Verborgenes Horn

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,75 h
Entfernung:
ca. 8,50 km
Höhenunterschied:
ca. 571 Meter
beste Reisezeit:
nicht im Winter
Schwierigkeitsgrad:
leicht
schwindelfrei
witterungsbedingt schwierig
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern
empfohlene Karten:
Schrammsteine – Affensteine;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Schmilka - Parkplatz - Aspenbloß - grüner Strich - Breite Kluft - Schmilkaer Kessel - Großvaterstuhl - Verborgenes Horn - Zurückesteig - blauer Strich - gelber Strich - Heilige Stiege - Heringsgrund - grüner Punkt - Elbleitenweg - grüner Strich - Kleine Bastei - Kahntilke - Holzlagerplatzweg - Elbe - Parkplatz

Beschreibung:

Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass mich ein netter Leser unserer Internetseite auf den Weg hingewiesen hat. Gleich zwei Sachen haben mich natürlich vollkommen verwundert. Einerseits gibt es anscheinend Leser, die alle Wanderungen lesen und genau wissen, wo wir schon herumgewandert sind und wo nicht, und der zweite Punkt ist, dass ich den Pfad schon mehrmals überquert, ihn aber bis dahin getrost ignoriert habe. Das soll sich jetzt ändern und deshalb habe ich die Runde wie folgt durchgeführt.
Der Startpunkt liegt am Wanderparkplatz vor Schmilka. Von hier geht es die ersten paar Meter auf der gegenüberliegenden Straßenseite der B172 den Holzlagerplatzweg in Richtung Schmilka. Nach etwas mehr als 300 Metern biegt die erste Möglichkeit nach links den Hang hoch ab. Dieser Aufstieg ist so ziemlich das einzige wirklich anstrengende Stück auf der Wanderung. Stufen_mit_Bahnschwellen_und_Schnee_kleinDer erste Teil des Aufstieges erfolgt auf einem Zickzackweg, bis kurz vor dem Elbleitenweg. Hier wechselt der Aufstieg auf Stufen um. Die Stufen sind zum größten Teil aus alten Bahnschwellen und hier merkte ich das erste Mal, dass sich durch die 300 Höhenmeter das Wetter bzw. der Untergrund änderte. Im Elbetal war noch alles grün und braun, aber je weiter ich nach oben kam, desto weißer wurde es, und die Bahnschwellen waren recht rutschig. Als ich oben ankam, stand dort am Zugang ein älteres Pärchen und fragte ganz vorsichtig, ob man hier so einigermaßen nach Schmilka runter kommen würde. Komischerweise sahen sie nicht so aus wie die normalen Wanderer hier oben, sondern eher wie Bastei-Besucher. Auf jeden Fall habe ich sie auf die sauglatten Stufen hingewiesen und sie sind auch losgegangen. Der Schnee auf den Stufen ist schon ziemlich erbärmlich, aber dazu noch später was.
Der Weg die Stufen hoch ist ein kurzes Stück mit dem grünen Strich grüner Strich markiert, aber schon mit dem Erreichen des Endes der Stufen wird der markierte Weg verlassen und es geht nach rechts auf dem unmarkierten Pfad weiter. Der Weg verläuft auf vollkommen gleichbleibender Höhe immer an der Felskante entlang. Die Höhenschwankungen sind wirklich unwesentlich, aber dafür variiert die Breite des Weges ziemlich. Wegsicherung_am_Grossvaterstuhl_kleinManchmal verläuft der Weg auf einer 30 Meter breiten Felskante mit Bäumen links und rechts, dann schrumpft der Pfad auf eine Breite unter einen Meter und Eisenklammern an der Felswand zusammen. Der Weg macht richtig Spaß, ist aber nicht für Mitmenschen mit Höhenangst geeignet. Ganz besonders schön an diesem Pfad sind die gigantischen Aussichten mit einer wunderbaren Ruhe. Felsendurchgang_an_Starker_Stiege_kleinDer Weg schlängelt sich an drei größeren Felsausläufern drum herum. Nach dem Umrunden des ersten Felsens quert den Pfad die Starke Stiege. Danach kommt die zweite Felsnase an den Falknertürmen (Kleiner und Großer Falknerturm) und dann erreicht man die Stufen der Rotkehlchenstiege. Bei meiner ersten Erkundung hat mich an dieser Stelle ein erstklassiger Schneesturm überrascht. Ganz besonders daran war, dass der Schnee durch seltsame Winde am Felsen von unten kam. Da nützt die beste Mütze nichts mehr, wenn man den Schnee doch im Gesicht hat. An den Treppen zur Rotkehlchenstiege verführt der Durchgang zwischen den Felsen dazu, hier weiter zu wandern. Rauschenstein_im_Winter_kleinGenau das habe