Kleinsteinhöhle

Abstimmung:
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 16,00 km
Höhenunterschied:
ca. 647 Meter
beste Reisezeit:
 
Schwierigkeitsgrad:
lang
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
,
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Saupsdorf - roter Strich - Wachberg - blauer Strich - grüner Punkt - Saupsdorfer Richtermühle - Ottendorf - Lochräumicht - Pietschmühle - gelber Punkt - Arnstein -roter Strich - Kleinsteinhöhle - Saupsdorf

Kleinsteinhöhle

Ich durfte mal wieder Papataxi spielen und unsere beiden kleinen Gören zu ihrer Freundin nach Saupsdorf fahren. Da ich aber keine Lust hatte, wieder kreuz und quer durch die halbe Sächsische Schweiz nach Hause zu fahren und dann das Gleiche nochmal, um die beiden irgendwann wieder abzuholen, habe ich gleich mal eine ordentliche Wanderung unternommen. Schon mal vorweggenommen, es ist eine super Wanderung geworden.
Der Startplatz liegt also in Saupsdorf, wo man netterweise seit dem Sommer 2013 sogar kostenlos parken darf. Von dem Parkplatz geht es nach rechts ein paar wenige Meter (100 Meter) auf der Hauptstraße Aussicht_vom_Wachberg_zum_Weifberg_Saupsdorf_kleinbis zur abknickenden Vorfahrtsstraße. Hier biegt nach links die Wachbergstraße mit der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich ab. Dieser Wegmarkierung folgt man und nach den ersten 140 Höhenmetern erreicht man die Gaststätte “Wachbergbaude” und damit die schöne Aussicht vom Wachberg herunter. Früher wurde die Aussicht auch Schweizerkrone genannt und das ist ein netter Beiname für eine der höchsten Aussichtspunkte der Sächsischen Schweiz.
Von hier geht es nach links über den grünen Punkt grüner Punkt in Richtung des Dr.-Alfred-Meiche-Wegs. Der Waldweg führt abwärts durch einen dichten Wald mit ziemlich hohen Fichten. Auf der rechten Wegseite kann man an ein paar Stellen die Grenzsteine nach Tschechien sehen. Insgesamt sind es 1 ½ Kilometer auf dem Waldweg, bis nach links der grün markierte Wanderweg abbiegt. Hier geht es aus dem Wald heraus. Zuerst passiert man das Gelände der Waldmühle. Als ich diese Wanderung unternommen habe, war es ganz schön heiß und da war es ziemlich gemein, den leuchtend blauen Pool neben dem Haupthaus zu sehen.
Auf der Zufahrt der Waldmühle geht es weiter durch das Tal bis zur Landstraße an der Saupsdorfer_Richtermuehle_kleinSaupsdorfer Richtermühle. Gleich neben dem Eingang des Gebäudes hängt ein Gedenkstein an einen wirklich grässlichen Teil der deutschen Geschichte. Der Text auf dem Gedenkstein ist: „Am 21. April 1945 erreichte der Häftlingszug aus dem KZ Schwarzheide diese Mühle. Häftlinge stürzten zum Bach hinunter um zu trinken. SS-Männer prügelten sie in die Kolonne zurück.“
Für die weitere Wanderung muss man ein ganz kleines Stück (ca. 20 Meter) nach links auf der Landstraße entlang wandern, um dann gleich hinter der Richtermühle wieder auf der grünen Wanderwegmarkierung nach rechts abzubiegen. Der jetzt begangene Wanderweg ist sehr angenehm und eine schöne Verbindung nach Ottendorf. Nach 1 ½ Kilometer erreicht man die Fahrstraße zwischen dem Kirnitzschtal und Ottendorf. Auf dieser Dorfstraße geht es nach rechts aufwärts. Nach 400 Metern steht auf der linken Straßenseite ein Gedenkstein an Kurt Glaser. Gleich dahinter biegt eine Parallelstraße (Parkstraße) von der Hauptstraße ab und hier wandert man 200 Meter in die gleiche Richtung, um nochmal auf die Hauptstraße zu gelangen und dann gleich hinter dem nächsten Haus wieder links abzubiegen. Der Weg führt in einer Schleife den Hang hinauf und am Ortsrand macht es den Eindruck, als ob der Weg in einem Bauernhof endet, aber man kommt hier sehr gut aus der Ortschaft heraus. Dieser Feldweg mündet nach 100 Metern in einen Querweg, den man nach links weiter wandert. Nach 200 Metern gabelt sich der Weg und man nimmt nicht den verführerischen Weg geradeaus, sondern man geht nach rechts weiter. Der Feldweg steigt noch ein ganz kleines Stück an, um dann einen Blick über Ottendorf in die Landschaft freizugeben. Obwohl es deutlich zu merken ist, dass man auf einen Berg hoch gestiegen ist, hat der Berg anscheinend keinen Namen bzw. ist in keiner mir bekannten Wanderkarte einer eingetragen. Nur in einer Karte stand die Bezeichnung Lochräumicht, was aber irgendwie nicht nach einem Berg klingt. Dass so ein Berg keinen Namen hat, ist ziemlich ungewöhnlich und eigentlich schon fast schade, da es am Waldrand einen sehr netten Platz mit schöner Aussicht gibt.
Nachdem man 30 Meter am Waldrand entlang gewandert ist, biegt in den Wald hinein ein unscheinbarer Weg ab. Dieser fällt leicht ab und es geht ungewöhnlich einfach runter in das Tal der Pietzschmühle. Deren Gelände wird am untersten Gebäude erreicht und hier muss man ein kurzes Stück die Straße aufwärts wandern. Jahreszahl_1761_Pietzschmuehle_Ottendorf_kleinDabei passiert man oberhalb des eigentlichen Mühlengeländes ein uraltes Haus, das im Jahre 2013 grundlegend saniert wird. Immerhin kann man an dem Gebäude die Jahreszahlen 1761 (Hauswand) und 1884 (Türsturz) lesen. Obwohl im Sommer 2013 das Dach nur provisorisch gedeckt war, lebten so einige Bewohner in Form eines Wespennestes in ihm. Mir würde mit solchen Untermietern eine Sanierung nicht so richtig Spaß machen.
Bald erreicht man einen nach rechts abzweigenden Waldweg, der mit dem gelben Punkt gelber Punkt gekennzeichnet ist und folgt diesem. Die Markierung führt ein kurzes Stück auf einem breiten Waldweg neben dem Bachlauf entlang und biegt dann ab in Richtung Arnstein. lustiges_gelbe_Wanderwegmarkierung_kleinSo einige der gelben Wanderwegmarkierungen hat irgendein netter Mitmensch mit Gesichtern versehen. Das sieht wirklich lustig aus. Der Weg ist angenehm zu gehen und passiert eine überraschende Aussicht mit dem Namen Tägers Wonne. Der auffällige Berg, auf den man von der Aussicht blickt, ist der Heulenberg auf der gegenüberliegenden Kirnitzschtalseite. Links neben dem Berg befindet sich ein tiefer Einschnitt und daneben sind zwei einzelne Gipfel zu sehen. Aus dieser Perspektive kann man sehr gut sehen, dass eigentlich das Große Pohlshorn ein Stückchen niedriger ist als das Kleine Pohlshorn.
Nach einem etwas wilden Abstieg – so mancher Regenschauer hat an dem Weg genagt – geht es ein Stück fast horizontal weiter und dann erreicht man den Zugang zum Arnstein. Den Abstecher hoch auf den Felsen sollte man unbedingt unternehmen. Die ersten paar Meter erfolgen noch unterhalb des eigentlichen Felsens über einige unterschiedliche Stufen. Nachdem man den Felsfuß erreicht hat, geht es rechts bis zum eigentlichen Zugang. Der Aufstieg erfolgt über ein Felsband mit Geländer und dann durch eine relativ enge Stelle. Hier kommt man mit dem Rucksack auf dem Rücken nicht durch, aber man kann ihn ja auch mal kurz in der Hand tragen und so sollte doch jeder Wanderer in der Sächsischen Schweiz die Stelle passieren können. Nach noch ein paar Stufen Blick_vom_Arnstein_in_die_Hinteren_Saechsische_Schweiz_kleinerreicht man den Gipfel mit der wirklich tollen Aussicht. Von hier blickt man sehr schön in das Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz. Dabei sind die wichtigsten Felsen z.B. Bloßstock, Falkenstein, Kuhstall, Schrammsteine und die beiden Winterberge zu sehen. Kaempfer_am_Arnstein_kleinDer Arnstein trägt auch noch den Beinamen Ottendorfer Raubschloss und dazu passend kann man hier oben einige Spuren entdecken. Am auffälligsten ist natürlich die Regenzisterne, aber auch an mehreren anderen Stellen kann man z.B. Darstellungen im Sandstein entdecken, die uralt aussehen. So sind deutlich ein Krieger am oberen Gipfelplateau und ein Gesicht am Abstieg zu entdecken. Das gleiche Gesicht wird noch ein weiteres Mal auf der Wanderung zwischen dem Arnstein und der Kleinsteinhöhle zu entdecken sein.
Die Wanderung führt auf jeden Fall wieder herunter bis zum gelb markierten Waldweg gelber Punkt. Hier geht es nach links in einem großen Bogen um den Arnstein herum und dann ein ganzes Stück oberhalb der Kirnitzschtalstraße weiter. Die Wanderwegmarkierung ändert sich in einen roten Strich roter Strich, auf dem man fast ohne Höhenunterschied in Richtung Kleinsteinhöhle weiter wandert. Nachdem man fast einen Kilometer auf der roten Wanderwegmarkierung gewandert ist, umrundet der Wanderweg eine richtig dicke Felsmurmel. Geischt_am_Neuen_Weg_Arnstein_kleinAls das Ding (es handelt sich um einen offiziellen Klettergipfel namens Grünling) vom Felsen abgebrochen ist, hat es bestimmt ordentlich gerumpelt. Zwei Schleifen oder auch 350 Meter weiter gewandert, liegt auf der linken Seite gleich neben dem Weg ein kleinerer Felsen (ca. 1 Meter Durchmesser), auf dem das gleiche Gesicht wie am Arnstein eingemeißelt ist. Hier sind die Bewohner des Arnsteins also damals auch schon durch den Wald gezogen.
Von hier ist es noch etwas weniger als ein Kilometer, bis nach links der Aufstieg zum Kleinstein beginnt. Der Aufstieg ist ausgeschildert und weiterhin mit dem roten Strich gekennzeichnet. Schon nach kurzer Strecke biegt nach links ein deutlich sichtbarer Pfad ab, den man unbedingt gehen sollte. leere_Kleinsteinhoehle_kleinEr führt zur Kleinsteinhöhle, die wirklich sehenswert ist. Einerseits frönen hier oft Kletterer ihrem Hobby, bei denen es immer wieder Spaß macht zuzusehen und andererseits ist der Blick aus der riesigen Höhlenöffnung in die Landschaft schon was Besonderes. Die Höhle besteht aus zwei Felsen, die aneinander stehen und dadurch eine Felsspalte von 10 Meter Höhe und 12 Meter Breite gebildet haben. Mit diesen Ausmaßen ist die Kleinsteinhöhle die zweitgrößte Höhle der Sächsischen Schweiz (die größte ist der Kuhstall). Besonders bekannt ist sie durch ein Bild von Ludwig Richter aus dem Jahre 1820 geworden. Das Bild sieht zwar ein ganzes Stück anders aus als in der Natur (es ist kein freistehendes Felsentor und dahinter konnten auch damals bestimmt keine Menschen stehen), aber das wird unter künstlerischer Freiheit verbucht. Das eigentliche Felsentor ist auf jeden Fall ganz eindeutig auf seinem Bild getroffen.
Von der Kleinsteinhöhle geht es die paar Meter zurück bis auf die rote Wanderwegmarkierung roter Strich und dann weiter aufwärts. Aussicht_von_oberhalb_Kleinsteinhoehe_Heulenberg_kleinAls kleine Unterbrechung für den Aufstieg bieten sich die beiden Aussichten an. Die Kleinsteinhöhle wird schon selten von anderen Wanderern besucht, aber den Weg aufwärts zu den beiden Aussichten und dann weiter nach Saupsdorf benutzen nur ganz wenige und so kann man den Blick in die Landschaft vollkommen alleine genießen. Von der Kleinsteinhöhle bis zum Ortseingang von Saupsdorf sind es 1 ½ Kilometer und dann geht es noch mal ein Stück durch Saupsdorf bis zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg durch die Ortschaft hat man gleich zum Anfang einen netten Blick über den Ort und rüber zum Wachberg.
Die Wanderung hat mir super gut gefallen und alles, was eine tolle Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten sollte, war vorhanden: Sandsteinfelsen, Aussichten, Ruhe und etwas Besonderes mit dem Arnstein und der Kleinsteinhöhle. Auf jeden Fall war die Wanderung viel besser, als mit dem Auto zwei Mal durch die Gegend zu fahren. Die Wanderung werde ich im Gegensatz zu einer Autofahrt und dem Rumtrödeln zu Hause nicht so schnell vergessen. Vermutlich war es sogar noch viel gesünder.

