Amselgrund/See

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 5,50 km
Höhenunterschied:
ca. 250 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Oberrathen - Elbe - Fähre - roter Strich - Niederrathen - blauer Strich - Bastei - Gansweg - Schwedenlöcher - Amselgrund - Amselsee - grüner Strich - Niederrathen - Elbe - Fähre - Oberrathen

Amselgrund/See

Schaufelraddampfer_MeissenDie Wanderung beginnt auf der rechten Elbeseite, am großen Parkplatz in Oberrathen. Von dort geht es zur kleinen Gierseilfähre, die einen am laufenden Band auf die andere Elbeseite bringt. Zuerst habe ich nicht ganz verstanden, warum die Fähre von Zeit zu Zeit so seltsam wartet. Aber eigentlich ist das ganz einfach. Wenn sich ein anderes Schiff angekündigt hat, dann darf die Fähre nicht auf der linken Elbeseite sein, da sonst das Gierseil quer durch die Elbe gespannt ist. Die Überfahrt kostet für Hin- und Rückfahrt 1,30 €. Von der Schiffsanlegestelle geht es hoch in den Ort, bis die ersten Straße nach links geht. Diese kleine Straße geht es nur 50 Meter entlang, um dann wieder nach links abzubiegen. Hier ist die Bastei ausgeschildert und außerdem ist der Weg mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Der Weg steigt, über eine fast unbegrenzte Zahl Stufen, hoch zur Bastei an.
Amselsee_kleinMan kommt zur Bastei von der Seite der Felsenburg Neurathen. Diese Felsenburg und alles was darum ist, habe ich auf der Wanderung Bastei einigermaßen ausführlich beschrieben. Falls man es also noch nicht gesehen hat, dann sollte man sich unbedingt auch die Felsenburg Neurathen ansehen. Alleine für den schönen Blick runter zur Freilichtbühne Rathen lohnt sich der Eintritt. Vom Ein- bzw. Ausgang der Felsenburg geht es über die eigentliche Brücke der Bastei und den Hotelkomplex vorbei in die Richtung des Parkplatzes. Damit man aber nicht den Touristenströmen hinterher latschen muss, geht man gleich hinter dem Hotel nach recht auf dem Wanderweg parallel zur Straße auf dem blauen Strich weiter. Amselsee-Staumauer_kleinAuch wenn dieser Wanderweg die Ausmaße einer Wanderautobahn hat, sind im Verhältnis zur Straße fast keine Wanderer unterwegs. Der Weg entfernt sich bald von der Straße und führt auf die andere Seite des Felsenkessels. Kurz bevor der markierte Weg die Schwedenlöcher runter geht, hat man noch einmal die Chance von einer Aussicht an der Felskante auf die Bastei zu blicken.
Der Weg geht durch eine sehr ruhige Schlucht runter ins Tal. Im Tal angekommen geht es über den Grünbach drüber und dann nicht mehr dem markierten Weg hinterher, sondern talabwärts nach rechts. Nach kurzer Strecke erreicht man die Wegmarkierung grüner Strich grüner Strich, die aber auch nur weiter den Bach nach unten verfolgt. Ab der Brücke, an der der grüne Strich zum Wanderweg dazustößt, beginnt auch der Amselsee. Dieser 600 Meter lange See ist ein kleiner idyllischer See, der zum Verweilen einlädt. Egal, ob man dem Treiben auf dem See nur zusieht, oder ob man sich selber ein Boot ausleiht und eine Runde auf dem See rumpaddelt. Amselsee_und_Lokomotive_kleinEs ist sehr beeindruckend die Felsen um sich herum in einer Kahnfahrt zu genießen. Vom Amselsee geht es an einigen Fischteichen vorbei, immer weiter das Tal hinunter. Die Wegmarkierung verlässt den Talweg, wir gehen aber weiter talabwärts. In der Ortschaft Rathen geht es auch weiterhin dem Bach nach, also nach rechts, bis man wieder die kleine Fähre erreicht.
Auf der anderen Elbeseite gibt es gleich neben dem Parkplatz noch eine tolle Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Klanggarten. Schon vor einem Jahr habe ich das Ding im strömenden Regen besucht und da hat es mir überhaupt nicht gefallen. Jetzt war sehr schönes Wetter und außer uns war nur noch eine Familie dort. Es ist sehr angenehm, dieses schöne Panorama mit der Musik von allen Seiten zu genießen.

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    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Kurort Rathen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Rathen Elbeparkplatz
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00 €

Eisiger Amselfall

Die schönste Jahreszeit, um zur Bastei zu wandern, ist der Winter. Auch die restlichen Jahreszeiten sind eigentlich ganz nett und man hat die fantastische Aussicht, die man ohne jegliche Anstrengung erreichen kann, aber dann ist man meistens mit ein paar hundert anderen Leuten hier. Im Winter trifft man nur vereinzelte Besucher, die an zwei Händen abgezählt werden können. Nicht, dass jetzt irgendjemand denkt, ich wäre menschenscheu, dem ist ganz sicher nicht so, aber ich finde, die Natur kann man besser in Ruhe genießen.
Deshalb habe ich diese Wanderung zum meist besuchten Platz der gesamten Sächsischen Schweiz im Winter unternommen. winterliche_Kirche_Rathewalde_kleinDamit es nicht ein einfaches Hinfahren, Gucken, Wegfahren wird, liegt der Startpunkt in Rathewalde. Genauer gesagt bietet sich ganz hervorragend der Parkplatz am oberen Ende des Amselgrundes bzw. unterhalb der Dorfkirche an. Da es zuerst zur Bastei gehen soll, wandert man oberhalb des Amselgrundes (auf der rechten Seite) der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich hinterher. Lindenhof_Rathewalde_kleinHier steigt die Fahrstraße zuerst noch ein paar Meter an, aber die paar Höhenmeter fallen eigentlich kaum auf. Die Straße heißt bis zum Lindenhof Basteiweg. Leider steht der riesige Bauernhof heutzutage (Anfang 2011) leer bzw. wird nicht mehr genutzt. Da er aber doch hervorragend gepflegt aussieht, bestehen noch gute Hoffnungen, dass die tollen Balkone an den Gebäudeecken erhalten werden.
Hinter dem Lindenhof folgt man weiterhin der gelben Wanderwegmarkierung und hier geht es ein paar Höhenmeter (30 m) abwärts. Schon nach wenigen Metern passiert man eine kleine Brücke, von der man einen netten Blick nach unten in den Amselgrund und auf eine andere kleine Steinbrücke hat. Durch die gerade passierte Senke läuft ein wirklich unscheinbares Rinnsal, das aber seltsamerweise einen riesigen Durchlauf an der Brücke bekommen hat. Der Grund dafür ist sehr einfach zu erkennen, wenn man von dem Weg nach rechts schaut. Hier liegt nicht nur die breite Senke, sondern auch noch oberhalb eine größere Felderebene, auf der bei einem kräftigen Schauer ordentliche Wassermassen zusammenkommen. Der Amselgrund ist in der Vergangenheit schon mehrmals von dicken Regengüssen heimgesucht und die Gebäude sind gewaltig in Mitleidenschaft gezogen worden. Irgendwann hat der Wegebauer in der Senke anscheinend beschlossen, den Bachdurchlauf etwas stabiler und größer zu dimensionieren, damit der Weg nicht immer wieder neu angelegt werden muss.
Hinter der Senke geht es wieder ein paar wenige Meter hoch und man erreicht zwei Häuser. Nachdem man diese passiert hat, betritt man den Wald und die Wanderung geht auf dem super bequemen Rathewalder Fußweg weiter. Auch im Winter ist dieser Waldweg sehr gut zu gehen, da hier auch ein paar andere Wanderer den Weg kennen. So erreicht man ohne besonders große Mühe die Basteistraße, vor der man aber wenige Meter davor nach links abbiegt. Der Weg parallel zur Basteistraße ist immer noch mit dem gelben Strich markiert und man kommt sehr angenehm bis zur Bastei. Auch wenn man fast 1 ½ Kilometer parallel zur Straße wandert, so merkt man diese (zumindest im Winter) überhaupt nicht.
Erst auf den letzten paar Metern vor den ersten Gebäuden der Bastei tritt man auf die Basteistraße, die an dieser Stelle aber nur noch von Anliegern der Gaststätten und dem Hotel befahren wird und es geht immer noch geradeaus. winterliches_Schweizerhaus_Bastei_kleinEin paar Meter hinter dem Hotel auf der linken Seite steht das Schweizerhaus. Hierin befindet sich eine wirklich schöne Ausstellung des Nationalparks zum Thema Maler in der Sächsischen Schweiz. Da es sich bei dieser Wanderbeschreibung um eine Winterrunde handelt, kann man die Ausstellungsräume natürlich auch ganz hervorragend zum kostenlosen Aufwärmen benutzen.
Wenn man dann in Richtung Basteibrücke weiter wandert und dort auf einmal der Zugang zur Brücke oder der oberen Aussicht durch Eis spiegelglatt ist, dann sollte man sich darauf einstellen, dass der weitere Weg sehr anstrengend werden kann. Ich bin jetzt schon mehrere Male im Winter auf der Bastei gewesen und habe dabei schon so manche Schlitterpartie zu den tollen Aussichten unternommen. Die Treppen zur Basteibrücke oder zur Felsenburg Neurathen sind manchmal ziemlich glatt, aber hier können die einzelnen Geländer sehr gut helfen. Viel gemeiner ist, wenn die Aussicht ins Elbtal vereist ist. Die Stelle ist nicht gefährlich, denn das Geländer ist dicht, aber hier spinnt das Gehirn und kann so manche Mutti kurz vor den Nervenzusammenbruch bringen. winterliches_Rathen_Bastei_kleinDafür wird man dann mit einer wirklich wunderbaren Aussicht auf eine gepuderte Landschaft (Elbtal) belohnt Blick_ueber_Wehlgrund_auf_Gaense_klein. Noch eine weitere sehr schöne und dazu noch einfach zu erreichende Aussicht befindet sich auf dem Rückweg gleich an der Andenkenbude. Hier kann man schön über das Tal des Wehlgrundes (warum heißt der Grund eigentlich so? Wehlen liegt doch ganz woanders) auf die Gansfelsen blicken.
Also wie schon gesagt, wenn es hier oben schon glatt ist, dann kann der jetzt kommende Teil der Wanderung eine ziemliche Herausforderung werden. Dazu geht man zuerst wieder ein Stück zurück auf der Basteistraße, bis nach rechts die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich abbiegt. Hier werden auch schon nach wenigen Metern die letzten Besucher der Bastei allein gelassen und man wandert in die Richtung der Schwedenlöcher. Die ersten paar hundert Meter bis zu einer Schutzhütte mit ein paar Sitzgelegenheiten erfolgen auf einem sehr angenehmen Waldweg. Danach geht es in die eigentlichen Schwedenlöcher hinunter. Wenn man hier auf den ersten Metern eine geschlossene bzw. glatte Oberfläche antrifft, dann sollte man ernsthaft darüber nachdenken, die Wanderung anders herum fortzusetzen. Als ich die Wanderung durchgeführt habe, waren die Stufen hier nicht sichtbar und der Untergrund war ordentlich glatt. Irgendwelche netten Mitmenschen haben diese Schlucht als Rodelbahn mit ein paar Poporutschern zweckentfremdet und vermutlich ordentlich Spaß daran gehabt. vereiste_Treppe_Schwedenloecher_kleinIch hatte die ganze Strecke abwärts die Hoffnung, dass das Glatteis weniger wird und die Schlucht endlich zu Ende ist. winterliche_Schwedenloecher_Bastei_kleinAber leider zog sich der Abstieg mindestens genauso lang wie im Sommer der Aufstieg. Zwischendurch habe ich mal versucht, die Stufen einfach auf dem Hintern hinunter zu rutschen, aber irgendwie wurde ich immer schneller und so richtig unter Kontrolle hatte ich die Abwärtsbewegung dann auch nicht mehr. Aber wenn die Schwedenlöcher mit einer Schneedecke verschönert sind, dann sieht der Grund wunderbar aus und man muss immer wieder den Blick nach oben heben.
Egal um welchen Grund es sich handelt, irgendwann kommt man am tiefsten Punkt an und dann geht es wieder aufwärts. Für mich war es klar, dass der Weg nach oben besser zu gehen sein muss als der Abstieg. winterliche_Amselfallbaude_kleinSo die Theorie. Als ich dann endlich den Grünbach und damit den Amselgrund erreicht hatte und diesen nach links aufsteigen wollte, musste ich mit Schrecken eine Sprungschanze aus Schnee mitten auf dem Weg entdecken. Oh nein, auch dieser Weg war glattpoliert! Dadurch, dass der Aufstieg bis hoch zum Amselfall viel breiter ist als der Pfad durch die Schwedenlöcher, war dieses Stück noch ganz gut zu bewältigen. eisiger_Amselfall_kleinAuch wenn es ein ganz hervorragendes Wanderwetter war, war kein anderer Mensch am Amselfall anzutreffen. So konnte ich den eisigen Amselfall bestaunen. Irgendwie sieht der gefrorene Wasserfall im Winter viel imposanter aus als das Rinnsal vom Sommer.
Nach diesem sehr schönen ruhigen Punkt steigt die Wanderung weiter aus dem Amselgrund heraus. Blöderweise erfolgt der Aufstieg jetzt über einen schmaleren Pfad und der war wieder vollkommen glatt. Wenn denn ein Weg in der Sächsischen Schweiz mit Stufen ausgestattet ist, dann hat er normalerweise eine gewisse Steigung und damit wird es schwierig, den Weg hoch zu kommen, wenn es gewaltig glatt ist. Erst nach ein paar hundert Metern wird der Weg flacher und breiter und damit dann auch wieder angenehmer. Jaegerklause_Rathewalde_kleinBald ist dann wieder der bekannte Graben auf der linken Wegseite mit seinen Bachbrücken erreicht und man kann feststellen, dass der Weg oben eine genau so große Durchflussöffnung hat. Felshaeuschen_Rathewalde_kleinNach vorne, in Richtung Rathewalde, kommt auch schon die Loch-Mühle (Alte Mühle) und damit die putzigen Gebäude links und rechts am Felsen. Komischerweise bilden sich hier oben an den Felswänden immer richtig dicke Eiszapfen und manche davon leuchten mit wunderbar klarem Eis. Das sieht ganz besonders schön bei Sonnenschein aus.
Bald ist auch das letzte Stückchen des Aufstieges geschafft und damit der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht. Eigentlich handelt es sich um eine sehr schöne Wanderrunde, aber sie ist bei festgetrampeltem Schnee überhaupt nicht zu empfehlen, da der Weg durch die Schwedenlöcher eine übelste Schlitterpartie ist. Die Aussicht von der winterlichen Bastei und der eisige Amselfall können leider dieses Problem nicht wettmachen und deshalb muss ich von dieser Runde eigentlich abraten.

