Kahler Stein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,75 h
Entfernung:
ca. 7,50 km
Höhenunterschied:
ca. 310 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Bärensteinstraße - Kleiner Bärenstein - roter Punkt - Naundorf - grüner Punkt - Kahler Stein - Voigtsloch - roter Punkt - Schloss Thürmsdorf - gelber Strich - Mausoleum - Johann Alexander Thiele Aussicht - Bärensteinstraße

Beschreibung:

Diese Wanderung ist durch einen netten Hinweis eines Lesers entstanden, der seit einigen Jahren seinen Urlaub in Thürmsdorf verbringt und uns so ein paar sehr gute Hintergrundinformationen liefern konnte. Eigentlich sollte der Startpunkt für die Wanderung in Thürmsdorf am Schloss sein, aber blöderweise war die erste Zufahrt nach Thürmsdorf gesperrt und so haben wir den Start Aufstieg_zum_Kleinen_Baerenstein_kleinkurzerhand an den Kleinen Bärenstein verlegt. Von dem kleinen Parkplatz im Wald geht es auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt in Richtung Kleiner Bärenstein. Die ersten paar Meter verlaufen noch sehr flach und dann geht es über eine kurze Leiter und ein paar Stufen aufwärts. In einer Felsspalte geht es recht einfach weiter nach oben und dann noch ein paar Meter nach rechts bis auf den Gipfel des Kleinen Bärensteins. Felsen_auf_Kleinem_Baerenstein_kleinRechts neben dem Aufstieg fällt ganz besonders ein seltsames Betonbauwerk auf. Es handelt sich um einen der Reste einer Gaststätte auf dem Kleinen Bärenstein. Diese Ausflugsgaststätte ist aber schon im Jahre 1943 geschlossen worden und deshalb finden wir es schon sehr verwunderlich, dass man noch so deutliche Spuren auf dem Gipfel entdecken kann. morgendlicher_Koenigstein_kleinVon dem vorderen obersten Felsen hat man eine sehr schöne Aussicht auf den Lilienstein, die Festung Königstein und die Blick_vom_Kleinen_zum_Grossen_Baerenstein_kleindahinterliegenden Tafelberge. Auf der hinter dem oberen Felsen liegenden Aussicht kann man auf den Rauenstein, die Bastei und den Großen Bärenstein blicken. Sehr komisch ist, dass der Große Bärenstein 8 Meter niedriger ist als der Kleine Bärenstein. Auch wenn 8 Meter bei einem Felsen nicht besonders viel sind, so wirkt der Große Bärenstein von der Aussicht aus tatsächlich ein Stückchen niedriger.
Für die weitere Wanderung geht es wieder auf dem bekannten Weg vom Kleinen Bärenstein herunter. Am Ende des Auf-/Abstieges wandert man nach rechts weiter, Richtung Naundorf. Der markierte Wanderweg verläuft horizontal und parallel zu den Felsen, bis nach 50 Metern wieder Felsen erreicht werden. Hier erinnert an der rechten Felsenwand eine Tafel in luftiger Höhe an den Revierförster Wilhelm Mahn. Herr Mahn hat sich 30 Jahre ganz besonders um die Pflege des Kleinen Bärensteins Grosser_Baerenstein_von_Nauendorf_kleingekümmert und deshalb hat der Gebirgsverein 1881 diese Gedenktafel aufgehängt. Die Wanderung verlässt bald den Wald um den Kleinen Bärenstein und betritt die Felder zwischen den Bärensteinen und Naundorf. Hier hat man einen schönen Blick auf den Großen Bärenstein und wenn man der roten Wanderwegmarkierung weiter folgt, erreicht man bald den Ortsrand. Hier stehen ein paar nette Häuser, die die angenehme Ruhe bestimmt genießen.
Das nächste Ziel der Wanderung soll der Parallelweg links zu dem gerade begangenen Feldweg sein und so ist der einfachste Weg, viermal an der jeweils ersten Möglichkeit links abzubiegen. Zugang_Kahler_Stein_kleinDamit kommt man an die Wegkreuzung der Agrarproduktion Am Bärenstein Struppen e.G. auf den Zugang zum Kahlen Stein. Dieser vollkommen unauffällige Felsen ist überhaupt nicht, wie der Name suggeriert, unbewaldet und ist nach wenigen hundert Metern (½ Kilometer) erreicht. Als erstes fällt auf der linken Ecke die Marianne-Bank auf. Dieser Platz ist wirklich eine nette Stelle mit einem schönen Blick Blick_Kahler_Stein_Dresden_kleinüber die Felder auf den Rand des Elbtals und das gegenüberliegende Dort Wehlen. Wenn man nach links über das Elbtal hinweg blickt, kann man unten in der Ebene Pirna und einen Teil von Dresden entdecken. Nach dieser sehr angenehmen und auch ruhigen Stelle bietet sich der Miniabstecher hoch auf den Felsen des Kahlen Steins. Von der Marianne- Bank bis auf den höchsten Punkt sind es gerade mal 10 Höhenmeter, die auch noch super leicht zu bewältigen sind. Dadurch, dass der Kahle Stein bewaldet ist, hat man aber keine besondere Aussicht, aber man kann immerhin sagen, dass man einen Felsen bestiegen hat.