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    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Saupsdorf Am Wachberg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Saupsdorf

Königsplatz

Ich hatte meiner großen Tochter versprochen, dass ich mit ihr eine Runde Boot fahre, und so wurde eine Wanderung zum Königsplatz, einer sehr schönen Ecke in der hinteren Sächsischen Schweiz, mit einer Bootsfahrt kombiniert. Pferdekutsche_und_neue_Boote_kleinGestartet haben wir unsere Wanderung an der Buchenparkhalle. Besonders weit sind wir vom Parkplatz nicht gekommen, da wir schon bei der Einfahrt zum Parkplatz eine Pferdekutsche überholt haben. Meine Tochter und ich beschlossen, mit der Kutsche runter zur Schleuse zu fahren. neue_Boote_Obere_Schleuse_kleinWir mussten nur eine ¼ Stunde warten und schon ging die Fahrt los. Die Preise für eine einfache Fahrt betrug 2006 für Erwachsene 4,50 € und für Kinder bis 12 Jahre 2,00 €. Als eine besonders nette Geste mussten wir zusammen nur 5,00 € bezahlen, da meine Große für den Kutscher noch nicht als halbe Portion galt. Ich habe mich sehr über dieses freundliche Entgegenkommen gefreut. Die Fahrt ging gemächlich den Berg runter und wurde nur von zwei Zwischenfällen unterbrochen: einmal hat das eine Pferd das andere in den Hals gebissen. Dafür hat es einen Anpfiff vom Kutscher erhalten und für die Fahrgäste gab es den Hinweis, dass ein Sohn seine Mutter nicht beißt. Wie wahr, auch Töchter sollten ihren Vater oder ihre Mutter nicht beißen. Den zweiten Schreck gab es in einer Kurve, als auf einmal ein Geländewagen angefahren kam. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass die Kutsche an dem großen Auto vorbei passt, aber es ging doch ganz gut. Ein bisschen schade war, dass der Kutscher sehr ruhig gewesen ist. Irgendwie hatte ich gedacht, dass er von sich aus wenigstens ein paar Sachen zum Flößen, der Sächsischen Schweiz oder Hinterhermsdorf erzählt, aber dem war nicht so. Wasserlassen_von_Booten_kleinWenn man ihm aber ein paar Fragen stellte, dann antwortete er gerne und wusste viel. Die Fahrt bis kurz oberhalb der oberen Bootsstation hat ungefähr 40 Minuten gedauert.
Zu dieser Zeit sollten gerade die  Multicar_klein Boote auf der Oberen Schleuse erneuert werden. Es gab aber das Problem, dass man nicht so recht wusste, wie man die großen Kähne die letzten paar Meter bis in die Kirnitzsch bekommen sollte. Der Kutscher sagte noch, dass man extra ein paar der ganz alten Bootsfahrer gefragt hatte, wie denn wohl früher die Boote da runter gebracht worden sind. Die Antwort soll gewesen sein, dass man sie im Schnee die letzten paar Meter hat rutschen lassen. Als wir nun zur Endhaltestelle unserer Kutschfahrt kamen, standen auf der rechten Wegseite noch drei dieser neuen Kähne. Ein weiteres der neuen Boote war wenige Minuten bevor wir eintrafen unter Zuhilfenahme von einem Haufen technischer Mittel ins Wasser gebracht worden. Was habe ich noch so alles gesehen: ein Multicar, einen Bagger, ein riesig langes Stahlseil, gleich mehrere Seilwinden, eine besonders raffinierte Seilkonstruktion zwischen Seilkonstruktion_Obere_Schleuse_klein zwei mächtigen Bäumen und einen einzelnen Anhänger, der anscheinend als Schlitten diente. Leider waren wir genau eine Bootsfahrt zu spät gekommen, sonst wären wir auf der Jungfernfahrt dabei gewesen. So sind wir für 1,50 € mit einem alten Boot die Kirnitzsch abwärts gefahren. Die Bootsfahrt war wie immer eine dieser netten Rätselpartien, in denen der Bootsfahrer sagt: Jungfernfahrt_Obere_Schleuse_klein Dort sehen Sie die Schlange, den Opa, die soundso und so weiter, man fragend auf die Felsen sieht und sich denkt, ob man vielleicht doch etwas hätte trinken sollen, möglicherweise würde man dann auch alles mögliche erkennen. Super witzig war, als uns das neue Boot entgegen kam, die Unterhaltung zwischen den Bootsführern. Zuerst ging es noch in einem fachlichen Tonfall, wie sich das Boot denn auf seiner ersten Fahrt steuern ließ. Danach schwenkte die Unterhaltung aber in nette Faxen um. Der Bootsführer in dem neuen Boot meinte nämlich, dass das Boot sich bei der Eskimorolle wie die alten Boote benommen hätte: Alle Passagiere wären herausgefallen. In dem Moment schauten gleich mehrere Gäste auf den kleinsten Passagier, meine Tochter, und nachdem ich ihr kurz erklärt hatte, was eine Eskimorolle ist, konnten sich einige vor Lachen kaum noch im Boot halten, da sie ziemlich erschrocken guckte. Nach wenigen Sekunden merkte aber auch sie, dass hier die Erwachsenen mal wieder Blödsinn machten, und dann musste auch sie grinsen. Der Bootsführer erklärte noch, welche weiteren Wege man ab der Staumauer einschlagen könnte, und dann war die Fahrt auch schon beendet.
Aufstieg_Hermannseck_kleinIch hatte mir vorgenommen, dass wir den Aufstieg auf dem roten Strich roter Strich aus dem Kirnitzschtal machen wollten. Damit der Aufstieg nicht nur ein langweiliges Hochkrabbeln auf ein paar Treppen wird, sind wir durch die schmale Hermannsstiege unterhalb des Hermannsecks gekrochen. Hier konnte meine Tochter ihre Größe erstklassig ausspielen. Sie ist wie ein Wiesel auf der schmalen Treppe nach oben geflitzt und hatte ausreichend Spaß dran, und ich bin am laufenden Bande an den Wänden angestoßen. Oben angekommen, habe ich mich an der Schlegelhütte über einen netten Rastplatz gefreut. Von der Schlegelhütte hat man einen schönen Blick über das hintere Kirnitzschtal. Leider ist an der Aussicht immer etwas mehr Betrieb, da sehr viele Besucher der Oberen Schleuse über die normalen Stufen aus dem Tal kommen und dann eben die paar Meter bis zur Aussicht gehen. Dann ging es auf dem roten Strich weiter in Richtung Wettinplatz. Der eigentliche Gedenkstein an das 800-jährige Jubiläum des Hauses Wettin liegt ein bisschen versteckt an einer Wegkreuzung, da aber eine Schutzhütte gleich daneben steht, sollte man die Stelle trotzdem finden. Ab dem Wettinplatz geht es auf dem breiten Forstweg der Wanderwegmarkierung weiter nach. Der Forstweg macht einen großen Schlenker, die Wanderwegführung kürzt diese Schleife aber über einen kleineren Weg ab. Dann geht es ein weiteres Stückchen auf dem Forstweg, bis nach rechts der markierte Weg abbiegt. Der Weg steigt mit einer normalen Steigung an. Kurz bevor es richtig auf den Felsen hoch geht, kommt noch eine kleine Attraktion in Form eines Tunnelgangs. Hier haben sich ein paar Felsen so nett hinsortiert, dass ein richtiger Tunnel entstanden ist. Schutzhuette_Koenigsplatz_klein Der weitere Aufstieg ist nicht so besonders schwer, und danach geht es erstmal nach links zum Aussichtspunkt Königsplatz. Diese Aussicht ist eine der schönsten der Sächsischen Schweiz und ganz sicher der schönste Platz im Gebiet von Hinterhermsdorf. Eine Informationstafel erklärt ganz gut den geschichtlichen Hintergrund zu diesem Platz.
Koenigsplatz_Sitzbank_kleinNachdem man sich satt gesehen hat, geht es weiterhin auf dem roten Strich entlang. Zuerst ist der Weg noch ein Pfad, der aber nach wenigen Metern in einen Waldweg übergeht und dann die letzten paar Meter vor der Buchenparkhalle in einer Wanderautobahn endet. Das letzte Stück ist nämlich die Verbindung vom Parkplatz Buchenparkhalle zur Oberen Schleuse. Auf diesem Weg ist immer viel Betrieb, aber die letzten paar Meter muss man das halt ertragen.
Damit ist eine sehr schöne Wanderung zu Ende gegangen, die auch zur vollen Zufriedenheit von Zwergen verläuft. Wer die Runde für die mitwandernden Kinder perfektionieren möchte, der kann sich nach der Wanderung noch auf die Terrasse der Buchenparkhalle setzen und ein leckeres Eis ausgeben. Damit ist man ganz sicher der allerliebste Papi den es gibt.

