Rosengarten

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 7,50 km
Höhenunterschied:
ca. 395 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bielatalgebiet;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Bielatal - Hochofen Brausenstein - Parisiusmühle - Am Poststeig - Bastei - Rosengarten - Schweizermühle - Kaiser-Wilhelm-Feste - Bielatal - Sachsenstein - Georgfelsen - Hochofen Brausenstein

Beschreibung:

Um das Bielatal und im Bereich der Schweizermühle sind wir schon einige Male gewandert und es war mal wieder an der Zeit, einen Ausflug in diesen abgelegenen Teil der Sächsischen Schweiz zu unternehmen. Ganz besonders, nachdem wir im Stiegenführer aus dem Heimatbuchverlag (www.heimatbuchverlag.de) eine Beschreibung zum Rosengarten entdeckt hatten, aus der hervorging, dass wir bisher wohl ein paar interessante Stellen in diesem Tal übersehen haben. Der Beginn der Wanderung befindet sich am ehemaligen Hochofen im Bielatal. Von hier geht es bis zur abknickenden Vorfahrtsstraße und von dort nach rechts leicht aufwärts auf der Fahrstraße in Richtung Rosenthal. Nach 600 Metern biegt nach rechts die unscheinbare Straße Am Poststeig ab. Diese Straße ist so klein, dass wir uns fast nicht getraut haben, hinein zu wandern, da es eher wie eine Hauseinfahrt aussieht, aber das Sträßchen verläuft in einer U-Form und endet tatsächlich auch wieder auf der bekannten Straße. Soweit soll man für diese Wanderung aber nicht gehen, sondern an der ersten Kurve (nach 70 Meter) schräg nach rechts weiter wandern. Hier hing im Sommer 2013 ein Wegweiser zum Rosengarten, der aber schon ziemlich ramponiert aussah und vielleicht in Zukunft ausgetauscht wird. Der Weg macht einen leichten Bogen und steigt ein wenig an. Die Ortschaft wird verlassen und man wandert geradeaus am Waldrand entlang. Nach ¼ Kilometer erreicht man einen Platz am Waldrand, an dem nach rechts ein Pfad in den Wald abbiegt. Der Weg ist relativ deutlich zu sehen und es geht ein paar hundert Meter parallel zum Waldrand entlang. Dann stößt man auf einen breiten Waldweg mit der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Baenke_im_Rosengarten_kleinDieser Markierung folgt man ganz wenige Meter (weniger als 50 Meter) nach rechts, um dann links die Ausschilderung Rosengarten zu entdecken. Hier gibt es zuallererst natürlich in das Tal mit dem Namen Rosengarten. Nach einem kurzen Abstieg von 15 Höhenmetern steht man in einem Talkessel mit hohen Felsen rundherum. Kriemhielden-Stein_am_Rosengarten_kleinSeltsamerweise steht hier keine einzige Rose, aber trotzdem ist es ein wirklich netter Platz. In dem Tal befindet sich eine deutlich zu erkennende Bühne und davor ziemlich viel Platz für Zuhörer. Sehr nett ist, dass sich gleich oberhalb der Bühne ein Felsen mit Geländer befindet. Blick_von_Aussicht_am_Gedaechtnishain_auf_Schweizermuehle_kleinAuf der linken Seite der Bühne verbirgt sich die kleine Nikolausgrotte. Auf der gegenüberliegenden Seite führt leicht versteckt ein Weg mit einem Steg um den Felsen herum aus dem Talkessel heraus. Damit gelangt man auf die andere Seite des Wetterfahnenfelsens bzw. der Aussicht. Nachdem man wieder oben auf der Ebene angekommen ist, sollte man noch mal nach links auf die Aussicht Wetterfahne gehen. Der Weg verläuft ein kleines bisschen auf und ab, aber dafür wird man mit einem netten Blick ins Bielatal belohnt. Gedenkstein_und_Eichenblaetterkranz_im_Gedaechtnishain_kleinNachdem man auch diese Stelle erkundet hat, geht es wieder bis zum Eingang des Rosengarten zurück und von dort ein paar wenige Meter weiter in nördliche (linke) Richtung. Hier erreicht man gleich einen weiteren Abstieg runter in einen anderen Talkessel. Bei diesem handelt es sich um den sogenannten Gedächtnishain. Im hinteren bzw. dem Bielatal zugewandten Teil befinden sich ein Ehrenmal und ein Geländer aus riesigen Sandsteinplatten. Auch dieser Talkessel ist ein netter und ruhiger Platz, wobei der Gedächtnishain noch etwas Mystisches hat.
