Caspar-David-Friedrich-Weg

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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,75 h
Entfernung:
ca. 14,00 km
Höhenunterschied:
ca. 520 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Krippen - Parkplatz - Elberadweg - Ziegelscheune - Mittelhangweg - Hirschgrund - gelber Strich - Schöna - Hauptstraße - Bahnhofstraße - roter Punkt - Kaiserkrone - roter Punkt - Grundweg - Zigeunergrund - Neue Siedlung - Forstamtweg - Wolfsberg - Zum Wolfsberg - Reinhardtsdorf - blauer Punkt - Am Viehbigt - Malerweg - Krippenberg - grüner Punkt - Püschelweg - Steinbruch - Krippen - Bächelweg - Parkplatz Krippen

Beschreibung:

Die Wanderung beginnt in Krippen an dem kleinen Parkplatz neben den Bahngleisen. Von dem Parkplatz geht es unter der Bahntrasse durch in die Richtung der kleinen Krippener Fähre. Am Kinderspielplatz steht die erste Informationstafel zum Caspar-David-Friedrich- Wanderweg, auf der die ersten allgemeinen Daten zum Maler und dem Wanderweg enthalten sind.

Caspar-David-Friedrich

Die Wanderung auf dem Elberadweg ist auf dieser Flussseite ziemlich angenehm, da die meisten Radfahrer entweder von Bad Schandau flussabwärts fahren oder die andere Elbeseite wählen. Blick_von_Krippen_ins_Elbetal_kleinDadurch kann man den schönen Blick auf die gegenüberliegende Seite weitestgehend ungefährdet genießen. Noch in Krippen kann man auf der gegenüberliegenden Flussseite die Siebenbrüderhäuser entdecken, im Anschluss daran fallen die gelb leuchtenden Sandsteinbrüche auf und natürlich ragen über allem die Felsen der Schrammsteine. Am östlichen Ende von Krippen passiert die Wanderung die Gaststätte Ziegelscheune (www.ziegelscheune-krippen.de), die im Sommer mit einem netten kleinen Biergarten aufwartet und passenderweise zu dieser Wanderung heißt eines der Übernachtungszimmer auch Caspar-David-Friedrich-Zimmer.
Hinter der Gaststätte geht es noch ein paar hundert Meter (ca. 900 Meter) weiter auf dem Elberadweg und dann erreicht man die Informationstafel Nr. 2. Ziemlich genau an der Stelle, wo heute die Tafel steht, hat vor 2 Jahrhunderten Caspar David Friedrich das Elbtal mit Blick in Richtung Lilienstein gemalt. Auf seinem Gemälde kann man sehr gut erkennen, wie das Elbtal zur Zeit der Steinbrüche ausgesehen hat. Nach weiteren 400 Metern auf dem Elberadweg erreicht man die Tafel Nr. 3, die ein Bild von einem Steinbruch erklärt. Von diesen Steinbrüchen befinden sich ganz viele auf beiden Elbtalseiten und werden auch auf dem nächsten Teilstück der Wanderung entdeckt. Gleich gegenüber der Informationstafel geht es dann unter der Bahnlinie drunter her und ein paar Stufen den Hang hinauf. Am Ende der Stufen weist ein Schild nach links. Sehr ulkig ist, dass auf den Pfosten des Wegweisers ein richtig ordentlicher Wanderschuh genagelt war. Der Hangweg ist in diesem Bereich nur ein Pfad, ehemalige_Steinbrueche_und_Torsteine_kleinder so einigermaßen angenehm zu wandern ist. In einem Bereich sind in den letzten Jahren die Bäume gefällt worden, sodass man einen freien Blick ins Elbtal hat. Nach einem Teilstück, dessen Ruhe höchstens von einem vorbeiratternden Zug unterbrochen wird, erreicht man die nächste Station. Auf der Tafel Nr. 4 wird eine Zeichnung von einem Felsen gezeigt, der beim Teufelsturm auf der gegenüberliegenden Talseite wiedererkannt wurde. Hier haben wir ordentlich gerätselt und man braucht schon viel Fantasie, um die Stelle der Vorlage zu erkennen. Das geht mit der Tafel Nr. 5 (die man nach ein paar weiteren Metern auf dem Hangweg erreicht) schon ein ganzes Stück einfacher. Hier ist aber auch sehr hilfreich die Skizze von Caspar David Friedrich auf ein aktuelles Foto gemalt worden. Weiter geht es also auf dem Hangweg, vorbei an der kleinen C.-D.-Friedrich-Quelle zum nächsten Schild Nr. 6. Hinter diesem Schild geht es ein paar Meter den Hang hinauf. Auf dem Mittelhangweg angekommen, gibt es etwas Interessantes zu sehen, nämlich einen gut erhaltenen Steinbruch, den heutzutage anscheinend einige Leute als Rast- oder Lagerplatz benutzen. Er bildet eine große Höhle und könnte wohl ohne Probleme auch als Boofe benutzt werden.