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Obere Schleuse

Auch wenn ich schon einige Male mit den Bootchen auf der Oberen Schleuse gefahren bin, so ist es doch immer wieder schön und wenn man für seine kleinen Töchter eine besondere Belohnung braucht, dann bietet sich diese Wanderung ganz besonders an.
So startet die Wanderung am riesigen Parkplatz der Buchenparkhalle mit der kompletten Familie und geht neben der Kleingartenanlage auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich in die Richtung Obere Schleuse. Zum Anfang verläuft der Weg ohne jeglichen Höhenunterschied durch den Wald. Auf diesem breiten Weg fährt, zu den üblichen Touristenzeiten, sehr häufig eine Pferdekutsche und bringt Urlauber hoch und runter zur Oberen Schleuse. Nach einem halben Kilometer trennt sich der Wanderweg von dem Pferdekutschenweg, da man mit der Kutsche nur sehr schlecht den Treppenstufen folgen kann. Es geht weiterhin auf der blauen Markierung den Berg hinunter. Krinitsch_kleinNach einigen Stufen und mehreren Überquerungen des Pferdekutscheweges erreicht man die Kirnitzsch und damit dann auch die Obere Bootsstation. Zuerst kauft man sich ein Ticket und dann geht es meistens ganz schnell los. Leider war es bei unserer Wanderung nicht so. Schon die ganze Zeit konnten wir leichtes Donnern hören und das war für die Bootsführer ein Grund nicht mehr mit den Booten auf dem angestauten Fluss zu fahren. Insgesamt haben wir in der Hütte eine Stunde gewartet, aber immer wenn wir dachten jetzt ist das Gewitter weggezogen, kam wieder ein Donnern und wir hatten verloren. Irgendwie war ich in dem Moment ein wenig saurer, da wir den ganzen Tag noch keinen Blitz gesehen hatten und die Staustufe nun wirklich kein See ist, sondern in einer engen Schlucht liegt.
Aufstieg_Hermannseck_kleinIrgendwann musste ich dann meiner großen Tochter eine andere Belohnung versprechen und dann sind wir die 500 Meter zu Fuß weiter gegangen. Hinter der Staumauer geht es noch 150 Meter weiter auf dem blauen Strich, bis man nach rechts auf der Wegmarkierung roter Strich roter Strich wieder aus dem Tal heraus steigt. Es gibt zwei unterschiedliche Aufstiege, die unterschiedlichem komfortabel sind. Abstieg_Hermannseck_kleinDer markierte Weg geht über normale Stufen den Berg hoch. Wer es etwas aufregender mag, der geht durch die Felsspalte zum Hermannseck hoch. Hier gibt es aber die Einschränkung, dass man mit einem großen Rücksack, einem Kind im Tragegestell oder mehr als 100 Kilogramm nicht hoch kommt. Am Ende der Felsspalte kommt man zur Aussicht Hermannseck. Auch wenn man den bequemeren Weg hoch gewählt hat, dann sollte man den kurzen Abstecher bis zu dieser Aussicht unternehmen. Schutzhaus_Hermannseck_kleinNach dem etwas anstrengenden Ausstieg geht es erstmal ebenerdig auf einem Forstweg bis zum Wettinplatz. Hier weißt ein Findling und eine Erklärungstafel auf das 800. Jubiläum des sächsischen Fürstenhauses Wettin hin.
Von diesem unauffälligen Platz geht es jetzt wieder ein paar Höhenmeter auf dem breiten Weg nach links herunter. Der Weg ist weiterhin mit dem roten Strich markiert und führt auf einem direkteren Weg, als der Forstweg, nach unten. Nach ungefähr 1,1 Kilometer verlässt der markierte Wanderweg nun endgültig den Forstweg und biegt nach rechts ab. Über einen schmaler werdenden Pfad geht es durch einen Tunnel hoch zum Königsplatz. Dieser Aussichtspunkt ist wirklich fantastisch und lädt zum Verweilen ein. Als ich das erste Mal diesen Aussichtpunkt entdeckt habe, da bin ich auch von unten zu der Aussicht hochgestiegen und konnte mir kaum vorstellen, dass diese Strecke jemals ein König hoch gekrochen sein soll. Wenn man dann aber weiter auf der roten Wegmarkierung geht, kann man sehr schnell feststellen, dass der Weg fast keinerlei Höhenunterschied hat und man sehr bequem bis zum Ausgangspunkt an der Buchenparkhalle zurück gehen kann.
Damit ist eine nette Runde in der Sächsischen Schweiz beendet und ich habe noch die Aufgabe meine Tochter mit eine anderen Belohnung zu versorgen.

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Panoramaweg von Hinterhermsdorf

Die Wanderung startet am Wanderparkplatz Räumicht. Der ganze Wanderweg hat eine eigene Markierung. Es ist der gelbe Punkt gelber Punkt. Dadurch ist die Wanderbeschreibung eigentlich sehr einfach. Gehen Sie dem gelben Punkt hinterher und Sie werden eine sehr schöne Wanderung erleben.
Von dem besagten Parkplatz geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Siedlung Räumicht. Hier befinden sich gleich mehrere gute sehr nette Übernachtungsmöglichkeiten und mindestens eine tolle Möglichkeit, sich zu erfrischen. Auf der Terrasse der Gaststätte Sonnenhof lässt es sich bei schönem Wetter sehr gut aushalten und man möchte fast nicht mehr weitergehen. Der Weg verläuft zwar auf einer Fahrstraße zwischen Saupsdorf und Hinterhermsdorf, aber normalerweise fahren hier keine Autos, da die Straße ab Saupsdorf für den normalen Verkehr gesperrt ist. Der Weg hat nur eine leichte Steigung und es macht viel Spaß, die Landschaft zu genießen. An der Gnauckmühle wird durch eine Gedenktafel an einen sehr dunkeln Teil der Geschichte dieses Ortes erinnert:
“Am 21. April 1945 ermordete hier ein SS-Kommando der Todeskolonne aus dem KZ Schwarzheide die Antifaschisten Harry Braun, Josef Lichtenstein, Josef Ruzicka, Paul Polacek, Oskar Sabota und einen unbekannten Franzosen.”
Waldfrieden_Holzfaellerhuette_kleinIch hoffe, dass so etwas nie wieder passiert und jeder alle Mitmenschen freundlich akzeptiert. Von der Gnauckmühle geht es nach rechts noch ein paar Meter auf der Straße entlang, bis geradeaus ein kleines Häuschen von der Wasserwirtschaft steht. Hier befinden sich leider keine Wanderwegmarkierungen. Es geht links an dem Häuschen vorbei, immer geradeaus mit anwachsender Steigung den Weifberg hoch. Blick_von_Weifbergturm_nach_Saupsdorf_kleinDer Weg führt knapp links neben den drei Fischteichen vorbei und dann auf den Rast-/Informationsplatz mit dem Namen Waldfrieden. Von der putzigen Waldarbeiterhütte geht es ein paar Meter fast ebenerdig rüber zum Weifberg. Am breiten Weg angekommen geht es nach rechts, um nach ein paar Metern wieder nach links zum Weifbergturm aufzusteigen. Den Weifbergturm sollte man sich aus mindestens zwei Gründen nicht entgehen lassen: 1. Auch für Nichttechniker ist es ein kleines Wunderwerk, einen so stabilen Holzturm zu bauen und 2. man hat einen der besten Rundblicke auf die Sächsische und Böhmische Schweiz. Die paar Stufen (173) sind, für das, was man geboten bekommt, wirklich lohnenswert.
Emmabank_Hinterhermsdorf_kleinAuf dem Weifberg ist der gelbe Punkt auch mal wieder ordentlich ausgeschildert und es geht auf der entgegengesetzten Seite wieder vom Berg herunter. Flugsicherungsanlage_Hinterhermsdorf_kleinDer Weg führt ziemlich direkt bis hinüber zum Pfarrberg. Auf diesem befindet sich diese riesige Flugsicherungsanlage (UKW Drehfunkfeuer). Da man von hier oben einen wirklich ordentlichen Rundblick genießen kann, ist es auch überhaupt kein Wunder, dass auch hier eine Emmabank herumsteht. Diese Bänke stehen anscheinend überall dort, wo man ohne großen Höhenunterschied zu einer schönen Aussicht kommt. Es geht wieder hinunter in die Ortschaft. An den großen Hallen eines Metallbaubetriebes kommt man wieder auf die Straße. Hier geht es nach links die nächsten 100 Meter und dann gegenüber von dem schicken Apartmenthaus “Zum Wildschütz” an dem Forstamt entlang. Der Weg geht unterhalb der Gartenanlage zur Buchenparkhalle. Blick_von_Hackkuppe_auf_Hinterhermsdorf_kleinAuf der Zufahrtsstraße zur Buchenparkhalle geht es ein paar Meter den Berg hoch und dann gleich wieder rechts am Waldrand weiter. Von der Hackkuppe hat man einen hervorragenden Blick auf Hinterhermsdorf. Die gelbe Wanderwegmarkierung führt einen zuerst über den Berg und dann geht es ein paar Meter wieder bergab. Fast am unteren Wildzaun stößt man auf den Dorfbach. An ihm geht es wieder den Berg hinauf bis auf die Hauptstraße von Hinterhermsdorf. Jetzt führt einen die gelbe Wanderwegmarkierung wieder mal den Berg runter. Leider geht dieses letzte Teilstück auf der Fahrstraße entlang. Zum Glück liegt Hinterhermsdorf in einer der hintersten Ecken des Landes, sodass diese Straße wirklich nur den Verkehr von und nach Hinterhermsdorf aufnehmen muss. Nach ungefähr 1,5 Kilometern bergabwärts erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung. 

