Um den Rauenstein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 1,75 h
Entfernung:
ca. 4,00 km
Höhenunterschied:
ca. 217 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Weißig - gelber Strich - roter Strich - nördlich vom Rauenstein - westlicher Aufstieg - gelber Strich - Rauenstein - Aussichten - östlicher Abstieg - Weißig

Beschreibung:

Meine große Tochter (8 Jahre) wollte mal wieder eine Wanderung mit dem Papa unternehmen, aber es sollte nicht so eine lange Wanderung werden. Na gut, da fiel mir auf Anhieb eine Umrundung des Rauensteins ein. Das ist eine kurze Wanderung, aber mit einer Vielzahl an Abwechslungen. Der Startpunkt liegt gleich am Ortseingang von Weißig. Hier muss tatsächlich erst mal ein wirklich hässliches Stück an einer Fahrstraße entlang gewandert werden. Blöderweise hat die Straße keinen Bürgersteig und zu manchen Zeiten quetschen sich doch so einige Autos durch den Ort in Richtung Rathen. Rauenstein_von_Weissig_kleinDie Wanderung geht also vom Parkplatz kommend ¼ Kilometer nach links, bis zur Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Hier wird die Straße wieder nach links verlassen und es geht schnurgerade auf den Rauenstein zu. Von diesem Weg kann man schon mal ganz gut auf den Rauenstein nach vorne blicken und feststellen, dass er gar nicht so hoch ist.
Aber zuerst soll der Felsen auf der nördlichen Seite umrundet werden und deshalb biegt die Wanderung ganz knapp vor dem Rauenstein nach rechts ab. Hier verlaufen die beiden Wanderwegmarkierungen gelber und roter Strich parallel. Nach 100 Metern biegt die gelbe Wanderwegmarkierung nach links ab, die Wanderung geht aber noch ein Stückchen weiter geradeaus auf der roten Markierung roter Strich. Aber auch diese Wanderwegmarkierung verlässt die Wanderung nach 100 Metern und es geht unmarkiert geradeaus weiter. Auf der linken Wegseite sieht man fast die ganze Zeit die Felsen des Rauensteins und es geht ziemlich angenehm mit nur ganz wenigen Höhenmetern auf dem Waldweg entlang. Kiefer_mit_Luftwurzel_kleinGanz wenige Meter, nachdem die Wanderung den markierten Wanderweg verlassen hat, steht gleich neben dem Waldweg eine Kiefer, die ganz besonders auffällt. Bei dieser Kiefer hat sich irgendwie der ursprüngliche Untergrund selbstständig gemacht. Die Wurzeln dieses Baumes haben am Ansatz einen Knick nach unten unternommen und so ist eine Art Hohlraum darunter entstanden. In der Sächsischen Schweiz kommt es immer wieder vor, dass der sandige Untergrund ausgespült wird, aber dass ein Baum so ein lustiges Gebilde erstellt, ist doch ziemlich ungewöhnlich. Als nächstes passiert die Wanderung einen auffälligen Felsen. Dieser hat anscheinend beim Anlegen des Waldweges im Wege gelegen und so ist ein Teil des Felsens entfernt worden. Warum auch immer dabei eine bogenförmige Wand entstanden ist, auf jeden Fall sieht es interessant aus.
Mit der weiteren Wanderung wird einmal eine kleinere Wiese überquert, bei der nicht so ohne weiteres der weitere Weg zu erkennen ist. Den Eingang in den gegenüberliegenden Wald findet man schräg nach rechts vorne. Die Wanderung geht danach sehr angenehm durch den Wald und ist auch sehr einfach zu finden. An einer Bergsteigerhütte auf der rechten Seite biegt der Wanderweg nach links ab und nach wenigen Metern erreicht man die westlichen Ausläufer des Rauensteins. Am Rauenstein ist sehr ungewöhnlich, dass man von dieser Seite fast ohne Höhenunterschied auf den Gratweg des Felsens hoch kommt. Das heißt aber nicht, dass der Gratweg vollkommen geradlinig verläuft. So manche Höhenunterschiede