Der Caspar-David-Friedrich-Weg schwenkt in den Hirschgrund ein und wie auf Bestellung standen dort bei meiner Wanderung tatsächlich zwei Rehe am Hang. Rehe-im-HirschgrundWenn es nicht ein wenig schwierig wäre, diese Viecher abzurichten, so hätte ich gesagt, irgendjemand hat sie netterweise dort abgestellt. Vorbei geht es an der Tafel Nr. 7 und weiter auf dem asphaltieren Weg mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich den Berg hoch nach Schöna. Oben in Schöna ist der Caspar-David-Friedrich-Weg ein wenig irritierend ausgeschildert, aber eigentlich ist es ganz einfach. Es geht auf dem gelben Strich weiter, bis der rote Punkt  roter Punkt den Weg quert. Auf diesem geht es jetzt nach links weiter zur Kaiserkrone. Am Fuße der Kaiserkrone findet man die Tafel Nr. 8 mit den meiner Ansicht nach anschaulichsten Beispielen dafür, dass Herr Friedrich von der Sächsischen Schweiz inspiriert worden ist. Die Kaiserkrone mit ihren drei Gipfeln sollte man sich nicht entgehen lassen. Alle drei Spitzen lassen sich ohne großen Aufwand erklimmen.
Von der Kaiserkrone geht es jetzt wieder herunter und auf dem schon bekannten roten Punkt quer durch das ganze Dorf Schöna. Der Caspar-David-Friedrich-Weg ist die ganze Zeit wirklich perfekt ausgeschildert und so geht es durch den Zigeunergrund und den südlichen Teil der Ortschaft. Der Weg verläuft in diesem Bereich auf dem Malerweg, das liegt einfach daran, dass dies wirklich die schönste Streckenführung ist. Von Reinhardtsdorf geht es über ein Feld in Richtung Wolfsberg. Unterwegs lädt ein sehr schön angelegter Teich zum Verweilen ein. Vom Wolfsberg hat man einen wirklich schönen Panoramablick. Dieser ist auch auf der Internetseite des www.wolfsberghotel.de zu sehen. Der Wanderweg ist übrigens anders ausgeschildert, als auf den ganzen Schildern zu sehen ist. Auf den Tafeln ist der Weg durch Reinhardtsdorf/Schöna dargestellt, aber ausgeschildert ist er auf dem großen Bogen über die Zufahrt des Hotels. Ich empfinde diese Strecke auch viel schöner als den Weg an Reinhardtsdorf und Schöna entlang. Gut gemachte Wegänderung. Am Wolfsberg steht noch einmal die Übersichtstafel Nr. 1 und die Tafel Nr. 9.
Vom Wolfsberg geht es wieder hinunter nach Reinhardtsdorf. Der Weg ist sehr breit und wenn ich mich richtig erinnere, ist dieser Weg die alte Zufahrt zum Wolfsberghotel. In Reinhardtsdorf angekommen, geht es über die Hauptstraße und gleich auf der gegenüberliegenden Seite dem grünen Punkt grüner Punkt wieder hinterher. Eigentlich wäre es viel schöner, wenn man auf dem Weg parallel zum Ortsrand weiter wandern könnte. Auf diesem Weg hatte man einen tollen Blick auf die Schrammsteine und musste nicht durchs Dorf. Leider ist anscheinend ganz am Ende des Weges ein privates Grundstück, dessen Besitzer den Durchgang mit einem Tor verhindert. Steinbruch_bei_Reinhardtsdorf_1_kleinEs ist kein wirklich ernsthaftes Tor, auch nicht abgeschlossen, aber es ist ein Tor, mit dem der Besitzer irgendetwas bewirken möchte. Ich vermute, dass dort nur verhindert werden soll, dass irgendwelche Auto- oder Mofafahrer den Weg benutzen. Leider kann ich aber durch das Tor den Weg nicht mehr empfehlen. Es geht also auf dem grünen Punkt durchs Dorf. Der Weg geht bald darauf aus dem Dorf heraus und an einem Steinbruch vorbei, der auch heute noch in Betrieb ist. Der Wanderweg führt schnell den Hang hinunter und es geht noch an Tafel Nr. 10 und Tafel Nr. 11 vorbei. Kurz bevor man Krippen wieder erreicht, kommt man durch einen Bereich, an dem noch die alten Spuren von einigen Berghang-Gärten zu sehen sind. Terrassen-BerghaengeDie ökonomische Lage zwang die Einwohner, mit beträchtlichem Aufwand die Berghänge vom Wald zu roden und gartenbaulich zu nutzen. Die jahrhundertealten, überwachsenen und einfallenden Mauern sowie die verwilderten Terrassen bezeugen das noch heute. Vor allem wurden Obst und Gemüse angebaut und Ziegen gehalten. Ich schätze mal, dass es früher 15 bis 20 Gärten gewesen sind. Eine erhaltene Felsinschrift verdeutlicht nachhaltig den enormen Aufwand bei der Bearbeitung der Berghänge: „Das Urbarmachen der Parzelle von meiner alleinigen Hände ist begonnen im Jahr 1860. Vollendet 1876. Karl Eduard Salomon.“ Der grüne Punkt führt noch die letzten paar Meter durchs Dorf Krippen bis zurück zum Ausgangspunkt am Krippener Parkplatz.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Krippen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Krippen

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