Sehr komisch ist, dass es zwei Streckenverläufe für den Panoramaweg gibt. Der hier beschriebene Verlauf ist der in der Natur am meisten markierte und am einfachsten zu finden. Im Zentrum von Hinterhermsdorf kann man den gelb markierten Weg aber auch noch entdecken und dort geht er vom Haus des Gastes hinauf zum Weifberg und dann auf den bekannten Wegen weiter. Noch eine weitere Streckenführung ist auf einer gezeichneten Karte von Hinterhermsdorf am Haus des Gastes/dem Erbgericht zu sehen. Dort führt die gelbe Wanderwegmarkierung von der Gnauckmühle auf der Straße vor der Gaststätte Hotel am Wald bzw. heutzutage heißt sie Kräuterbaude vorbei und dann ins Dorf hinein. Dieser Verlauf ist anscheinend der ursprüngliche, aber auf der Straße vor der Kräuterbaude befinden sich heutzutage überhaupt keine Wegmarkierungen mehr.

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Peschkestein

Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich mal wieder mit dem Finger über die Wanderkarten von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) gefahren bin und auf der Karte Hinterhermsdorf den Eintrag “Peschkestein 1822” entdeckt habe. Dieser Punkt liegt blöderweise in einer Sackgasse im hintersten Winkel der Sächsischen Schweiz und ist damit nur mit einer ganz separaten Wanderung zu erreichen. Aber eine Jahreszahl 1822 ist schon was Besonderes und so geht es gleich mal auf eine kleine Erkundungstour.
Der Startpunkt liegt im Zentrum von Hinterhermsdorf. Von dem großen Parkplatz geht es geradeaus, gleich rechts neben dem Haus des Gastes, auf der Weifbergstraße. Markiert ist der Weg bis zum Weifberg mit dem blauen Strich blauer Strich. Die Weifbergstraße ist eine sehr angenehme Dorfstraße, die zuerst noch an ein paar Häusern kleine_Grenzsteinsammlung_Hinterhermsdorf_kleinvorbeiführt und am Dorfrand noch einen ganz besonders interessanten Zwischenstopp bietet. Hier hat ein Anwohner seinen privaten Parkplatz mit einer Vielzahl unterschiedlichster Grenzsteine geschmückt. Es ist schon ziemlich verwunderlich, wie viele Sorten es gibt und wie sich diese über die Jahrzehnte deutlich geändert haben. Der Weg über die Weifbergstraße steigt leicht an und ab dem Ortsrand sieht man das erste Ziel der Wanderung vor sich: den Weifberg mit dem Aussichtsturm. Ab dem Dorfrand ändert sich der Name des Feldweges in Alte Nixdorfer Straße. Die Wanderung passiert einen eingegrabenen Wasserbehälter und auf der linken Wegseite kann man oberhalb von Saupsdorf den Wachberg mit der Wachbergbaude entdecken. Am Waldrand vor dem Weifberg geht es nach rechts bis zu einer kleinen Schutzhütte mit einem Rastplatz. Hier kann man schon mal die schöne Aussicht genießen und danach auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt bis hoch zum Gipfel aufsteigen. Die Aussicht vom Gipfel des Weifberges ist wirklich nicht besonders toll, solange man nicht auf den Aussichtsturm gestiegen ist. Deshalb geht es gleich weiter über die ca. 170 Stufen bis nach oben. Von hier oben hat man eine wirklich gigantische Aussicht auf die Felsen der Hinteren Weifbergturm_gesehen_von_Nixdorfer_Strasse_kleinSächsischen Schweiz und das Böhmische Land. Der Aussichtsturm ist überraschenderweise sehr häufig nur von wenigen Besuchern bevölkert und so hat man die Chance, die Landschaft in Ruhe zu genießen. Blick_vom_Weifbergturm_auf_die_Hintere_Saechsische_Schweiz_kleinEin bisschen lustiger ist es, wenn ein leichter Wind weht. Dann fängt der Turm an zu schaukeln, aber man braucht sich keine Gedanken zu machen, weil er schon viel wilderen Stürmen getrotzt hat. Dadurch, dass der Aussichtturm eine Holzkonstruktion ist, kann er sich im Wind elastisch bewegen und hat trotzdem durch seine Bauweise eine ausreichende Stabilität. Außerdem lassen sich die Sinnesorgane des Menschen schon von wenigen Zentimetern Bewegung beeindrucken.
Von dem Turm geht es wieder herunter (eigentlich klar, dass es hier oben nicht weiter geht) und an der westlichen Seite des Weifbergs über die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich abwärts. Der breite Waldweg bis zur nächsten Kreuzung ist ein sehr angenehmer Abstieg und dann geht es auf der schon bekannten Alten Nixdorfer Straße nach rechts. Der Weg ist hier immer noch mit dem roten Strich markiert. Schon nach wenigen Metern erreicht die Wanderung eine sehr schöne Allee, die über eine Wiese führt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird der markierte Wanderweg verlassen und man folgt nach rechts der Ausschilderung Schäferräumicht. Auch dieser Weg ist relativ breit, wird aber von anderen Wanderern nur selten benutzt. Eigentlich ist es mehr die hintere Zufahrt zum Schäferräumicht und dem darüber liegenden Stall. Nach ein paar hundert Metern abgebrochene_Fichte_beim_Schaeferraeumicht_kleinbefindet sich auf der linken Wegseite die Quelle Heidelbach und eine freistehende Fichte. Der Baum sieht ziemlich ungewöhnlich aus, da er einen mächtigen Stamm hat und auch ziemlich breit ist. Aber auf ein paar Metern Höhe hört der Baum abrupt auf. Solche Baumformen sind eigentlich immer nur in bewohnten Gebieten anzutreffen, wenn mal wieder jemand Angst um seine Gebäude oder die schöne Aussicht hatte. In diesem Fall ist es wohl entweder das Ergebnis eines Blitzschlags oder ein Sturmschaden, was aber in der Höhe sehr ungewöhnlich wäre.
Der Wanderweg Wegweiser_zum_Schaeferraeumicht_kleinführt bald an der Seite vom Schäferräumicht vorbei. Das Schäferräumicht liegt am Zugang zum wunderbaren Weißbachtal, Schaeferraeumicht_Hinterhermsdorf_kleinaber hier wandern nur sehr wenige Leute entlang und so ist die Gaststätte nur am Wochenende in den typischen Wanderzeiten (10:00 bis 17:00) geöffnet. Auf der Vorderseite der Gaststätte trifft man auf die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, der man ein Ministück von 100 Metern nach links folgt. Obwohl dieser Weg zu meinem Lieblingstal hinunter führt und ich damit schon wirklich häufig hier entlang gewandert bin, habe ich tatsächlich noch nie gesehen, dass kurz hinter dem Waldrand, noch vor dem Regelwerk des Nationalparks, ein Weg nach rechts abbiegt. Für diese Erkundungswanderung geht es genau auf diesem Weg weiter. Der Waldweg fällt ziemlich angenehm ab und dass man hier andere Wanderer trifft, dürfte eine ganz besonders große Seltenheit sein. In dieser hinteren Ecke der Sächsischen Schweiz sind nur selten andere Wanderer unterwegs und selbst oben auf dem Folgenweg mit den zwei Wanderwegmarkierungen geht nur manchmal jemand entlang. Auf dem jetzt begangenen Seitenweg mit dem Namen Pferdegärtchenweg sind ganz sicher mehr Eichhörnchen oder Rehe unterwegs als Menschen. Auf der rechten Wegseite schlängelt sich ein Bächlein runter ins Tal und bildet ein paar Pfützen und einen Teich.
Nach etwas mehr als einem Kilometer endet dieser sehr schöne Wanderweg auf dem Heidelbachweg. Teich_an_der_Oberen_Muehle_Hinterhermsdorf_kleinAuf diesem breiten Forstweg geht es nach rechts weiter abwärts. Der Weg ist mit dem bekannten roten Strich roter Strich ausgeschildert und wird fast einen ¾ Kilometer begangen, bis nach rechts der Zugang zur Oberen Mühle (www.obere-muehle-hinterhermsdorf.de) abgeht. Auf dem Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz gibt es nur ganz wenige Pensionen und zu denen zählt die Obere Mühle. Aber eigentlich ist es überhaupt kein Wunder, weil die Mühle schon mindestens seit 1586 hier mit unterschiedlichsten Funktionen steht und dadurch Bestandsschutz genießt. Auch die Obere Mühle ist genauso wie das Schäferräumicht in der Wandersaison am Wochenende geöffnet und hier kann man nett für einen kleinen Zwischenstopp im Biergarten einkehren.
Die Wanderung führt über die Wiese der Oberen Mühle, um dann auf der gegenüberliegenden Hangseite auf einen Waldweg zu treffen. Dieser Weg beginnt an der oberen Grundstücksgrenze und steigt schräg den Hang hoch. Er ist angenehm zu wandern, aber auch dieser Waldweg macht den Eindruck, als ob er nur ganz selten begangen wird. Nach einem relativ angenehmen Aufstieg endet der Waldweg auf dem Kalkbuschweg. Die Obere Mühle hieß in ihrer langen Geschichte auch schon mal Mühle am Kalkbruch und Kalkofenmühle. Das liegt einfach daran, dass hier die Grenze zwischen Sandstein und Lausitzer Granit verläuft und sich an dieser Grenze Kalk abgelagert hat und dann von den Menschen abgebaut wurde. Vielleicht erklärt genau das auch die tiefe Furche des Kalkbuschwegs. Der Weg steigt insgesamt ¼ Kilometer an, um dann nach rechts verlassen zu werden. Der nun erreichte Waldweg ist eigentlich eine Sackgasse und deshalb wächst auch eine nette Grasschicht auf ihm. Nach etwas mehr als 100 Metern biegt er nach links ab und verläuft knapp oberhalb eines Grundes entlang. Auf der gegenüberliegenden Talseite kann man schon einen weiteren Weg erkennen, der eigentlich das nächste Ziel sein soll. Je länger man auf dem linken (südlichen) Weg wandert, desto weiter kommt man in den Grund hinunter und der Seitenwechsel wird einfacher. Als ich die Erkundungstour im Frühjahr 2012 unternommen habe, Peschkestein_kleinwar der Waldweg nach 100 Metern durch eine ausgerissene Wurzel blockiert und so bin ich über einen Wildwechsel die paar wenigen Höhenmeter abgestiegen. Der Weg auf der gegenüberliegenden Seite war irgendwie kurz vorher Inschrift_Peschkestein_kleinneu ausgebaut worden und so ging es auf einem ordentlich matschigen Weg weiter nach links. Wiederum 100 Meter weiter erreicht man das Ziel dieser Wanderung. Der Peschkestein steht ungefähr 30 Meter neben dem Waldweg und irgendwie macht er den Eindruck, als wenn er mit dem Ausbau des Weges dorthin umgesetzt worden wäre. Für einen Gedenkstein aus dem Jahre 1822 ist er sehr gut erhalten, aber leider habe ich es trotzdem nicht geschafft, die Inschrift vor Ort zu entziffern.
Nachdem auch diese kleine Besonderheit der Sächsischen Schweiz entdeckt wurde, geht es auf den Heimweg. Seltsamerweise ist auch der breite Waldweg auf dieser Grundseite eine Sackgasse und deshalb muss man auf der nördlichen Seite des Grundes zurück wandern. Nach 300 Metern biegt nach links ein gut sichtbarer Waldweg ab. Dieser sogenannte Schulbuschweg steigt erst durch den Wald und dann über eine der typischen Wiesen südlich von Hinterhermsdorf an. Nach ungefähr ½ Kilometer auf dem Weg passiert man einen Bauernhof, der sich hier vollkommen abseits der Ortschaft befindet. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie im südlichen Teil von Hinterhermsdorf Häuser, Mühlen und Bauernhöfe vereinzelt herumstehen. Hier beschwert sich ganz sicher keiner, wenn man mal etwas lauter Musik hört oder die Kinder spät am Abend noch Basketball spielen. Dafür wird das Autofahren im Winter eine gehörige Portion schwieriger.
Oberhalb des Bauernhofes steht gleich am Waldrand eine Bank mit einer netten Aussicht über die Wiesen. UFO_Pfarrberg_Hinterhermsdorf_kleinHier kann man noch mal eine kleine Rast einlegen, um dann das letzte Stück der Wanderung zu unternehmen. Dazu geht es noch ¼ Kilometer weiter, bis nach links die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt abbiegt. Dieser Weg passiert bald das seltsame Ufo auf dem Pfarrberg bzw. der Emmabank. Hier hat man eine fantastische Aussicht rüber zur Hinteren Sächsischen Schweiz und einen netten Rundumblick. Genau aus dem Grund ist auch das Funkfeuer der Luftstraße A4 (Berlin-Schönefeld – Prag) auf dem Hügel angebracht.
Die Wanderung geht weiter in Richtung Hinterhermsdorf, auch wenn nach ungefähr 200 Metern der gelbe Punkt nach links abbiegt. Jahreszahl_1804_Haustuere_Hinterhermsdorf_kleinHier geht es nach rechts weiter, um dann bald dem gelben Strich gelber Strich nach links bis zum Ausgangspunkt zu folgen. Gleich neben dem Pfarrhaus steht ein Wohnhaus mit der auffälligen Jahreszahl 1804. Es ist wirklich beeindruckend, dass ein Wohnhaus schon zwei Jahrhunderte besteht und noch so hervorragend aussieht. Vermutlich liegt es daran, dass wir in Deutschland einfach in einer Region wohnen, die kaum von Naturkatastrophen (z.B. Hurrikans oder Erdbeben) oder besonders gemeinen Tiere (z.B. Termiten) heimgesucht wird und dann auch noch die Häuser handwerklich ordentlich gebaut werden. Damit ist diese überraschend angenehme Wanderung zu Ende gegangen. Wer eine Wanderung sucht, auf der ein ganz besonders verstecktes Denkmal zu finden ist und außerdem selbst bei Hochbetrieb in der Sächsischen Schweiz noch herrliche Ruhe herrscht, der ist mit dieser Runde genau richtig unterwegs.