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Felsschluchten

Der Startpunkt dieser Wanderung ist der Parkplatz in der Ortsmitte von Rathewalde. Dieser Parkplatz ist nicht gerade riesig, aber bis jetzt habe ich hier immer ein Plätzchen gefunden. Lochmuehle_kleinDer Wanderweg geht neben der Gaststätte den Berg hinunter. Riemenantrieb_Lochmuehle_kleinEr ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und man wandert mit einem gleich bleibenden Gefälle bergabwärts. Gleich im Anfangsbereich kommt man an der Rathewalder Mühle (auch Lochmühle genannt) vorbei. Diese Mühle hat wieder eine Privatperson gekauft und dieser Inhaber ist jetzt schwer damit beschäftigt, die Gebäude herzurichten. Für eine einzelne Person bzw. Familie ist das ein wirklicher Gewaltakt und wenn außerdem noch eine Gaststätte gleichzeitig betrieben werden sollJaegerklause_Lochmuehle_klein, dann dauert eine solche Sanierung halt ein bisschen länger. Das Wohn- und Gaststättenhaus sieht inzwischen schon ganz gut aus, die alten Forellen- bzw. Mühlteiche sind zum Teil schon wieder ausgegraben und das ehemalige Mühlenhaus ist von allem Schutt befreit. Der Abstieg erfolgt am sogenannten Grünbach. Warum auch immer der Bach diesen Namen erhalten hat, meiner Ansicht nach wäre der logischere Name Amselbach gewesen, weil der Bach den Amselfall und den Amselsee speist. Amselfall_von_oben_kleinDer Amselfall ist das nächste Ziel. Hier gibt es schon wieder die Möglichkeit, sich zu erfrischen, was aber nicht so wirklich interessant sein sollte, wenn man bis jetzt nur ein paar Meter den Hang herunter gegangen ist. In der ersten Etage des Hauptgebäudes befindet sich eine Informationsstelle des Nationalparks Sächsische Schweiz. Der anwesende Nationalparkranger ist sehr freundlich und freut sich über jegliche Frage. An dem Ort befindet sich, wie der Name schon sagt, natürlich auch der kleine Wasserfall. Er ist nicht gerade der Niagarafall, aber ich habe schon Bilder von ihm im Winter gesehen, wo er zu einer riesigen Eissäule gewachsen war.
Der Weg geht weiter in die erste Schlucht runter. Ungefähr 300 Meter hinter dem Amselfall verlässt der blau markierte Wanderweg unsere Strecke. Wenn man der Wegmarkierung folgen würde, dann würde man durch die beeindruckenden Schwedenlöcher zur Bastei aufsteigen. Das ist aber für diese Wanderung nicht vorgesehen, da der Aufstieg in den Schwedenlöchern ziemlich anstrengend ist, sondern ist es geht weiter zum Amselsee. Auf diesem kleinen Stausee kann man sich kleine Ruderboote mieten und eine romantische Runde auf dem See drehen. Die Ruderrunde ist natürlich nur dann romantisch, wenn nicht gerade mal wieder eine Schulklasse hier einfällt und ausprobiert, ob man das Geschrei auf der Bastei hören könnte. Der Wanderweg war zwischendurch tatsächlich ohne jegliche Markierung, aber ab dem Amselsee ist der Weg durchs Tal mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Der Weg führt hinter dem Amselsee an einigen Forellenteichen und der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes vorbei. Kurz vor der Ortschaft Rathen verlässt auch die grüne Wegmarkierung wieder unsere Strecke und es geht dann hinein in den Ort. Rathen ist aus meiner Sicht die Ortschaft, die sich am meisten in der Sächsischen Schweiz auf Touristen eingestellt hat. Die Hauptstraße ist gepflastert mit typischen Touristenläden. Kurz hinter dem Hotel und Restaurant “Amselgrundschlösschen” (www.amselgrundschloesschen.de) geht es nach rechts bis zur Elbe runter. Auch das Elbetal ist passend zum Namen der Wanderung eine Schlucht, nur dass diese Schlucht ein ganzes Stück breiter ist. Trotzdem ist der Blick über die Elbe wunderbar und wenn man besonderes Glück hat, sieht man einen von den alten Schaufelraddampfern, die ganz besonders gut zu dieser Kulisse passen.
Der weitere Weg geht nach rechts, also der Elbe nach. Kurz hinter dem letzten Haus von Rathen bieten sich zwei unterschiedliche Wege an. Der Weg auf dem asphaltierten Rad/Fußweg oder an den Steinbrüchen auf dem Haldenweg. Der Rad/Fußweg hat die beiden Vorteile, dass die Wandergeschwindigkeit höher und die Aussicht auf die Elbe besser ist. Mein Favorit ist aber der Haldenweg, auch wenn man ungefähr eine ½ Stunde länger braucht. Auf dem Haldenweg herrscht immer eine sehr angenehme Ruhe, es gibt keine störenden Radfahrer und außerdem kann man noch an einigen Stellen historische Bearbeitungsspuren von den Steinbrüchen sehen. Beide Wege treffen im vorderen Teil von Stadt Wehlen wieder aufeinander und es geht auf der Promenade weiter in Richtung des Zentrums. Neben der Kirche verlässt der Wanderweg das Elbeufer und es geht auf den Markplatz. Dieser Platz hat irgendwie etwas Südländisches. Die Leute können in Cafes draußen sitzen, es gibt mehrere Eisdielen, irgendwie stehen im Sommer immer eine ganze Horde Leute hier rum und wenn man Glück hat, dann finden sogar Veranstaltungen auf der Bühne statt.
Der weitere Weg geht diagonal über den Markt und dann ungefähr 40 Meter den Berg hoch auf der Lohmener Straße. Diese Straße ist die Zufahrtsstraße von Stadt Wehlen. Nach den besagten 40 Metern biegt nach links eine Gasse mit dem Namen Schreiberberg ab. Diese Gasse steigt relativ steil den Berg hoch, aber durch sie zu wandern ist immer noch besser, als auf der Lohmener Straße den Berg hoch zu kriechen. Nach ungefähr 140 Metern erreicht man die Lohmener Straße wieder und man muss ca. 70 Meter auf der Straße bergauf gehen, dann biegt nach rechts die Buschholzstraße ab. Nur auf den ersten paar Metern stehen noch ein paar Häuser, nach kurzer Strecke geht der Weg in einen Waldweg über. Dieser Aufstieg aus dem Elbetal ist das anstrengendste Stück auf der ganzen Wandertour, aber bei weitem nicht unangenehm anstrengend. 250 Meter hinter dem Waldrand verlässt man den breiten Waldweg und geht nach rechts in die ausgeschilderte Richtung Teufelsgrund/Heringshöhle. Der Weg verläuft auf ziemlich gleich bleibender Höhe ein paar Meter und nach 100 Metern hält man sich links. Dadurch kommt man automatisch zu den Treppen, die runter in den Teufelsgrund führen. Der Teufelsgrund ist eine sehr ruhige Schlucht, die schon einen Vorgeschmack zu den nächsten Kilometern liefert. Nachdem man ein paar Meter die Teufelsschlucht runter gegangen ist, kann man nach rechts einen netten Abstecher zur Eingang_Herringshoehle_kleinHeringshöhle unternehmen. Um zu der Höhle zu gelangen, verläuft der Pfad zwischen ein paar Felsen und unter mindestens zwei Felstoren hindurch. Die Strecke macht Kindern riesig viel Spaß, genauso wie die Heringshöhle. Die Höhle ist einfach zu finden und hat einen Eingang und einen Ausgang an anderer Stelle.
Nach diesem kleinen Ausflug, den man sich aber nicht entgehen lassen sollte, gehen die letzten paar Meter den Teufelsgrund herunter, bis zum rot markierten Wehlener Grund roter Punkt. Diesem Grund folgt man die nächsten 300 Meter, bis auf der rechten Seite ein sehr auffälliger Felsen liegt. Der Felsen hat einige Inschriften und auch ein paar eingemeißelte Tafeln. Diese Felsmurmel wird Freundschaftsstein genannt und ist für diese Wanderung das Zeichen, nach links in den wunderschönen Uttewalder Grund abzubiegen. Der Weg ist mit dem grünen Strich grüner Strich markiert und schlängelt sich durch eine wirklich sehenswerte Felsenlandschaft. Nach ein paar Metern durch den Grund erreicht man die Gaststätte Waldidylle, in der man sich in einer Art Biergarten erfrischen kann. Dieser Biergarten ist ein herrlich ruhiger Ort und hat nicht mit dem lauten Trubel eines normalen Biergartens zu tun. Da die Gaststätte noch mit dem Lieferwagen zu erreichen ist, war der Weg bis hierhin noch relativ breit, ab der Gaststätte ist der Weg durch die Schlucht nur noch ein breiterer Pfad. Obwohl der Uttewalder Grund eine wirklich fantastische Schlucht ist, die an allen möglichen und unmöglichen Stellen erwähnt wird, so ist die Besucherzahl hier unten wirklich gering. Vermutlich, weil diese Schlucht nicht ganz so einfach zu erreichen ist. Caspar_David_Friedrich_Felsentor_kleinIm Uttewalder Grund befindet sich auch die Stelle, an der Caspar David Friedrich das bekannte Felsentor gezeichnet hat.
Unter diesem Felsentor geht es durch und dann die Schlucht weiter. Hinter dem Caspar-David-Friedrich-Felsentor kreuzt der gelb markierte Wanderweg und spätestens ab hier trifft man in der Schlucht, die ab hier Schleifgrund_kleinSchleifgrund heißt, niemanden mehr an. Der Weg ist weiterhin noch mit dem grünen Strich markiert. Erst kurz vorm Ende des Grundes verlässt der markierte Weg die Wanderstrecke. Es geht noch ein kleines Stück, ca. 90 Meter, weiter geradeaus und dann steigt man nach rechts aus der Schlucht hinaus. Der Weg hat eine sehr angenehme Steigung und kommt nach einer Spitzkehre auf den Forstmeisterweg. Diesem Forstweg folgt man ein ein kleines Stück nach rechts, um dann gleich wieder nach links abzubiegen. Hier steht einer der vielen Wegweiser mit dem nächsten Ziel: Rathewalde. Nach einem Streifzug durch einen ziemlich dichten Wald erreicht man den Bruno-Barthel-Weg. Der Name des Weges stammt von einem Bruno Bartel (1885 – 1956), Mundarterzähler und Heimatforscher, Sohn eines Uttewalder Steinbrechers, und führt von Uttewalde durch den Nationalpark Vordere Sächsische Schweiz nach Rathewalde. Er ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und führt die Wanderung zum Ausgangspunkt in Rathewalde zurück.

