Hohburkersdorfer Rundblick

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 10,50 km
Höhenunterschied:
ca. 261 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Lohmen - Kleingartenanlage - Dürres Gründel - Nicolaiweg - Schleifgrund - Kehlloch - Bruno Barthel Weg - gelber Strich - Basteistraße - Bruno Barthel Weg - Schulweg - Rathewalde - Freibad - blauer Strich - Zum Amselgrund - Zum Rundblick - Hohburkersdorfer Rundblick - Rennstrecke - Kaiserstraße - Hohburkersdorf - Brückenstraße - Langer Weg - gelber Punkt - Hohburkersdorfer Straße - Lohmen

Beschreibung:

Den Startpunkt habe ich an den ersten Parkplatz in der großen Kleingartenanlage von Lohmen gelegt. Gleich von dem Parkplatz geht ein Waldweg geradewegs auf die Fahrstraße zwischen Lohmen und der Bastei bzw. Rathewalde zu. Diese Straße muss nur überquert werden und dann steigt die Wanderung durch den Nicolaiweg ab. Auf der rechten Wegseite steht eine Informationstafel mit einer Erklärung zum Wegnamen: Nicolaiweg_Lohmen_kleinNicolaiweg im Nationalpark „Vordere Sächsische Schweiz“ durch das Dürre Gründel zum Brückwald führend; 1937 benannt nach CARL HEINRICH NICOLAI (1739 – 1823), seit 1797 Pfarrer in Lohmen, Verfasser des ersten Reisehandbuches über die Sächsische Schweiz (1. Auflage 1801). Zum Anfang verläuft der Weg noch durch einen normalen Wald, später steigt er in einen sehr schönen Grund ab. Der Grund ist relativ eng, so dass links und rechts die Felswände bis knapp an den Weg heranreichen. Die tiefste Stelle der Wanderung ist mit dem Schleifgrund an einer Wegkreuzung erreicht, an der man geradeaus wieder über einen angenehmen Waldweg aus dem Grund aufsteigt. Auf den letzten paar Metern macht der Waldweg ein seltsames Zickzack, welches man auslaufen sollte. Verführerischerweise biegt vorher schon eine Abkürzung nach links ab, die man aber getrost ignorieren sollte, da sie überhaupt keinen Vorteil bringt und eher noch die Wanderung in die falsche Richtung leitet. Oben auf dem breiten Forstweg angekommen, geht es ein kleines Stück von 50 Metern nach rechts, bis zur nächsten Abzweigung nach links. Der Weg führt durch einen dichten Wald bis zum Bruno-Barthel-Weg. Auch hier weist eine Tafel auf den Namensgeber hin. Der Inhalt dieser Informationstafel ist: Barthelweg von Uttewalde durch den Nationalpark „Vordere Sächsische Schweiz“ nach Rathewalde führend; 1956 benannt nach BRUNO BARTHEL (1885 – 1956), Mundarterzähler und Heimatforscher, Sohn eines Uttewalder Steinbrechers. Dem Bruno-Barthel-Weg folgt man also nach links. Diesem sehr angenehmen, mit dem gelben Strich gelber Strich markierten Weg geht es bis zur Basteistraße hinterher. Die Basteistraße hat 2011 einen richtig schönen Rad- und Wanderweg erhalten. Nicht nur, dass ein breiter Weg neben der Straße angelegt wurde, es wurden sogar noch ein paar unterschiedliche Alleebäume gepflanzt, die den Weg in ein paar Jahren besonders nett wirken lassen werden. Damit ist es dann auch nur noch halb so schlimm, wenn denn mal wieder der vordere Parkplatz an der Bastei wegen Überfüllung geschlossen ist und man am Anfang der Basteistraße parken muss. Immerhin kann man nun über einen schönen Weg wandern. Natürlich kann man die Strecke auch immer noch mit dem Shuttleservice absolvieren. Die Wanderung führt 400 Meter nach links auf diesem neuen Wanderweg, bis nach rechts der Bruno-Bartel-Weg mit der gelben Wanderwegmarkierung in Richtung Rathewalde abbiegt. Dieser Feldweg ist seltsamerweise asphaltiert und würde bestimmt auch als normale Hohburkersdorfer_Rundblick_von_Rathewalde_aus_kleinFahrstraße benutzt, wären da nicht irgendwo in der Mitte ein paar Poller. Auf halber Strecke zwischen der Basteistraße und Rathewalde befindet sich die neugebaute Kläranlage. Die Lage der Kläranlage ist ziemlich gut gewählt, denn damit wird kein Anwohner mit seltsamen Gerüchen belästigt. Wenn man nach links über die Felder hinwegsieht, entdeckt man oben auf dem Hang das Ziel der Wanderung: den Hohburkersdorfer Rundblick. Sieht man nach rechts über die Felder, sind die Schrammsteine, Lilienstein und Gohrisch gut zu sehen.
Die Wanderung führt in die Ortschaft hinein. Hier befindet sich an der linken Wegseite eine Hecke mit einer passenden Informationstafel dazu. Gleich neben dieser Benjeshecke ist eine nette Obstwiese mit einer weiteren Informationstafel zu Obstwiesen ohne Monokulturcharakter. Kurz hinter der Wiese findet man das Freibad von Rathewalde. An der Zufahrt zum Schwimmbad stehen auch noch einige Informationstafeln mit den Themen Bienenvölker, Aufgaben der Forstwirtschaft, Fischarten und Nadelbäume. Als ich an einem richtig schönen Frühjahrstag an dem Schwimmbad vorbeispazierte, war gerade eine Dame auf einer der Liegewiesen Gras am zusammenharken. Sie rief mir über den Zaun zu, dass das Bad geöffnet und das Teich_bei_Rathewalde_kleinWasser „schon“ 17° hätte. Diese Temperatur erschien mir bei mehr als 25° Außentemperatur allerdings nicht gerade als besonders einladend. Rechts neben dem Schwimmbad befindet sich ein größerer Teich, der ganz nett zu einer kleinen Rast einlädt. Danach geht die Wanderung bis zur nächsten größeren Straße (Zum Amselgrund) und dort geht es nach links die Dorfstraße nach oben.
Nach den ersten paar Metern Aufstieg muss man die Hohburkersdorfer_Rundblick_kleinrelativ vielbefahrene Hohnsteiner Straße überqueren und dann weiter dem blauen Strich blauer Strich folgen. Am Ortsausgang befindet sich die Grenze zwischen Sandstein und Lausitzer Granit und genau darüber informiert ein kleiner Platz mit ein paar Beispielsteinen. Der markierte Wanderweg führt hinauf bis zum Hohburkersdorfer Rundblick. Von hier oben hat man eine ziemlich gute Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Netterweise sind hinter der Mauer zwei Aussichtsplattformen, so dass auch kleinere Mitmenschen die Aussicht perfekt genießen können. An dem riesigen Gedenkstein befinden sich vier Tafeln. Auf drei Tafeln sind Namen von Opfern der zwei Weltkriege zu lesen und die vierte Tafel erklärt ein paar Hintergründe und Fakten zu dem Denkmal.