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Prof. Dr. Alfred Meiche Weg

Die Wanderung über den Dr. Alfred Meiche Weg startet am kostenlosen Parkplatz Naherholungszentrum Forellenschänke in Sebnitz. Das erste Stück der Wanderung erfolgt auf der Straße neben den Schrebergärten. Die Straße steigt leicht an und ist mit dem gelben Punkt gelber Punkt markiert. Neben der Kleingartenanlage geht es ca. 260 Meter entlang, um dann nach links abzubiegen. Auch wenn diese ersten Meter auf einer Straße entlang gehen, so ist das Verkehrsaufkommen hier oben bei weitem nicht so groß, als dass ich es als besonders störend empfunden hätte. Von der Straße hat man einen ganz hervorragenden Ausblick auf das Gebiet der Forellenschänke und den Bereich der Skilifte (www.skilifte-sebnitz.de). Gegenüber des Kinder- und Erholungszentrums biegt der markierte Weg wieder nach links ab. Spätestens ab hier heißt der Weg “Dr. Alfred Meiche Weg”. Manchmal wird der Weg auch Prof. Alfred Meiche Weg genannt, was fachlich richtig ist, da Hr. Meiche einen Professorentitel in Dresden hatte und dieser höherwertig ist als der Dr.- Titel. Was auf jeden Fall sehr sicher ist, dass Hr. Meiche in Sebnitz geboren wurde, von 1870 bis 1947 lebte und in Sebnitz gestorben ist. Hr. Meiche beschäftigte sich sehr ausführlich mit der Historie der Sächsischen Schweiz und der Stadt Sebnitz. Deshalb ist es überhaupt nicht verwunderlich, wenn gleich mehrere Stellen in Sebnitz an diesen Ehrenbürger der Stadt erinnern. So hat das Kunstblumen- und Heimatmuseum den Zusatz “Prof. Alfred Meiche”, es gibt ein Prof. Alfred Meiche Haus und den Dr. Alfred Meiche Weg.
Dieser Weg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und diesem heißt es jetzt zu folgen. Ab der besagten Kreuzung geht es zuerst noch an ein paar Häusern bzw. einem weiteren Schrebergarten entlang und dann verschwindet der Weg ein paar Meter im Wald. Hertigswalde_vom_Meiche_Weg_kleinDer Wald wird aber nur ein kleines Stück durchquert und dann kommt man oberhalb von Hertigswalde auf einer Wiese an. Von hier oben hat man einen sehr schönen Ausblick über die Ortschaft und irgendwie trifft man hier oben nie jemanden an. Der Weg führt bis zur Straße herunter. Diese muss aber nur überquert und ca. 100 Meter nach links gegangen werden. Dann zweigt der markierte Weg schon wieder von der Straße ab, es geht nach rechts. Dieser Feldweg steigt relativ steil an und ist eigentlich nichts anderes als eine Abkürzung von der Fahrstraße. Nach ungefähr 500 Metern und 40 Höhenmetern erreicht man die Fahrstraße wieder, kurz vor der Gaststätte Waldhaus. Auf der Straße geht es einen ½ Kilometer entlang. Der Weg an der Fahrstraße entlang lässt sich am besten auf der linken Straßenseite bewältigen, da hier der Grünstreifen breit genug ist. Nach dem halben Kilometer zweigt der Dr. Alfred Meiche Weg nach links ab. Der Weg verläuft am Waldrand entlang und erst mit dem Eintritt in den Wald erfolgt der Aufstieg hoch zum Wachberg. Der Aufstieg hat es irgendwie in sich. Es geht zwar nur 150 Höhenmeter nach oben, aber irgendwie empfinde ich diesen Aufstieg immer als ziemlich anstrengend. Vermutlich liegt es daran, das es durch einen dichten Wald geht und darin kein kühlender Luftzug herrscht. Oder vielleicht fehlt auch nur der ablenkende Ausblick in die Landschaft.
Nachdem man sich auf den Wachberg hoch gekämpft hat, kann man einerseits einen wunderbaren Ausblick genießen und sich dazu noch relativ billig erfrischen, da sich hier oben eine vollwertige Gaststätte befindet. Die Aussicht von hier oben ist wirklich fantastisch, umsonst wird der Wachberg nicht die Krone der Sächsischen Schweiz genannt. Nach dieser Rast geht es auf der gegenüberliegenden Seite wieder ein kleineres Stück, weiterhin auf dem Dr. Alfred Meiche Weg, den Berg herunter. Der Weg geht in die Richtung Hinterhermsdorf/Weifberg, die ganze Zeit sehr knapp an der Grenze nach Böhmen entlang. Auch der Abstieg vom Wachberg erfolgt durch den dichten Wald und erst kurz vorm Weifbergturm_vom_Wachberg_kleinWeifberg tritt man auf eine Wiese heraus. Auch wenn die Wanderung auf der Alten Nixdorfer Straße nach links in Richtung Böhmen bzw. Mikulášovice (Nixdorf) weiter verläuft, so sollte man unbedingt noch einen Abstecher auf den Weifberg machen. Der Weifbergturm kann kostenlos bestiegen werden und bietet ein gigantisches 360° Panorama. Wenn man von der Wachberg-Aussicht rüber auf den Weifberg sieht, dann macht es den Eindruck, als wenn der Weifberg niedriger ist als der Wachberg. Wenn man nur die beiden Berge miteinander vergleicht, dann stimmt diese Feststellung auch, da der Wachberg fast 20 Meter höher ist als der Weifberg. Aber es macht auch den Eindruck, als wenn der Weifberg selbst mit dem Aussichtturm kleiner ist und das erweist sich als Irrtum oder optische Täuschung. Auf dem Aussichtsturm ist man fast 20 Meter höher als auf der Aussicht des Wachberges. Vom Weifberg geht es, wie schon gesagt, über die Grenze nach Böhmen. Grenzuebergang_alte_Nixdorferstrasse_kleinDer Grenzübergang ist nur für Wanderer, Reiter und Fahrradfahrer erlaubt. Im Bereich des Grenzübergangs weisen gleich eine ganze Ansammlung an Informationstafeln auf alles mögliche Wissenswerte auf den beiden Seiten der Grenze hin. Die Alte Nixdorfer Straße steigt leicht an. Ungefähr nach 800 Metern biegt nach links die Diebstraße ab. Es ist der erste ernstzunehmende Forstweg, der nach links abbiegt. Die Bezeichnung Diebstraße ist leicht irreführend, da es nur ein ganz normaler Forstweg ist. Der Weg führt durch einen dieser typischen Wälder der Böhmischen Schweiz und, obwohl dieses Teilstück 3,1 Kilometer lang ist, hat man nur höchstens 50 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Nach diesem sehr ruhigen Wegstück erreicht man die Zufahrtsstraße zwischen Tomášov (Thomasdorf) und Mikulášovice (Nixdorf). Auf dieser sehr wenig befahrenden Straße geht es ca. 100 Meter nach rechts, um dann gleich wieder nach links, auf der gelben Wegmarkierung gelber Strich, zum Tanečnice (Tanzplan) hoch zu steigen. Der Aufstieg ist relativ angenehm, da es auf der Seite des Berges über die Zufahrtsstraße der Gaststätte geht. Gaststaette_auf_dem_Tanzplan_kleinAußerdem werden die zu bewältigen 100 Höhenmeter über eine Strecke von 1,5 Kilometer verteilt, so dass der Aufstieg wirklich angenehm ist. Auf dem Tanečnice (Tanzplan) angekommen gibt es die billige Möglichkeit sich zu erfrischen. Die Gaststätte hier oben ist sehr beliebt bei den Sebnitzer Bürgern, da man sich für wenig Geld den Bauch voll schlagen kann. Aussichtsturm_auf_dem_Tanzplan_kleinLeider ist es auf dem Tanečnice (Tanzplan) ganz ähnlich wie auf dem Großen Winterberg, dass es, obwohl der Berg für hiesige Verhältnisse ziemlich hoch ist (597 Meter), überhaupt keine Aussicht gibt. Im Gegensatz zum Großen Winterberg ist aber der Aussichtsturm begehbar und durch eine Eintrittskarte, welche man in der Gaststätte kauft, kommt man doch noch zu einer ordentlichen Rundumsicht.
Der Abstieg vom Tanečnice (Tanzplan) erfolgt rechts neben der Gaststätte. Es ist ein kleinerer Pfad, der den Berg wieder herunter geht. Dieser Pfad ist weiterhin mit dem gelben Strich markiert und biegt schon nach 150 Meter links ab. Der Weg verläuft ziemlich gerade den Berg herunter bis zum Grenzübergang. Gleich hinter dem Grenzübergang stößt zur Wanderwegmarkierung gelber Strich auch noch die schon bekannte Markierung gelber Punkt
gelber Punkt. Auf dieser geht es die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt an der Forellenschänke.
Damit ist eine ganz nette Runde beendet, die mir sehr gut gefallen hat. Sie bietet so ziemlich alles, was eine schöne Wanderung ausmacht: Es gibt erstklassige Aussichten, ein paar billige Erfrischungsmöglichkeiten und eine wunderbare Ruhe.

