Lottersteig

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 11,00 km
Höhenunterschied:
ca. 260 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Vordere Sächsische Schweiz - Karte 10;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Prossen - gelber Strich - Elberadweg - Obere Kirchleitebrüche - Elberadweg - Halbestadt - Ferdinandshof - Lottersteighütte - blauer Strich - Lottersteig - gelber Strich - Prossen

Beschreibung:

Diese Runde ist keine besonders spektakuläre Wanderung, aber trotzdem sehr angenehm zu gehen. Das Besondere daran ist, dass nur leichte Steigungen überwunden werden müssen. Der Start liegt in Prossen (Ortsteil von Bad Schandau) am Spielplatz. Von hier geht es elbabwärts in Richtung Königstein. Markiert ist der Wanderweg zuerst noch mit dem gelben Strich gelber Strich. Es geht ein ziemlich langes Stück auf dem Elberadweg entlang, weshalb man die Wanderung lieber nicht an einem langen Wochenende unternehmen sollte, weil einem dann doch einige Autos von z.B. dem Naturfreundehaus und noch viel mehr Radfahrer in die Quere kommen würden. Knapp vor dem Ortausgang passiert die Wanderung das ehemalige Rittergut mit seinem schicken Balkon und, wenn man mal hineinblinzelt, den teilweise gut erhaltenen Stuckdecken. Gleich hinter dem Gebäude geht es an einer Natursteinmauer entlang, die ganz bestimmt das Zuhause von ein paar tausend Tieren ist. Danach steigt der Elberadweg ein Stückchen (15 Höhenmeter) an, was aber für Wanderer nicht das große Problem sein sollte. Auf der gesamten Strecke bis nach Halbestadt stehen auf der rechten Straßenseite immer wieder vereinzelt Häuser. Meist liegen sie so nett in dem Wald versteckt, dass sie überhaupt nicht auffallen. Ganz ulkig ist eine Ruine, die man im Sommer erst auf den zweiten Blick entdeckt, da sie schon komplett überwuchert ist und nur durch die schwarzen Löcher der ehemaligen Fenster verraten wird.
Knapp oberhalb des Elberadweges wurde früher Sandstein abgebaut, aber inzwischen hat sich auch hier die Natur zumindest das untere Plateau wieder zurückerobert. Steinbruchnummer_86-87_Naturfreundehaus_kleinAm Elberadweg kann man an vielen Stellen noch die ursprünglichen Steinrutschbahnen als Einschnitte im Hang entdecken. sommerliche_Elbe_Ruderboot_kleinAuch sind noch mehrere Steinbruchnummern, so eine Art Hausnummern für Steinbrüche, sichtbar. Ganz besonders fällt der restaurierte Stein mit den Nummern 86 und 87 knapp hinter dem Naturfreundehaus auf. Die Wanderung erreicht nach 2 ½ Kilometern das eigentliche Halbestadt. Hier kann man gleich an mehreren Stellen einkehren und einen schönen Blick auf die Elbe, Stadt und Festung Königstein genießen.
An der Fähre rüber nach Königstein endet der Radweg und man kann nun nahezu ungestört auf der asphaltieren Straße, an der es nur ganz wenige Anlieger gibt, weiter wandern. weisse_Sandsteinflaechen_niederen_Kirchleitenbrueche_kleinAuf der linken Elbeseite ragt die Festung majestätisch auf, wobei sie früher mit den gerodeten Hängen bestimmt noch viel imposanter ausgesehen hat. Das nächste, was auf der gegenüberliegenden Elbeseite besonders auffällt, sind die Niederen Kirchleitenbrüche. Dadurch, dass hier eine große Stufe Sandstein abgebaut wurde, ragen die weißen Schnittflächen aus dem sonst grünen Hang. Fast 3 Kilometer hinter der Fähre hört der asphaltierte Untergrund auf und es geht in den Wald hinein. Der Weg steigt ein wenig an (30 Höhenmeter), was aber bei dem Untergrund für die meisten Radfahrer eine ordentliche Giebel_Lottersteighuette_Oswald-Sohre-Huette_kleinHürde wäre und so sind die Wanderer in dem gesamten Bereich wieder unter sich. Blick_von_Lottersteighuette_auf_Elbe_kleinDie Wanderung passiert einige kleine Häuser und nach etwas mehr als einem Kilometer im Wald erreicht man die Lottersteighütte. Dieses Haus ist im Ursprung eine der vielen Steinbruchhütten gewesen und durch den Verein SV Dresden-Neustadt zur Lottersteighütte umgebaut worden. Das Haus sieht sehr gut gepflegt aus und noch viel toller ist der große Rastplatz zur Elbe hin. Die Bänke und Tische laden wirklich immer zu einer Rast ein.