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Gamrig

Der Startpunkt für die Wanderung Gamrig ist der obere Parkplatz am Ziegenrücken. Wem der Name Ziegenrücken nicht sagt, es ist die Straße zwischen der Hocksteinschänke/Rathewalde und Waltersdorf. Die Namensgebung für die Straße ist im Frühjahr 2006 sehr zutreffend, da der Straßenverlauf jetzt nicht nur die Form eines Ziegenrückens hat, sondern die Ziege vollkommen verhungert sein muss, da man jeden Rückenwirbel der Ziege merkt. Die Straße hat im Verhältnis zu sonst schwere Frostschäden und ist übersäht mit richtigen Löchern. Quer über den Parkplatz verläuft die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich. Steintrog_oberhalb_Amselgrund_kleinDieser Markierung folgt man über die Straße und dann auf dem Knotenweg runter zum Amselsee. Amselsee_mit_Booten_kleinAuch wenn der Weg ungefähr 150 Höhenmeter nach unten geht, so ist das Gefälle äußerst angenehm. Zwischendurch kömmt man an einer der Kernzonen der Sächsischen Schweiz vorbei. Wenn man an dem Hinweisschild für die Kernzone in den Wald sieht, dann entdeckt man ungefähr 30 Meter neben dem Weg einen seltsamen Steintrog. Irgendwie muss das Ding was besonderes sein, da auch noch acht Steinsäulen drum herum stehen. Der Weg geht danach am Amselsee entlang und bis in die Ortschaft Rathen hinein.
Ab Rathen verfolgt die Wanderung die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt. Der Wanderweg geht zuerst in Rathen nach links auf der Fahrstraße durch die Ortschaft und steigt dann weiterhin auf der Fahrstraße aus dem Elbetal hinaus. Auf der Fahrstraße dürfen nur Fahrzeuge fahren, die auch Anlieger für Rathen sind und das sind zum Glück nicht so besonders viele. Zwischendurch sollte man sich unbedingt auch mal umdrehen, da mindestens an der Margaretenhöhe eine erstklassige Aussicht auf die Bastei und Felskette Feld-/Honigstein herrscht. Kurz bevor die Anliegerstraße aufhört und in eine normale Fahrstraße übergeht befindet sich links der Gamrig. Gamrig_Felsen_kleinEine Informationstafel erklärt ein paar Sachen zum Gamrig und der Umgebung. Zuerst sollte man sich die Gamrighöhle ansehen. Dazu geht es rechts neben der Informationstafel direkt zum Felsen hoch. Die Höhle befindet sich gleich am Felsenfuß und ist für Sächsische Verhältnisse schon relativ groß. Überraschend an dieser Höhle ist die große Menge an Sand auf dem Boden. Es ist ein sehr feiner Sand, den man noch Tage später in den Schuhen wieder findet. Auf der rechten Seite der Höhle befinden sich zwei Kletterhaken. Gamrig_Ausblick_Richtung__Bastei_kleinWer auch immer sich hier in einem Meter Höhe abseilen wollte, vermutlich ist es ein Anschauungsobjekt von irgendeiner Kletterschule. Für mich war es sehr interessant wie stabil diese Haken im Felsen steckt. Von der Höhle geht es wieder bis zur Straße zurück und dann auf der anderen Seite der Informationstafel zum Gamrig hoch. Der Aufstieg erfolgt über einige Stufen. Von diesem Aufstieg kann man links und rechts zu den Kletterfelsen des Gamrig blicken und anscheinend ist der Felsen äußerst beliebt unter Kletterern. Auf dem Felsen angekommen bietet sich ein sehr schöner Panoramablick. Was mich immer wieder verwundert, ist dass ich schon mehrere Male hier oben gewesen bin, aber noch nie irgendjemand anderes außer mir hier war. Entweder habe ich besonderes Glück gehabt oder der Felsen wird von den restlichen Wanderern ignoriert. Aus meiner Sicht ist das aber vollkommen unberechtigt, da die Aussicht wirklich schön ist. Im Gegensatz zu fast allen anderen Felsen der Sächsischen Schweiz haben die Felsen des Gamrig in zweifacher Hinsicht ein anders Aussehen. Einerseits sehen die Felsen deutlich danach aus, als ob eine riesige Anzahl Schichten übereinander gelegt worden sind und die Form der Felsen haben eher was mit einer riesigen Tröpfelburg zu tun. Hier hat bestimmt in weit vergangenen Zeiten ein Riese eine große Sandburg als Strandspiele bebaut.
Vom Gamrig geht es wieder den Felsen herunter bis zum Wanderweg. Diesen geht es nach rechts auf dem unmarkierten Weg. Nach ungefähr 160 Metern biegt man auf einem Wanderweg nach rechts ab. Der Weg führt den Hang hinunter und erreicht im Mordgrund den rot markierten Wanderweg roter Strich. Gamrighoehle_kleinDiesen Weg geht es nach rechts, um wieder aus dem Grund heraus zum unteren Teil des Ziegenrückens aufzusteigen. Die Straße des Ziegenrückens muss auch diesmal nur überquert werden und dann geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite ins Polenztal herunter. Unten im Polenztal angekommen wandert man auf dem schon bekannten roten Punkt roter Punkt nach links weiter. Hocksteinhoehlen_kleinDas Polenztal ist einer der schönsten Täler der Sächsischen Schweiz. Der Bach schlängelt sich sehr nett durch die Felsen, wobei der Wanderweg die ganze Zeit sehr angenehm neben dem Bach verläuft. Die Wanderung geht insgesamt 2,6 Kilometer, bis kurz hinter das Gasthaus Zum Polenztal, am Bach entlang. Ein paar Meter hinter dem Gasthaus, am dem man sich sehr nett draußen hinsetzen kann, wird die rote Wegmarkierung verlassen und es geht nach links auf der grünen Markierung grüner Strich weiter. Der Aufstieg ist ausgeschildert mit dem Hockstein als nächste Zwischenstation. Zuerst erfolgt der Aufstieg über eine breitere Treppe, bis zum Fuße des Felsens. Am Felsen geht es ein paar Meter entlang und dann kommt der viel interessantere Teil des Aufstiegs. Ausgang_Wolfsschlucht_kleinEinstieg_Wolfsschlucht_kleinBevor man sich aber in diese Felsspalte begibt, sollte man noch ein paar Meter (höchstens 10 Meter) am Felsen weiter gehen. Es geht um den Felsen herum und dann steht man vor einer breiten Höhlenöffnung. Die so genannte Hocksteinhöhle ist eine der größeren Höhlen der Sächsischen Schweiz und so einfach zu erreichen, dass man mal kurz vorbeischauen sollte. Danach geht es dann aber endlich an den weiteren Aufstieg. Die Wolfsschlucht, durch die der Aufstieg erfolgt, ist sehr eng und nicht dafür geeignet, dass auch noch Gegenverkehr unterwegs ist. Eine einzelne Person kann sich an drei Stellen in die Ecke quetschen, wenn man aber mit mehreren Personen unterwegs ist, sollte man vor dem Einstieg kurz lauschen, ob mehrere Wanderer womöglich entgegen kommen. Steinbruecke_Hockstein_kleinPolenztalschaenke_vom_HocksteinAuf dem Hockstein angekommen, hat man eine fantastische Aussicht ins Polenztal. Wirklich winzig sieht die Gaststätte “Zum Polenztal” von der vorderen Aussicht aus. Auf dem Hockstein kann man immer noch Spuren von der alten Felswarte entdecken. Der Aufstieg, als auch die Überquerung des Hocksteins ist immer noch mit dem grünen Strich markiert und auf dieser Wanderwegmarkierung geht es auch weiter. Gleich hinter der Felswarte Hockstein kommt man über eine steinerne Brücke, die so aussieht, als ob sie das Modell für die Basteibrücke gewesen ist. Die Brücke wird auch Teufelsbrücke genannt. Der Weg geht ein paar Meter geradeaus und biegt dann, weiterhin auf der grünen Markierung, nach links ab. Die letzten Meter verlaufen auf einem normalen Waldweg bis zum Parkplatz zurück.

