Langenhennersdorfer Wasserfall

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unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 9,00 km
Höhenunterschied:
ca. 340 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
asphaltiert
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bad Gottleuba - Berggießhübel - Karte 94;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
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Kurzbeschreibung:

Langenhennersdorf - Kirche - Bahraer Straße - grüner Punkt - gelber Strich - Langenhennersdorf - Hauptstraße - Siedlung - Pirnaer Straße - Langenhennersdorfer Wasserfall - Zwergenhöhle - Pirnaer Straße - altes Technikum - Teiche - alte Kalkbrennerei - Langenhennersdorf - Kirche - Alte Schule - Heimatstube

Beschreibung:

Vor einiger Zeit haben wir schon mal im Vorbeifahren am Langenhennersdorfer Wasserfall angehalten und den Wasserfall und die Höhle erkundet. Wir dachten, dass so ein netter Ort doch irgendwie in eine Wanderung eingebaut werden müsste und deshalb haben wir uns auf die Suche begeben. Den Startpunkt haben wir ins Zentrum von Langenhennersdorf gelegt. Hier gibt es gleich mehrere Parkmöglichkeiten, die netterweise alle kostenlos sind. Zuerst wandert man auf der Hauptstraße bis zur Unterseite des riesigen Rittergutes. Dort biegt die Bahraer Straße in Richtung Bahra ab und man folgt dem Straßenverlauf etwas mehr als einen Kilometer von der Kreuzung an. Auf den ersten paar Metern passiert man den Stall des ehemaligen Rittergutes, der dadurch, dass die Kühe in der ersten Etage standen, schon etwas Ungewöhnliches ist. In den neueren Gebäuden oberhalb des eigentlichen Rittergutes wurden früher mal Rinderzüchter und Agrotechniker ausgebildet. Insgesamt waren hier bis zu 160 Lehrlinge gleichzeitig untergebracht, aber seit ein paar Jahren stehen die Gebäude leer und es werden neue Verwendungszwecke gesucht.
Nachdem man ein ganzes Stück auf der Landstraße über die Felder gewandert ist, biegt die Wanderung an der ersten Möglichkeit nach rechts ab. Auf diesem Feldweg hat man über das rechte Feld einen guten Blick bis zum Dresdner Fernsehturm und besonders fällt ein Haus am Kirchberg auf der anderen Seite von Langenhennersdorf auf. Der Startpunkt und der größte Teil der Ortschaft Langenhennersdorf verstecken sich in der Senke dazwischen. Nach so einigen hundert Metern auf dem Feldweg erreicht man den Waldrand und hier geht es nach rechts weiter. Inschrift_Steinbruch_Zwieselbruecke_kleinDer Weg am Waldrand entlang ist angenehm zu wandern und zwischenzeitlich passiert man eine große Wiese. Gleich auf der anderen Seite der Wiese müsste eigentlich eine Felskante auffallen, da sich dort einige Steinbrüche befinden, aber diese kann man tatsächlich nur sehen, wenn man an der Sandsteinsäule am Wegesrand abwärts gehen würde. Von den Steinbrechern kann man dort noch so einige Spuren entdecken und mindestens in einer der Felswände sind auch noch die Inschriften „C. Mende; 1892 Meister 1902; E. Hesse; H. Stephan; J. Hanisch; A. Skala; M. Ehrt“ zu entdecken.
Die Wanderung geht aber weiterhin am Waldrand entlang und steigt dann auch bald wieder in das Tal von Langenhennersdorf ab. Nach einem kurzen Schlenker ist die Fahrstraße erreicht, die ein paar Meter nach links abwärts gewandert wird, bis nach rechts die erste Straße (mit dem Namen Siedlung) abbiegt. Über diese Straße geht es ziemlich angenehm ohne Autoverkehr bis runter zur Pirnaer Straße. Blöderweise gibt es tatsächlich keinen brauchbaren Wanderweg zum Langenhennersdorfer Wasserfall, sodass man nach rechts für ½ Kilometer auf der Landstraße entlang wandern muss. Das ist leider überhaupt nicht angenehm, aber nicht zu umgehen. herbstlicher_Langenhennersdorfer_Wasserfall_kleinGleich vor dem Wasserfall befindet sich eine Parkbucht für ein paar wenige Fahrzeuge. Mit einem ganz kurzen Aufstieg kommt man an das untere Ende des Wasserfalls, der schon von der Straße aus sehr gut zu sehen ist. Im Sommer 2013 konnte man an den Sträuchern und Bäumen erkennen, dass hier auch manchmal viel mehr Wasser herunterstürzt. Gleich neben dem Wasserfall befindet sich eine Höhle und ein Aufstieg zum oberen Ende des Wasserfalls. Dort sind wir auch hoch gestiegen, um nachzusehen, ob dort nicht doch irgendein Trampelpfad weiter führen könnte, aber jeder Versuch endete schon nach wenigen Metern.