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Saupsdorf

Das Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz ist ein hervorragendes Wandergebiet, aber auch der Randbereich mit dem Namen Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz ist eine tolle Wanderregion. Das kann man ganz hervorragend in dem Bereich Saupsdorf – Hinterhermsdorf – Nixdorf entdecken. Hier herrscht meistens super angenehme Ruhe, es gibt auch zu Stoßzeiten immer noch einen Parkplatz und die Aussichten sind nicht zu verachten. Eine sehr empfehlenswerte Runde zu dieser Ecke kommt hier:
Der Startpunkt ist der große Parkplatz in Saupsdorf. Von hier geht es auf der gegenüberliegenden Vorderseite_Kirche_von_Saupsdorf_kleinStraßenseite mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich erstmal einige Meter den Wachberg hoch. Blick_vom_Rand_des_Wachberges_auf_Saupsdorf_kleinDer erste Teil des Aufstieges erfolgt noch in der Ortschaft und dann kommt ein Bogen mit der ersten fantastischen Aussicht. Der Blick auf die sanften Hügel vor Sebnitz und hinüber zu den Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz ist wirklich toll. Blick_vom_Wachberg_Richtung_Sebnitz_Ottendorf_kleinNach 1 ¼ Kilometern und 140 Höhenmetern erreicht man den Panoramaweg bzw. Dr.-Alfred-Meiche-Weg. Auf diesem Wanderweg, der mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet ist, geht es nun nach links weiter. Der Weg verläuft bis zur Waldmühle ganz knapp neben der Grenze entlang. Gleich an mehreren Stellen kann man Grenzsteine, seltsame Pfosten und Schilder entdecken. Ungewöhnlicherweise weisen die Schilder aber immer nur aus Richtung Tschechien lesbar auf die Grenze hin. Der Wanderweg steigt durch einen dunklen Wald wieder vom Wachberg herunter und nach einem Stück am Waldrand entlang erreicht man die Fahrstraße zwischen Saupsdorf und Sebnitz. An dieser Straße muss man leider 400 Meter entlang wandern, bis man die Gaststätte Waldhaus erreicht. Hier biegt die Hohe Straße, eine uralte Handelsstraße, in beide Richtungen ab, aber für diese Wanderung geht es nach rechts in Richtung Tschechien. Der sehr ruhige Waldweg ist mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet. Schon vor dem Waldhaus fiel auf der rechten Straßenseite ein eingezäunter Hügel auf und jetzt kann man den fast unbepflanzten Hügel auch wieder sehen. Es handelt sich um eine alte Müllkippe, die mit so einigen unterschiedlichen Schichten zugedeckt wurde. Nur durch den Zaun und den fehlendem Bewuchs lässt sich erahnen, dass hier irgendetwas nicht natürlich ist.
Nach einem Kilometer stabile_Grenzbefestigung_Alte_Hoehe_Strasse_kleinstößt man auf die kleine_Kapelle_Thomasdorf_kleinGrenze, die man heutzutage als Fußgänger ohne Probleme passieren kann. Schon bald erreicht man die Miniortschaft Tomášov (Thomasdorf). Gleich am Ortseingang fällt eine kleine Kapelle auf der rechten Wegseite auf. In der Tür sind zwei große runde Öffnungen, durch die man in die Kapelle hineinblicken kann. Für mich war es klar, dass damit die Türe verschlossen war. Also habe ich durch die Löcher hineingeblickt und zur großen Überraschung schaute mich von der anderen Seite ein freundliches Gesicht an. Wir mussten beide herzlich lachen und die ältere Dame öffnete mir die Türe.
Für die weitere Strecke geht es noch ein ganz kurzes Stück in die Ortschaft hinein, um dann gleich hinter dem ersten Haus auf der linken Seite auf eine Zufahrt bzw. einen Waldweg abzubiegen. Dieser angenehm ruhige Weg führt auf einer Strecke von zwei Kilometern an der westlichen Seite um den Tanečnice (Tanzplan) herum. Dann erreicht man den Wanderweg zwischen Sebnitz und dem Gipfel des Tanečnice (Tanzplan), der mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet ist. Bismarkturm_Tanzplan_kleinObwohl der Gipfel (598 Meter) ein ganzes Stück höher als der höchste Berg der Sächsischen Schweiz (Großer Winterberg mit 556 Meter) ist, kommt man ungewöhnlich leicht hinauf. Beide Berge haben aber zwei Gemeinsamkeiten: ohne Aussichtsturm hätte man von beiden überhaupt keinen Blick in die Landschaft und auf beiden ist eine Gaststätte. leere_Gaststaette_Tanzplan_kleinSeit dem Winter 2013/2014 ist aber die Gaststätte auf dem Tanečnice (Tanzplan) geschlossen. Das verwundert mich schon ziemlich, weil hier früher am Wochenende ganze Heerscharen an Sebnitzern hochgepilgert sind und kostengünstige Speisen und Getränke genossen haben. Von dem steinernen Aussichtsturm (Baujahr 1904) hat man einen sehr guten Rundblick auf die Ortschaften und Hügel am Fuße des Berges. Wenn denn die Gaststätte wieder eröffnen würde, dann könnte man von hier oben auch den Gästen auf der Terrasse perfekt beim Essen zusehen.
Die weitere Wanderung führt auf der Zufahrtstraße und damit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich vom Berg herunter. Nach 1 ½ Kilometern erreicht man die Zufahrt von Tomášov (Thomasdorf), auf der es nach rechts bis ganz kurz vor den Ortseingang geht. Hier biegt man nach links ab. Ausgeschildert ist hier der Wachberg bzw. die Wachbergbaude. Der Waldweg lässt sich sehr angenehm wandern und gleich mehrmals werden große Wiesen passiert. Nach etwas mehr als einem Kilometer biegt zwar der Zugang zum Wachberg nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter auf der sogenannten Diebstraße. Ab dem Zugang zum Wachberg ist der Wanderweg für ein kurzes Stück mit dem grünen Strich grüner Strich gekennzeichnet. Die Wanderung führt aber noch weiter (1 ½ Kilometer) auf der Diebstraße, bis die alte Nixdorfer Straße erreicht wird. Hier steht links ein blaues Schild (Ústecký kraj, deutsch: Aussiger Region) und die Wanderung führt nach rechts in Richtung Hinterhermsdorf. Es ist schon wirklich komisch, aber hier ist der Wanderweg schon wieder mit dem gelben Strich gelber Strich gekennzeichnet. Der Wanderweg fällt in Richtung Grenze ein ganzes Stück ab und am Untergrund des Weges und den Felsen neben dem Weg ist deutlich zuerkennen, dass hier kein Sandstein, sondern Granit vorkommt. Gleich zwei Mal kann man neben dem Weg Kuhlen entdecken, in denen vor langer Zeit der Stein abgebaut wurde. Die Grenze wird nach einem ¾ Kilometer passiert und dann geht es weiter auf deutschem Gebiet. Rueckseite_Weifberg_und_Aussichtsturm_kleinSchon nach kurzer Strecke tritt die Wanderung aus dem Wald heraus und soll eigentlich hier rechts abbiegen, aber schräg nach links vorne ragt der Weifberg mit seinem hölzernen Aussichtsturm aus dem Wald. Der Turm und die dazugehörende Aussicht sind wirklich sehenswert und deshalb gibt es noch einen kurzen Abstecher auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich bis zum Turm. Der Weifberg ist von der Alten Nixdorfer Straße aus nicht besonders hoch (20 Höhenmeter) und die 173 Stufen auf den Turm werden mit einer sehr schönen Rundumsicht belohnt. Blick_aus_dem_Weifbergturm_kleinIm Gegensatz zu dem steinernen Turm auf dem Tanzplan kann der Weifbergturm bei Wind schon ganz nett ins Schaukeln geraten und es ist deutlich zu sehen, dass die Pflegemaßnahmen bei einer Holzkonstruktion viel größer sind. Nach dem ersten Jahrzehnt musste der gesamte Turm einmal gestrichen und schon einige Hölzer ausgetauscht werden.
Die Wanderung führt wieder auf der blauen Wanderwegmarkierung bis zum Waldrand zurück. Hier ist wieder der Dr.-Alfred-Meiche-Weg bzw. der Wachberg ausgeschildert. Wer schon gemogelt und vom Weifbergturm die Strecke am Waldrand und dann hoch zum Wachberg ausgespäht hat, wird in der Realität staunend feststellen, dass es erstmal abwärts geht. Blöderweise befindet sich noch eigeschraenkter_Blick_vom_Wachberg_kleineine fast unsichtbare Senke gleich am Ende des Waldrandes und so kommen noch ein paar Höhenmeter dazu. Von der Senke geht es dann ziemlich genau 100 Höhenmeter nach oben, um dann auf dem Wachberg mit einem sehr netten Blick auf Saupsdorf und rüber in den Nationalpark Sächsische Schweiz belohnt zu werden. Auf dem Wachberg befindet sich auch noch die Wachbergbaude (www.wachbergbaude.de), die mit ihrer Terrasse und der Gaststube zum Verweilen einlädt.
Die Wanderung führt über die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich vom Wachberg nach Saupsdorf hinunter. Der Beginn des Abstieges liegt etwas versteckt am unteren Ende des Parkplatzes der Wachbergbaude. Friedensbaum_am_Ferienhof_kleinDie ersten paar Meter führen durch ein Waldstück mit so einigen Granitmurmeln. Von dort geht es erst an ein paar Schrebergärten vorbei und dann auf der Wachbergstraße abwärts. Hier hat man gleich mehrfach noch einen netten Blick auf Saupsdorf. Katze_Ferienhof_Schaefer_kleinFast am Ende der Wachbergstraße angekommen, fällt auf der rechten Straßenseite eine riesige Kastanie auf, die als Friedensbaum 1955 gepflanzt wurde. Gleich dahinter befindet sich der Ferienhof Schäfer, in dem man ganz hervorragend Unterkunft, auf Wunsch mit Frühstück,  finden kann und eine der hauseigenen Katzen kann sogar nette Balancierstücke auf dem Gästeschild vorführen.
Diese Wanderung ist keine der typischen Wanderungen im Zentrum des Nationalparks Sächsische Schweiz, aber trotzdem ist es eine sehr schöne Runde, die eine Vielzahl an tollen Aussichten und interessanten Gipfeln passiert. Das Besondere am Startpunkt in Saupsdorf ist, dass hier die Besucher noch keine Touristenpreise bezahlen müssen und so darf man kostenlos parken und auch die restlichen Preise wie Essen und Übernachtung sind sehr angemessen.