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Genußwanderung

Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich mal wieder im kleinen Buchladen von Bad Schandau herumgestromert bin und mich nach neuen Büchern zur Sächsischen Schweiz umgesehen habe. Dabei fiel mir ein Buch mit dem Titel “Genusswandern Sächsische Schweiz” auf. Der Titel hörte sich sehr gut an und so wurde es in die große Sammlung Wanderbücher der Familie Geier aufgenommen. Gleich die erste Wanderung in dem Buch machte uns neugierig, da wir bis dahin das Gebiet östlich von Pirna fast immer ausgelassen haben.
Der Startpunkt der Wanderung liegt in Lohmen an der Kirche. Hier bietet sich entweder der Parkstreifen oder das Parkhaus vor dem Lohmener Schloss an. Die Wanderung führt über die Dorfstraße von der Kirche weg und erreicht nach 400 Metern eine komische Kreuzung. Hier geht es auf der gegenüberliegenden Seite auf der Daubaer Straße weiter. Auf dieser Straße verläuft auch die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich, der man ein Stück von 800 Metern folgt. Die Wanderwegmarkierung biegt dann nach rechts ins Tal der Wesenitz ab, aber die Wanderung bleibt weiterhin auf der Straße. Nach ein paar hundert Metern stößt die nächste Wanderwegmarkierung zu der Wanderung. Diesem gelben Punkt gelber Punkt folgt man jetzt ein großes Stück. Rastplatz_mit_koeniglichen_Grenzsteinen_kleinAls erstes wird Lohmen über eine Fahrstraße verlassen, aber überraschenderweise sind hier nur sehr wenige Autos unterwegs. Sehr nett ist die Aussicht nach rechts über die Felder. Hier kann man fern unten im Tal Dresden entdecken. Auf der rechten Straßenseite befindet sich eine Sitzgruppe mit einer Vielzahl ehemals königlich-sächsischer Grenzsteine.
Muehlstein_in_Doberzeit_kleinDie Wanderung erreicht bald die kleine Ortschaft Doberzeit. Hier ist der Weg durch den Ort sehr unterschiedlich. Die ersten paar Meter führen auf einer sehr angenehmen Dorfstraße mit einem schönen Grünstreifen, aber dann muss man an der südlichen Seite des Ortes nach rechts auf eine richtig hässliche Landstraße abbiegen. Suehnekreuz_bei_Doberzeit_kleinZum Glück sind das nur 350 Meter, dann biegt der markierte Wanderweg nach links aufs Feld ab. Hier wandert man dann wieder ganz angenehm über einen Pfad weiter und nach kurzer Strecke erreicht man Zatzschke bzw. Mockethal. Hier biegt man nach links auf die Wehlener Straße ab, die aber auch schon 200 Meter später nach rechts verlassen wird. Strasse_Am_Rundling_kleinDie jetzt begangene Straße heißt Am Rundling und ist mit einem alten schönen Pflaster ausgelegt. Das Pflaster passt sehr gut zu den älteren Häusern im oberen Teil der Straße. Gleich mehrere von den Häusern sehen sehr gepflegt bzw. toll saniert aus und haben nach hinten hinaus eine wirklich schöne Aussicht. Der Straßenname Rundling kommt von der ursprünglichen Form des Dorfes. Um das Ende der Straße haben sich mehrere Bauerhöfe sternförmig angesiedelt und so eine runde Dorfform gebildet.
Auch hier ist der Weg immer noch mit dem gelben Punkt markiert und genau dieser führt die Wanderung im obersten Teil der Straße über einen Bauernhof. Lustige_Kaelberboxen_kleinAls wir die Wanderung im Sommer 2009 unternommen haben, standen neben den großen Ställen einige Kälbchen. Das Besondere daran war, dass jedes Kälbchen ein eigenes Gatter mit einer lustigen Hütte aus Plastik hatte. Vielleicht ist das gar nichts besonderes, aber als wir drauf zugingen, sah das doch für uns sehr lustig aus. Die Bäuerin kam gerade aus der Milchküche (oder wie immer das heißen mag) und hat sehr nett unsere wahrscheinlich dummen Fragen beantwortet. Die Wanderung führt auf der Rückseite von dem Hof aufs Feld hinaus. Schoener_Brunnenzulauf_Posta_kleinNach einem kurzen Stück zwischen ein paar Kuhweiden hindurch steigt der markierte Wanderweg runter in den Mockethaler Grund bzw. ins Elbetal. Hier merkt man gleich an den Häusern, dass es sich einerseits um ein nobleres Viertel handelt und andererseits auch ein paar künstlerisch begabte Menschen dort leben.
Die Wanderung kann über zwei nette Wege weiter geführt werden. Entweder wandert man wie im oben genannten Wanderführer gleich an der Seite des Mockethaler Grundes auf dem gelben Punkt wieder hoch zur Schönen Höhe oder man geht unten an der Elbe in Richtung Pirna. Wir wollten lieber die schönen Häuser im Elbetal bestaunen und deshalb haben wir den Weg über die Postaer Straße gewählt. Blick_ueber_die_Elbe_auf_Pirna_Stadtkirche_kleinDie Häuser hier unten sind durch die Bank in einem wirklich tollen Zustand und der Blick rüber auf die andere Elbeseite mit der Stadt Pirna und dem Schloss Sonnenstein ist wirklich sehr schön. Nach einem Kilometer treffen die beiden Wege (Elbeweg und gelb markierter Schöne-Höhe-Weg) wieder aufeinander und es geht noch ungefähr ½ Kilometer weiter, bis man die Hauptstraße erreicht. Diese breite Straße kommt von der Elbebrücke herunter und man wandert auf dieser Straße nach rechts weiter. Hier haben wir uns ganz elend reingelegt, da leider ein grober Fehler in den Wanderführer eingebaut war. In der abgebildeten Karte für diese Wanderung ist ab hier vollständiger Mist eingetragen. Einerseits stimmt die Karte überhaupt nicht mehr mit der Beschreibung überein und im Bereich des Ortsteils Hinterjessen ist ein Wegverlauf eingezeichnet, der aber der Flussverlauf der Wesenitz ist. Hätten wir uns an die Beschreibung gehalten statt an die abgebildete Karte, dann wären wir besser zurecht gekommen, aber so sind wir ziemlich dämlich durch Wohngebiete und auf breiten Straßen herumgeirrt.
Die Empfehlung ist, auf der Hauptstraße nach rechts dem blauen Punkt blauer Punkt zu folgen. Insgesamt geht es ½ Kilometer auf dieser hässlichen Straße entlang und dann biegt der Wanderweg nach links (Pillnitzer Straße) ins Wohngebiet ab. Von Pirna zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung ist es so, je länger man unterwegs ist, desto schöner wird der Weg wieder. Nach der mehrspurigen Straße kommt die Wohngebietsstraße, dann die Wohngebietsstraße durch einen Wald und als Höhepunkt erreicht man dann den sehr schönen Liebethaler Grund. Nachdem die Fahrstraße (aber nicht unsere Wanderung) den Liebethaler Grund verlassen hat,  erreicht man zunächst die Trainingswand für die Kletterer. Hier kann man sehr schön sehen, wie sinnvoll die sächsischen Kletterregeln sind. An dieser Wand ist mit Magnesia geklettert worden und so sind einige hässliche weiße Stellen zu sehen. In der Sächsischen Schweiz ist dieses zum Glück verboten und das Landschaftsbild dank es den sehr voraus schauenden Regelerstellern.
Hinter dem Wendehammer kommt zuerst an der Wesenitz ein Wasserkraftwerk, das heutzutage eine relativ große Menge Strom in einer sehr ruhigen und unauffälligen Variante herstellt. Wesenitz_am_Copitzer_Elektrizitaetswerk_kleinAls nächstes passiert man die Ruine des Copitzer Elektrizitätswerks. Auch wenn die eigentliche Ruine traurig aussieht, so ist sie im Zusammenspiel mit der Wesenitz doch ziemlich romantisch. Muehlstein_in_Wesenitz_kleinGenauso ist der Mühlstein, der im linken (in Flussrichtung gesehen) Bachufer steckt. Wie viele Jahrzehnte wird diese schwere Steinscheibe schon den Bach abwärts bewegt? Die nächste größere bzw. auffälligere Stelle ist das riesige Richard Wagner Denkmal. Richard_Wagner_Denkmal_im_Wesenitztal_kleinIch finde es immer wieder überraschend, dieses gewaltige Denkmal hier unten in der unscheinbaren Schlucht zu finden. Aber vermutlich ist in weit vergangenen Zeiten hier unten auch viel mehr Betrieb gewesen. Wasserfall_an_der_Lochmuehle_kleinWenn man ein paar Meter weiter den Bach hoch wandert, dann erreicht man die Lochmühle und der gesamte Bereich sieht dann auch so aus, als dass hier früher große Mengen Gäste eingekehrt sind. Die Wanderung wechselt die Bachseite und folgt immer noch der blauen Wanderwegmarkierung. Hier und an der Lochmühle sind an den Felsen einige kleine Tafeln von Studenten der TU Dresden angebracht worden. Nach einem weiteren kurzen Stück durch das Wesenitztal erreicht die Wanderung die Daubemühle. Hier hält sich tapfer eine Gaststätte mit einem gemütlichen Gastraum und auch hier wird elektrische Energie durch die Wesenitz erzeugt. Ab der Gaststätte steigt die Wanderung aus dem Bachtal heraus und stößt wieder auf die bekannte Straße oberhalb des Tals. Das letzte Stück verläuft zuerst zwischen dem Tal und dem Wohngebiet und dann die letzten paar Meter über die Dorfstraße bis zur Kirche zurück.
Uns hat die Wanderung nicht so richtig gefallen, da es doch über sehr viele Fahrstraßen geht und die Strecke durch Pirna ist nur im Bereich der Elbe schön. Dadurch, dass wir dann auch noch, durch den falschen Streckenverlauf aus dem Wanderführer, in Pirna ziemlich durch die Gegend geirrt sind, hat sich der Eindruck zu dieser Wanderung nur noch verschlechtert. Ich hoffe, dass uns selber so ein Missgeschick mit den Wanderkarten nicht passiert, aber dann lässt sich eine Online-Ausgabe sehr schnell korrigieren (wenn wir denn drauf hingewiesen werden).

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Böhmensberg

Ich bin schon einmal bei der Wanderung Breiter Stein über den Böhmensberg gestolpert und fand die Aussicht und den vollkommen unwesentlichen Aufstieg so schön, dass ich gleich mal meine Frau mit auf den Hügel schleppen musste. Damit es keine langweilige Wanderung (Hügel hoch – Hügel runter – fertig) wird, liegt der Startpunkt am Bruno-Barthel-Weg in Rathewalde. Hier geht es von der Ortschaft weg auf die Felder. Der Weg ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und Ausblick_vom_Bruno_Barthel_Weg_Rathewalde_kleinbald passiert man eine Aussicht auf der linken Wegseite. Von hier kann man schön runter auf die Felsen und Tafelberge der Sächsischen Schweiz blicken. Das einzige Manko an dieser Aussicht ist, dass sich gleich auf der anderen Wegseite die Kläranlage von Rathewalde befindet und dabei könnten wir uns gut vorstellen, dass es zuweilen zu Geruchsbelästigungen kommt. Seltsamerweise mussten wir aber noch nie hier die Nase rümpfen, obwohl mindestens ein Becken ohne Abdeckung zu sehen ist.
Die Wanderung führt weiter auf dem Bruno-Barthel-Weg in Richtung Basteistraße. Netterweise ist diese Straße inzwischen mit einem separaten Fuß- und Radweg ausgestattet, so dass es relativ angenehm nach links weiter geht. Ungefähr nach 400 Metern biegt der markierte Wanderweg nach rechts ab. Bei diesem Weg handelt es sich um die versetzte Verlängerung des Bruno-Barthel-Weges, der immer noch sehr angenehm zu wandern ist. Nach einem ¾ Kilometer erreicht man ein Schild, auf dem ein bisschen zum Namensgeber des Weges erklärt ist. Herr Bruno Barthel (1885 – 1956) scheint eine wirklich besondere Persönlichkeit der Vordern Sächsischen Schweiz gewesen zu sein, da man seiner gleich an mehreren Stellen gedenkt. An dem Schild wird der Bruno-Barthel-Weg verlassen und man folgt dem Weg in Richtung Lohmen für 300 Meter, um hier wieder nach rechts abzubiegen. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und seltsamerweise ausgeschildert mit Basteistraße und Parkplatz. Der Weg wird Forstmeisterweg genannt und ganz besonders fallen auf der rechten Wegseite einige uralte Grenzsteine auf. Gleich auf mehreren kann man die Jahreszahl 1815 lesen. Das ist doch irgendwie schon was besonderes, nicht nur, dass der Sandstein allen möglichen Witterungseinflüssen getrotzt hat, sondern dass die heute unnützen Markierungen bestehen bleiben.
Nach einem Kilometer auf einem sehr angenehm ruhigen Waldweg erreicht man die Landstraße zwischen Lohmen und unterer_Hutenteich_kleinRathewalde, die aber nur überquert werden muss, um gleich gegenüber wieder in den Wald zu verschwinden. Nach wenigen Metern fällt auf der rechten Seite ein großer Teich auf. Es ist der unterste Teich der Hutenteiche, die wie eine Perlenschnur hintereinander aufgereiht sind. Bei den Hutenteichen und dem Wald um den Bach Waldflößchen handelt es sich um ein Flächennaturdenkmal, das ganz besonders beliebt bei Amphibien ist. Das kann man ganz hervorragend zu den Laichzeiten entdecken. Dann ist in dem untersten Teich richtig viel Leben.
200 Meter hinter der Landstraße gabelt sich der Waldweg und für diese Wanderung hält man sich rechts. Der Weg führt schon bald auf eine schöne Wildwiese namens Huten heraus. Der Weg über die Wiese passiert einen Zipfel an Wald, an dem mehrere Schilder auf ein Wasserschutzgebiet hinweisen. Tatsächlich befindet sich in dem Waldausläufer ein Erdhügel mit einer Türe, was auf eine Wasserwirtschaftliche Einrichtung hinweist. Die Wanderung geht quer über die Wiese, um in der rechten hinteren Ecke wieder im Wald zu verschwinden. Der Hutenweg verläuft ½ Kilometer durch den Wald und passiert einen kleineren Teich, der aber durch glasklares Wasser auffällt. Obwohl ich den Teich schon mehrmals gesehen habe, macht er immer den Eindruck, als ob er nur gerade durch einen Regenschauer entstanden ist. Suedliche_Ansicht_Boehmensberg_kleinNachdem man den Wald wieder verlassen hat, geht es etwas steiler den Hang aufwärts. Der jetzt begangene Feldweg heißt Hufenweg und ist mit dem Wanderwegzeichen gelber Punkt gelber Punkt markiert. Auf der linken Seite kann man den unscheinbaren Böhmensberg schon sehen (der Hügel mit den drei Bäumen) und nach ½ Kilometer auf der gelben Wegmarkierung geht es nach links. Blick_vom_Boehmensberg_auf_Stolpen_kleinDer Berg bzw. eigentlich ist es eher ein Hügel ist schnell bestiegen und dafür, dass das so einfach ist, hat man eine sehr schöne Aussicht. Gipfel_vom_Boehmensberg_mit_Hochsitz_kleinFür die Sächsische Schweiz ist es zwar eine ungewöhnliche Aussicht, da man in eine ganz seichte Landschaft schaut, aber es sieht sehr nett aus und mitten drin liegt Stolpen mit der dazugehörenden Burg. Gleich oben auf dem Gipfel des Böhmensbergs steht ein Hochsitz und hier können wir uns gut vorstellen, wie der Jäger sitzt und sich über die Aussicht freut.
Die Wanderung führt wieder auf dem bekannten Weg herunter bis zum gelb markierten Wanderweg. Dieser wird aber nur überquert und dann geht es in Richtung Hohburkersdorf. Auf der rechten Seite befinden sich mehrere Hügel, die ulkiger Weise alle Hutberg heißen. Rolf Böhm hat das in seiner Wanderkarte Stolpen sehr pragmatisch gelöst, indem er die Hügel einfach durchnummeriert hat. Der Feldweg erreicht bald eine Kreuzung, an der es aber weiter in Richtung Hohburkersdorf geht. Auf der rechten Wegseite steht eine Bank unter einem größeren Baum, von der man noch mal eine schöne Aussicht in die Landschaft hat.
Danach geht es in die Ortschaft hinein. Hier fallen zuerst die großen Gehöfte auf der linken Straßenseite auf und dann die vielen kleineren Teich auf der rechten Straßenseite. Hier stehen immer wieder abwechselnd Pferde und Kühe. Die Wanderung führt unter der breiten Brücke, der ehemaligen Rennstrecke, drunter her, um dann gleich dahinter nach rechts abzubiegen. Die Straße steigt leicht an und endet auf der Rennstrecke. Diese muss man überqueren, was sich schlimmer anhört, als es denn wirklich ist. An dieser Stelle stehen ein paar Tempo 80 Schilder und außerdem kann man die Straße hier ganz gut überblicken, sodass es relativ leicht rüber geht. Gleich gegenüber beginnt der leichte Aufstieg auf den Hohburkersdorfer Rundblick, der mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet ist. Angeblich soll am 28. Juni 1813 Napoleon zum Begutachten der Umgebung hier gewesen sein. Napoleonlinde_auf_Hohburkersdorfer_Rundblick_kleinOb das stimmt, können wir nicht beurteilen, aber was von hier oben auf jeden Fall auffällt, ist die wahnsinnige Aussicht in die Richtung der beiden Teile der Sächsischen Schweiz. Heutzutage steht zwar wieder einiges an Wald auf der Ebene, sodass man nicht alles überblicken kann, aber größere Truppenbewegungen konnte man bestimmt auch damals schon spitzenmäßig von hier aus erkennen. Zwischen den Linden des Hohburkersdorfer Rundblicks steht heutzutage ein großer Gedenkstein an die Toten der beiden Weltkriege.
Die Wanderung steigt auf der gegenüberliegenden Seite ab in Richtung Rathewalde. Sammlung_Sandsteine_Rathewalde_kleinSammlung_Granitsteine_Rathewalde_kleinAm Ortsrand befindet sich eine sehr schön gemachte Ausstellung zu unterschiedlichsten Gesteinen. Der Ort für diese Ausstellung ist sehr gut gewählt, da genau am Ortsrand die Grenze von der Lausitzer Platte (Granit) und dem Sandstein verläuft. Deshalb stehen hier vier unterschiedliche Stelen, die zum Teil das Thema Granit und Sandstein behandeln, aber auch Vulkanit und einstiges Leben im Stein.
Die Wanderung führt die Straße weiter herunter durch den Ort und auch über die kreuzende Landstraße. Hier muss man ein bisschen vorsichtig sein, da die Übersichtlichkeit an der Kreuzung wirklich zu wünschen übrig lässt. Da aber an der Stelle Tempo 30 ist, kommt man mit etwas Vorsicht trotzdem gut rüber. Auf der Straße Zum Amselgrund geht es sehr angenehm durch Rathewalde. Hier befinden sich auf der linken Straßenseite zwei schön angelegte Dorfteiche und auf der rechten Straßenseite erreicht man nach ½ Kilometer die Kirche. Es ist wirklich verwunderlich, dass die so schön aussehende Kirche im Ursprung aus dem Jahre 1647 ist. Zwischendurch ist die Kirche zwar 1860 noch mal umgebaut und 1971 renoviert worden, aber das hohe Alter sieht man ihr überhaupt nicht an.
An der Kirche biegt die Wanderung nach rechts ab und folgt der schon bekannten Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Die Wanderung passiert das sehr schön hergerichtete Freibad. Korbimkerei_in_Rathewalde_kleinDas Bad ist 2006 durch ein Unwetter ganz böse verwüstet worden und danach mit ganz besonders pflegeleichtem Edelstahl neu ausgestattet worden. Hier ist im Sommer richtig viel Leben drin und der Spaßfaktor lässt sich sehr gut an der Geräuschkulisse erahnen. aufgeklappter_Bienenstock_Rathewalde_kleinDie letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt erfolgen auf dem Bruno-Barthel-Weg. Kurz vor dem Ortsausgang befinden sich auf der rechten Straßenseite eine Obstwiese und einige Bienenstöcke. Gleich an der Straße steht auch eine Kiste, an der man das Seitenteil öffnen und den kleinen Bienen hinter einer Glasscheibe bei ihrer Arbeit zusehen kann. Dass hier eine Privatperson diese interessante Stelle zur Verfügung stellt, finden wir sehr gut und deshalb sollte man sich auf dem Privatgrundstück auch ordentlich benehmen.
Damit ist dann auch die Wanderung zu Ende gegangen und es war wirklich eine sehr schöne Runde, die eine ungewöhnliche Aussicht vom Böhmensberg und überraschend viel Ruhe bietet. Das einzige Manko ist, dass es nicht gerade eine typische Wanderung für die Sächsische Schweiz ist, da die Runde mehr im Bereich des Lausitzer Granit verläuft und dadurch fast keine Sandsteinfelsen zu sehen sind.