Eingang_Zwergenhoehle_Langenhennersdorf_kleinAls wir zu dem Startpunkt der Wanderung gefahren sind, haben wir die Sagen-CD der Sächsischen Schweiz, ganz besonders die Sage über die Quarkse am Langenhennersdorfer Wasserfall, gehört. Diese Zwerge sollen in der Höhle neben dem Wasserfall gewohnt haben Steintisch_und_Broetchen_kleinund ein Stück aus der Sage ist, dass sie einer Frau ein Brötchen geschenkt haben und sich dieses zu Hause in Gold gewandelt hat. Als wir dort herumgewandert sind, lag tatsächlich ein frisches Brötchen auf der Treppe. Wir haben das Brötchen auf den großen steinernen Tisch gelegt und uns auf die weitere Wanderung gemacht.
Dazu geht es wieder auf die Landstraße und nach rechts weiter. In dem Tal bzw. links von der Straße stehen so manche seltsame Gebäude. Schon zum Anfang fiel die traurige Ruine der alten Bährmühle auf und gegenüber vom Wasserfall steht ein riesiges Gebäude von dem ehemaligen Hartpappenwerk. Da dieses Gebäude aber ein Stück tiefer im Tal steht und einige Bäume den Blick versperren, kann man nicht erkennen, ob es überhaupt noch genutzt wird. Auf jeden Fall kann man ganz gut erkennen, dass es ein Klotz von 8 Etagen ist und die Zufahrt zu dem Gelände ungefähr bei der Ruine der Bährmühle liegt.
Nach etwas weniger als ½ Kilometer, gegenüber von dem ehemaligen Versuchsbetrieb für Faserbaustoffe und Bauelemente, biegt nach rechts die erste Straße ab. Auch wenn es eigentlich mehr danach aussieht, als ob es die Zufahrt zu einem Haus wäre, so kann man hier hoch wandern und man passiert das Grundstück auf der rechten Seite. Zumindest ist es der einzige Weg, den wir gesehen haben. In der Karte Bad Gottleuba – Berggießhübel ist gleich neben dem Haus ein Weg nach links hoch eingezeichnet. Da wir uns nicht getraut haben, den Leuten durch ihr Grundstück zu wandern, haben wir einen Bogen um das Haus gemacht und sind dahinter dann aufgestiegen. Der in der Karte eingezeichnete Weg ist heutzutage in der Natur nur wirklich schwer zu erahnen. Insgesamt geht es ½ Kilometer aufwärts, um dann nach rechts abzubiegen. Auch hier hat die Wanderung eher etwas von Querfeldein-Wandern, als auf einem gut sichtbaren Waldweg zu gehen. Es ist immer wieder verwunderlich, was für Wege in Karten eingezeichnet sind. Besonders ärgerlich ist, wenn es weit und breit keine Alternative gibt. Nach 200 Metern auf diesem Waldweg mit einem seitlichen Erdwall erreicht man endlich wieder einen ordentlichen Weg. Dieser führt in ziemlich gleichbleibender Höhe durch den Wald, herbstliche_Blick_auf_Langenhennersdorf_kleinbis man die Unterseite eines schicken Seminargebäudes erreicht. An der Grundstücksgrenze geht es entlang und dann am Waldrand und weiter über einen Feldweg. Der Weg endet an der Fahrstraße und diese wandert man dann runter nach Langenhennersdorf.
Seit dem Wasserfall verfolgte uns der Gedanke an das Brötchen. Da wir überhaupt keine Ahnung hatten, wie viel wohl ein Klumpen Gold wert ist, haben wir natürlich ordentlich rumgesponnen. Natürlich kam auch mehrmals der Gedanke auf, ob nicht doch irgendetwas an so einer Sage dran sein könnte.
Gleich am Ortseingang befindet sich rechts die Schule, in der auch der Heimatverein Langenhennersdorf untergebracht ist. Es ist wirklich faszinierend, was für ein geballtes Wissen die paar Mitglieder haben und mit welcher Hingabe sie sich mit ihrer Heimatgeschichte beschäftigen. Als wir dort waren und die Geschichte mit unserem Findelbrötchen erzählten, standen alle da und schmunzelten nur.
Von der Schule geht es noch die letzten paar Meter hinunter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Auf dem Nachhauseweg haben wir dann noch einen kurzen Zwischenstopp am Langenhennersdorfer Wasserfall eingelegt, um das Brötchen abzuholen. goldenes_Broetchen_kleinEs ließ uns einfach nicht mehr in Ruhe und so freuen wir uns jetzt über die Wandlung der Semmel. Die Hauptattraktion mit dem Wasserfall war schon wirklich etwas sehr Nettes und einen Abstecher wert. Die eigentliche Wanderung war leider hingegen überhaupt nicht der Hit, da es einfach zu viel auf Fahrstraßen entlang ging und dann auch noch die Wanderkarte Wege darstellte, die in der Realität nicht mehr vorhanden waren.

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