Wehlener Steinbruchpfad

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,25 h
Entfernung:
ca. 7,50 km
Höhenunterschied:
ca. 280 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Dorf Wehlen - Alte Wehlstraße - Hausberg - Stadt Wehlen - roter Punkt - Pirnaer Straße - Steinbruchpfad - Wilkeaussicht - Schwedenhöhle - Steinbruch - Ruine Atelier Pol Cassel - Wehlener Himmelsleiter - Sandsteinstraße - Dorf Wehlen

Beschreibung:

Auf die Idee des Wehlener Steinbruchpfades hat mich die Sendung Biwak (www.mdr.de) im Oktober 2005 gebracht. In der Sendung wurde einigermaßen ausführlich über die Steinbrüche von Wehlen berichtet. Ich hatte die Befürchtung, dass durch diesen Bericht ganze Horden an Wanderern auf dem Pfad unterwegs wären, aber zum Glück hat sich diese Befürchtung nicht bestätigt und so bin ich mit meiner großen Tochter auf einem sehr interessanten Weg unterwegs gewesen.
Eigentlich wollte ich auf dem großen Parkplatz von Stadt Wehlen parken, aber leider war dieser bis auf die letzte Lücke voll und deshalb habe ich den Parkplatz oberhalb von Stadt Wehlen (also zwischen Stadt und Dorf Wehlen) ausprobiert. Dieser Parkplatz ist für diese Wanderung sehr empfehlenswert, da es ganz bestimmt immer einen freien Platz gibt und außerdem viel billiger ist. Von dem Parkplatz geht es auf der Straße in die Siedlung hinein. Der Weg verläuft auf den ersten paar Metern noch fast horizontal, geht aber dann runter ins Elbetal. Die Wanderwegmarkierung für das Teilstück vom Parkplatz bis zum Marktplatz von Stadt Wehlen ist der rote Strich roter Strich. Bei dem Abstieg runter nach Stadt Wehlen, hat man gleich an mehreren Stellen einen schönen Ausblick über das Städtchen.
Wilke_Aussicht_Richtung_Wehlen_kleinUnten in Stadt Wehlen angekommen, geht es gleich im spitzen Winkel auf der Pirnaer Straße wieder zurück. Der Weg ist auch gleichzeitig der Elberadweg und mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Ungefähr nach einem halben Kilometer hat man das Ende der Ortschaft erreicht und die Möglichkeit einen erstklassigen Blick über die Elbe zu erhaschen. Da die Elbe sich vor Wehlen durch die Sandsteine schlängelt, bietet sich ein fantastischer Blick über die Elbe in die Richtung Wehlen. Hinter dem letzten Haus auf der rechten Seite biegt ein unscheinbarer Weg ab. Ausgeschildert ist der Aufgang zur Wilkeaussicht, Dorf Wehlen und die kleine Sächsische Schweiz. Am ersten Baum auf der linken Seite befindet sich der erste unscheinbare Hinweis auf den Wehlener Steinbruchpfad, ein symbolisierter Mühlstein.

