Höllengrund

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 11,50 km
Höhenunterschied:
ca. 332 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Stadt Wehlen - roter Punkt - Wehlener Grund - Freundschaftsstein - grüner Strich - Uttewalder Grund - Felsentor - gelber Strich - Kluftsteig - Knotenweg - Kohlgrund - Reingrund - Wettinweg - Basteistraße - gelber Strich - Bastei - Aussicht - roter Punkt - Fremdenweg - Steinerner Tisch - Höllengrund - Zscherregrund - Freundschaftsstein - Wehlener Grund - Burg Wehlen - Stadt Wehlen

Beschreibung:

Obwohl wir doch ziemlich viel in der Sächsischen Schweiz herum wandern, soll es doch immer mal wieder Stellen geben, die wir noch nicht kennen und genau aus diesem Grunde hat uns ein Leser unserer Internetseite auf den Höllengrund aufmerksam gemacht. Einfach nur zu dem Grund hinzuwackeln und wieder davon zu laufen ist zu langweilig und deshalb ist diese Runde entstanden. Netterweise ist eine sehr schöne Wanderung dabei herausgekommen mit folgender Beschreibung:
Der Startpunkt liegt auf der rechten Elbseite in Stadt Wehlen. Von hier geht es in die Richtung des Wehlener Grundes. Dazu würden wir als Hinweg den Weg über die Zufahrtsstraße (Lohmener Straße) vorschlagen. Schon wenige Meter hinter der Grundschule (noch bevor der Anstieg anstrengend wird) biegt nach rechts der Zugang zum Wehlener Grund ab. Hier wird der Wanderweg richtig schön und ist super angenehm zu wandern. Die ersten paar Meter durch den Wehlener Grund sind noch unmarkiert, aber nach ein paar Sekunden stößt der rote Punkt roter Punkt hinzu. Es geht leicht ansteigend auf einem breiten Weg aufwärts. Durch dieses Tal können überraschenderweise auch Autos fahren. Dabei handelt es sich aber nur um ein paar wenige Anwohner rechts (östlich) oberhalb des Wehlener Grundes. Wer auch diesen Autos aus dem Weg gehen möchte, kann nach einem halben Kilometer auf den Pfad links (von unten gesehen) des Bachlaufes ausweichen. An der Stelle, wo die Zufahrtsstraße nach rechts aus dem Tal hinausführt, kommen der Pfad und der breite Weg wieder zusammen und es geht durch den Grund weiter. An der linken Felswand wird an Herrn Friedrich Märkel (27.11.1790 – 15.03.1860) erinnert. Herr Märkel hat in Wehlen von 1817 bis 1860 gelebt und war dort als Kantor und Lehrer beschäftigt. Ganz besonders bemerkenswert ist, dass Herr Märkel schon zu seiner Zeit international als Entomologe (Insektenforscher) bekannt war und das ohne Telefon, Tagungstourismus und Internet.
Inschrift_Freundschaftstein_1983_kleinAuch wenn der Wehlener Grund heutzutage vermutlich ganz anders aussieht als zu Herrn Märkels Zeiten, so ist der Weg durch dieses Tal noch immer sehr schön. Nach 300 Metern erreicht man den Freundschaftsstein mit seinen interessanten Inschriften. Hier verlässt die Wanderung die rote Wanderwegmarkierung und biegt nach links in den Uttewalder Grund. Der Weg zur Gaststätte Waldidylle bzw. zum Uttewalder Felsentor ist mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Waldidylle_im_Uttewalder_Grund_kleinJe weiter man in dem langgezogenen Grund aufwärts wandert, desto wildromatischer wird der Weg. Das erste Stückchen (ca. ½ Kilometer) bis zur Waldidylle (www.waldidylle-online.de) ist noch befahrbar, um z.B. den Gastwirt und die Lieferfahrzeuge zur Gaststätte zu bringen. Dass man sich hier in der Gaststätte erfrischen und stärken kann, ist klar. Auf jeden Fall ist das Einkehren im Uttewalder Grund ein ganzes Stück kostengünstiger als bei der nächsten Möglichkeit auf der Bastei.
herbliches_Uttewalder_Felsentor_kleinVon der Gaststätte ist es nur noch ein kleines Stück bis zum Uttewalder Felsentor. Dieses Felsentor ist auf einigen Gemälden zu sehen, wobei mindestens bei einem Maler die Dimensionen überhaupt nicht stimmen. Die Besucher des Felsentores sind winzig klein dargestellt, so dass das Felsentor selber riesig wirkt. Ich glaube nicht, dass die Menschen zur damaligen Zeit so klein gewesen sind. Hinter dem Felsentor wird der Grund erst richtig interessant. Die Felsen stehen sehr nah beieinander und selbst im wärmsten Sommer herrscht hier ein echtes Kellerklima. Die Wanderung geht hinter dem Felsentor nur noch ¼ Kilometer weiter, um dann nach rechts auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich aus dem Grund herauszusteigen. Der Aufstieg auf dem Kluftsteig erfolgt über ein paar Stufen bis hoch zum Knotenweg. Am Ende des Knotenweges verlässt die Wanderung die markierten Wanderwege und es geht mit einem kleinen Haken nach rechts und sofort wieder nach links zum Kohlgrund rüber. Der Kohlgrund ist eigentlich die Verlängerung des Wehlener Grundes und hätte auch gleich vom Freundschaftstein aus erreicht werden können, aber dann hätte man nicht den schönen Uttewalder Grund und das Felsentor gesehen. Den Kohlgrund geht es nach links. Nach einem kurzen Stück biegt der Grund nach rechts ab und der Name ändert sich in Reingrund. Auch dieses Tal fällt mit einer ganz besonders angenehmen Ruhe auf. Je länger man aber auf diesem Waldweg wandert, desto mehr hört man Fahrzeuggeräusche von der Basteistraße. Diese manchmal