Moorteich

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 277 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg
Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hellendorf - Peterswalder Straße - gelber Strich - Kleppisch - Rückhaltebecken Buschbach - Birkenweg - Zeisigstein - Vorderer Brand - Bohlenschneise - Mehlsteig - Moorteich - Hirschstange - roter Strich - Buchenhain - gelber Punkt - Hellendorf

Beschreibung:

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich auf dem Weg zur Grenzplatte ein Hinweisschild zum Rastplatz Moorteich gesehen habe. Da ich mir in der Sächsischen Schweiz nur sehr schlecht etwas unter einem Moorteich vorstellen konnte, musste diese Stelle gleich mal besucht werden. Startpunkt ist der große Parkplatz in der Ortschaft Hellendorf an der S173 zum Grenzübergang Bahratal. Der Parkplatz liegt hinter einem Gebäude versteckt, ist aber von der Hauptstraße mit zwei Parkplatzschildern gekennzeichnet. Das zweistöckige Gebäude sieht irgendwie sehr seltsam aus. Ich vermute, es handelt sich um ein altes Haus des Bundesgrenzschutzes. Welche andere Anwendung erklärt sonst einen richtig hohen Antennenmast und vergitterte Fenster im Erdgeschoss? Von dem Parkplatz geht es 150 Meter in Richtung Grenzübergang (also nach rechts auf der Hauptstraße), bis nach links der gelbe Strich abbiegt. Der Weg geht erst ein paar Meter an dem Industriebetrieb Bahrataler Industriemontagen GmbH (www.big-mbh.de) vorbei und nach wenigen hundert Metern erreicht man den Wald. Leicht irritierend ist für einen Westdeutschen der Gedenkstein auf der rechten Wegseite. Der Inhalt der Tafel ist:

Erstes Bezirksjugendobjekt der FDJ
Rückhaltebecken Hellendorf Buschbach
Gewidmet dem Wirken des Revolutionären Kämpfers der deutschen Arbeiterklasse
Siegfried Rädel
Dessen Bemühungen um ausreichenden Hochwasserschutz erst unter der Arbeiter- und Bauern- Macht in der Deutschen Demokratischen Republik verwirklicht wurden.
Hier fand in Vorbereitung auf den 20. Jahrestag der DDR ein Kampfmeeting der FDJ statt.