Nach diesen Erkundungen auf engstem Raum geht es an die eigentliche Wanderung. Dazu folgt man der bekannten Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt für ½ Kilometer nach rechts. Dann erreicht man die Fahrstraße zwischen Rosenthal und Schweizermühle. Auf dieser Straße geht es talabwärts. Besonders erfreulich ist, dass das Haus auf der linken Seite, das ein wenig weiter hinten steht, wieder so schön hergerichtet worden ist. Dieses Haus war mal eine richtige Ruine und jetzt hat sich ein netter Mensch seiner angenommen und ein wirklich prachtvolles Gebäude daraus gemacht. Auch das Haus, welches darunter steht, wirkt sehr schön und stammt bestimmt noch aus den Zeiten, zu denen die Ortschaft Bad Schweizermühle hieß und hier reichlich Gäste zur Sommerfrische verweilten.
Unterhalb dieses Hauses biegt nach links die gelbe Wanderwegmarkierung ab und steigt dann über einige Stufen hoch zum Rand des Bielatals. Oben angekommen, wandert man 300 Meter parallel zur eigentlichen Talkante entlang. Hier fallen gleich neben dem Wanderweg die vielen Sandsteinsäulen auf, die früher einmal Zaunsäulen gewesen sind. Heutzutage stehen bzw. liegen sie nur noch als Andenken im Wald herum. Nach den 300 Metern Kaiser-Wilhelm_Feste_am_Bielatal_kleinentdeckt man auf der rechten Seite einen kleinen Pavillon. Zuerst sieht es aus, als ob dort nur ein kleines steinernes Gebäude steht. Wenn man aber bis auf die Ebene vor dieser sogenannten Kaiser-Wilhelm Feste gestiegen ist, stellt man fest, dass sie direkt an der Felskante steht. Aus den beiden talseitigen Fenstern hat man einen tollen Blick ins Bielatal. Das Bauwerk ist im Ursprung 1880 gebaut und im Jahre 1992 saniert worden. An dem Gebäude kann man auf der rechten Seite eine Inschrift zum Ursprung und im Türsturz eine kleine Krone entdecken.
Genau so eine Krone befindet sich nochmals in der Felsplatte, wenn man die Aussicht verlässt. Über die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung geht es nach rechts für ¼ Kilometer weiter. Dann biegt die Markierung ins Tal hinab. Was zuerst wie ein gewöhnlicher, fast langweiliger Abstieg aussieht, wird schon nach wenigen Metern interessanter, weil dann so einige Felsen und Felsnadeln zum Vorschein kommen. Eigentlich kann man sie auch schon von der Kaiser-Wilhelm Feste sehen, aber dort fallen sie gar nicht so sehr auf. Herkulessaeule_und_Kletterer_kleinErst bei dem Abstieg sieht man, dass z.B. die Herkulessäule eine richtig hohe Felsnadel ist und wenn man Glück hat, dann hängen auch ein paar Kletterer dran und zeigen ihr Können. Felsengasse_bei_der_Herkulessaeule_kleinDie Wanderung geht nicht gleich am Felsfuß weiter abwärts, sondern biegt nach rechts in eine Felsengasse ab. Hier sieht es an mindestens einer Stelle so aus, als ob es nicht weiter geht, aber mit ein paar kleineren Steighilfen passiert man so manche Felsmurmel und ein paar größere Stufen. Danach kommt eine längere Felsengasse mit richtig hoch