Prof. Dr. Alfred Meiche Weg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 4,75 h
Entfernung:
ca. 17,00 km
Höhenunterschied:
ca. 675 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Sebnitz - Forellenschänke - gelber Punkt - blauer Strich - Dr. Alfred Meiche Weg - Hertigswalde - Panoramaweg - Wachberg - Weifberg - Alte Nixdorfer Straße - roter Strich - Grenzübergang - gelber Strich - Diebstraße - grüner Strich - blauer Strich - Tanzplan - gelber Strich - gelber Punkt - Sebnitz - Forellenschänke

Beschreibung:

Die Wanderung über den Dr. Alfred Meiche Weg startet am kostenlosen Parkplatz Naherholungszentrum Forellenschänke in Sebnitz. Das erste Stück der Wanderung erfolgt auf der Straße neben den Schrebergärten. Die Straße steigt leicht an und ist mit dem gelben Punkt gelber Punkt markiert. Neben der Kleingartenanlage geht es ca. 260 Meter entlang, um dann nach links abzubiegen. Auch wenn diese ersten Meter auf einer Straße entlang gehen, so ist das Verkehrsaufkommen hier oben bei weitem nicht so groß, als dass ich es als besonders störend empfunden hätte. Von der Straße hat man einen ganz hervorragenden Ausblick auf das Gebiet der Forellenschänke und den Bereich der Skilifte (www.skilifte-sebnitz.de). Gegenüber des Kinder- und Erholungszentrums biegt der markierte Weg wieder nach links ab. Spätestens ab hier heißt der Weg „Dr. Alfred Meiche Weg“. Manchmal wird der Weg auch Prof. Alfred Meiche Weg genannt, was fachlich richtig ist, da Hr. Meiche einen Professorentitel in Dresden hatte und dieser höherwertig ist als der Dr.- Titel. Was auf jeden Fall sehr sicher ist, dass Hr. Meiche in Sebnitz geboren wurde, von 1870 bis 1947 lebte und in Sebnitz gestorben ist. Hr. Meiche beschäftigte sich sehr ausführlich mit der Historie der Sächsischen Schweiz und der Stadt Sebnitz. Deshalb ist es überhaupt nicht verwunderlich, wenn gleich mehrere Stellen in Sebnitz an diesen Ehrenbürger der Stadt erinnern. So hat das Kunstblumen- und Heimatmuseum den Zusatz „Prof. Alfred Meiche“, es gibt ein Prof. Alfred Meiche Haus und den Dr. Alfred Meiche Weg.
Dieser Weg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und diesem heißt es jetzt zu folgen. Ab der besagten Kreuzung geht es zuerst noch an ein paar Häusern bzw. einem weiteren Schrebergarten entlang und dann verschwindet der Weg ein paar Meter im Wald. Hertigswalde_vom_Meiche_Weg_kleinDer Wald wird aber nur ein kleines Stück durchquert und dann kommt man oberhalb von Hertigswalde auf einer Wiese an. Von hier oben hat man einen sehr schönen Ausblick über die Ortschaft und irgendwie trifft man hier oben nie jemanden an. Der Weg führt bis zur Straße herunter. Diese muss aber nur überquert und ca. 100 Meter nach links gegangen werden. Dann zweigt der markierte Weg schon wieder von der Straße ab, es geht nach rechts. Dieser Feldweg steigt relativ steil an und ist eigentlich nichts anderes als eine Abkürzung von der Fahrstraße. Nach ungefähr 500 Metern und 40 Höhenmetern erreicht man die Fahrstraße wieder, kurz vor der Gaststätte Waldhaus. Auf der Straße geht es einen ½ Kilometer entlang. Der Weg an der Fahrstraße entlang lässt sich am besten auf der linken Straßenseite bewältigen, da hier der Grünstreifen breit genug ist. Nach dem halben Kilometer zweigt der Dr. Alfred Meiche Weg nach links ab. Der Weg verläuft am Waldrand entlang und erst mit dem Eintritt in den Wald erfolgt der Aufstieg hoch zum Wachberg. Der Aufstieg hat es irgendwie in sich. Es geht zwar nur 150 Höhenmeter nach oben, aber irgendwie empfinde ich diesen Aufstieg immer als ziemlich anstrengend. Vermutlich liegt es daran, das es durch einen dichten Wald geht und darin kein kühlender Luftzug herrscht. Oder vielleicht fehlt auch nur der ablenkende Ausblick in die Landschaft.