müssen überwunden werden. Dazu geht es auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich nach links auf den Rauenstein. Gleich zum Anfang erreicht man eine Stelle, an der man schon mal auf das Elbetal, die Steinbrüche und die Bastei blicken kann. Danach startet der schon besagte Pfad über den Rauenstein. Meine Tochter und ich waren uns sehr schnell einig, dass die Aussichten mit der Strecke über den Rauenstein immer schöner werden. Der Pfad steigt einige Male hoch und runter, aber immer unter Zuhilfenahme von Stufen und immer mit einem stabilen Geländer. lange_Treppe_Rauenstein_von_oben_kleinWer nicht gerade große Höhenangst auf einem Gitterrost bekommt oder mit Krücken unterwegs ist, sollte die Strecke leicht bewältigen. An der langen Eisentreppe (ca. 70 Stufen) befindet sich an der linken Felswand eine ehemalige Erinnerungstafel, die aber leider heutzutage nicht mehr zu entziffern ist. Hier ist aber eine weitere Inschrift darüber gelegt und dort steht: 28. Juni 2005; 120 Jahre Kammweg. Basteihotel-Aussicht_von_Rauenstein_kleinDamit dürfte der Weg im Jahre 2010 sein 125 jähriges Jubiläum feiern. Nachdem man die Treppe abgestiegen ist, befindet sich auf der linken Seite eine Höhle mit einer netten Aussicht rüber zur Bastei. Links oberhalb der Höhle befindet sich eine eiserne Gedenktafel mit der Inschrift: „Rauensteinweg; Erschlossen und erbaut durch die Ortsgruppe Dresden des Gebirgsvereins für die Sächsische Schweiz. 1885 28. Juni 1910.“
Wenige Meter hinter der Höhle erreicht man den Abzweig zur Gaststätte (www.fels-rauenstein.de) und die vorderste/letzte Aussicht. Nonne_vom_Rauenstein_gesehen_kleinDie Gaststätte bietet sich mit ihren sehr angenehmen Preisen und der tollen Aussicht als ein ganz hervorragender Zwischenstopp an. Die Aussicht befindet sich, wenn man durch den kleinen Biergarten gewandert ist, ein paar Meter unterhalb der Gaststätte. Hier hat man einen schönen Blick auf den Lilienstein und die Festung Königstein. Der kleine Felsen links vorne heißt Nonne und ist irgendwie ganz besonders beliebt bei den Kletterern. Ich glaube, wir haben ihn noch nie ohne Kletterer gesehen.
Die Wanderung führt wieder die paar Meter zurück bis zum eigentlichen Wanderweg und dann geht es schon über so einige Treppenstufen abwärts. Rechts neben dem Weg befindet sich der neu sanierte Lastenaufzug. Über diesen Schrägaufzug werden zwar nie Personen befördert, aber dafür so manches Bierfass und was man sonst noch so in einer Gaststätte benötigt. Genau aus diesem Grund ist auch am Felsenfuß ein etwas größerer Platz im Wald. Dadurch kann auch der Getränke- LKW bis eigentlich fast an die Gaststätte ran fahren. Mit dem Erreichen des Platzes ist man auch schon an dem bekannten Waldweg vom Hinweg angekommen. Hier geht es weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung in die Richtung des Ausgangspunktes. Noch einen ganz besonders schönen Platz kann man gleich am Ausgangspunkt entdecken. Tordurchfahrt_Weissig_kleinGleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Parkplatz befindet sich die schönste Toreinfahrt der Sächsischen Schweiz. Der steinerne Torbogen und die beiden riesigen Kastanienbäume sind ein besonders schöner Anblick. Wenn jetzt auch noch die beiden Gebäude dahinter wieder in einen ansehnlichen Zustand kommen würden, aber zum Glück sieht man sie von der Vorderseite fast nicht.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Weißig bei Thürmsdorf mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Weißig

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