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Griesgrund

Die Wanderung durch den Griesgrund ist gleich durch zwei Einwirkungen entstanden. Einerseits habe ich in dem netten Wanderführer für Kinder (www.wandern-kinder.de) davon gelesen und andererseits meinten auch Wanderfreunde, dass man mal den Griesgrund erkunden müsste. Also haben wir gleich einen kleinen Bogen geplant und uns am Parkplatz der Bastei getroffen. Von hier startet die Wanderung in der rechten hinteren Ecke. Über diesen unscheinbaren Pfad gelangt man auf den Wanderweg hinter dem Parkplatz. Diesem mit dem gelben Strich gelber Strich markierten Wanderweg folgt man nach links. An dem Weg fällt sofort auf, dass man sich schon außerhalb der bastei-typischen Touristenströme befindet. Hier sind zwar noch ein paar Wanderer unterwegs, aber der größte Teil der Basteibesucher kommt nicht in diesen Bereich. Sobald der nach rechts abbiegende Zugang zu den Schwedenlöchern passiert ist, trifft man noch weniger Besucher. 350 Meter hinter dem Abzweig befindet sich der Weg sehr nah an der Basteistraße und hier wird der markierte Wanderweg auch verlassen und es geht über die Straße in Richtung Steinerner Tisch.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wandert man auf der Zufahrtsstraße zum Steinernen Tisch. Im Ursprung handelt es sich beim Steinernen Tisch um eine “Sitzgruppe” aus Stein, die vor langer Zeit anlässlich einer königlichen Jagd errichtet worden ist, aber heutzutage wird auch noch die Gaststätte daneben so benannt. Mit dem Erreichen dieses Punktes befindet man sich auch wieder auf markierten Wanderwegen und deshalb geht es nach rechts auf der Markierung roter Punkt roter Punkt in die Richtung des Höllengrunds. Ungefähr ½ Kilometer hinter dem Steinernen Tisch beginnt der Abstieg. herbstlicher_Hoellengrund_kleinDer Höllengrund ist ein wirklich ganz besonders schöner Abstieg, auch wenn er zwischendurch schon ziemlich hubbelig ist. Aber es hat ja auch keiner gesagt, dass sich die gewöhnlichen Touristen mit Ledersohlen hierher bewegen sollen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir hier an einer ziemlich “haarigen” Stelle eine recht alte Dame mit zwei Stöcken trafen, die sich über ein paar Felsbrocken hangelte. Sie wolle “bloß mal nach Wehlen” und käme schon zurecht, danke, meinte sie auf unsere Frage. Noch mehr staunten wir, als sie uns nach ein paar Metern wieder überholte, während wir die Naturschönheiten bewunderten. Schon auf den ersten Metern stehen die Felswände relativ nah beieinander, sodass gleich der typische Eindruck einer Schlucht entsteht. Ganz besonders typisch für die tiefen Schluchten der Sächsischen Schweiz sind auch die unterschiedlichen Moossorten. Das sieht immer interessant aus, ganz besonders natürlich, wenn die Sonne es doch mal schafft, in solch ein Tal rein zu leuchten und dann die unterschiedlichen Grünvarianten strahlen. Noch besser ist es, wenn morgens früh der Tau noch auf den Minipflanzen liegt, dann schaffen es einige Fotografen, davon wunderbare Aufnahmen zu machen. Wir haben immer wieder Respekt vor solchen tollen Fotos bzw. den Leuten mit dem richtigen Gespür für einen schönen Blickwinkel.
Am Ende des Höllengrundes erreicht die Wanderung die kleine Fahrstraße durch den Zscherregrund/Kohlgrund. aufwaerts_Zscherregrund_kleinAuf diesem Forstweg ist normalerweise nie ein Fahrzeug unterwegs und so kann man die hohen Felswände bestaunen. Dadurch, dass sich das Sträßlein ziemlich durch den Grund schlängelt, wirkt es ganz besonders interessant und die Kreuzung mit dem Höllengrund wird auch in jedem einigermaßen brauchbaren Wanderführer angesteuert. abwaerts_Zscherregrund_kleinSeltsamerweise sind trotz dieser häufigen Erwähnungen relativ wenige Wanderer hier unten unterwegs. Die weitere Wanderung geht nach links den Grund weiter abwärts. Hier hängt sogar eine Felswand über den Weg herüber. Nach ein paar Metern im Zscherregrund kann man auf der linken Wegseite einen deutlich sichtbaren Strudeltopf entdecken und noch ein paar Meter weiter befinden sich gleich einige interessante und zum Teil uralte Inschriften. Nach einer Strecke von ½ Kilometer erreicht man die Kreuzung am Freundschaftsstein. Hier geht es weiterhin auf der roten Wanderwegmarkierung nach links in den Wehlener Grund abwärts. Der Weg ist sehr angenehm zu wandern und zum Teil auch als Zufahrtsstraße für ein paar wenige Häuser ausgebaut. Obwohl in dem Bachlauf rechts neben dem Weg normalerweise kein Tropfen Wasser läuft, hat im Sommer 2010 ein Starkregen hier gigantische Schäden angerichtet. Normalerweise wundert man sich, warum ein Bachlauf, in dem kaum Wasser zu sehen ist, so riesig ausgebaut ist, aber die Erbauer haben anscheinend schon gewusst, was für Wassermengen in diesen Gründen zusammenkommen können.
Die Wanderung erreicht das südliche Ende von Wehlen und hier sollte man auf der linken Bachseite über den kleineren Weg weiter in Richtung Ortsmitte gehen. Nach einem kurzen Stück durch Wehlen erreicht man den Marktplatz mit der Fahrradfahrerkirche und den schönen Einkehrmöglichkeiten rundherum. Rechts neben der Kirche geht es auf den Weg an der Elbe. Hier wandert man ein paar Meter (ca. ½ Kilometer) flussaufwärts, bis nach links ein unscheinbarer Pfad zwischen den Häusern abbiegt. Auch wenn man schnell daran vorbeiwandert, so ist der Aufstieg hier hinauf zur Bastei ausgeschildert und außerdem erklärt eine ganz hervorragende Informationstafel die Weißen Brüchen.
Die Wanderung erfolgt im Schwarzberggrund mit einer ordentlichen Steigung und im Herbst 2010 konnte man hier oberhalb des Gartens etwas ziemlich ungewöhnliches entdecken. Felssturz_in_Garten_Wehlen_kleinEine ziemlich großer Felsbrocken hatte sich oberhalb des Pfades gelöst und war auf der rechten Seite in den Garten gestürzt. Dem Krater nach zu urteilen, war es ein großes Glück, dass dieser Felsen nicht ein Haus getroffen hat. Da der Besitzer die Murmel anscheinend nicht in seinem Garten haben wollte, waren deutliche Bearbeitungsspuren, die aber sehr mühselig aussahen, zu entdecken. Es ist anscheinend gar nicht so einfach, zwei Kubikmeter Felsen in handliche Stücke zu zerlegen.
Die Wanderung führt zuerst ¼ Kilometer durch den Schwarzberggrund aufwärts, bis nach rechts über eine Minibrücke ein Weg abbiegt. Ausgeschildert ist die Stelle mit der Bastei und dem Malerweg. Bis hierhin ging die Wanderung über einen ansteigenden Pfad und ab hier werden die nächsten Höhenmeter mit Treppenstufen überwunden. Der Name des Weges wechselt in Schanzenweg und passiert nach den Treppenstufen eine schöne Aussicht. Von diesem Punkt kann man gut in das Elbtal, auf die Bärensteine und den Rauenstein blicken.
Die Wanderung führt weiter leicht ansteigend aufwärts, bis eine Kreuzung mit mehreren Wegen erreicht wird. Hier geht es gleich die erste Möglichkeit wieder nach rechts. Seltsamerweise versperrt eine Schranke den Weg, aber schon nach wenigen Metern auf dem geraden Waldweg ist auf einmal ein Bergpfad ausgeschildert. Blick_von_Steinbruchkante_zur_Elbe_kleinDieses Schild verwunderte uns, da noch vor wenigen Jahren gleich am Schanzenweg ein Verbotsschild des Nationalparks stand. Nach etwas mehr als ½ Kilometer und 50 Höhenmetern erreicht man die Kante der Steinbrüche und hier sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Die Stelle ist ziemlich unscheinbar, aber schon einen Meter neben dem Pfad geht es mindestens 50 Meter senkrecht nach unten. Hier kann eine Mami schon mal ziemlich aus der Haut fahren, wenn die Kinder oder die Hunde mal wieder nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand (mindestens 5 Meter) einhalten. Tja, wenn aber doch der Papa bis zur Kante geht (Anm.d.”Mami”: der hat dort vorne auch nichts verloren!!!), dann ist das aber auch wirklich schwer.
Wenige Meter hinter dieser sehr interessanten Aussicht steigt der Bergpfad in den unteren Tümpelgrund. Hier fällt auf der linken Pfadseite eine dicke Felsmurmel mit einer Vielzahl unterschiedlicher Schichten auf. Verbindung_vom_Tumpelgrund_zum_Griesgrund_kleinDer Abstieg in den Tümpelgrund ist schnell geschafft und man erreicht am unteren Ende des Grundes ein Verbotsschild des Nationalparks. Deshalb geht es noch ein Ministück aus dem Grund heraus, bis nach links ein deutlich sichtbarer Pfad aufsteigt. Der Bergpfad ist wie üblich mit dem grünen Pfeil markiert und deshalb ziemlich einfach zu finden. Gleich an mehreren Stellen passiert man auf dem Pfad Felsspalten, die entweder mit Felsstufen oder kleinen Leitern passiert werden. Angeblich lassen sich zwei dieser Felsspalten auch auf der Außenseite umgehen, aber irgendwie fanden wir das nicht aufregend genug und deshalb haben wir die leichten Klettereinlagen gewählt.
Noch bevor es richtig runter in den Griesgrund geht, passiert der Bergpfad eine senkrechte Felswand, die auf natürliche Weise entstanden ist und an deren Fuß ein riesiger Sandkasten entstanden ist. Da man von hier schon den Pfad des Griesgrundes sieht, ist die Verführung natürlich groß, den ausgespülten Pfad abzusteigen. Am Ende des Pfades sieht man ein Hinweisschild stehen, das aber von dieser Seite nicht zu lesen ist. Der Inhalt ist, dass man den Hang wegen Erosionsgefahr nicht betreten soll. Deshalb empfiehlt es sich, einfach noch ein paar Meter an der Felswand entlang zu wandern, bis der Abstiegspfad flacher und kürzer ist.
Damit erspart man sich auch ein paar Aufstiegshöhenmeter im Griesgrund, den es dann wieder bergauf geht. Auf der rechten Pfadseite ist eine Felswand mit gigantisch vielen Schichten, die eine Art Wellenmuster darstellen, zu sehen. abgegriffene_Felskante_Griesgrund_kleinHier scheinen auch ziemlich viele Kletterer aufzusteigen, da an einigen Stellen helle (abgeriebene?) Spuren zu entdecken sind. Aber vielleicht ist auch nur der Felsen besonders brüchig.  Blick_zurueck_Griesgrund_kleinDer Weg durch den Griesgrund ist ein ganz besonders toller Aufstieg in Richtung Bastei. Wenn man von der Bastei spricht, dann ist es normalerweise immer eine Kombination aus toller Aussicht und Touristenmassen. Hier im Griesgrund sind dafür nur ganz wenige andere Wanderer unterwegs und es macht wirklich Spaß, den ziemlich abwechslungsreichen Weg nach oben zu steigen. Der Griesgrund ist eine enge Schlucht, bei der wir überrascht waren, dass man hier überhaupt hinauf kommt.
Ganz besonders lustig ist, wenn man dann das obere Ende erreicht hat und am Steinernen Tisch auf den Fremdenweg heraustritt. Für die letzten paar Meter folgt man der bekannten Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt nach rechts. Nach einer Strecke von ½ Kilometer kann man nach links durch den Wald den Ausgangspunkt der Wanderung (Basteiparkplatz) entdecken. Damit ist eine ganz besonders schöne Runde zu Ende gegangen, die alles einer hervorragenden Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthält: Eine schöne Aussicht, ein paar tolle Schluchten mit unterschiedlichen Felsformationen, viel Ruhe und einen abwechslungsreichen Wegverlauf.