aufragenden Felswänden. Dahinter wird es dann wieder ein wenig ruhiger und man folgt der gelben Wanderwegmarkierung. Die Wanderung schlägt einen Haken in Richtung Talmitte und verläuft dort über einen längeren Holzsteg bis zur Fahrstraße. gelbe_Treppen_am_Sachsenstein_kleinDer Straße folgt man für 150 Meter nach rechts, bis nach links im spitzen Winkel ein breiter Waldweg abbiegt. Blick_vom_Sachsenstein_auf_die_Kaiser-Wilhelm_Feste_kleinGenau an dieser Stelle zweigt auch noch ein unscheinbarer Pfad ab, der zum Sachsenstein aufsteigt. Schon nach wenigen Metern den Hang aufwärts erreicht man den Sachsenstein mit seiner leuchtend gelben Treppe. An der Stelle ist es wirklich besser, wenn wenig bis gar kein Betrieb ist, sonst kann man den Aufstieg vergessen. Der Aufstieg ist interessant und anspruchsvoll durch ein paar Engstellen. Ganz oben befindet sich eine stabile Aussichtsplattform, die ab mehr als einer Handvoll Mitmenschen überfüllt wirkt.
Für die weitere Wanderung geht es vom Sachsenstein weiter den Hang aufwärts, bis ein Forstweg erreicht wird. Auf diesem verläuft wieder die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung gelber Punkt, der man nach rechts folgt. Nachdem man ungefähr ½ Kilometer auf dem flachen Waldweg gewandert ist, befindet sich rechts die Aussicht Nachbar, von der man einen netten Blick auf die Ortschaft Schweizermühle hat. Als wir dort von oben auf die Häuser geblickt haben, hatte das Haus auf der gegenüberliegenden Talseite Giebel, die sich nach außen neigten und das Dach war durchgebogen. Zwei Tage später stand in der lokalen Presse, dass das Haus eingestürzt und damit eines der ursprünglichen Häuser der Schweizermühle verschwunden war. Schon ein paar Jahre vorher war das Nachbarhaus wegen Baufälligkeit abgerissen worden.
Von der Aussicht folgt man noch ein paar Meter der gelben Markierung bergabwärts bis zum ersten Zaun im Tal. Hier geht es nach links an den Grundstücksgrenzen weiter, bis man auf der Höhe der kleinen Waldkapelle ankommt. Hier biegt schräg nach links ein Pfad ab, der wieder auf die Ebene hoch führt. Auch wenn es wieder aus dem Bielatal heraus geht, ist der Aufstieg nicht besonders anstrengend und man erreicht bald den Wald auf der Ebene. Der sogenannte Poststeig führt an den Waldrand und es geht nach rechts am Feldrand entlang. Dem Feldrand folgt man ungefähr 300 Meter, bis nach rechts ein unscheinbarer Pfad abbiegt. Seitenansicht_ehem_Hochofen_Brausenstein_kleinZum Glück hängt wenigstens ein Wegweiser (nach rückwärts in Richtung Schweizermühle) am Zugang und so findet man den Abstieg wenigstens. Nach ein paar Stufen erreicht man den ehemaligen Hochofen Brausenstein. Damit ist eine nette kleine Runde zu Ende gegangen, die so einige interessante Stellen wie z.B. den Rosengarten, die Kaiser-Wilhelm-Feste oder die Felsengasse beinhaltete. Das Bielatal ist meistens ein ziemlich ruhiges Tal und selbst, wenn in der Sächsischen Schweiz die Besuchermassen zu Verkehrsmeldungen führen, immer noch angenehm.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Bielatal Brausenstein mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hochofen Brausenstein
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

2 Gedanken zu „Rosengarten“

  1. Hallo Ingo, hier stimmt was ni bei „Karte“ und die gpx-Datei zeigt ne schöne Route von Rosenthal-Bielatal nach Bad Schandau…

    Liebe Grüße aus Döbeln
    Matthias

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