Richard Wagner

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 13,00 km
Höhenunterschied:
ca. 232 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Sächsisch Böhmische Schweiz - Karte 17;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ende Liebethaler Grund - gelber Punkt - Jessen - Weinbergweg - Vorderjessen - Sächsischer Weinwanderweg - Neu-Graupa - Lindenallee - Graupa - Richard-Wagner-Stätte - Richard-Wagner-Straße - Lohengrin - Badstraße - Lindengrundstraße - gelber Strich - Bonnewitzbach - Bonnewitz - Rundling - Liebethal - Bei der Liebethaler Kirche - Mühlsdorf - gelber Strich - Liebethaler Grund - Lochmühle - Wagner Denkmal - Liebethaler Mühle

Beschreibung:

Nachdem wir schon mehrmals die Richard-Wagner-Stätte und das Richard-Wagner-Denkmal besucht oder passiert haben, mussten die beiden doch mal miteinander verbunden werden. Dazu ist diese Runde gedacht und netterweise ist eine schöne Wanderung daraus entstanden. Den Startpunkt habe ich an das untere Ende des Liebethaler Grundes bzw. an die Liebethaler Mühle gelegt. Das erste Stück erfolgt, indem man der gelben Wanderwegmarkierung gelber Punkt auf der Straße folgt. Auch wenn die Straße keinen Bürgersteig hat, so geht es mit dem Autoverkehr noch so einigermaßen. Nach etwas mehr als einem Kilometer wird die größere Straße verlassen und es geht in einem spitzen Winkel auf einer Wohnstraße (Weinbergweg) weiter. Diese führt bald aus dem bewohnten Gebiet heraus und umrundet dann ein Betriebsgelände. In einer Wanderkarte aus dem Jahre 2015 ist an der Stelle noch eine Sandgrube eingezeichnet, ich hatte aber eher den Eindruck, dass hier Bauschutt in allen möglichen Varianten entsorgt wird. Aber vielleicht ist es auch so, dass noch auf der einen Seite Sand Rinder_Jessen_kleinabgebaut und die andere Seite schon wieder mit Füllmaterial zugekippt wird. Spätestens nachdem man auf der gegenüberliegenden Seite angelangt ist, fällt eine riesige Herde an Rindviechern auf. Ziemlich viele der Tiere tragen ein Paar mächtige Hörner und sehen dadurch sehr imposant aus. Nur die jüngeren Tiere wirken noch so einigermaßen niedlich.

Auf der Rückseite des Geländes angekommen, trifft man auf die neue Umgehungsstraße zwischen der Sachsenbrücke und Radeberg. Diese Schnellstraße wird mittels einer Brücke überquert und dann gleich hinter der Brücke geht es nach links die Treppen runter. Der Weg ist immer noch mit dem gelben Punkt und zusätzlich mit der Weintraube als Sächsischer Weinwanderweg markiert. Auch wenn ich den Ortsteil hier eher zu Graupa zählen würde, heißt es aber Vorderjessen und ist ein sehr angenehmes Wohngebiet. Nach ungefähr einem Kilometer erreicht man eine größere Dorfstraße (Lindenallee), auf der es ein kurzes Stück nach rechts geht. Nach 300 Metern auf dieser Straße erreicht man ein kurzes Stück, an dem keine Bebauung vorhanden ist Richard_Wagner_Staette_Jagdschloss_Graupa_kleinund hier biegt nach links ein netter Fußweg zum Jagdschloss, der Richard-Wagner-Stätte, ab. Zuerst sind es ein paar Meter über ein Feld und dann entlang der Mauer des Schlossgartens. Hier weisen gleich mehrere Schilder auf den Richard-Wagner-Kulturpfad hin, der sich durch den Schlosspark schlängelt. Richard_Wagner_Bueste_kleinAm Ende des Weges passiert man einen kleinen Teich und das schick hergerichtete Jagdschloss. Hier sollte man sich unbedingt die Ausstellung zu Richard Wagner ansehen. Dazu sollte man schon etwas mehr Zeit einplanen, Lohengrinhaus_Graupa_kleinda es doch so einiges Interessantes zu lesen gibt. Nachdem man die nächste größere Straße (Richard-Wagner-Straße) erreicht hat, bietet sich noch ein kurzer Abstecher in das Lohengrin-Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite an. Immerhin hat Richard Wagner in dem Haus einige Wochen gewohnt und hier Teile der Oper Lohengrin geschrieben.