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Breiter Stein

Ich wollte mal wieder eine Wanderung im Bereich von Dittersbach-Dürrrohrsdorf unternehmen und dazu habe ich mir diese Wanderung zusammengebastelt. Blöderweise habe ich bei der Planung nicht so richtig drauf geachtet, dass ein Stück über eine Landstraße führt und dadurch ist der Anfang der Wanderung nicht ganz so gelungen. Die Wanderung startet am kleinen Parkplatz neben der Eisenbahnbrücke von Dürrrohrsdorf. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es auf der Bahnhofstraße los. Die Straße macht einen Bogen und führt dann unter der Bahnlinie her. Wenige Meter hinter dem Tunnel biegt die Bahnhofstraße nach links ab, die Wanderung führt aber weiter geradeaus auf der Ziegeleistraße. Kurz vor dem Ortsausgang erreicht man die Fabrik der Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren, die große Teile von Ostsachsen mit Fleisch versorgt. Da die Wanderung zu dem Zeitpunkt erst wenige Minuten alt ist, wird eine Rast noch nicht so richtig notwendig sein. Auf jeden Fall könnte man hier gleich im Gebäude der Fabrik in einem Fleischereiladen mit Imbiss zu ganz angenehmen Preisen einkehren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat sich vor kurzem eine Bäckerei angesiedelt, die auch einen Fabrikverkauf anbietet. Hier könnte man sich noch für unterwegs mit ein paar Kleinigkeiten versorgen.
Die weitere Wanderung führt jetzt auf der Ziegeleistraße aus dem Ort heraus und man muss ein Stück an der Seite der Landstraße entlang wandern. Zumindest bei meiner Wanderung waren nur ganz wenige Fahrzeuge auf der Straße unterwegs. Nach einer Strecke von ungefähr ½ Kilometer hat die Straße wieder einen Bürgersteig und man erreicht den Namensgeber der Straße. Hier befand sich die alte Ziegelei, von der man heutzutage noch den hohen Schornstein erkennen kann. Bis zur Wende wurden hier in einem Ringofen Mauerziegel produziert. Heutzutage befindet sich auf dem Gelände ein Baustoffhändler, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite einige unterschiedlichste Dachpfannen ausgestellt hat. Damit macht es den Eindruck, als ob die Ziegelei immer noch im Einsatz wäre.
Die Wanderung geht weiter über die Ziegeleistraße, der leider der Bürgersteig wieder verloren kommt. Nach ein paar Metern passiert man ein Firmengelände, das eigentlich als Containerdienst bezeichnet wird. Von außerhalb des Geländes sieht man, dass hier das Material anscheinend auch zwischengelagert wird, aber bei etwas höheren Temperaturen stinkt es sehr stark und es kommt das Gefühl auf, dass man eine Haushaltsmüllkippe passiert. Zum Glück befindet sich dieses Gelände ein Stück abseits von jeglicher Bebauung, sodass nur sehr wenige Mitmenschen von diesem Geruch belästigt werden.
Auch hinter diesem Grundstück geht es noch ein kurzes Stück weiter auf der Ziegeleistraße, Wegweiser_Helmsdorf_Siedlung_kleinbis die Straße ein paar Häuser erreicht. Hier steht auf der linken Straßenseite eine neu aufgestellte Sandsteinsäule als Wegweiser und die Ziegeleistraße endet auf der Pirnaer Straße. Blöderweise muss man auch noch 150 Meter nach links auf dieser Straße wandern. Dann biegt nach rechts ein Feldweg ab. Auch gegenüber der Ziegeleistraße führt ein Feldweg hinein, der aber leider von dem geplanten Weg wegführt und tatsächlich keine Verbindung zu dem linken Feldweg hat. Wer dann versucht, quer über die Wiese zu wandern, wird schnell feststellen,romantischer_Teich_bei_Helmsdorf_klein dass die Wanderschuhe doch nicht so richtig wasserdicht sind. Diese Wiese ist gigantisch nass und erster_Blick_zur_Burg_Stolpen_kleinvermutlich deshalb befindet sich auch gleich ein Teich neben dem Feldweg. Also empfiehlt es sich, die paar Meter auf der Pirnaer Straße zu wandern und dann über den ordentlichen Feldweg. Nach ein paar hundert Metern passiert man den besagten Teich und noch ein paar hundert Meter weiter kann man ganz hervorragend über die Felder auf die Burg Stolpen blicken.
Der Feldweg führt auf die Ortschaft Stürza zu, wobei man von dem Dorf zuerst einen gigantischen Berg Altreifen sieht. Bis heute sind mir noch nie mehr Altreifen auf einem Stapel begegnet und irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, dass man so viele Reifen zum Abdecken der Silos benötigt. Trotzdem ist es ganz interessant, sich die unterschiedlichsten Reifentypen anzusehen und zu staunen, wie weit manche Autofahrer ihre Reifen runterfahren. Bei manchen kann man tatsächlich die Karkasse (Innengewebe) sehen. Gleich neben den Silos befinden sich ziemlich große Hallen und irgendwie fand ich es sehr seltsam, dass überhaupt kein Lebenszeichen von dort kam. Alle Hallen waren dicht verrammelt, aber irgendwie war ich auch auf der falschen Fährte. In den Hallen befinden sich nämlich nicht etwa die wiederkäuenden “Verbraucher” der Silage, sondern die Kartoffelsortieranlage Stürza. Komisch, mir ist noch nie aufgefallen, dass in dem Bereich so viele Kartoffeln angebaut werden, aber das Gelände bzw. die Gebäude sind wirklich riesig. Die Wanderung folgt weiter dem Weg und erreicht bald die Hauptstraße von Stürza.
Auf dieser Straße geht es nach links ungefähr 700 Meter, bis von der Hauptstraße die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt abbiegt. Jetzt ist es vorbei mit dem Straßengelatsche und die Wanderung führt leicht ansteigend aus dem Ort heraus. Die ersten paar Meter sind noch bewohnt und neben dem Weg befinden sich ein paar Wochenendhäuser. Gipfel_Boehmers_Berg_kleinDann aber geht es durch eine Senke mit saftig grünem Gras aufwärts. Blick_vom_Boehmers_Berg_nach_Stolpen_kleinAm Ende des Aufstiegs, nach etwas mehr als einem Kilometer, biegt die Wanderung nach rechts ab und führt in die Richtung des Böhmensbergs. Dieser unscheinbare Hügel mit seinem einzelnen Baum bietet eine schöne Aussicht in die Landschaft rund um Stolpen. Ob der Hochsitz auf dem Gipfel wirklich zum Schießen benutzt wird oder ob sich der Jäger auch mehr der schönen Landschaft erfreut?
Nach dem kurzen Abstecher rüber zum Böhmensberg wandert man noch ein paar Meter weiter, bis nach links im spitzen Winkel der nächste mögliche Feldweg abbiegt. Dieser Weg führt runter in den Wald und schon passiert man am Waldesrand wieder einen dieser unscheinbaren Tümpel, die selbst bei großer Trockenheit nicht austrocknen. Das ist verwunderlich, da es nicht den Eindruck macht, dass von dem Feld irgendwie Wasser in den Teich läuft. Nachdem man ein paar Meter in den Wald hineinspaziert ist, erreicht man wieder die bekannte Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Hier geht es nach rechts weiter über einen Weg, der ziemlich abwechselnd mal am Waldrand und dann wieder durch einen Ausläufer des Waldes führt. Kurz vor der Ortschaft Dobra verlässt der markierte Wanderweg den breiten Weg und macht einen seltsamen Schlenker nach links.
Der Waldweg fällt ungewöhnlich steil bergab und endet schon wieder auf einer Straße. Hier muss man noch mal 200 Meter nach rechts auf der Straße entlang wandern, bis nach links der nächste Feldweg abbiegt. Ab jetzt ist es aber endgültig zu Ende mit den Fahrstraßen. Hier wird der Wanderweg wirklich richtig schön. Nach wenigen Metern passiert man Biotop_bei_Dobra_kleinzwei Teiche, die ganz sicher nicht natürlich entstanden sind, aber wie ein Paradies für Frösche aussehen. In den Teichen wachsen riesige Mengen Schilf und auch sonst sind genug Verstecke vorhanden. Durch den Teichwall sickert einiges an Wasser, sodass der Waldweg ziemlich matschig ist. Hier muss man, um so einigermaßen saubere Schuhe zu behalten, ein paar Schlenker und Sprünge unternehmen, oder man wählt gleich den Weg über die Krone des Teichwalls.
Hinter den beiden Teichen geht es noch ein Stück (ca. ¼ Kilometer) weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung bis zum nächsten breiten Weg. Hier biegt der gelbe Wanderweg nach links ab, aber um eine weitere sehr schöne Aussicht mitzunehmen, empfehle ich, den Weg nach rechts einzuschlagen. Der breite Weg ist mit einer ganzen Allee Apfelbäume gesäumt und führt leicht ansteigend weiter. Burg_Stolpen_ueber_Kuppe_kleinGanz lustig ist, dass der Weg über eine Kuppe führt und man geradewegs auf die Burg Stolpen blickt. Durch die Bäume am Wegesrand wird die Burg wie in ein Bild eingerahmt. Aussicht_Schneebergblick_bei_Dobra_kleinWenn man nach links blickt, dann sieht man eine große Wiese mit einem Häuschen auf der anderen Seite. Davor steht eine Bank und genau diese Stelle ist etwas Verwunderliches. In der Wanderkarte Stolpen von Dr. Böhm ist an der Stelle eine Aussicht mit dem Namen Schneebergblick eingetragen. Als ich die Karte studiert habe, erschien mir das vollkommen unrealistisch, da man von der Stelle entweder in den Wald blickt oder auf der anderen Seite in Richtung Stolpen. Aber Rolf Böhm hat mal wieder Recht gehabt, von der Wiese kann man tatsächlich rüber zum Schneeberg sehen. Damit man sich das richtig gut ansehen kann, geht man gleich hinter der Kuppe nach links am Waldrand entlang in die Richtung der großen Antenne. Der Weg gabelt sich nach ein paar Metern und hier muss man sich entscheiden, ob man zum Schneeberg (links) oder nach Stolpen (rechts) blicken möchte. Beide Aussichten sind lohnenswert und lassen sich durch einen Querfeldeinweg durch den Wald verbinden. Deshalb würde ich den Weg zuerst nach links zur Schneebergaussicht einschlagen und dann in Richtung Antenne quer durch den Wald stapfen. Gleich neben der hohen Antenne hat man eine schöne Aussicht auf Stolpen.
Von der Antenne bzw. dem daneben liegenden Wasserwerk führt ein Weg weiter am Feldrand entlang, bis hinter den beiden Einrichtungen die erste Möglichkeit nach links in den Wald abbiegt. Es geht leicht abfallend bis auf den nächsten Querweg. Dieser Weg ist dann wieder mit der wohlbekannten Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt gekennzeichnet. Auf diesem Waldweg wandert man nach rechts. Links von dem Weg kann man gleich an einigen Stellen uralte Forstgrenzsteine entdecken. seltsame_Grenzmarkierung_beim_Breiten_Stein_kleinDie gewöhnlichen Grenzsteine sind entweder mit Schwertern (kursächsische Grenzsteine) oder Kronen (Königlicher Forstgrenzsteine) gekennzeichnet. Hier liegt aber neben dem Weg ein Grenzstein, der aus der kommenden Richtung deutlich zu sehen ist, auf dem ein ganz seltsames Zeichen zu entdecken ist. Irgendwie sind wir bis heute noch nicht dahinter gekommen was es darstellen soll. Es könnten die Buchstaben S und E sein, aber dann wären sie erst im liegenden Zustand angebracht worden. Das ist sehr unwahrscheinlich.
Der Weg führt weiterhin sehr angenehm durch den Wald und nach einer Strecke von einem ¾ Kilometer weist ein Schild auf der linken Wegseite auf das Aufstieg_zum_Breiten_Stein_kleinFlächennaturdenkmal Breiter Stein hin. Hier wird für einen kurzen Abstecher die Wanderwegmarkierung mal wieder verlassen und es geht ein kurzes Stück nach links. Der Aufstieg auf den Breiten Stein ist durch eine Treppenanlage mit einem Geländer ziemlich einfach. Oben angekommen, steht man auf einem Plateau mit einer Aussicht in das Porschendorfer Becken. Aussicht_vom_Breiten_Stein_kleinDie Aussicht selber ist nicht besonders spektakulär, aber dafür hat man hier oben eine angenehme Ruhe und der eigentliche Felsen ist das Besondere. Damit man die Besonderheiten des Felsen, die oben auf einer Informationstafel erklärt werden, besser sehen kann, sollte man nach einer kleinen Rast wieder vom Breiten Stein absteigen und im Uhrzeigersinn um den Felsen herum wandern. An der südlichen Seite kann man sehr deutlich erkennen, dass der Felsen in eine Vielzahl an Brocken zerbröselt ist. Die passende Erklärung kann man sehen, wenn man noch ein Stückchen weiter um den Felsen herum wandert. Hier befindet sich eine kleine Boofe, die auch Zwergenhöhle genannt wird. In der Höhle ist eine Felswand deutlich glattpoliert (der Fachbegriff dafür soll Harnische sein) und das deutet drauf hin, dass der Granit hier über den Sandstein geschoben wurde. Dabei entstehen gewaltige Kräfte, die den Felsen in einzelne Brocken zersprengen.
Nach dieser Erkundung des Breiten Steins geht es wieder zurück auf den gelb markierten Wanderweg gelber Punkt, den man dann nach links weiter wandert. Schon nach wenigen Metern erreicht man eine große Waldkreuzung, an der es weiter auf dem markierten Weg nach links geht. Der Weg führt runter bis zum Bahnübergang der Bahnlinie zwischen Stolpen und Lohmen. Der Übergang ist nur mit einem Andreaskreuz gekennzeichnet, aber an der Stelle kann man über weite Strecken den Zug schon sehen und außerdem sind es nicht gerade Hochgeschwindigkeitszüge, die auf der Strecke fahren. Auf der anderen Seite der Bahntrasse muss man noch ein Ministück weiter wandern, bis man den gut ausgebauten Radweg zwischen Dürrröhrsdorf und Porschendorf erreicht. Auf diesem asphaltierten Weg geht es nach rechts die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Teile der Wanderung waren sehr angenehm, aber leider verliefen auch drei Teile auf mehr oder weniger befahrenen Straßen und damit lässt sich eine Wanderung einfach nicht empfehlen. Aber der Breite Stein lässt sich ganz bestimmt auch anders erkunden. Eine kleinere Runde zum Breiten Stein ist die Wackelstein.