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Saupsdorfer Sandberg

Die Wanderung zum Saupsdorfer Sandberg ist eine kleine, leichte Runde, die man auch ganz gut als Nachmittagsspaziergang unternehmen kann, um ein paar Kalorien zu verbrauchen oder überhaupt nur ein paar Meter an der frischen Luft unterwegs zu sein.
Der Startpunkt liegt am großen Parkplatz von Saupsdorf. Von hier geht es nach rechts auf der Hauptstraße und dann an der abknickenden Vorfahrtsstraße weiter geradeaus. Die Wanderung führt an den großen Pferdeställen und den riesigen Hallen der Schafzucht vorbei. Ganz besonders lustig sieht es hier im Frühjahr aus, wenn die kleinen Schafe ihre ersten überschüssigen Kräfte loswerden müssen und wie die Verrückten durcheinanderschießen. In den warmen Jahreszeiten sind die Herden natürlich auf den Wiesen rund um Saupsdorf bis nach Hertigswalde verteilt. Gleich hinter den großen Hallen biegt nach rechts ein Feldweg ab, auf dem es für diese Wanderung weiter geht. Der Untergrund dieses Feldweges ist zum Teil mit großen Betonplatten ausgelegt und führt an einem wirklich liebevoll gepflegten Schrebergarten vorbei. Nach etwas mehr als ½ Kilometer erreicht man mitten auf dem Feld ein Gebüsch mit einem Wegweiser nach links. Hier biegt man nach links ab und gleich dahinter (ca. 100 Meter) geht es nach rechts weiter. Der Weg führt noch ein Stückchen angenehm über die Felder und dann erreicht man einen Wald. Hier hat es im Sommer 2012 etwas sehr Seltsames gegeben. Bei einem Gewittersturm wurden in zwei Waldbereichen (Saupsdorfer Sandberg und Hirschewald) Schneisen in den Wald gebrochen. Ungewöhnlicherweise ist der Schadensbereich nur ein wirklich schmaler Streifen von maximal 300 Metern Breite, in dem aber wirklich kaum ein Baum stehen geblieben ist. Da die Waldbesitzer eine explosionsartige Vermehrung von Borkenkäfern befürchteten, mussten die Bäume in einer Hauruckaktion entfernt werden. Dieses ist beim Saupsdorfer Sandberg durch ein besonders raffiniertes Gerät in Form einer Seilbahn geschehen. LKW_Baumseilbahn_kleinDamit konnten die Bäume komplett zu einem Sammelpunkt transportiert und dort entastet und Rutschspuren_Baumseilbahn_kleintransportbereit gemacht werden. Die Seilbahn wurde auf der einen Seite des Tals an mächtigen Bäumen bzw. Wurzeln befestigt und auf der anderen Seite stand ein größerer Lkw mit einem Mast und einem Greifarm. Die Arbeitsweise von dem Gerät ist wirklich sehr interessant und hinterlässt einen blitzeblanken Wald mit markanten Schleifspuren. Wer denn mehr davon sehen möchte, wie man sich eine Seilbahn für Bäume vorstellen muss, der sollte bei Google die Suche nach Gebirgsharvester Mounty starten.
Die Wanderung führt zuerst noch am oberen Rand des Waldes entlang und dann in den Wald hinein. Nach 100 Metern in dem Wald gabelt sich der Weg und hier sollte man sich links halten. Genau das gleiche gilt auch noch mal für die Kreuzung nach ¼ Kilometer. Der Waldweg führt mit einem angenehmen Gefälle runter in den oberen Teil des Räumicht. Erst wenige hundert Meter vor der asphaltieren Straße ist zwar der Weg immer noch ein breiter Forstweg, aber dadurch, dass er anscheinend nicht mehr benutzt wird, auch mit so einigen umgefallenen Bäumen versperrt. Diese lassen sich aber vom Wanderer ganz gut umgehen.
Der Weg erreicht die asphaltierte Anliegerstraße gleich an der Gnauckmühle. Die Gnauckmühle wurde in den Anfängen auch als Obere Rölligmühle bezeichnet, was aber bestimmt ziemlich unpraktisch war, da ein paar Meter das Räumicht abwärts noch eine Rölligmühle steht. Der Grund ist einfach, dass beide Mühlen im Ursprung der Familie Röllig gehörten. leeres_Schwimmbad_Gnauckmuehle_kleinDie Gnauckmühle ist die jüngste Mühle in Saupsdorf gewesen und als Sägemühle benutzt worden. Leider hat der Bach nicht ausreichend Wasser geliefert und so gab es nur eine relativ kurze Zeit einen Mühlbetrieb in der Gnauckmühle. Bis zur Wende 1989 ist das Gebäude auch noch als Kinderferienheim genutzt worden. Daher rührt auch das alte Schwimmbecken, das aber heutzutage leider verwaist und leer ist.
Ein paar Meter hinter der Gnauckmühle (höchstens 100 Meter) biegt nach links ein Weg in den Wald ab, der leicht ansteigend hoch zum Sandberg führt. Blick_vom_Sandberg_auf_den_Weifberg_kleinDer Waldweg ist vom Verlauf vollkommen eindeutig. Nach 300 Metern verlässt man den Wald und es geht die letzten paar Meter bis hoch auf den Sandberg. Der Saupsdorfer Sandberg ist keiner der Blick_nach_Saupsdorf_vom_Sandberg_kleinbesonders spektakulären Aussichtspunkte der Sächsischen Schweiz, aber immerhin hat man eine doch ganz nette Aussicht auf die Hintere Sächsische Schweiz und hier fällt natürlich der Weifberg mit seinem Aussichtsturm auf. Vom Sandberg hat man aber auch einen ganz netten Blick von die östliche Seite von Saupsdorf.
Dahin geht jetzt auch das letzte Stückchen der Wanderung. Dazu folgt man dem Feldweg und erreicht bald die bekannte Kreuzung. Von hier wandert man noch die letzten Meter nach rechts weiter, um zum Ausgangspunkt zurück zu kommen. Damit ist dann eine kleine Runde beendet, die nichts besonders Spektakuläres bietet, aber ein netter Bogen in ungewöhnlicher Ruhe ist.

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Kräuterwanderung

Nachdem ich schon mehrmals mit dem Nationalparkführer Heiko Hesse (www.kraeuterbaude-am-wald.de) unterwegs gewesen bin, wollten wir auch unbedingt mal die kleine Kräuterwanderung mitmachen. Blöderweise wird die Wanderung nur einmal im Monat angeboten und irgendwie hat es mit unserem Terminkalender nie geklappt. Nun hat es aber doch endlich im September einen passenden Termin gegeben, der auf der Internetseite des Nationalparks (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) mit folgenden Worten angeboten wurde:

Kräuterwanderung – es führt Sie Heiko Hesse
Treffpunkt: Hinterhermsdorf, Kräuterbaude (ehemals Hotel am Wald an der Verbindungsstraße zwischen Hinterhermsdorf und Saupsdorf)
Tag: jeden ersten und dritten Samstag im Monat
Uhrzeit:10:00 Uhr
Dauer: ca. 2-3 h, leichte Tour
Kosten: 6,00€ Erwachsene, 3,00€ Kinder bis 12 Jahre
Anmeldung: Für diese Wanderungen müssen Sie sich nicht anmelden, sondern einfach zum angegebenen Treffpunkt pünktlich erscheinen.