ich bei meiner Schneewanderung auch unternommen und so kam ich an einer Stelle an, die nur noch ½ Meter breit war, Verborgenes_Horn_kleinmit Eisenklammern im Felsen ausgestattet war und richtig schön voll Schnee lag. Hier habe ich mich nicht mehr weiter getraut und bin zurück, um auf den markierten Zurückesteig auszuweichen. Zu Hause habe ich dann festgestellt, dass ich an den Treppen der Rotkehlchenstiege ein paar Stufen hätte runter gehen müssen und dann weiter um das Verborgene Horn gehen. Das habe ich dann gleich ein paar Tage später noch mal ausprobiert und schon kommt man an der riesig langen Eisentreppe der Heiligen Stiege raus.
Die Heilige Stiege ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und hier geht es wieder von den Felsen herunter. Bei meiner Schneesturmwanderung musste ich mit Überraschen feststellen, dass man die Heilige Stiege sehr gut bei Schnee sowohl rauf als auch runter wandern kann. Diese Eisengittertreppenstufen sind sehr griffig und leicht zu absolvieren. Ganz im Gegensatz zu den Eisenbahnschwellen, die direkt danach kommen. Wenn auf den Dingern Schnee liegt, dann entwickelt sich der Abstieg zu einer erstklassigen Rutschpartie. Obwohl ich doch einigermaßen gut zu Fuß bin, hat es mich gleich drei Mal hingeschmissen. Zweimal konnte ich mich noch am Geländer festhalten, aber das dritte Mal war es eine Landung auf dem Hintern. Nach den Stufen wird der Weg aber wieder sehr angenehm zu gehen und nach einem 700 Meter langen Stück durch den Schmilkaer Kessel erreicht man wieder den Elbleitenweg. Hier geht es auf einem breiteren Forstweg nach rechts auf dem grünen Punkt grüner Punkt weiter. Da es sich um einen normalen befahrbaren Forstweg handelt, schlängelt sich der Weg mit einer ganz angenehmen Steigung ein paar Höhenmeter (ca. 60 Höhenmeter) hoch. Nach einer Strecke von einem ¾ Kilometer biegt die Wanderung nach links in Richtung der Kleinen Bastei ab. Der Weg ist mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Kleine_Bastei_im_Winternebel_Richtung_Bad_Schandau_kleinKleine_Bastei_im_Winternebel_Richtung_Schmilka_kleinNach einem kleinen Runter und Hoch erreicht man eine Weggabelung, an der man zuerst nach rechts gehen sollte. Hier erreicht man nach kurzer Strecke die Aussicht Kleine Bastei. Dieser Name ist irgendwie häufiger in der Sächsischen Schweiz anzutreffen. Wir kennen inzwischen mindestens drei Aussichten, die so heißen. Die schönste davon dürfte diese hier sein. Sie liegt in einem Elbebogen, und man kann wunderbar auf die Elbe blicken.  Nach diesem Wohlgenuss für die Augen geht die weitere Wanderung auf dem grünen Strich die Kahntilke hinunter. Auch dieser Abstieg erfolgt über so einige Stufen, aber bei meiner Wanderung war hier unten der Schnee schon wieder verschwunden. Der Abstieg erreicht an der ehemaligen Hütte des abgebrannte_Huette_Touristikvereins-Schwefelbrueder_kleinTouristikvereins „Schwefelbrüder 09“ den Holzsammelplatzweg. Leider ist die Hütte Mitte 2007 in Brand gesteckt worden und kann nur noch abgerissen werden. Das finde ich äußerst schade, da es immer nett war, die Besucher der Hütte mit ihrer guten Laune zu beobachten. Die letzten paar Meter (ca. 900 Meter) erfolgen sehr entspannend auf dem Holzsammelplatzweg bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist eine äußerst schöne Wanderung zu Ende, die so ziemlich alles bietet, was eine ordentliche Runde braucht: Es gibt ein paar schöne Felsen, einige sehenswerte Aussichten, wunderbare Ruhe und ein bisschen Nervenkitzel.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bundesbahn bis zur Haltestelle Schmilka Ortsanfang mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Schmilka kleine Bastei
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

Ein Gedanke zu „Verborgenes Horn“

  1. eine wirklich sehr schöne Tour. Auch wenn der Anstieg recht anstrengend für mich war, ist der Rest der heutigen Wanderung sehr gut und vor allem abwechslungsreich. Die grandiosen Aussichten belohnen alle mal und einige Urlauber mit denen ich sprach, teilten meine Meinung.

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