Gleich neben dem Lohengrin-Haus biegt die Badstraße ab. In diesem Bereich ist die Wanderung nur als Naturlehrpfad Graupa ausgeschildert. Dafür wandert man bis zum Ende der Badstraße und dann nach rechts auf der Lindengrundstraße weiter. Hinter der Gärtnerei geht es raus auf ein Feld bzw. einen Grünstreifen. Schon bald befindet sich auf der linken Wegseite eine große Fläche, auf der in den letzten Jahren neue Bäume angepflanzt wurden. Das Gelände ist mit einem Wildzaun Rastplatz_vom_Kindergarten_kleinumgeben und mindestens zwei raffinierte Türen laden zum Hereintreten ein. An einer Ecke schräg gegenüber stehen einige überdachte Rastplätze, die bestimmt von dem Kindergarten an der Badstraße als Außenbereich genutzt werden. Hier geht es auch wieder aus dem umzäunten Bereich heraus und dann nach links am Waldrand weiter. Nachdem man den Wald an der Stirnseite erreicht hat, bietet sich ein kurzer Abstecher nach links zum Wasserhäus´l an. Hier hat man eine sehr schöne Aussicht hinunter ins Elbtal. Die Wanderung geht aber von diesem stillen Platz wieder zurück bis zu dem breiteren Wanderweg und dann geradeaus weiter in die Senke, über das Bächlein (Graupaer Bach) hinweg und weiter in Richtung Osten (also einfach geradeaus). ¼ Kilometer hinter der Bachüberquerung stößt zur Wanderung noch die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich hinzu, auf der man weiterwandert. Der Waldweg ist sehr angenehm zu gehen und steigt an einem Bachlauf (Bonnewitzbach) hinunter in die sehr nett aussehende Ortschaft Bonnewitz. tolles_Haus_Bonnewitz_kleinAn der Stelle, wo man in die Ortschaft kommt, stehen links oberhalb vom Hang mehrere tolle Häuser, die ein Heim und eine Schule für behinderte Kinder beherbergen. Ich bin immer wieder erfreut, wenn ich diese Häuser sehe und freue mich, dass man sich mit der Unterbringung von behinderten Kindern so eine tolle Mühe gibt. Ich bin aber auch froh, wenn ich dann an unsere beiden Mädels denke und wir uns nur mit der Pubertät und vielleicht mal ein paar schlechten Noten herumschlagen müssen. Die Wanderung stößt nach ein paar Metern auf einen Rundling (Minikreisverkehr), der einfach nur nett aussieht. Besonders fällt auch ein Bauernhof auf der linken Seite auf. Die Gebäude sind wirklich wunderbar hergerichtet.