Logo_Steinbruchpfad_klein

Der Weg führt in einem kleinen Zickzack den Hang hinauf, um nach dem kleinen Aufstieg zur Wilke- Aussicht zu gelangen. Von der Wilke- Aussicht hat man einen fantastischen Blick nach Stadt Wehlen mit den „Weißen Brüchen“ und dem Basteigebirge. Wenn man über die Elbe blickt, sieht man ganz hervorragend das neu hergerichtete Erlebnisbad von Wehlen und den Rauenstein. Der Pfad geht weiter am Hang entlang. Zwischendurch sollte man gut auf die Einsturzlöcher der Schwedenhöhle achten. Die Spalten sehen sehr unscheinbar aus, sind aber ziemlich tief und es macht bestimmt keinen Spaß in ihnen zu verschwinden. Die Schwedenhöhle ist eine tektonische Klufthöhle, die ihren Namen dadurch erhalten hat, dass sich die Bewohner der umliegenden Häuser in der Höhle vor Schwedischen Kriegern versteckt haben sollen. Heutzutage sieht die Höhle zwar nicht mehr so groß aus, aber zum Reinfallen reicht sie dicke.
Ausstellungsstuecke_Alte_Steinsaege_kleinNach wieder ein paar Metern erreicht man das Gelände „Technisches Denkmal Sammlung zur Steinbruchgeschichte >>Alte Steinsäge<<„. In dem Bereich hat sich im Ursprung das Gebäude und die Handlingsgeräte der alten Steinsäge befunden. Heutzutage kann man noch sehr viele Spuren entdecken und durch die fleißige Arbeit von Andreas Bartsch (www.steinbruchfuehrungen.de) sind noch einige Relikte aus den alten Steinbruchzeiten zusammen getragen worden. Beeindruckend ist, welche schweren Transportmittel notwendig waren, um die Felsblöcke zu bewegen. Die kleine Ausstellung ist sehr interessant und man sollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen die Ausstellungsstücken zu betrachten.
Wehlener_Steinbruch_links_kleinWehlener_Steinbruch_rechts_kleinNachdem man im Bereich der Alten Steinsäge Eindrücke von Steinbrüchen in weit vergangenen Zeiten aufnehmen kann, gibt es auf dem weiteren Weg die Möglichkeit die Gegenwart eines Steinbruches zu sehen. Nach ein paar Metern auf dem Steinbruchpfad erreicht man die Zufahrt zum Wehlener Steinbruch. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob man auf das Gelände darf. Auf jeden Fall weißt am Eingang ein Schild darauf hin, dass man sich bei Hupsignalen in Deckung bringen soll. Im Oktober 2005 brauchte wir uns dazu keine Gedanken machen, da eine ganze Ansammlung Steinmetze/Künstler im Steinbruch damit beschäftigt ungewöhnliche Skulpturen herzustellen.
Der Steinbruchweg verläuft an dem Hang entlang und ist weiterhin ganz hervorragend mit dem kleinen Symbol des Steinbruchweges gekennzeichnet. An einigen Stellen kann man die alten „Hausnummer“ der einzelnen Steinbrüche entdecken. Wenn ich diese Nummern richtig verstanden habe, dann ist mit ihnen auch markiert, von wo, bis wo die einzelnen Steinbrüche gereicht haben. Demnach müssen hier in weit vergangener Zeit mehrere hundert Menschen gearbeitet haben und die Landschaft hat ganz anders ausgesehen als heute. Ich find es auch ganz faszinieren, das in dem ganzen Bereich noch viele Reste von den Erzeugnissen der Steinbrechern herum liegen. So kann man an einigen Stellen noch alte Muehlstein_Wehlener_Steinbruchpfad_kleinMühlsteine finden, die so aussehen, als wenn sie morgen abtransportiert werden sollen. Auch kann man an mehreren Stellen noch die riesigen Seilwinden finden. Wer ein bisschen technisches Verständnis hat, kann sich bestimmt sehr gut vorstellen, dass so eine Seilwinde mit einem Durchmesser von einem Meter für riesige Gewichte gebaut ist und das damit hier oben eine echte Knochenarbeit verrichtet wurdeSeilwinde_Wehlener_Steinbruch_klein.
Der weitere Weg führt bis zur Himmelsleiter, wobei der Name leicht irreführend ist, da es sich nicht um eine Leiter handelt, sondern eine riesig lange Treppe, die von der Elbe bis hoch auf die Ebene von Dorf Wehlen führt. Damit die Wanderung wieder zum Ausgangspunkt der Runde führt, geht es nach rechts die Stufen hoch. Nach einem kleinen Aufstieg erreicht man die Ebene. Der Weg macht noch einen kleinen Haken nach links und dann geht es geradewegs auf Dorf Wehlen zu. Von diesem Weg kann man ganz hervorragend in das Elbetal mit der Stadt Pirna sehen. Das letzte Stück der Wanderung führt an der Ortskante von Dorf Wehlen entlang. Warum auch immer dieser Feldweg so hervorragend ausgebaut ist, er endet auf jeden Fall an der alten Steinbruchstraße. Über diese geht es in die Ortschaft hinunter und dann noch die letzten paar Meter auf der Straße bis zum Parkplatz. Damit ist dann eine sehr interessante Runde beendet. Ich selber war sehr überrascht, dass bei ganz hervorragendem Wetter überhaupt kein anderer Wanderer unterwegs war.

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