Von dem Kahlen Stein kann man auch relativ leicht auf der südlichen Seite absteigen und es geht auf dem Waldweg weiter. Sehr ungewöhnlich sind die vielen kleinen Holzhaufen neben dem Weg. Es ist schon wirklich seltsam, dass ein Waldbesitzer eine Vielzahl Birken fällt und ordentlich aufstapelt, aber dann im Wald verrotten lässt. Nach ein paar hundert Metern erreicht die Wanderung ein Feld, das nur überquert wird. Nachdem man das Feld überquert hat, geht es nach rechts am Waldrand entlang. Der Feldweg verläuft in einem Bogen ca. ¼ Kilometer und dann geht es in den Wald hinein. Nach ein paar hundert Metern endet der Waldweg auf der Zufahrtsstraße von Weißig und Rathen. Verführerischerweise befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder ein Weg. Dieser Weg mit der Sperrscheibe ist aber falsch, sondern es geht ein paar wenige Meter nach links und dann in den Wald hinein. Der Weg passiert nach ein paar Metern durch den Wald eine Lichtung und auf der gegenüberliegenden Wiesenseite erreicht man einen großen künstlichen Teich. Nachdem man über den Staudamm gegangen ist, hält man sich rechts und es geht durch den oberen Teil vom Schlossgarten des Thürmsdorfer Schlosses. Hier fallen gleich mehrere sehr alte Bäume auf, die wie in einem Park arrangiert sind. Wenn man dem Rueckseite_Thuermsdorfer_Schloss_kleinSchloss näher kommt, erreicht man einen Zaun, der den inneren Garten kennzeichnet. Hier stehen einige riesige Rhododendronbüsche und mindestens eine sehr schöne Plastik. Bei dieser Figur handelt es sich um zwei Nackedeis, die lustigerweise im Winter 2011/12 in richtig dicke Decken eingehüllt waren. Ob es jetzt daran lag, dass die Plastik nur vor den Baumfällmaßnahmen geschützt werden sollte oder irgendein netter Mitmensch die beiden vor der Kälte schützen wollte, konnten wir nicht herausfinden. Aber wirklich lustig sah es aus. Vorderseite_Thuermsdorfer_Schloss_kleinDiese schöne Plastik ist auch das Logo der Schokoladenmanufaktur am Pirnaer Marktplatz (www.adoratio-schokoladenkunst.de), was eigentlich kein großes Wunder ist, da die Schokolade in einem der Gebäude vor dem Schloss hergestellt wird. Das Schloss macht einen ganz besonders schönen Eindruck und sehr erfreulich ist, dass deutlich zu sehen ist, dass mit viel Mühe das Gebäude saniert wird. Es kostet bestimmt viel Geld und Arbeit, so ein Schloss wieder aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.
Das Schloss lässt sich auf beiden Seiten umrunden und von der Vorderseite geht es weiter nach rechts (wenn man von vorne auf das Gebäude blickt). Hier ist der Wanderweg mit dem Malerweg gekennzeichnet. Die Wanderung verläuft am oberen Rand von Thürmsdorf entlang und erreicht nach ½ Kilometer eine Kreuzung, an der man unbedingt geradeaus weiter wandern sollte. Mausoleum_Familie_Biedermann_Thuermsdorf_kleinHier ist der Wanderweg mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet und schon nach wenigen Metern erkennt man am Ende der Allee ein kuppelförmiges Gebäude. Es handelt sich um das Mausoleum der Familie Biedermann. Dieses Mausoleum ist in den Jahren 1920/21 gebaut und 1994/95 saniert worden. Leider kann man heutzutage nur mit einem Trick in das Gebäude hineinsehen. Blick_ins_Mausoleum_Familie_Biedermann_kleinAn den beiden schweren Eisentüren sind früher anscheinend Griffe gewesen und durch diese 1 cm großen Löcher kann man in den Raum blicken. Dadurch lässt sich erkennen, dass heutzutage die Gruft leer ist und auch sonst in dem Raum überhaupt nichts mehr ist. In einem Schaukasten vor dem Mausoleum wird etwas zur Familie Biedermann und dem Schloss erzählt. Außerdem wird das Wappen der Familie Biedermann, das man mindestens an der Schlossaußenwand und neben dem Mausoleumeingang entdecken kann, erklärt.
Die Wanderung geht von dem Mausoleum an der Kante des Elbtals weiter. Gleich neben dem Mausoleum befindet sich ein Blick_auf_Elbe_bei_Kirchleite_kleinschöner Rastplatz mit einem netten Blick hinunter ins Elbtal, auf den gegenüberliegenden Lilienstein und die Festung Königstein. Tja und an der Stelle soll eigentlich auch ein markierter Wanderweg weiter führen. Da wir keinen Abzweig nach links entdeckt haben, sind wir die Strecke weiter gegangen. Selbst als der Pfad den Hang hinunter ging, haben wir noch immer an den richtigen Weg geglaubt und erst viel zu spät unseren Fehler festgestellt. Da Zurückwandern einfach zu langweilig ist, sind wir den Hang über ein paar Wildwechsel hochgekrochen, aber so richtig Spaß gemacht hat es nicht. Wenn man also, bevor es abwärts geht, nach links und gleich wieder rechts wandert, dann führt der Weg zwischen Wald und Feld entlang, bis nach links ein Weg mit Betonplatten abbiegt. Dieser Weg führt wiederum am Waldrand entlang in Richtung Kleiner Bärenstein. Insgesamt wandert man ½ Kilometer an dem Waldrand entlang, bis die bekannte Zufahrtstraße nach Weißig und Rathen erreicht wird. Auf dieser Straße geht es die letzten paar Meter nach links bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Damit ist eine sehr nette Runde zu Ende gegangen und wir haben uns mal wieder über eine tolle Empfehlung eines Lesers gefreut. Unsere Wanderung wurde aber auch noch ganz besonders dadurch aufgewertet, dass wir in einer ziemlich verregneten Wanderwoche im Januar einen Tag erwischt haben mit leuchtend blauem Himmel und vollkommener Windstille. Solche Randbedingungen steigern den guten Eindruck von einer Wanderung natürlich noch mal ein Stückchen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Thürmsdorf Mitte mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Bärensteine