Weiter geht es auf der bekannten gelben Wanderwegmarkierung. Man passiert den südlichen Teil von Bonnewitz und dann die große Talbrücke der Schnellstraße S177. Sehr erfreulich finde ich, dass an allen Brückenpfeilern Fledermauskästen hängen. Die kleinen Flattermänner sind wirklich nützlich, so dass die paar Euro beim Bau einer so großen Brücke gut angelegt sind. Knapp hinter der Brücke stand bei meiner Wanderung eine weitere große Herde Rinder. Dabei waren auch ein paar Stiere, die anscheinend die Rangfolge in der Herde klären mussten. Sie rammelten mehrmals mit den Köpfen zusammen und schoben sich gegenseitig über die Weide. kaempfende_Bullen_kleinDas sah ganz schön unterhaltsam aus, bis einer der Jungs mit dem Hintern in meine Richtung geschoben wurde. Als er den Draht berührte, erwischte ihn ein Stromschlag und er rannte wie von der Tarantel gestochen über die Weide. Am Ende der umzäunten Wiese stand ganz alleine ein weiterer Bulle. Ich würde mal tippen, dass der auch bei diesen Machtkämpfen mitgemacht hat, aber irgendwie auf der anderen Seite des Zauns gelandet ist. Irgendwie hat es mir aber überhaupt nicht gefallen, ohne Zaun neben dem massigen Tier vorbei zu wandern.

Die Wanderung führt nach Liebethal hinein und gleich am Ortsanfang wird die gelbe Wanderwegmarkierung verlassen. Dann geht es in Richtung der Kirche und weiter auf der Straße mit dem ungewöhnlichen Namen „Bei der Liebethaler Kirche“. Diese Straße wird am Ortsausgang ein Fahrradweg und verläuft parallel zum Liebethaler Grund. Nach ungefähr 1 ½ Kilometern erreicht man Mühlsdorf und die querende Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Auf dieser geht es nach rechts runter in den Liebethaler Grund. Hier unten stehen die Ruinen der Wesenitz_an_der_Lochmuehle_kleinLochmühle und eine ganze Menge an Schutzdächern und Wänden. Diese stammen von einem Investor, der gerne die Lochmühle wieder in Betrieb nehmen und am Hang ein neues Hotel bauen möchte. Noch halte ich es für einen großen Traum, da selbst die Sicherung einer Trockenmauer, die oberhalb des Wanderweges steht, ein großes Naturschutzproblem ist. Es wäre was ganz Tolles, wenn die Lochmühle und das Gelände drum herum wieder zum Leben erweckt würde, aber ich glaube, das ist heutzutage nur mit einem unvorstellbaren bürokratischen Aufwand zu bewerkstelligen. Im Durchgang der Lochmühle hängen ganz viele Erklärungen, Skizzen und Gemälde zu den Themen Lochmühle, Wagner und den Plänen zum Hotel. Hoffentlich bleibt es nicht nur ein Hirngespinst.

Knapp hinter (also bachabwärts) der Lochmühle steht das riesige Wagnerdenkmal. Wagner_Denkmal_im_Liebethaler_Grund_kleinEs ist wirklich sehenswert und besonders nett ist, dass am Geländer ein Kasten hängt und man dort die Oper Lohengrin abspielen lassen kann. Dadurch, dass hier unten nur wenige andere Geräusche außer dem Bach zu hören sind, macht es schon ziemlich Spaß, der Musik zu lauschen und das Denkmal und das Tal zu bestaunen. Ruine_Liebethaler_Grund_kleinDie letzten paar Meter der Wanderung führen bachabwärts durch den Liebethaler Grund. Dabei passiert man die Ruine eines alten Wasserwerks, zu dem auch das lange Rohr zwischen der Lochmühle und dem Gebäude gehört. Gehaeuse_Turbine_Liebethaler_Grund_kleinIn dem Gebäude kann man auch noch das Gehäuse der ursprünglichen Turbine entdecken. Zumindest Mitmenschen mit technischem Verständnis freuen sich über so ein Stück Stahl. An der Schmalstelle hinter der kleinen Brücke kann man im Felsen eine Inschrift immerhin aus dem Jahre 1886 entdecken. Der Weg wird immer breiter und schon bald hat man den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht. Die Wanderung war ein nette Runde, die die drei Hauptpunkte (Richard-Wagner-Stätte, Lohengrin-Haus und das Wagner-Denkmal) von Richard Wagner in der Sächsischen Schweiz besuchte.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Liebethaler Grund mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Liebethal

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