Die Wanderung führt noch ein kurzes Stück (¼ Kilometer) weiter, bis nach rechts der Lottersteig abbiegt. Stufen_am_Lottersteig_kleinDie ersten Meter führen über ein paar Stufen aufwärts (Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich) und dahinter beginnt ein überraschend leichter Aufstieg durch einen Grund. Insgesamt sind es 80 Höhenmeter, bis man an der Napoleonstraße eine nette kleine Gaststätte passiert. Nachdem man die Straße überquert hat, folgt man noch 200 Meter der blauen Markierung, bis an einer Bank der markierte Wanderweg rechts abbiegt. Hier wandert man auf dem extrem ruhigen Lottersteig weiter geradeaus. Schon nach wenigen Metern hat man nach links einen sehr schönen Blick über das Feld (solange nicht gerade der Mais 2 Meter hoch ist) auf links den Gamrig und geradeaus die Felsen des Polenztals mit der Brandaussicht. Die Wanderung führt weiter auf dem Lottersteig in den Wald des Sellnitzgrundes hinein. Der Weg fällt immer weiter in einem angenehmen Gefälle ab und erst kurz vor den ersten Häusern von Prossen geht es aus dem Wald heraus. Nach den letzten Metern am Ortsrand entlang erreicht man wieder den schon bekannten Elberadweg. Auf ihm geht es nach links 100 Meter bis zur Rückseite des Ritterguts. Steinbank_am_Rittergut_Prossen_kleinHier bietet sich ein kleiner Schlenker auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Strich hinunter zur Elbe an. Schon nach wenigen Metern befindet sich auf der linken Wegseite eine Steinbank, die aus einem riesigen Sandsteinklotz gemeißelt wurde. Dadurch, dass die Bank in einer Bucht aus Sandsteinblöcken platziert ist, wirkt sie besonders nett. Das Einzige ein wenig komische ist, dass die Bank einfach zu tief ist. Vermutlich sind ihr irgendwann mal die Füße abhanden gekommen.
Die steinerne Bank steht an einem Kreis uralter Bäume. An der der Elbe zugewandten Seite befindet sich noch einmal ein Rastplatz und ein Schild mit dem Text: „Schloßpark Prossen; Der historische Park mit seinem alten Baumbestand lädt zu einer schattigen Rast ein; Pflanz einen Baum und kannst Du auch nicht ahnen, wer einst in seinem Schatten tanzt. Bedenke, Mensch, es haben Deine Ahnen eh sie Dich kannten auch einen Baum für Dich gepflanzt.“
Von diesem sehr netten Platz geht es noch ein paar wenige Meter in Richtung Elbe und dann nach links an der Elbe entlang. Nach ½ Kilometer biegt der grün markierte Weg nach links ab und es geht wieder nach Prossen hinein. Bald ist die Hauptstraße (ihr Name ist Talstraße) erreicht und damit auch der Ausgangspunkt. Diese Wanderung ist eine nette kleine Runde, die sehr erholsam ist. Das einzige Manko ist, das es zum Anfang auf dem Elberadweg bzw. der Zufahrt von Halbestadt entlang geht. Solange man den Wanderzeitpunkt so legt, dass nicht alle mit ihrem Rad unterwegs sind (also langes Wochenende oder Sonnenschein), ist dieser Verkehr aber nicht sonderlich störend.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Prossen Wendeplatz mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Prossen Spielplatz

Ein Gedanke zu „Lottersteig“

  1. Hallo,
    ich finde, der Schwierigkeitsgrad „leicht“ ist zu gering angesetzt. Das mag allenfalls für geübte und leistungsstarke Wanderer zu gelten.
    Ich bin am 03.06.2017 dort gewesen und muss einschätzen, dass die Treppe anspruchsvoll ist. Man kann in der Natur keine Betonstufen erwarten, aber jede Stufe liegt anders, und hat einen anderen Trittabstand.
    Ich halte zumindest die Steintreppe für riskant.
    Das Geländer ist locker.

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