Ein Gedanke zu „Kahler Stein“

  1. Guten Tag,
    Das frühere Mausoleum wurde saniert und ist jetzt die ökumenische Malerwegkapelle. Der Malerweg wurde ein Stück umgeleitet und so die Kapelle und die Johann-Alexander-Thiele-Aussicht eingebunden. Die Aussicht von der Kapelle wurde freigeschnitten und ist sehenswert. Fast unbekannt ist eine Attraktion Thürmsdorfs: der höchste Wasserfall der Sächsischen Schweiz, der Pehnafall.

    Auf meiner Website findet Ihr Bilder zu obigem:
    Pehna-Fall:
    http://dieterfotos.de/Pano~SaexSchweiz/HTML-Views/Thuermsdorf_Pehna-Wasserfall_170902panC-HDR.html
    Aussicht von der Malerwegkapelle: http://dieterfotos.de/Heimat~SaexSchweiz_links/084.html

    Durch Euren Beitrag zum Rathener Backofen bin ich auf diesen feinen Aussichtpunkt aufmerksam geworden. Vielen Dank dafür. Ich habe dort fotografiert und wenn es interessiert, dann findet Ihr zwei Panoramen hier ganz unten:
    http://dieterfotos.de/Pano~SaexSchweiz/index_pano.html
    Und Fotos ab hier:
    http://dieterfotos.de/Heimat~SaexSchweiz_rechts/149.html

    Viele Grüße aus Dresden

    Dieter Schulz

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