Hohburkersdorfer_Rundblick_Panorama_klein

Die Wanderung steigt auf der nördlichen Seite wieder von der Aussicht herunter. Der Weg ist angenehm und erreicht bald die riesig breite Landstraße zwischen Hohburkersdorf und der Hocksteinschänke. Dass diese Landstraße so wahnsinnig ausgebaut ist, liegt daran, dass hier eigentlich eine große Rennstrecke entstehen sollte. Der Baubeginn war 1933 und die Einweihung am 26. April 1939. Auch vor dieser Zeit gab es auf der noch nicht ausgebauten Strecke schon das Hohnsteiner Bergrennen, aber erst mit der ausgebauten Strecke sollten richtig schnelle Rennen stattfinden. Die Strecke ist zwischen 12 und 24 Meter breit und man hat sich beim Bau die großen Rennstrecken der Welt als Beispiel genommen. Die Rennstrecke war genau 10 Kilometer lang und anhand des Namens, Deutschland-Ring, kann man schon erahnen, dass man in Dritten Reich Größeres mit der Rennstrecke vorhatte.  Auf der Strecke haben allerdings niemals richtige Rennen, ausgenommen von ein paar illegalen, stattgefunden. Dass die Strecke nach rechts (also in Richtung Hockstein/Hohnstein) so gewaltig breit ist, liegt daran, dass dort die Startbahn und die Montagehalle (heutzutage würde man da vermutlich Boxen dazu sagen) sein sollten. Für diese Wanderung hat die ehemalige Rennstrecke den großen Vorteil, dass die Überquerung der Straße durch den hervorragenden Überblick sehr einfach ist. Kirchallee_Lohmen_kleinAuf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es auf einer Zufahrt runter nach Hohburkersdorf. Das letzte Stück der Wanderung erfolgt nach rechts unter der Brücke der Rennstrecke entlang und dann immer weiter geradeaus. Zum Anfang geht es über einen Feldweg mit ziemlich guter Aussicht nach Stolpen_von_Hohburkersdorf_aus_gesehen_kleinStolpen und dann verschwindet der Weg im Wald nordöstlich von Lohmen. Als ganz besonders schöne Wanderzeit hat sich das Frühjahr bzw. die Kirschblüte herausgestellt, weil dann die Alleebäume in der Kleingartenanlage blühen und damit dann sehr schön weiß leuchten. Damit ist eine Wanderung zu Ende gegangen, die mich vollkommen überrascht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass die Runde so viel Abwechslung und solche tollen Aussichten liefert.

Ein Gedanke zu „Hohburkersdorfer Rundblick“

  1. Eine wirklich nette Runde! Auch wenn der Weg, der an der tiefsten Stelle des Nicolaiweges nach links abbiegt und entlang des Kehllochbaches verläuft, schon seit geraumer Zeit gesperrt sein muss. Man kann ihn zwar noch ohne Klettereinlagen begehen, aber an einigen Stellen hat der Zahn der Zeit (wahrscheinlicher aber das Hochwasser des Baches) deutlich an ihm genagt. An beiden Enden des Weges sind Sperren in Form einfacher Querbalken aufgestellt. Davon muss man sich zwar nicht abhalten lassen, zumal auch kein Schild die Gründe der Absperrung erklärt. Aber über den Brückwaldweg könnte man das ca. 1 km lange gesperrte Stück umgehen.

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