Katzfelsen

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Karte:
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Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 320 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Rosenthal - Bielatal - Karte 95;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Cunnersdorfer Bad - Cunnersdorfer Bach - Steinhüttenborn - Fuchsbach - Siebentannenborn - Mathens Hohlweg - roter Punkt - Winterleitenstraße (Flügel O) - Rotsteinhütte - Heuweg - grüner Punkt - Schneebergblick - Katzstein - grüner Querstrich - Katzfels - Signal - Spitzsteinweg (Sandweg) - grüner Punkt - Mittlhangweg - Katzsteinbaude - Cunnersdorfer Waldbad

Beschreibung:

Der Startpunkt für diese kleine Rundtour liegt am riesigen Parkplatz gegenüber des Waldbads von Cunnersdorf. Ich freue mich immer wieder, dass der Parkplatz seit vielen Jahren kostenlos ist und finde es aber verwunderlich, dass die beiden Parkscheinautomaten trotzdem noch dort herumstehen. Das Waldbad sieht immer sehr gut gepflegt aus und lädt bei sommerlichen Temperaturen zum Toben ein. Ein großer Teil dieser Wanderung führt durch das Tal des Cunnersdorfer Bachs und deshalb wandert man auf dem gut ausgebauten Weg los. Der Weg ist auch als Radweg gekennzeichnet und deshalb sollte man sich auch ein wenig rücksichtsvoll den Zweirädern gegenüber benehmen. Rastplatz_Fliegenkatsche_kleinNach 1 ¼ Kilometern befindet sich auf der linken Wegseite ein seltsamer Rastplatz. Unter einem dicken überhängenden Felsen steht eine Bank und die Stelle heißt Fliegenklatsche. Ein sehr einladender Name. Ungefähr ½ Kilometer später fließt auf der linken Seite der Nässebach herunter und ein netterer Rastplatz lädt zum Verweilen ein. Sowohl diese Rastplätze als auch die vielen Erklärungstafeln stammen alle von der Forstlichen Lehrausbildung Cunnersdorf. In Erinnerung sind uns die Tafeln zu Vögeln (Amsel, Schwarzstorch), Libellen und Bewohnern eines Fließgewässers geblieben.

Das nächste Interessante erreicht man wieder nach ½ Kilometer. Rastplatz_Steinhuette_kleinEs ist der ehemalige Standort der Siedlung Steinhütten, wo heute nur noch ein netter Rastplatz und eine ergiebige Quelle ist. Das Quellwasser fließt über eine lange Rinne in einem hohen Bogen in einen Trog. Steinhuettenborn_trifft_daneben_kleinDas klappt nur manchmal, da die Fließgeschwindigkeit auch irgendwie mit der anliegenden Wassermenge zu tun hat. So muss man den Trog von Zeit zu Zeit mal ein bisschen hinterher rücken. Die Wanderung geht weiter den Cunnersdorfer Bach aufwärts und nochmals einen halben Kilometer später passiert man einen Abzweig, der nach links den Taubenbach aufwärts führt. Auf bzw. ganz knapp neben der Brücke über den Bach kann man den Sockel von irgendetwas entdecken. In diesem Sockel ist der Text „Brückenneubau 1988 (oder 1983); XXXX u. Brigade; Gerhard Salomo; Liebstadt“ zu entdecken. Auch wenn 1988 doch sehr jung ist, so ist die Inschrift in einer alten Schriftart erstellt und damit ist mir das Lesen doch sehr schwer gefallen, aber die Ehefrau hat dann doch den größten Teil entziffert.

Ab dieser Weggabelung ändert sich der Name des Cunnersdorfer Bachs in Fuchsbach (rechtes Tal) und Taubenbach (linkes Tal). Die Wanderung geht nach rechts weiter das Fuchsbachtal hinauf. Schon nach wenigen Metern versteckt sich auf der linken Wegseite der Sieben-Tannen-Born. Diese Quelle ist nicht so schön eingefasst wie die vorhergehenden und uns sind auch keine sieben Tannen begegnet, aber dafür fließt ziemlich viel Wasser den Hang hinab. Die Wanderung geht noch einen ¾ Kilometer am Fuchsbach aufwärts, um dann nach rechts auf den Mathens Hohlweg abzubiegen. Dieser Forstweg führt aus dem Tal des Fuchsbachs heraus und mit 1 ½ Kilometern Wanderstrecke werden 110 Höhenmeter überwunden. Das ist noch eine relativ angenehme Wanderwegsteigung. schone_Dekoration_mit_Wolltieren_kleinNach diesem Teilstück erreicht man eine Kreuzung mit gleich einigen breiten Forstwegen und einer Schutzhütte. Diesen Rastplatz hat scheinbar irgendjemand besonders gerne, da wir schon unterschiedlichen Schmuck (z.B. Osterschmuck oder bunte Vögel aus Wolle unter dem Dach) entdeckt haben. Anscheinend kümmert sich dieser gute Geist auch um die Sauberkeit rund um die Hütte.