Nachdem man sich auf den Wachberg hoch gekämpft hat, kann man einerseits einen wunderbaren Ausblick genießen und sich dazu noch relativ billig erfrischen, da sich hier oben eine vollwertige Gaststätte befindet. Die Aussicht von hier oben ist wirklich fantastisch, umsonst wird der Wachberg nicht die Krone der Sächsischen Schweiz genannt. Nach dieser Rast geht es auf der gegenüberliegenden Seite wieder ein kleineres Stück, weiterhin auf dem Dr. Alfred Meiche Weg, den Berg herunter. Der Weg geht in die Richtung Hinterhermsdorf/Weifberg, die ganze Zeit sehr knapp an der Grenze nach Böhmen entlang. Auch der Abstieg vom Wachberg erfolgt durch den dichten Wald und erst kurz vorm Weifbergturm_vom_Wachberg_kleinWeifberg tritt man auf eine Wiese heraus. Auch wenn die Wanderung auf der Alten Nixdorfer Straße nach links in Richtung Böhmen bzw. Mikulášovice (Nixdorf) weiter verläuft, so sollte man unbedingt noch einen Abstecher auf den Weifberg machen. Der Weifbergturm kann kostenlos bestiegen werden und bietet ein gigantisches 360° Panorama. Wenn man von der Wachberg-Aussicht rüber auf den Weifberg sieht, dann macht es den Eindruck, als wenn der Weifberg niedriger ist als der Wachberg. Wenn man nur die beiden Berge miteinander vergleicht, dann stimmt diese Feststellung auch, da der Wachberg fast 20 Meter höher ist als der Weifberg. Aber es macht auch den Eindruck, als wenn der Weifberg selbst mit dem Aussichtturm kleiner ist und das erweist sich als Irrtum oder optische Täuschung. Auf dem Aussichtsturm ist man fast 20 Meter höher als auf der Aussicht des Wachberges. Vom Weifberg geht es, wie schon gesagt, über die Grenze nach Böhmen. Grenzuebergang_alte_Nixdorferstrasse_kleinDer Grenzübergang ist nur für Wanderer, Reiter und Fahrradfahrer erlaubt. Im Bereich des Grenzübergangs weisen gleich eine ganze Ansammlung an Informationstafeln auf alles mögliche Wissenswerte auf den beiden Seiten der Grenze hin. Die Alte Nixdorfer Straße steigt leicht an. Ungefähr nach 800 Metern biegt nach links die Diebstraße ab. Es ist der erste ernstzunehmende Forstweg, der nach links abbiegt. Die Bezeichnung Diebstraße ist leicht irreführend, da es nur ein ganz normaler Forstweg ist. Der Weg führt durch einen dieser typischen Wälder der Böhmischen Schweiz und, obwohl dieses Teilstück 3,1 Kilometer lang ist, hat man nur höchstens 50 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Nach diesem sehr ruhigen Wegstück erreicht man die Zufahrtsstraße zwischen Tomášov (Thomasdorf) und Mikulášovice (Nixdorf). Auf dieser sehr wenig befahrenden Straße geht es ca. 100 Meter nach rechts, um dann gleich wieder nach links, auf der gelben Wegmarkierung gelber Strich, zum Tanečnice (Tanzplan) hoch zu steigen. Der Aufstieg ist relativ angenehm, da es auf der Seite des Berges über die Zufahrtsstraße der Gaststätte geht. Gaststaette_auf_dem_Tanzplan_kleinAußerdem werden die zu bewältigen 100 Höhenmeter über eine Strecke von 1,5 Kilometer verteilt, so dass der Aufstieg wirklich angenehm ist. Auf dem Tanečnice (Tanzplan) angekommen gibt es die billige Möglichkeit sich zu erfrischen. Die Gaststätte hier oben ist sehr beliebt bei den Sebnitzer Bürgern, da man sich für wenig Geld den Bauch voll schlagen kann. Aussichtsturm_auf_dem_Tanzplan_kleinLeider ist es auf dem Tanečnice (Tanzplan) ganz ähnlich wie auf dem Großen Winterberg, dass es, obwohl der Berg für hiesige Verhältnisse ziemlich hoch ist (597 Meter), überhaupt keine Aussicht gibt. Im Gegensatz zum Großen Winterberg ist aber der Aussichtsturm begehbar und durch eine Eintrittskarte, welche man in der Gaststätte kauft, kommt man doch noch zu einer ordentlichen Rundumsicht.
Der Abstieg vom Tanečnice (Tanzplan) erfolgt rechts neben der Gaststätte. Es ist ein kleinerer Pfad, der den Berg wieder herunter geht. Dieser Pfad ist weiterhin mit dem gelben Strich markiert und biegt schon nach 150 Meter links ab. Der Weg verläuft ziemlich gerade den Berg herunter bis zum Grenzübergang. Gleich hinter dem Grenzübergang stößt zur Wanderwegmarkierung gelber Strich auch noch die schon bekannte Markierung gelber Punkt
gelber Punkt. Auf dieser geht es die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt an der Forellenschänke.
Damit ist eine ganz nette Runde beendet, die mir sehr gut gefallen hat. Sie bietet so ziemlich alles, was eine schöne Wanderung ausmacht: Es gibt erstklassige Aussichten, ein paar billige Erfrischungsmöglichkeiten und eine wunderbare Ruhe.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Sebnitz Busbahnhof mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Forellenschenke
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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