Auch wenn eigentlich in der Beschreibung steht, dass Heiko Hesse die Wanderung führt, so ist die eigentliche Durchführende seine Frau (Janet Hoffmann). Als kleine Begrüßungsrunde hat sie sich auch gleich zum Anfang vorgestellt und mich damit schon verblüfft, Kraeuterhexe_Hoffmann_kleinwas es heutzutage alles an Ausbildungen gibt. Mir war es zumindest nicht bekannt, dass es eine Ausbildung zur Phytotherapeutin (Heilkräuterkundlerin) gibt, aber das besonders Schöne auf dieser Wanderung war, dass die “Kräuterhexe” (zumindest ihr Mann nennt sie so) ihr Wissen super gut vermitteln kann. Am Anfang erklärte Frau Hoffmann auch gleich, dass man Kräuter niemals in Plastiktüten sammelt, da die Pflänzchen sofort anfangen zu schwitzen und ihre Wirkung verlieren. Deshalb empfahl sie einen Korb zum Sammeln und für die Kräuterwanderung hatte sie netterweise Brottüten aus Papier für alle Teilnehmer dabei.
Wir haben schon an so einigen geführten Wanderungen im Nationalpark teilgenommen, aber dass bei einer Führung tatsächlich 18 Teilnehmer gewesen sind, haben wir noch nie erlebt. Das ist sehr positiv. Es waren auch alle Teilnehmer ganz angenehm, keiner musste sich besonders hervortun. Gleich auf den ersten paar Metern, noch auf dem Parkplatz der Kräuterbaude, war der erste Haltepunkt, an dem uns die ersten drei Kräuter gezeigt und ihre Verwendung erklärt wurden. Die hier abgebildeten Pflanzen(teile) sind ein paar der Pflanzen (aber nicht alle), die wir auf der Wanderung als nützliche Heil- oder interessante Küchenkräuter kennengelernt haben.

Wilder_Thymian_klein

Indisches_Springkraut_klein

Johanniskraut_klein

Knoblauchrauke_klein

Gundermann_klein

Schoellkraut_klein

Wilder Thymian

Indisches Springkraut

Johanniskraut

Knoblauchrauke

Gundermann

Schöllkraut

 Hagebutte_klein  Brennnessel_klein  Rainfarn_klein  Frauenmantel_klein  Breitwegerich_klein Brombeere_klein

Hagebutte

Brennnessel

Rainfarn

Frauenmantel

Breitwegerich

Brombeere

Stinkender_Storchschnabel_klein

Schafgarbe_klein

Giersch_klein

Loewenzahn_klein

Baerenklau_klein

Sauerampfer_klein

Stinkender Storchschnabel

Schafgarbe

Giersch

Löwenzahn

Baerenklau

Sauerampfer

Jede der Erklärungen war super gut und auch für Laien verständlich. Ganz besonders nett war der sehr freundliche und gut gelaunte Gesichtsausdruck der “Kräuterhexe”. auf_Kraeuterwanderung_Weifbergturm_gesehen_kleinDie Wanderung führte von dem Parkplatz in Richtung Weifberg und machte alle paar Sammlung_Kraeuter_von_Kraeuterwanderung_kleinMeter einen kurzen Zwischenstopp. Das war äußerst interessant, denn eine Vielzahl der Pflanzen haben wir schon mal am Wegesrand gesehen, aber zumindest mir war der größte Teil davon unbekannt. Insgesamt ging es aber nur wenige hundert Meter in Richtung Weifberg, um dann mit einem kleinen Schlenker die Strecke wieder zurück zu wandern.
Diese Miniwanderung oder auch Führung war sehr angenehm und die drei Stunden vergingen wie im Fluge. Es hat wirklich Spaß gemacht und wir werden ganz sicher auch die Kräuterbaude für ein abwechslungsreiches Essen besuchen.

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Schleusen

Die Wanderung zu den Schleusen von Hinterhermsdorf hatte ich mir schon lange vorgenommen, aber irgendwie dann doch keine Zeit dazu gefunden. Zu Ostern 2007 war es dann doch endlich an der Zeit, die Runde zu absolvieren. Schon mal vorab möchte ich als empfehlen, die Wanderung nicht an einem schönen Wochenende durchzuführen. Ganz extrem ungünstig wäre ein langes Wochenende, weil dann sind im Bereich der Oberen Schleuse solche Mengen Wanderer unterwegs, dass man meiner Ansicht nach die Runde nicht genießen kann. Die beste Wanderzeit für diese Tour dürfte ein sonniger Wochentag sein.
Die Wanderung startet an der Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Von dort geht es über den erstklassig ausgeschilderten Weg runter zur Oberen Schleuse. Markiert ist der Abstieg durch den blauen Strich blauer Strich. Kirnitzsch_Obere_Schleuse_Boot_kleinDas erste Stück dieses Zugangs zur Oberen Schleuse erfolgt über einen riesig breiten Waldweg, der keinen einzigen Höhenmeter absolviert. Da die Obere Schleuse aber tief unten im Tal liegt, geht es im zweiten Teil des Zugangs über einige Stufen hinunter. Der Abstieg ist leicht und nach kurzer Zeit geschafft. Zu Ostern 2007 hatte man den unteren Wendepunkt der Pferdekutsche grundlegend saniert und irgendwie den Wegesrand mit dicken Felsmurmeln dekoriert. Wozu auch immer das notwendig war, weil hier unten muss man sich nun wirklich nicht vor Falschparkern schützen, aber vielleicht hat es irgendetwas damit zu tun, dass eigentlich der Bereich der oberen Bootsstation grundlegend umgebaut werden soll. Zu Ostern 2007 sah aber (außer dem erwähnten Kutschenwendepunkt) noch alles wie gewohnt aus. An dem Kassenhäuschen hat man die Wahl, ob man die lieber bequem auf einem der Boote gefahren werden möchte oder ob man den Pfad am Hang entlang wandert.
Kirnitzsch_Obere_Schleuse_kleinWir haben uns diesmal für den Wanderweg entschieden und sind weiterhin dem blauen Strich gefolgt. Der Weg geht in einer ziemlichen Schlangenlinie der Kirnitzsch hinterher. Zuckerhut_im_Kirnitzschtal_kleinDa manchmal das Bachbett zu eng ist, als dass noch ein Pfad an der Seite verlaufen kann, geht der Weg an ein paar Stellen auch etwas weiter oben am Hang entlang. Aber immer noch unterhalb des eigentlichen Felsfußes. Deutlich zu sehen ist, dass in den Booten auf der Oberen Schleuse immer nur Gäste sitzen, die flussabwärts fahren. Nach oben sind die Bootsführer fast immer alleine unterwegs. Nachdem man die Staumauer erreicht hat, wird es auf dem Pfad etwas voller, zumindest wenn gerade ein Boot angelegt hat. Die meisten Besucher der Oberen Schleuse verlassen das Kirnitzschtal aber auch schon nach 200 Metern wieder und steigen am Hermannseck aus dem Tal auf.
Unsere Wanderung verläuft aber weiterhin durch das wunderbare Kirnitzschtal. Nach etwas mehr als zwei Kilometern einsamer Wanderung weitet sich das Tal deutlich. Der Bach hat auf einmal Platz, in einem wilden Geschlängel zu fließen (man nennt dieses “wilde Geschlängel” auch Mäander – Anm. d. Ehefrau). Sehr unterhaltsam finde ich an der Stelle die Schilder, Marienquelle_mit_Engel_Detail_kleindie in Richtung Tschechien stehen und drauf hinweisen, dass hier die Grenze ist. Wenn man über den Bach hinweg sieht, dann stellt man fest, dass die andere Bachseite ein steiler Felsen ist und ich kann mir kaum vorstellen, dass von dort irgendjemand die Grenze übertritt. Vermutlich hatte aber jemand den Auftrag, alle soundso viele Meter ein Schild aufzustellen und dann gehörten die Dinger dahin. Der Weg ist zuerst noch ein schmaler Pfad, aber spätestens ab dem Grenzübergang Rabenstein/Hinterdittersbach dann ein breiterer Waldweg. Der Weg verläuft weiterhin sehr angenehm neben der Kirnitzsch entlang. Kurz vor dem Abzweig zum Zeughaus hinüber befindet sich auf der rechten Wegseite die Marienquelle. Super putzig sah die Quelle zu Ostern 2007 aus, weil ein kleines goldenes Engelchen in der Nische stand. Es passte da so perfekt hinein, als wenn es dafür gemacht worden wäre.
Ausgewaschenes_Kirnitzschtal_kleinDer Weg geht die letzten paar Meter an der Kirnitzsch entlang, bis zur Niederen Schleuse. Kurz vor der Niederen Schleuse kann man deutlich sehen, wie sich die Kirnitzsch immer weiter ins Tal hinein gräbt. Kirnitzsch_Niedere_Schleuse_kleinLeider habe ich noch nie gesehen, dass die Niedere Schleuse gestaut worden ist. Aber vermutlich würde das auch bei weitem nicht so toll aussehen wie bei der Oberen Schleuse, da einfach keine nennenswerten Felswände links und rechts stehen. Außerdem müsste erst mal wieder das ganze Becken von den jahrelangen Ablagerungen befreit werden. Heutzutage hat sich der Bach eine Furche durch die dicke Sandschicht gegraben. Trotzdem bietet sich die Niedere Schleuse als ein Rastplatz ganz gut an. Es gibt gleich mehrere Sitzgelegenheiten, und Kinder können wirklich perfekt am und im Bach spielen.
Kirnitzsch_Niedere_Schleuse_Damm_kleinNach dem doch größeren Teilstück an der Kirnitzsch entlang geht es jetzt ca. 50 Meter hinter der Staumauer nach rechts den Hang nach Hinterhermsdorf hinauf. Der Weg ist nicht markiert, aber trotzdem ist der Verlauf sehr einfach zu finden, da es nur in eine Richtung nach oben geht. Nachdem man die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt erreicht hat, bietet sich nach rechts die Aussicht Brüdersteine an. Die Brüdersteine sind eine sehr schöne ruhige Aussicht, von der man einerseits in das bewaldete Kirnitzschtal, aber auch in den Kessel der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken kann. Von hier aus geht es der grünen Wanderwegmarkierung bis zum Ausgangspunkt der Wanderung hinterher.

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