Man geht  nun nach rechts (also in den Wald hinein) auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich weiter. Die Wanderung über den sogenannten Winterleitenweg ist sehr angenehm und gleicht eher einem Spaziergang durch einen netten Wald. Nach 2 Kilometern steht am Wegrand ein kleines unscheinbares gelbes Schild mit einem abgebildeten Haus. Dabei handelt es sich um die Trekkinghütte Rotsteinhütte, die sich wenige Meter nach rechts im Wald befindet. Hier hat man z.B. bei der langen Wanderung über den Forststeig eine viel gemütlichere Übernachtungsmöglichkeit als in einem Zelt.

Die Wanderung führt noch wenige Meter (genauer gesagt 200 Meter) auf der roten Wanderwegmarkierung weiter, um dann nach links im stumpfen Winkel abzubiegen. Es geht ¼ Kilometer leicht ansteigend auf dem sogenannten Heusteig bis hoch zur Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Diesen angenehmen Waldweg geht man nach rechts weiter, bis nach etwas mehr als ½ Kilometer ein Wegweiser in die Richtung Schneebergblick zeigt. Diese Aussicht ist so einfach zu erreichen, dass man die 50 Meter unbedingt unternehmen sollte. Wohin man von dieser Aussicht blickt, ist bei dem Namen ganz eindeutig.

Für die weitere Wanderung muss man wieder auf den ursprünglichen Wanderweg und nochmal 400 Meter weiter wandern. Dort weist ein Schild auf den Katzfelsen und ist mit dem grünen Querstrich grüner Querstrich als Lehrpfad markiert. Katzenskulptur_am_Katzfelsen_kleinDer Wanderweg führt bis fast an die Felskante des Cunnersdorfer Bachtals. Kurz davor steht der Katzfelsen mit seiner langen Treppe zur Spitze. Der Aufstieg ist zwar auch nichts anderes als ein Treppenaufstieg, Blick_vom_Katzfelsen_kleinaber durch die Gitterroststufen und die freistehende Bauart nichts für Menschen mit Höhenangst. Auf halber Höhe nach oben steht seit kurzem eine Skulptur einer Katze. Der Felsvorsprung ist ein perfekter Platz für diese Mietze und wir finden die Statue ist sehr gut gelungen. Von der Aussichtsplattform hat man einen hervorragenden Blick hinüber zu den Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz.

Der beste Weg für diese Wanderung ist einfach über den Katzstein (so heißt das Massiv, auf dem der Katzfelsen steht) weiter nach vorne, also nach Norden, weiter zu wandern. Auch dieses Teilstück ist noch mit dem grünen Querstrich markiert und schon bald erreicht man die nördliche Aussicht mit dem Namen Signal. Aussicht_Signal_kleinDas ist ein wunderbar ruhiger Ort, von dem man in Richtung Pfaffenstein, Lilienstein oder auch Kleinhennersdorfer Stein blicken kann. Blick_vom_Signal_kleinDer weitere Weg versteckt sich ganz schön gemein auf der linken Felsseite (wenn man von der Aussicht wieder rückwärts schaut). Hier führen so einige Treppen den Felsen hinunter und dann geht es wieder in nördliche Richtung am Felsfuß weiter. Wegweiser_nach_Cunnersdorf_kleinDer Pfad ist eindeutig zu erkennen und man landet wieder auf einem breiteren Waldweg mit der bekannten Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Hier wandert man nach rechts die letzten 1 ¼ Kilometer bis zum Ausgangpunkt am Waldbad zurück.

Diese Wanderung ist eigentlich so angenehm zu gehen, dass wir sie eher als Spaziergang einstufen würden, aber dafür ist sie dann doch zu lang. Sehr schön ist, dass man in diesem Bereich der Sächsischen Schweiz so große Ruhe vorfindet und trotzdem mit interessanten Felsen und Aussichten belohnt wird. Die Runde könnte man sogar mit einer Übernachtung in der romantischen Rotsteinhütte verbinden.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Cunnersdorf Deutsches Haus mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Cunnersdorfer Bad

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