Pfingsten 1968
Freie Deutsche Jugend
Kreisorganisation Pirna

Das Rückhaltebecken kann man auf der Wanderung nur sehen, wenn man an dem Gedenkstein ein paar Meter in den Wald geht. Von der Kante im Wald sieht man das riesige Becken sehr gut. Der Weg geht weiterhin auf dem gelben Strich entlang. Sehr seltsam ist, dass meine drei Karten dieser Region einen anderen Wegverlauf darstellen, als er heutzutage (2006) im Wald anzutreffen ist. Selbst der sehr breite Forstweg zum Zeisigstein hoch ist in keiner der Karten eingezeichnet. Anscheinend ist er erst in den letzten Jahren angelegt worden. Dadurch, dass die markierte Wanderstrecke über diesen Forstweg geht, hat die Wanderung eine sehr angenehme Steigung. Im Herbst 2006 lagen riesige Mengen Holz am Wegesrand. Zum Teil fand ich es schon ziemlich bedrohlich, wenn links und rechts des Weges 3-4 Meter Holzstämme aufgetürmt sind, aber mein technischer Verstand sagte, dass so ein Haufen einfach nicht umkippen kann. Zwischendurch steht noch eine dieser sehr schön gemalten Informationstafeln zum Stoffkreislauf im Wald am Wegesrand. Diese Form an Informationstafeln findet man nur im Waldgebiet Cunnersdorf – Rosenthal. Sie sind von irgendjemand gemalt, der sehr detaillierte Bilder erstellen kann. An dieser höchsten Stelle der Wanderung macht der Weg zuerst einen Bogen um den Zeisigstein, dann bietet sich noch ein kleiner Abstecher auf die Aussicht des Zeisigsteins an. Der Aufstieg ist durch eine Hinweistafel zur Entstehung des Elbsandsteingebirges und damit des Zeisigsteins sehr einfach zu finden. Die Aussicht ist überraschend schön, da der Felsen über den Wald hinausragt und man einen hervorragenden Ausblick auf die Böhmische Landschaft hat.
Vom Zeisigstein geht es wieder zurück auf die breite Forststraße und dort Aufstieg_Zeisigstein_kleinweiter auf der bekannten gelben Markierung. Ganz komisch kam es mir vor, dass ich auf meiner Wanderung gleich drei Mal Jägern mit ein und dem selben Auto begegnet bin. Einmal hat das Auto am Wegesrand gestanden und die Jungs mussten irgendwie eine kopierte Flurkarte studieren. Das nächste Mal stand das Auto am Wegesrand und obwohl die vier Jäger vor wenigen Minuten ausgestiegen sein mussten, habe ich sie im Wald nicht gesehen. So besonders weit können sie aber nicht gewesen sein, da wieder ein paar Minuten später sie schon wieder an mir vorbei fuhren. Ein Auto im Wald fällt schon irgendwie ziemlich auf, und wenn dazu der Wald auch noch sonst vollkommen menschenleer wirkt, da ist das schon etwas seltsam.
Der markierte Weg verlässt ungefähr 350 Meter hinter dem Zeisigstein die breite Forststraße und geht auf einem normalen Waldweg weiter. Zwischendurch wird noch einmal eine dieser Forststraßen überquert und dann erreicht man nach 650 Metern den rot markierten Wanderweg . Diesem Weg folgt man nach links und nach wenigen Metern erreicht man den Moorteich. Er liegt ca. 150 Meter hinter der Wegkreuzung und ist nicht zu übersehen. Moorteich_kleinEs ist tatsächlich ein richtiger Moorteich und zum besseren Verständnis steht auch noch gleich neben dem Rastplatz eine Informationstafel zum Moorteich. Leider ist der Teich mit einem Holzgeländer gesichert, so dass man nicht bis ganz an den Rand kommt, aber auch von diesem Zaun aus kann man einen ganz guten Eindruck erhalten. Nach einer erholsamen Rast geht es weiter auf dem Weg mit dem roten Strich. Die Wanderung verläuft ca. 2 Kilometer über einen sehr angenehmen Waldweg, bis der markierte Weg vollkommen überraschend nach links in den Wald abbiegt. Es geht ein Stückchen den Hang hinunter und auf einmal erreicht man die Miniortschaft Buchenhain. Auf der Dorfstraße geht es weiter runter ins Tal. Emu-1_kleinAuf der dem schönen Holzhaus gegenüberliegenden Straßenseite spazieren sehr ungewöhnliche Vögel im Garten herum. Wenn wir das richtig gedeutet haben, dann sind das Emus und Nandus. Nandu-2_kleinDiese relativ großen Vögel sind sehr neugierig und sehen dazu ziemlich witzig aus. Insgesamt geht es 500 Meter auf der kleinen Dorfstraße entlang, bis der markierte Weg nach links abbiegt. Der Weg steigt mit einer angenehmen Steigung auf den Hartenstein hoch und ist mit dem gelben Punkt markiert. Der markierte Weg biegt kurz nach Erreichen des Waldes nach links ab und führt dann in einem großen Bogen zum Hartenstein. Mir ist der Hartenstein irgendwie nicht aufgefallen, aber er soll sich auf der linken Wegseite im Wald befinden. Die letzten paar Meter der Wanderung gehen wieder über den gleichen Weg durch Hellendorf zurück und sind mit dem gelben Strich markiert.
Damit ist eine sehr angenehme Wanderung zu Ende gegangen. Wanderungen im Bereich der linken Elbeseite sind schon immer sehr ruhige Wanderungen gewesen, aber in diesem Bereich, also zwischen Bahratal und Rosenthal, ist selbst an einem langen Wochenende kein Mensch im Wald anzutreffen. Überrascht war ich, dass sich tatsächlich ein echter Moorteich im Wald befindet.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hellendorf Dorfplatz mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hellendorf

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