlen. Nach den besagten 40 Metern biegt nach links eine Gasse mit dem Namen Schreiberberg ab. Diese Gasse steigt relativ steil den Berg hoch, aber durch sie zu wandern ist immer noch besser, als auf der Lohmener Straße den Berg hoch zu kriechen. Nach ungefähr 140 Metern erreicht man die Lohmener Straße wieder und man muss ca. 70 Meter auf der Straße bergauf gehen, dann biegt nach rechts die Buschholzstraße ab. Nur auf den ersten paar Metern stehen noch ein paar Häuser, nach kurzer Strecke geht der Weg in einen Waldweg über. Dieser Aufstieg aus dem Elbetal ist das anstrengendste Stück auf der ganzen Wandertour, aber bei weitem nicht unangenehm anstrengend. 250 Meter hinter dem Waldrand verlässt man den breiten Waldweg und geht nach rechts in die ausgeschilderte Richtung Teufelsgrund/Heringshöhle. Der Weg verläuft auf ziemlich gleich bleibender Höhe ein paar Meter und nach 100 Metern hält man sich links. Dadurch kommt man automatisch zu den Treppen, die runter in den Teufelsgrund führen. Der Teufelsgrund ist eine sehr ruhige Schlucht, die schon einen Vorgeschmack zu den nächsten Kilometern liefert. Nachdem man ein paar Meter die Teufelsschlucht runter gegangen ist, kann man nach rechts einen netten Abstecher zur Eingang_Herringshoehle_kleinHeringshöhle unternehmen. Um zu der Höhle zu gelangen, verläuft der Pfad zwischen ein paar Felsen und unter mindestens zwei Felstoren hindurch. Die Strecke macht Kindern riesig viel Spaß, genauso wie die Heringshöhle. Die Höhle ist einfach zu finden und hat einen Eingang und einen Ausgang an anderer Stelle.
Nach diesem kleinen Ausflug, den man sich aber nicht entgehen lassen sollte, gehen die letzten paar Meter den Teufelsgrund herunter, bis zum rot markierten Wehlener Grund roter Punkt. Diesem Grund folgt man die nächsten 300 Meter, bis auf der rechten Seite ein sehr auffälliger Felsen liegt. Der Felsen hat einige Inschriften und auch ein paar eingemeißelte Tafeln. Diese Felsmurmel wird Freundschaftsstein genannt und ist für diese Wanderung das Zeichen, nach links in den wunderschönen Uttewalder Grund abzubiegen. Der Weg ist mit dem grünen Strich grüner Strich markiert und schlängelt sich durch eine wirklich sehenswerte Felsenlandschaft. Nach ein paar Metern durch den Grund erreicht man die Gaststätte Waldidylle, in der man sich in einer Art Biergarten erfrischen kann. Dieser Biergarten ist ein herrlich ruhiger Ort und hat nicht mit dem lauten Trubel eines normalen Biergartens zu tun. Da die Gaststätte noch mit dem Lieferwagen zu erreichen ist, war der Weg bis hierhin noch relativ breit, ab der Gaststätte ist der Weg durch die Schlucht nur noch ein breiterer Pfad. Obwohl der Uttewalder Grund eine wirklich fantastische Schlucht ist, die an allen möglichen und unmöglichen Stellen erwähnt wird, so ist die Besucherzahl hier unten wirklich gering. Vermutlich, weil diese Schlucht nicht ganz so einfach zu erreichen ist. Caspar_David_Friedrich_Felsentor_kleinIm Uttewalder Grund befindet sich auch die Stelle, an der Caspar David Friedrich das bekannte Felsentor gezeichnet hat.
Unter diesem Felsentor geht es durch und dann die Schlucht weiter. Hinter dem Caspar-David-Friedrich-Felsentor kreuzt der gelb markierte Wanderweg und spätestens ab hier trifft man in der Schlucht, die ab hier Schleifgrund_kleinSchleifgrund heißt, niemanden mehr an. Der Weg ist weiterhin noch mit dem grünen Strich markiert. Erst kurz vorm Ende des Grundes verlässt der markierte Weg die Wanderstrecke. Es geht noch ein kleines Stück, ca. 90 Meter, weiter geradeaus und dann steigt man nach rechts aus der Schlucht hinaus. Der Weg hat eine sehr angenehme Steigung und kommt nach einer Spitzkehre auf den Forstmeisterweg. Diesem Forstweg folgt man ein ein kleines Stück nach rechts, um dann gleich wieder nach links abzubiegen. Hier steht einer der vielen Wegweiser mit dem nächsten Ziel: Rathewalde. Nach einem Streifzug durch einen ziemlich dichten Wald erreicht man den Bruno-Barthel-Weg. Der Name des Weges stammt von einem Bruno Bartel (1885 – 1956), Mundarterzähler und Heimatforscher, Sohn eines Uttewalder Steinbrechers, und führt von Uttewalde durch den Nationalpark Vordere Sächsische Schweiz nach Rathewalde. Er ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und führt die Wanderung zum Ausgangspunkt in Rathewalde zurück.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Stadt Wehlen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Rathewalde Ortsmitte
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

2 Gedanken zu „Felsschluchten“

  1. Was ist los mit der Rathewalder Mühle?
    Die Absperrung durch Steinschlaggefahr muss beseitigt werden.
    Da müssen die Besitzerin Rathewalde oben zum Handeln gezwungen werden.

    Die Mühle hat einen historischen Platz.

    1. In Rathewalde ist das Parken kostenfrei, wenn man am Bad vorbei an der Gartenanlage weiterfährt (50 m) .
      Danke an die Rathewalder.

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