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Bruno Barthel

Nachdem wir eine geführte Wanderung auf den Spuren von Napoleon rund um den Lilienstein mit dem Nationalparkführer Christian Neumann unternommen hatten und uns der Stil von Hr. Neumann sehr gut gefallen hat, haben wir gleich ein paar Tage später eine weitere geführte Wanderung mit ihm unternommen. Auf der Internetseite des Nationalparks (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) wurde die Führung wie folgt angeboten:

Auf den Spuren Bruno Barthels
Im Gebiet von Lohmen, Uttewalde und Wehlen war bis vor 50 Jahren Bruno Barthel, Sandsteinbrecher, Mundartdichter und Botaniker, zu Hause. Kurz vor dem Tod erschien sein Heimatbuch “Im di Bastei rim”. Wir erkunden die Schauplätze Barthel’scher Geschichten, kommen von der Waldidylle in Teufelsküche und hören seine Steinbrechergeschichten in einem stillgelegten Bruch. Gönnen Sie sich einen faszinierenden Tag im Elbsandsteingebirge. Erleben Sie spannende, lustige und nachdenkliche Barthel’sche Geschichten an Originalschauplätzen. Ich freue mich auf Sie!
Termin:               Mo
02.10.2006   10.00 Uhr
Anmeldung:         erforderlich
Treffpunkt:           Anreise: S-Bahn bis Wehlen, dann mit Fähre übersetzen nach Stadt Wehlen bis zum oberen oder unteren Parkplatz (beide sind gebührenpflichtig).
Zeitdauer:            ca. 4 Stunden; je nach Leistungsvermögen
Konzept und Durchführung: Nationalparkführer: Christian Neumann
Preis:                 Erw. 6,- €; Kinder 3,- €

Bruno_Barthel

Das heißt natürlich, dass es sich auch hierbei nicht um eine gewöhnliche Wanderbeschreibung handelt, sondern um einen Erfahrungsbericht zu einer geführten Wanderung. Die telefonische Anmeldung klappte wie bei allen anderen Führungen perfekt und am vereinbarten Termin trafen wir uns vor der Wehlener Kirche. Die Kirche nennt sich seit dem Jahre 2004 auch Fahrradfahrerkirche und das muss einen nicht wundern, da bei schönem Wetter der Elbe-Fahrradweg eine riesige Anzahl Besucher nach Wehlen schwemmt. Die Kirche haben wir, als Start der Führung, kurz umrundet, da auf der Rückseite zu den Zeiten von Bruno Barthel (27.02.1885 – 23.02.1956) eine Apotheke sich befand, die in einer seiner Geschichten einen tragende Rolle spielte. Von Stadt Wehlen sind wir in Richtung Buschholz aus dem Elbetal heraus gestiegen. Da der Aufstieg auf gewöhnlichen Fußwegen und einer Fahrstraße erfolgte, Teufelsgrund_Durchgang_kleinwar die Steigung ganz angenehm und wir konnten uns sehr gut unterhalten. Hr. Neumann erzählte eine paar Eckdaten über Bruno Barthel, z.B. wie seine familiären Verhältnisse gewesen sind, dass er als Steinbrecher gearbeitet hat und wo er gewohnt hat. Nach dem Aufstieg sind wir dann über die Teufelsschlüchte wieder in den Wehlener Grund abgestiegen. Der Weg durch die Teufelsschlüchte hat wirklich viel Spaß gemacht, da es nicht einfach nur ein gewöhnlicher Pfad durch eine Schlucht ist, sondern man schon ein paar Mal unter herabgestürzten Felsbrocken drunter her klettern muss. Vor bzw. in der Schlucht hat Hr. Neumann uns die Entstehung der Schluchten durch die drei Eiszeiten sehr eindrucksvoll erklärt. Daran konnten wir sehr deutlich heraushören, was er irgendwann mal studiert hat, da er uns dieses Thema spitzenmäßig erklären und veranschaulichen konnte.
Im Wehlener Grund sind wir dann ein kurzes Stück aufwärts gegangen, bis zum Abzweig des Uttewalder Grundes. Auf dem Teilstück der Wanderung hat uns Hr. Neumann die Geschichte des kleinen Bruno Barthel erzählt, als er von seiner Mutter zur Apotheke nach Wehlen geschickt worden ist. Ich möchte die Geschichte hier nicht wiedergeben, da man sie sich auf der geführten Runde von Hr. Neumann selber anhören sollte, oder im Buch ” Im di Bastei rim” von Bruno Barthel nachlesen kann (was aber für einen normalen hochdeutsch sprechenden Menschen wie mich eine unlösbare Aufgabe ist). Wir sind nicht in den Uttewalder Grund reingewandert, sondern am Freundschaftsstein nach rechts weiter gegangen. Steinerner_Tisch_2_kleinAuch hier haben wir uns über Kleinigkeiten wie z.B. einen “Strudeltopf”, der rechts des Weges zu sehen ist, gefreut. Normalerweise läuft man an so einem seltsamen Loch vorbei, und nur wenn man ganz aufmerksam ist, stellt man sich die Frage, warum genau an dieser Stelle irgendwelche Leute so ein seltsames Loch gebohrt hätten. Mit einem geschulten Führer wandert man an solch einem Loch nicht einfach vorbei. Wir sind der roten Punkt Wegmarkierung roter Punkt weiter gefolgt und nach einem angenehmen Aufstieg am Steinernen Tisch angekommen. Natürlich hat uns Hr. Neumann auch hier den Hintergrund zu dieser steinernen Sitzgruppe erklärt.
Amselfall_kleinDa wir die Bastei und den ganzen Bereich drum herum schon ganz gut kannten, haben wir einen anderen Weg gewählt, als Hr. Neumann normalerweise geht, und so sind wir quer rüber bis zum Amselfall gegangen. Da sich meine Frau noch kurz in der Nationalpark- Informationsstelle Amselfall umgesehen hatte, haben wir das Glück gehabt, dass irgendein netter Besucher die 30 Cent für das kurz-Wasserfall-laufen-lassen ausgegeben hat. Wenn denn die Schleuse per Fernsteuerung geöffnet wird, dann ist der Wasserfall auch seinen Namen wert. Es rauscht und plätschert würdig. Nach dieser kleinen Einlage ging es auf dem viel besuchten Weg bis nach Rathen runter. Auf dieser Strecke waren an dem Brückentag schon so einige Wanderer unterwegs und es nahm mit dem Näherkommen an Rathen immer mehr zu. An der Elbe angekommen, ging es in die Richtung Wehlen, aber nicht auf dem Elberadweg, sondern auf der Terrasse der Steinbrüche. Hier oben haben wir überraschenderweise keinen einzigen anderen Mitmenschen angetroffen. Hr. Neumann hat uns einiges zu den gefährlichen Arbeitsweisen, den Hintergründen und der Geschichte der Steinbrüche erzählt. Es war sehr beeindruckend, wenn man auf dem kleinen Pfad über die Terrasse der Steinbrüche entlang wandert und so schön erklärt bekommt, wie es vor hundert Jahren hier ausgesehen hat. Knapp neben der Bergsteigerhütte, die beinah durch den Felssturz des Wartturms verschüttet wurde, haben wir eine kleine Rast eingelegt. Von hier oben konnten wir gut die Menschenmassen beobachten, die mit der Gierseilfähre in Rathen einfielen. Unser weiterer Weg führte zwischen dem Steinbruch und den ehemaligen Häusern der Steinbrecher vorbei. Heutzutage werden diese Häuser als Ferienhäuser benutzt. Faszinierend schön sind die steinernen Garten”türchen”. Kurz hinter dem Ortsanfang Wehlen sind wir dann wieder auf den Elberadweg gestoßen. Von hier aus ging es die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt zurück.
Damit war eine sehr schöne Wanderung zu Ende, die meiner Frau und mir sehr gut gefallen hat. Was uns auch ganz besonders gut gefallen hat, war, dass wir bei der Verabschiedung noch mal so etwas wie eine schriftliche Zusammenfassung der Wanderung erhalten haben. Hiermit möchten wir uns nochmals bei Hr. Neumann bedanken für die sehr gelungenen Führungen und die sehr gut rüber gebrachten Hintergrundinformationen.
Nachtrag: H. Neumann hat inzwischen eine eigene Internetpräsenz (www.nationalparkfuehrer-christian-neumann.de), auf der man alle seine geführten Wanderungen aufgelistet sind.