doch stark befahrene Straße wird hier nur überquert und es geht auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder in den Wald. Nach ungefähr 100 Metern erreicht man einen Wanderweg mit der schon bekannten Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Dieser Markierung folgt man nach rechts. Der Waldweg ist sehr angenehm zu gehen und führt auf der Rückseite des Parkplatzes in Richtung Bastei. Hier nehmen die Besucherzahlen ziemlich schnell zu. Zuerst ist es der Querweg von den Schwedenlöchern und dann natürlich der vordere Parkplatz der Bastei, von wo aus die Besucher auf den Waldweg treiben. Hinter den beiden aneinanderhängenden Parkplätzen erreicht die Wanderung wieder die Basteistraße, die aber in diesem Bereich nur noch von wenigen Fahrzeugen befahren wird. Dabei handelt es sich um Gäste des Basteihotels und ein paar Lieferfahrzeuge.
Blick_von_Bastei_Eble_aufwaerts_kleinNach kurzer Strecke ist der Bereich der Bastei erreicht. Zuerst passiert man das Hotel und den Restaurantkomplex und dahinter befindet sich die erste tolle Aussicht. Blick_von_Bastei_Elbe_abwaerts_kleinVon hier hat man einen fantastischen Ausblick ins Elbtal und auf die Basteibrücke. Von der Aussicht ist es nur noch einen Katzensprung bis zur Basteibrücke, die man unbedingt besuchen sollte. Als kleine Attraktion kann man hinter der Basteibrücke noch die ehemalige Felsenburg Neurathen besichtigen. Gleich von mehreren Stellen hat man eine fantastische Aussicht in den Felsenkessel oberhalb der Felsenbühne.
Die Wanderung führt jetzt ein Stück wieder zurück in Richtung Parkplätze. Nach den ersten paar Metern auf der Basteistraße befindet sich vor dem Andenkenstand der Abzweig mit dem roten Punkt roter Punkt. Dieser Waldweg wird mit der Zeit immer ruhiger, nur an der Gaststätte am Steinernen Tisch kommt noch einmal etwas mehr Leben auf. Der „Steinerne Tisch“ ist einerseits der Name der Waldgaststätte und natürlich der namensgebende tatsächlich da stehende steinerne Tisch.  Weg_durch_Hoellengrund_kleinDieser Rastplatz soll schon im Jahre 1710 einer kurfürstlichen Jagdgesellschaft für ein Picknick gedient haben. Die Wanderung führt an diesem Sitzplatz vorbei und dann weiter auf der roten Wanderwegmarkierung talabwärts. Zuerst geht es nur ganz leicht abfallend durch den Wald, aber hinter der nächsten Wegkreuzung beginnt dann der eigentliche Höllengrund. Hoellengrund_bei_der_Bastei_kleinDie Felsen stehen in dem Tal ziemlich nah beieinander und so hat man schon im oberen Teil den Eindruck, in einer mächtigen Schlucht entlang zu wandern. Der Wanderweg schlängelt sich sehr nett durch den Grund, der aber nie besonders tief ist. Am Ende des Höllengrundes erreicht man wieder den bekannten Kohlgrund, wo es nach links in Richtung Wehlen weiter geht. Ab der Kreuzung wechselt der Kohlgrund auch seinen Namen und wird Zscherregrund genannt. Auch dieser ist eine der schönsten Felsschluchten der Sächsischen Schweiz. Strudeltopf_im_Zscherregrund_kleinBesonders erwähnenswert ist ein Strudeltopf auf der linken Wegseite. Wie die Natur durch ein paar rotierende Steine so ein perfekt rundes Loch herstellen kann, ist schon wirklich interessant. Dass dieses Loch auch noch relativ tief ist, verwundert dann noch viel stärker, wenn man feststellt, dass normalerweise im Bachlauf nie Wasser zu sehen ist. Vielleicht hat es früher mehr geregnet oder es hat viel mehr Schmelzwasser als heute gegeben?
Nachdem man dann noch ein paar uralte und interessante Felsinschriften im Zscherregrund passiert hat, erreicht man wieder den Freundschaftsstein. Ab hier geht es dann den schon bekannten Wehlener Grund wieder zurück. Der Weg ist genauso wie der Hinweg sehr angenehm zu wandern. Als eine Abweichung zum Hinweg bietet sich an, noch vor dem ersten Haus auf der linken Seite von Stadt Wehlen auf dem markierten Wanderweg/Malerweg weiter zu wandern. Dieser Weg führt an der Unterseite von Burg Wehlen vorbei und endet knapp neben dem Marktplatz.
Diese Wanderung kann uneingeschränkt empfohlen werden, da wirklich alles Schöne einer Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten ist. So sind gleich einige tolle Felsschluchten enthalten, ein paar unterschiedliche Aussichten bei der Bastei und der größte Teil der Wanderung war sehr angenehm ruhig. Die Empfehlung für den Höllengrund war wirklich gut, weil wir diesen Grund tatsächlich noch nicht kannten und es sich um eine typische Felsschlucht der Sächsischen Schweiz handelt.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Stadt Wehlen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Wehlen Elbe - Stadt Wehlen
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 5,00€

Ein Gedanke zu „Höllengrund“

  1. Vielen Dank für diese extrem hilfreiche Website.

    Ich habe diese Tour mit der Tour „Bastei“ kombiniert mit Start in Rathen (mit Vorlauf die Elbe entlang ca. 16 km). Ich bin diese Strecke mit einem 11jährigen Kind gewandert, das ging problemlos.

    Parkplatzgebühr müßte auch im PDF aktualisiert werden: 1 €/Stunde bzw. 4 € Tagesgebühr

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