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Burglehnpfad

In der Originalbeschreibung zur Genusswanderung wurde ein Abstecher zum Burglehnpfad empfohlen und auf der Wanderung zur Herrenleite war mir ein seitlicher Zugang ins Auge gefallen. Da zu Pfingsten die Sächsische Schweiz mal wieder vollkommen überlaufen war, musste eben mal der Rand der schönen Landschaft erkundet werden. So liegt der Startpunkt für diese Wanderung in Lohmen. Hier darf man im gesamten Ort noch kostenlos parken und so ist es ziemlich egal, an welche Stelle man den Startpunkt legt, es sollte nur ungefähr im westlichen Bereich von Lohmen sein. Von der Staatsstraße S164 (Pirnaer Straße bzw. Basteistraße) zweigt der Herrenleither Weg in südliche Himmelsrichtung ab. Auch wenn das die direkte Zufahrt in das Tal ist, fahren hier nur ganz vereinzelt Autos und dadurch kann man schon den Weg aus Lohmen heraus mit einem Blick in die Landschaft genießen. Auf der linken Seite verläuft ziemlich parallel die Kastanienallee und rechts kann man auch vereinzelt über die Ebene der Felder blicken. Nach etwas mehr als ½ Kilometer erreicht der Weg den Wald und es geht in einem typischen Sandsteingrund abwärts.  Einfahrt_Lohmener_Motorradclub_kleinNach einem sehr angenehmen Weg in das eigentliche Haupttal der Herrenleite passiert man auf der rechten Seite das Gelände des Lohmener Motorradclubs und links die unteren Ausläufer des Feldbahnmuseums. Sehr ungewöhnlich sehen die Gebäude und die Umzäunung des Motorradclubs aus. Dabei handelt es sich um ein altes Militärlager, das in ausgedehnten Stollensystemen untergebracht war. Heutzutage können hier die etwas lauteren Feste gefeiert werden, ohne dass irgendjemand gestört wird.
Auf dem Gelände des Feldbahnmuseums trifft sich ein wirklich fleißiger kleiner Verein. Es ist ganz schön verwunderlich, dass in einem Land, in dem wirklich alles genormt ist, die Spurweiten der Eisenbahnen so unterschiedlich sind. So gibt es Schienen, die 530, 600, 700, 750, 780, 900 und 1000 mm breit sein müssen. Genau so etwas und vieles mehr kann man auf dem Gelände entdecken und selbst außerhalb der offiziellen Besuchstage (Samstags Mai – Oktober) finden.
Die Wanderung führt von dem Herrenleither Weg nach rechts auf den Herrenleitenweg. Hier weist ein seltsames Verkehrsschild (Privatstraße des Bundes. Benutzen auf eigene Gefahr) auf die Historie des Tals hin. Als ich die Wanderung zum Pfingstmontag unternommen habe, standen gleich noch ein paar weitere seltsame Schilder herum. So wies ein Schild auf Draisinenfahrten und deren Vorfahrt hin und außerdem sollte man nicht auf dem Randstreifen parken, da ein Busverkehr hier eingerichtet wäre. Tatsächlich begegnete mir in dem Tal ein historischer Bus, der als Pendelverkehr zwischen Pirna und dem Museumsgelände unterwegs war. Trabi_Draisine_kleinAuf der Bahntrasse neben der Straße fuhren mindestens zwei motorgetriebene Draisinen, von denen eine (Schienentrabi) ungewöhnlicherweise am Ende der Strecke durch eine raffinierte Drehvorrichtung gewendet wurde. Die Fahrgäste hatten einen riesigen Spaß, durch das schöne Tal gefahren zu werden.
Das Tal der Herrenleite endet auf der Wehlener Straße, die nur ganz wenige Meter (ca. 50 Meter) nach links begangen werden muss, um dann gleich wieder nach rechts abzubiegen. Der Weg ist ab der Kreisstraße mit dem gelben Punkt gelber Punkt markiert und steigt dann nach Mockethal an. Hier stehen gleich mehrere tolle alte Häuser und Bauernhöfe. Die Dorfstraße Am Rundling endet auf einem schönen Dorfplatz mit einem Teich in der Mitte. Hier versteckt sich der weitere Weg ein wenig, Kaelbergarage_Mockethal_kleinaber es geht auf der rechten Seite gelb markiert weiter. Die Wanderung passiert einen größeren Bauernhof, der sich auf Rinderzucht spezialisiert hat. Super lustig sehen die Kälbergaragen zwischen den Ställen und dem Wanderweg aus. Die Tiere leben zwar nicht auf einer riesigen Fläche, aber für einen vollkommenen unwissenden Mitmenschen wie mich sehen die Kälber trotzdem ganz zufrieden aus.
Gleich hinter dem Hof führt die Wanderung auf das Feld hinaus und man kann nett in die Landschaft blicken. Nach einer kurzen Strecke von 200 Metern beginnt der Abstieg runter in den Mockethaler Grund. Der größte Teil der 50 Höhenmeter erfolgt über einige Stufen und am Ende erreicht man den Radweg/die Fahrstraße im Elbtal. Hier geht es gleich wieder die nächsten 170 Meter auf der Fahrstraße den Mockethaler Grund aufwärts, bis nach links (kurz vor der Hausnummer 6a) die gelbe Wanderwegmarkierung abbiegt. Der Aufstieg ist außerdem mit dem Symbol des Sächsischen Weinwanderwegs gekennzeichnet und führt mit so einigen Schlenkern aus dem Elbtal heraus. Ehrenhain_Gedenkstein_Copitz_kleinAm Ende erreicht man die Ebene und gleich fallen einem der toll angelegte Pfad an dem Postaer Elbhang und ein relativ großer Ehrenhain auf. vorderer_Blick_vom_Burglehnpfad_auf_Pirna_kleinDer Burglehnpfad ist 2006 saniert worden und bietet einige sehr schöne Aussichten ins Elbtal und rüber auf Pirna bzw. das Schloss. Der Weg ist durch eine großzügige Spende von Reny Zieschang-Wieder und Herbert Zieschang saniert worden. Sehr pfiffig ist, dass selbst die Pflege und Unterhaltung des Weges durch eine neue Solaranlage auf dem Dach der Pirnaer Grundschule finanziell gesichert ist. An mindestens 7 Stellen stehen Bänke und die Blickachse auf die andere Elbseite ist ordentlich toller_Burglehnpfad_Pirna_kleinfreigeschnitten. Der Burglehnpfad ist ungefähr einen Kilometer lang und es macht wirklich viel Spaß, ihn Blick_vom_Burglehnpfad_auf_Schloss_Pirna_kleinentlang zu wandern. Nach dem Kilometer biegt nach links eine Treppe ab, von der man noch mal einen netten Blick auf das Panorama von Pirna hat. Ganz reizvoll ist, sich vorzustellen, dass es hier reichlich Häuser gibt, die alle diesen netten Blick genießen und dabei auch noch hochwassersicher sind. Eigentlich kein Wunder, dass die Häuser hier oben auch Schöne Höhe genannt werden.
Am Ende der Treppe geht es nach rechts auf der Straße Oberleite und dann auf der Niederleite weiter. Diese Straße endet auf der Hauptstraße und spätestens ab dieser folgt man der Wanderwegmarkierung blauer Punkt blauer Punkt. Nach einem kurzen Stück (weniger als 200 Meter) gabelt sich der Weg und es geht nach links, auch wenn die Straße rechts verführerischerweise schoene_Villa_Pirna_kleinLohmener Straße heißt, auf der Pillnitzer Straße weiter. Die blaue Wanderwegmarkierung führt durch den nördlichen Teil von Pirna und mit dem Übergang von der Pillnitzer Straße auf die Liebethaler Straße wird der Straßenverkehr wieder besondere_Villa_Pirna_kleinangenehm und man kann so einige prachtvolle Häuser bestaunen. Zwischendurch passiert man ein Feuchtgebiet und dann muss man noch ein ganzes Stück an der Kreisstraße Altjessen bzw. Liebethaler Grund entlang wandern. Aber auch auf dieser Straße hält sich der Straßenverkehr sehr in Grenzen und man kann gut am Rand entlang wandern. Kurz nachdem man die Grundmühle im Wesenitztal passiert hat, wird das Tal enger und auf der linken Straßenseite ragt die erste Felswand eines alten Steinbruchs auf. Diese Wand sieht sehr ungewöhnlich aus, da die gesamte Fläche zugewuchert ist.
Bevor die Fahrstraße nach links aus dem schönen Liebethaler Grund verschwindet, passiert man die Liebethaler Mühle, die auch heute noch zumindest als Wassermühle in Funktion ist. Gleich neben den Gebäuden befindet sich ein Wendehammer bzw. Parkplatz, an dem am Wochenende ruhige_Wesenitz_kleineine große Anzahl an Kletterern anzutreffen ist. In dem ehemaligen Steinbruch versuchen viele ihr Können an der Felswand. Selbst wenn die Kletterer nicht in der Wand hängen, kann man hier sehr gut ihre Spuren erkennen, da anscheinend einige mit Magnesia geklettert sind. An vielen Griffen sind diese markanten Spuren zu sehen und man kann sich drüber freuen, dass dieses Hilfsmittel in der Sächsischen Schweiz verboten ist.
Das letzte größere Teilstück der Wanderung beginnt mit dem Weg in den Liebethaler Grund. Hier weist auf der linken Wegseite eine dieser tollen Glastafeln auf den Start des Malerwegs hin. Der Wanderweg durch das Tal der Wesenitz ist wirklich fantastisch und der Bachlauf ist mal ganz ruhig und dann wieder vollkommen wild und stürzt sich über Felsen hinweg. Steg_zum_ehemaligen_Copitzer_Elektrizitaetswerk_kleinNach 1 Kilometer passiert man die Ruine eines Wasserkraftwerkes (Copitzer Elektrizitätswerk), das immer mal für romantische Fotos einer Industrieruine herhalten muss. Ganz besonders die Sprossenfenster und das alte Turbinengehäuse tauchen Wagner-Denkmal_im_Liebethaler_Grund_kleinimmer mal wieder bei der Fotocommunity (www.fotocommunity.de) auf. Dieses Wasserkraftwerk wurde über ein langes Rohr mit Wasser versorgt und dieses kann man flussaufwärts gleich neben dem Wanderweg entdecken. Bald erreicht man das riesige Richard-Wagner-Denkmal, das hier unten im Liebethaler Grund vollkommen überrascht, aber wenn man erfährt, dass Herr Wagner hier unten die ersten Entwürfe für Lohengrin skizziert hat, dann ist es ein wenig verständlicher
Auf dem weiteren traurige_Lochmuehle_und_Wesenitz_kleinWeg passiert man die trostlose Lochmühle und dahinter geht es über die Wesenitz hinweg. Hier stürzt sich das Wasser ganz besonders wild wilde_Wesenitz_an_der_Lochmuehle_kleinüber eine größere Stufe im Bachbett hinunter. In der Verlängerung der Brücke geht es mit einer langen Treppenanlage aus dem Tal heraus und hinauf in die Ortschaft Daube. Da erreicht man einen netten Dorfplatz, der mit einer Straße umrundet wird. Genau auf dieser Straße geht es nach vorne bis zur nächsten Aufstieg_von_Wesenitz_nach_Daube_kleinQuerstraße. Dort wandert man nach links in Richtung Lohmen. Nach wenigen hundert Metern erreicht man die Lohmener Kläranlage, die überraschenderweise überhaupt nicht stinkt. Gleich an der Kläranlage biegt nach rechts der Kirchsteig ab. Blick_Kirchsteig_zur_Kirche_Lohmen_kleinDiese Wohnstraße führt an einer Vielzahl neuer Einfamilienhäuser vorbei, bis nach ein paar hundert Metern der Kirchsteig in einen reinen Gehweg übergeht. Der Name für diesen Weg ist mit Steig irgendwie leicht irritierend, aber die Bezeichnung Kirchsteig ist ziemlich zutreffend, da man wirklich geradlinig auf die Lohmener Kirche zugeht. Nach insgesamt ½ Kilometer auf dem Kirchsteig sollte man nach rechts abbiegen. Hier bietet sich sehr gut die Fabrikstraße oder die Pestalozzistraße an, um dann auf der Bahnhofstraße nach links bis zur Staatsstraße S164 (Pirnaer Straße bzw. Basteistraße) weiter zu wandern. Damit ist man am Ausgangspunkt der Wanderung angekommen. Ich war wirklich überrascht von dem schönen Burglehnpfad und noch mehr erfreut mich, dass eine Privatperson so viel Geld für einen Weg und damit dem Vergnügen der Allgemeinheit spendet.

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